Nylen
Diskussion des Werkes "Objektive Erkenntnis-Ein evolutionärer Entwurf"
Fange hier mal an einige der Punkte bei Popper zu diskutieren. Werde das Buch von vorne nach hinten durchgehen, und auch nicht einfach nur Popperm ziteieren, wobei ich versuche seine Sprache und wortlaut möglichst präzisse einzuhalten.
So nicht anders vermerkt sind alle Zitate von Popper. Zitate sind durch " " kenntlich gemacht.
Poppers Induktionsproblem
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Erstmals 1927 formulierte Popper seine Lösung des von ihm sogeannten Humeschen Induktionsproblem.
Da es viel Fachliteratur gibt die mich zweifeln lässt ob Popper adequat ein Problem Humes erfasst hat nenne ich es lieber Poppers Problem.
Poper löst das Problem nämlich durch Transformation der Formulierungen.
Als Beispiel für die simple Traditionelle Formulierung des Induktionsproblems gibt er an
"Was ist die Rechtfertigung für unseren Glauben die Zukunft werde der Vergangenheit weitgehend gleichen? Oder vielleicht: Was ist die Rechtfertigung für induktive Schlüsse"
Beide Formulierungen hält Popper so für einfach falsch und unkritisch
Popper versucht das Problem neu zu umreissen.
Was Popper als Induktionsproblem des Alltagsverstandes bezeichnet, ist die Frage wie es kommt das wir ERWARTUNGEN haben und fest an gewisse REGELMÄSSIGKEITEN (Naturgesetze) glauben.
Der Alltagsverstand antwortet: Wir haben wiederholt immer und immer wieder diesselben Beobachtungen gemacht und das berechtigt uns zu dem Schluss auf Regelmässigkeit.
Sowohl die Entstehung als auch die Rechtfertigung unserer Erwartung werden so sie auf wiederholung beruhen, Induktion genannt.
Hume war der erste der darauf hinwies das solche Induktiven Schlüsse ungültig und daher die Rechtfertigung nicht halkt bar ist.
Popper formuliert Humes Problem neu
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Popper trennt Humes Induktionsproblem auf. Im engeren Sinne ist Humes Induktionsproblem eine Vernichtung des induktiven Schlusses in der Logik, und damit eine Vernichtende Kritik des einfachen Empirismus.
Humes logisches Problem: Ist es gerchtfertigt von (wiederholten) Einzelfällen, die wir erfahren haben, auf andere Fälle (Konklusionen), die wir nicht erfahren haben, zu schliessen.
Humes psycholgisches Problem so Popper, ist: Warum erwarten und glauben trotzdem alle vernünftigen Menschen, daß noch nicht vorliegende Erfahrungen den vorliegenden entsprechen werden? Warum haben wir so grosses Vertrauen, in unsere Erwartungen?
Das logische Probklem beantwortet Hume mit Vereninung. Es gibt keine gerechtfertigten induktiven Schlüsse.
Das psycholgische Problem, beantwortet Hume: Mit Gewohnheit. Wir sind durch wiederholte Beobachtung oder Erfahrung schlicht gewöhnt so zudenken, kithin unser Denkapperat so geeicht. Das macht den Menschen zu einem irrationalen Wesen.
Um die Tragweite des Problems zu verdeutlichen zitiert Popper Russel:
"Russel schreibt über Humes Behandlung der Induktion "Humes Philosophie (..ausslassung..) ist der Bankrot der Vernunft des 18. Jahrhunderts" "Daher ist es wichtig herrauszufinden, ob es im Rahmen einer Philosophie, die ganz oder hauptsächlich empirisch ist, eine Antwort auf Hume gibt. Wenn nicht, dann gibt es keinen erkenntnistheoretischen Unterschied zwischen Vernunft und Wahnsinn. Der Verrückte, der sich für eine Rührei hält, ist nur deshalb zu verurteilen, weil er sich in der Minderheit befindet...."
Poppers Lösungsversuch des Problems:
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Erste Umformulierung:
L1: Lässt sich die Behauptung, eine erklärende allgemeine Theorie sei wahr, mit empirischen Gründen rechtfertigen, dass heisst dadurch, dass man bestimmte Prüfaussagen oder Beobachtungssätze als wahr annimmt.
Poppers Antwort: Nein, noch so viele wahre Prüfaussagen können die Behauptung nicht rechtfertigen eine erklärende allgemeine Theorie sei wahr.
L2: Lässt sich die Behauptung, eine erklärende allgemeine Theorie sei wahr ODER SEI FALSCH, mit empirischen Gründen rechtfertigen, dass heisst dadurch, dass man bestimmte Prüfaussagen oder Beobachtungssätze als wahr annimmt.
Dies bejaht Popper: Wahre Prüffausagen, können tatsächlich zeigen dass eine Theorie falsch ist.
L3: Können solche empirischen Gründe jemals rechtfertigen einige von mehreren konkurierenden allgemeinen Theorien anderen unter dem Gesichtspunkt der Wahrheit oder Falschheit vorzuziehen.
Auch dies bejaht Popper.
Aus der negativen Antwort folgt das wir nicht aus wiederholten Erfahrungen auf allgemeine Gesetze schliessen (gültig) sondern das wir Vermutungen allgemeiner Art formulieren, ohne das dazu Rechtfetigung nötig wäre. Blöd gesagt kann man alles behaupten wenn man es prinzipiell einem Prüfverfahren unterziehen kann. Für eine Vermutung reicht eine einzige gemachte beobachtung aus. Vermutungen sind daber nicht bestätigte oder gar bewiesene Theorien (Das letztere nicht zu beweisen sind ist Poppers Punkt)
L2 und L3 sind dagegen Verallgemeinerungen von L1.
Popper rettet den Empirismus "Nur die erfahrung kann uns zu einer Meinungsbildung über die Wahrheit oder Falschheit von Tatsachenaussagen verhelfen. denn nach L1 und der Antwort darauf, können wir höchstens die Falschheit von Theorien erkennen, und das können wir aufgrund der positiven Antwort auf L2
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Starte hier mal die Diskussion zu dem bisher gesagten. Ich hoffe genug kenner des Problems sind hier, und können die Frage diskutieren, ob Popper das klassische logische Problem, durch seine Neuformulