Gottesbeweis-Thomas von Aquin

Bondyrope
Die 5 Gottesbeweise des Thomas von Aquin im 13 Jhrd. beweisen meiner Meinung überhaupt nichts. Die ersten 3 sind nur verschiedene Formulierungen der gleichen Aussage, so dass sie man sie gemeinsam betrachten kann. Alle Beweise beruhen auf einer unendlichen Regression. Die Antwort auf eine Frage, wirft eine vorausgehende Frage auf und so weiter.

1. Der unbewegte Beweger: Nichts bewegt sich, ohne dass es zuvor einen Beweger gibt. Das führt zu einer Regression und Gott ist der einzige Ausweg. Irgendetwas muss die erste Bewegung veranlasst haben und dieses Etwas nennen wir Gott.
2. Die Ursache ohne Ursache: Nichts wird von sich selbst verursacht. Jede Wirkung hat eine vorausgehende Ursache und wieder landen wir meiner Meinung nach in der Regression. Diese muss durch eine erste Ursache beendet werden, die wir Gott nennen.
3. Das kosmologische Argument: Es muss eine Zeit gegeben haben, in der keine physikalischen Objekte existierten. Da heute aber physikalische Gegenstände vorhanden sind, muss irgendetwas nicht physikalisches sie ins Dasein gebracht haben und dieses Etwas nennen wir Gott.

Alle drei Argumente stützen sich auf den Gedanken der Regression und greifen auf Gott zurück, um sie zu beenden.

Sie gehen von der völlig unbewiesenen Voraussetzung aus, dass Gott selbst gegen die Regression immun ist. Sogar wenn wir uns den zweifelhaften Luxus erlauben, willkürlich einen Endpunkt der Regression zu postulieren und ihm einen Namen geben, einfach, weil wir so einen Endpunkt brauchen, besteht keinerlei Anlass, ihn mit den Eigenschaften auszustatten, die Gott normalerweise zugeschrieben werden:

Allmacht, Allwissenheit, Güte, kreative Gestaltung oder gar menschliche Eigenschaften, wie das Erhören von Gebeten, die Vergebung von Süden und lesen unserer innersten Gedanken.

Allwissenheit und Allmacht sind unvereinbar miteinander. Wenn Gott allwissend ist, muss er bereits wissen, wie er mit seiner Allmacht eingreifen und den Lauf der Geschichte verändern wird. Das bedeutet jedoch, dass er es sich mit dem Eingriff nicht mehr anders überlegen kann und demnach ist er nicht allmächtig.

Werde noch mehr schreiben, dies nur für den Anfang.

Freue mich über Eure Antworten...
Liebe Grüße aus Bayern
Bondy
Jay Ray
Zitat:
Original von Bondyrope
Allwissenheit und Allmacht sind unvereinbar miteinander. Wenn Gott allwissend ist, muss er bereits wissen, wie er mit seiner Allmacht eingreifen und den Lauf der Geschichte verändern wird. Das bedeutet jedoch, dass er es sich mit dem Eingriff nicht mehr anders überlegen kann und demnach ist er nicht allmächtig.

Das Paradox entsteht nur, wenn man glaubt, es gebe nur eine einzige Welt und eine einzige Geschichte davon.

Nach der "viele Welten Interpretation", die unser Forumskollege Wehrli schön erklärt hat http://homepage.hispeed.ch/philipp.wehrl...rpretation.html , werden aber alle Möglichkeiten im unendlich-dimensionalen Hilbert-Raum realisiert. Allmacht bedeutet dann, alles tun oder lassen zu können - und sogar auch beides zusammen. Allwissenheit bedeutet dann einen Überblick über alle unendlich vielen Welten zu haben.

Ein Vorläufer davon war Leibniz mit seiner "besten aller Welten"-Konzept, in dem der Gott ein überzeitliches Wesen ist, das nicht mal hier mal da nach Bedarf eingreift und manipuliert, sondern alle möglichen Welt-Gesamtheiten en-bloc sieht, durchschaut und unter der Voraussetzung einer großen Güte, nur die beste aller möglicher Welten "tatsächlich" erschaffen hat, wobei er unter "bestmögliche Welt" nicht versteht, daß möglichst viele einzelne Menschen sie nach egoistischen Maßstäben "gut" finden würden, sondern, daß in ihr möglichst viele unterschiedliche Wesen/Monaden einen Platz finden, bzw sie aus globaler Sicht die optimale=komplexteste und reichhaltigste ist.
Würze
Zitat:
Original von Jay Ray
Das Paradox entsteht nur, wenn man glaubt, es gebe nur eine einzige Welt und eine einzige Geschichte davon.

Nach der "viele Welten Interpretation", die unser Forumskollege Wehrli schön erklärt hat http://homepage.hispeed.ch/philipp.wehrl...rpretation.html , werden aber alle Möglichkeiten im unendlich-dimensionalen Hilbert-Raum realisiert. Allmacht bedeutet dann, alles tun oder lassen zu können - und sogar auch beides zusammen. Allwissenheit bedeutet dann einen Überblick über alle unendlich vielen Welten zu haben.

Die Viele-Welten-Interpretation löst das Allwissenheitsparadoxon nicht auf. Denn ein Allwissender kennt nicht nur alle Welten, sondern auch wer welche Welt erlebt. Er weiß also meinen zukünftigen Lebenlauf, was ich (subjektiv) erlebe. Auch wenn er meine Seele zwischen den Welten herumjongliert, ist das ein Eingriff in die Viele-Welt, wenn auch offensichtlich ein metaphysischer.

Das Allwissenheitsparadoxon kann ähnlich dem Allmachtsparadoxon nur durch seine Beschränkung auf Logikkonformität gelöst werden. Gott kennt den Lauf der Welt in Abhängigkeit von jedem seiner Eingriffe, aber wie er eingreifen wird, weiß er eben nicht.

Im Übrigen ist wie immer die Nichtexistenz Gottes die einfachste Erklärung.
Reimund
hallo zusammen,

Zitat:
original von würze

Im Übrigen ist wie immer die Nichtexistenz Gottes die einfachste Erklärung.


jain, denn so ein gött oder auch götter "stehen" ja für / vor etwas. und das, wofür, wovor diese stehen ist das wesentliche: die fähigkeit des menschen in seinem sich selbstbewussten sein zu(m) glauben. und diese fähigkeit begreife ich im grunde genommen für recht sinnvoll.
diese fähigkeit ist ja nicht ausschliesslich und nur dem menschen möglich, einzig das sich mensch dieser fähigkeit selbst bewusst ist bzw sein kann. glaube(n) und hoffnug, darauf baut jegliches leben auf bzw ist notwendiger weise darauf aufgebaut, angewiesen.
wir (menschen) haben mit und in der fähigkeit uns selbst bewusst zu sein .... zumindest zu werden... auch die sich darin und daraus weiterführende fähigkeit dieses zu nutzen, damit um(her)zu gehen, es hier und dort (an) zu wenden. selbstbewusstes sein ermöglicht selsbtbewusstes handeln und tun. denken ist solch ein handeln und tun, "nur" eben auf geistiger, psychischer ebene.

nun IST jedoch GEISTIG, PSYCHISCHES handeln und tun nicht PHYSISCHES, MATERIELLES handeln und tun (innen IST nicht aussen, oben IST nicht unten usw) und doch gibt es verbindungen zwischen und mit beidem, denn beides ist nicht von einander getrennt, steht nicht in einem dualismus zueinander bzw gegenüber.
das SELBE ist (unter anderm) das "handeln und tun", das sich unterscheidende ist das reinSTE "geistig, psychische" zu dem reinSTEN "materiellen, physischen". doch diese beiden stehen in einem zusammenhang im bezug auf ein "WIE" (im innen WIE [als] im aussen usw...) ... wobei dieses "reinSTE" lediglich eine theoretische und in der praxis, der realität wohl nicht vorfindbaren reinheit darstellt. eine möglichkeit der fähigkeit des menschen eben Zwinker . wir menschen KÖNNEN dieses in eine theoretische welt holen, die welt unserer gedanken, unseres denken und damit unsere (eigene) realität
beides ist sich gleich und damit vergleichbar. damit dieses vergleichbar sein kann, bedarf es einerseits dem selben und andererseits eben dem sich unterscheidenden.
oben ist nicht unten, da gibt es klare, eindeutige, eigenschaftliche unterschiede (und deren sich darin und daraus ergebenden konsequenzen) doch beide haben auch gemeinsamkeit(en), denn beides sind zb räumliche bestimmungen und in dieser eigenschaft das SELBE.

und auf dieser geistig, psychischen ebene haben wir die selben möglichkeiten wie auf auf der physisch materiellen ebene... mit den darin enthaltenen (logisch) konsequenten unterschieden, versteht sich. und zwar so weit bzw nah, wie diese nicht im widerspruch stehen.... eigentlich Zwinker

den mit der fähigkeit zu(m) glauben ist und da einerseits scheinbar und andererseit auch tatsächlich (handhabbar) weit mehr möglich. doch in wie weit dieses auch wirklich möglich ist bzw den tatsachen, den tatsächlichkeiten wirklich entspricht bzw wiederspiegelt, das sagt "uns unser" geist nicht, dem ist einfach alles vorstellbar und selbst mit widersprüchen geht der sehr salop um indem er diese einfach überbrückt, nicht wahrhaben will, nicht sieht, anderes als das tatsächliche (für) wahr nimmt .... was auch immer... die (un)endlichen möglichkeiten des geistes AUCH zu(m) glauben eben.

und wenns dann doch mal eng wird? : glauben (und hoffen).... hilft in solchen fällen immer, denn glauben (und hoffen) funktionieren ... immer Zwinker

des menschen wille ist sein (eigenes) himmelreich... und da ist er, mensch nun mal selbst sein (eigener) gott.

auch widersprüche können zur wahrhaftigkeit (v)erklärt werden, es bedarf da nur dem glauben.... und je mehr menschen an und in "etwas" glauben... um so wahrer erSCHEINT es.

so wird auch gott... zumindest sein amt... nahezu demokratisch bestimmt, ge/erwählt... nach und in bestem wissen und gewissen... so wahr mir gott helfe.. na, wenn das nicht (zumindest) sozial-gerecht ist Zwinker

lieber gruss

Reimund
Schneemann
Zitat:
Original von Bondyrope
1. Der unbewegte Beweger:
2. Die Ursache ohne Ursache:
3. Das kosmologische Argument:

Aus irgendwas davon auf Gott zu schliessen ist jeweils ein non-sequitur und erklärt überhaupt nichts sondern verkompliziert das Problem nur noch unnötig.

Carl Sagan sagt alles nötige in einer Minute...
http://www.youtube.com/watch?v=4E-_DdX8Ke0&feature=related
Tarvoc
Zitat:
Original von Jay Ray
Zitat:
Original von Bondyrope
Allwissenheit und Allmacht sind unvereinbar miteinander. Wenn Gott allwissend ist, muss er bereits wissen, wie er mit seiner Allmacht eingreifen und den Lauf der Geschichte verändern wird. Das bedeutet jedoch, dass er es sich mit dem Eingriff nicht mehr anders überlegen kann und demnach ist er nicht allmächtig.

Das Paradox entsteht nur, wenn man glaubt, es gebe nur eine einzige Welt und eine einzige Geschichte davon.

Vor allem entsteht das Paradox nur, wenn man glaubt, dass Gott seine Entscheidungen in der Zeit trifft.
Würze
Zitat:
Original von Tarvoc
Vor allem entsteht das Paradox nur, wenn man glaubt, dass Gott seine Entscheidungen in der Zeit trifft.

Das verstehe ich und du verstehst es auch nicht.
Aber vlt gibt es auch 55 Götter, die in 9 ¾ Zeitdimensionen herumhantieren.
Taurus
Zitat:
Original von Würze
Im Übrigen ist wie immer die Nichtexistenz Gottes die einfachste Erklärung.

Hallo Würze
Reimund beschreibt es sehr gut "auch widersprüche können zur wahrhaftigkeit (v)erklärt werden".


Die Nichtexistenz Gottes?
Was soll das sein?
Ich bin kein Freund von dem Wørtchen muß, aber wenn ich Dir hier folgen møchte, dann muß ich mir etwas Existentes vorstellen, um diese Vorstellung dann zu benennen.

Diese Vorstellung muss ich dann Gott nennen, um dann Ihre Nichtexistenz anzunehmen?
Wobei noch nicht einmal angenommen wird, sonder gewusst????

das ist absurd.



Viele Grüsse

Taurus
Taurus
Zitat:
Original von Bondyrope
Allwissenheit und Allmacht sind unvereinbar miteinander. Wenn Gott allwissend ist, muss er bereits wissen, wie er mit seiner Allmacht eingreifen und den Lauf der Geschichte verändern wird. Das bedeutet jedoch, dass er es sich mit dem Eingriff nicht mehr anders überlegen kann und demnach ist er nicht allmächtig.

Werde noch mehr schreiben, dies nur für den Anfang.

Freue mich über Eure Antworten...
Liebe Grüße aus Bayern
Bondy


Hallo Bondy,
kann Allmacht auch bedeuten, das er sich die Allwissenheit vergessen lassen kann, einschliesslich des Wissens um den Gebrauch der Allmacht? Zwinker


Viele Grüsse

Taurus

PS: ein Zauberer mit amnesie, der seine eigenen Tricks nicht zu druchschauen vermag? Zwinker
Würze
Zitat:
Original von Taurus
Die Nichtexistenz Gottes?
Was soll das sein?
Ich bin kein Freund von dem Wørtchen muß, aber wenn ich Dir hier folgen møchte, dann muß ich mir etwas Existentes vorstellen, um diese Vorstellung dann zu benennen.

Diese Vorstellung muss ich dann Gott nennen, um dann Ihre Nichtexistenz anzunehmen?
Wobei noch nicht einmal angenommen wird, sonder gewusst????

das ist absurd.

Kennst du schon die neue bionisch-botanische Kreuzung zwischen Glühbirne und Apfel, genannt der Glühbirnenapfel? Den kann man solange verwenden, bis er kaputt ist, dann kann man ihn einfach aufessen.
So jetzt habe ich den Glühbirnenapfel herbeigeredet.

Die Nichtexistenz des Glühbirnenapfels?
Was soll das sein?
Ich bin kein Freund von dem Wørtchen muß, aber wenn ich Dir hier folgen møchte, dann muß ich mir etwas Existentes vorstellen, um diese Vorstellung dann zu benennen.

Diese Vorstellung muss ich dann Glühbirnenapfel nennen, um dann Ihre Nichtexistenz anzunehmen?
Wobei noch nicht einmal angenommen wird, sonder gewusst????

das ist absurd.
Taurus
Ja genau! schøn das Du es auch erkennst.

"Nichtexistenz" "Etwas" beifügen zu wollen, ist immer absurd.

Im Grunde, ist es schon die Annahme einer "Nichtexistenz".

Viele Grüsse

Taurus
Jay Ray
Zitat:
Original von Würze
Kennst du schon die neue bionisch-botanische Kreuzung zwischen Glühbirne und Apfel, genannt der Glühbirnenapfel? Den kann man solange verwenden, bis er kaputt ist, dann kann man ihn einfach aufessen.
So jetzt habe ich den Glühbirnenapfel herbeigeredet.

Das ist ein aber Bsp, dessen Nichtexistenz leicht widerlegt werden kann:
Man höhle einen großen Apfel aus, stecke an die Stelle des Kerngehäuses eine starke Glühbirne, schließe den Strom an und schon existiert ein (vom neuen Glühgehäuse abgesehen) essbaren Glühbirnenapfel, der im Dunklen leuchtet. qed
Würze
Zitat:
Original von Jay Ray
Zitat:
Original von Würze
Kennst du schon die neue bionisch-botanische Kreuzung zwischen Glühbirne und Apfel, genannt der Glühbirnenapfel? Den kann man solange verwenden, bis er kaputt ist, dann kann man ihn einfach aufessen.
So jetzt habe ich den Glühbirnenapfel herbeigeredet.

Das ist ein aber Bsp, dessen Nichtexistenz leicht widerlegt werden kann:
Man höhle einen großen Apfel aus, stecke an die Stelle des Kerngehäuses eine starke Glühbirne, schließe den Strom an und schon existiert ein (vom neuen Glühgehäuse abgesehen) essbaren Glühbirnenapfel, der im Dunklen leuchtet. qed

Es ist offensichtlich gar nicht so leicht ein Beispiel für etwas Nichtexistentes zu finden smile . Wenn die Apfelschicht dann braun wird, haben wir dann braunes Licht?
John
Glühbirnenapfel

Es existiert eine Vorstellung von Würze, vielleicht auch, wie er es nennt, eine "Herbeiredung" eines solchen.

Jay Ray stellt überzeugend fest, dass ein solcher Glühbirnenapfel nicht nur vorstellbar ist, sondern auch existieren könnte.

Vielleicht hast du ja einen solchen Apfel gebaut, jay Ray? Wahrscheinlich aber hat noch niemand ihn gebaut.

Ist das der Fall, dann gilt wohl die Nichtexistenz eines Glühbirnenapfels als sehr wahrscheinliche Annahme, ich will gar nicht von einem Beweis sprechen. Wohlgemerkt, die Nichtexistenz eines anfassbaren GBAs, nicht eines vorstellbaren.

Und die Nichtexistenz Gottes? Er ist wohl vorstellbar, oder etwas, das man so nennen kann, ist vorstellbar. Im Gegensatz zum GBA aber nicht konstruierbar. Was bedeutet: Die Vorstellung, dass es einen Gott geben könnte, reicht nicht aus, dass er auch tatsächlich dank der menschlichen Konstruktionsfähigkeit auch tatsächlich zur Existenz gebracht wird.

Also ist die Nichtexistenz Gottes eine sehr wahrscheinliche Annahme, vielleicht noch kein Beweis.

Schon viele Menschen haben sich eine Zeitmaschine vorgestellt, aber durch diese Vorstellung ist noch keine einzige echte solche entstanden.
Taurus
Zitat:
Original von John
Glühbirnenapfel

Es existiert eine Vorstellung von Würze, vielleicht auch, wie er es nennt, eine "Herbeiredung" eines solchen.

Jay Ray stellt überzeugend fest, dass ein solcher Glühbirnenapfel nicht nur vorstellbar ist, sondern auch existieren könnte.

Vielleicht hast du ja einen solchen Apfel gebaut, jay Ray? Wahrscheinlich aber hat noch niemand ihn gebaut.

Ist das der Fall, dann gilt wohl die Nichtexistenz eines Glühbirnenapfels als sehr wahrscheinliche Annahme, ich will gar nicht von einem Beweis sprechen. Wohlgemerkt, die Nichtexistenz eines anfassbaren GBAs, nicht eines vorstellbaren.

Ich denke die Wahrscheinlichkeit für den GBA ist rasant gestiegen, seit dem er seinen Namen hat, und Jay Ray überzeugend seine møgliche existenz aufzeigen konnte.

Zitat:
Original von John
Und die Nichtexistenz Gottes? Er ist wohl vorstellbar, oder etwas, das man so nennen kann, ist vorstellbar. Im Gegensatz zum GBA aber nicht konstruierbar. Was bedeutet: Die Vorstellung, dass es einen Gott geben könnte, reicht nicht aus, dass er auch tatsächlich dank der menschlichen Konstruktionsfähigkeit auch tatsächlich zur Existenz gebracht wird.

Ich denke wenn Gott vorstellbar wird, dann innerhalb eines bestimmenden Bildes.
Dieses Bild hat bestimmte eigenschaften z.B. er ist Alles was ist (einschließlich GBA).
Dies veranlasst mich zu der Annahme, sollte Gott Existenz sein, dann reicht all meine Vorstellung nicht aus diese in Ihrer Gesamtheit zu umfassen.
Ich kønnte mir einfach kein Bild von "Gott" machen und dennoch, wenn "Gott" alles wåre, dann kønnte ich Ihn fühlen, schmecken, riechen.....
Somit wåre es vollkommen Ausgeschlossen, das Gott vom Menschen zur Existenz gebracht würde.
Und es bleibt auch wieterhin ausgeschlossen, das ich je Nichtexistenz erfahre, somit ist es führ mich unmøglich eine Nichtexistenz anzunehmen.


Zitat:
Original von John
Also ist die Nichtexistenz Gottes eine sehr wahrscheinliche Annahme, vielleicht noch kein Beweis.

Schon viele Menschen haben sich eine Zeitmaschine vorgestellt, aber durch diese Vorstellung ist noch keine einzige echte solche entstanden.

Kannst Du genauer werden?
Wie Wahrscheinlich ist die Nichtexistenz, all dessen was ist?


Viele Grüsse

Taurus
Shui
@Würze
Zitat:
Es ist offensichtlich gar nicht so leicht ein Beispiel für etwas Nichtexistentes zu finden

Es gibt so viele Dinge nicht, ein Beispiel zu finden, ist da doch eigentlich simpel ^^

Es gibt keinen Planeten, der näher an unserer Sonne ist, als Merkur.
Es gibt keine unsichtbaren rosa Einhörner. Es gibt keine Milch mit 100% Fettanteil. Es gibt keinen natürlichen Teiler für irgendeiner Primzahl, keine zwei verschiedenen Primfaktorzerlegungen für eine Primzahl und sowieso keine letzte Primzahl. Es gibt keine Primzahl, die durch 12 teilbar ist, keine Giraffen, die 1872 in einem Kampfjet Russland versenkt haben...

Und es gibt verdammt viele "Gott"s nicht, weil es verdammt viele Gläubige gibt, die verdammt viele verschiedene konkrete Vorstellungen davon haben, was ein "Gott" sei. Und weil diese Vorstellungen nicht miteinander vereinbar sind, gibt es im Idealfall genau eine von diesen vielen Vorstellungen

Wenn du etwas suchst, dass es nicht geben kann, dann nimm etwas, das es gibt und füge eine Eigenschaft hinzu, welche damit nicht vereinbar ist.
Es kann Glühäpfel geben, ganz ohne Birne - dafür muss man nur Äpfel genetisch so manipulieren, dass sie die Leuchtstoffe von Glühwürmchen produzieren. Nicht geben kann es Glühbirnen (aus Glas), die am Apfelbaum im inneren eines Apfels wachsen - weil reines Metall nicht wächst und alleine das "wachsen" von Glas so hoher Temperatur bedarf, dass da drumherum garantiert nichts mehr wächst. Und falls es doch eine Idee gäbe: einfach Zusatzbedingungen anfügen oder notfalls eben widersprüchliche Eigenschaften fordern.


@Bondyrope
Da kann ich eigentlich nichts hinzufügen.
Wobei, Thomas beweist durchaus eine Sache: Unter Annahme der jeweiligen Prämissen, muss einen irgendwie gearteten "Zeitpunkt" (besser Zustand) gegeben haben, für den diese Gesetze nicht gegolten haben.

Es ist ein Zustand, ohne Zeit und ohne Raum, indem irgendwie aus "Nichts" - "Etwas" wurde. Hierbei wird aber jeglicher Intellekt, jeglicher Verstand und jede Vorstellung gesprengt. Denn es ist die Frage aller Fragen: "Warum gibt es überhaupt irgendetwas?!"
Und auf diese Frage kann es keine Antwort geben.
Taurus
Zitat:
Original von Shui
Es gibt so viele Dinge nicht, ein Beispiel zu finden, ist da doch eigentlich simpel ^^

Es stimmt "Es gibt so viele Dinge nicht"da wo man nach ihnen schaut , doch immer mindestens ein "Restding" .

Zitat:
Original von Shui
Und auf diese Frage kann es keine Antwort geben.

Bislang ist das nur ein Glaubenssatz

Viele Grüsse

Taurus
Shui
@Taurus
Zitat:
Bislang ist das nur ein Glaubenssatz

Nein, ist es nicht Zwinker
Es ist die Frage, wie aus "Nichts" - "Etwas" wurde.
Und hierbei handelt es sich um das absolute Nichts, das grob definiert heißt: "Ein Zustand ohne jegliche Eigenschaften."
Ohne Dimension, ohne Gesetze, ohne Regeln.

Wie daraus "Etwas" wurde, kann laut Definition nicht erklärt werden. Denn in diesem Zustand gab es keine Beobachter. Und es gab keine Gesetzmäßigkeit, die "Etwas" erzeugt. Denn bereits diese Gesetzmäßigkeit ist "Etwas" und ihre Erzeugung stünde somit zur Frage.

Es ist wie bei dem Kind, das immer weiter "Warum?" fragt. Und die letzte Antwort kann es nun einmal nicht geben, denn ganz gleich wie sie lautet, sie kann ihre eigene Existenz nicht erklären.
Tarvoc
Zitat:
Original von Würze
Das verstehe ich und du verstehst es auch nicht.

Ich versteh' sogar 'ne ganze Menge nicht. Und? gruebel
Taurus
Volkommen richtig Shui.
Womit wir wieder bei der Zeit wåhren, erinnerst Du Dich?
Wie Lange hat denn dieses "Nichts" Bestand gehabt?
Diese Frage kann ich nicht stellen, den in "Nichts" kann ich keine Zeit messen.
Wie Lange wird dieses "Nichts" bestand haben?
diese Frage kann ich auch nicht stellen.
Kann das vorangegangene "Nichts" und das zukünftige "Nichts" ewig sein?
Das Vorangegangene kann es nicht sein, denn es endetet in Existenz und das zukünftige wird es nicht sein, denn da war Existenz.

"Warum gibt es überhaupt irgendetwas?!"

Aus Seiner Notwendikeit heraus, existent zu sein.



Gruss Taurus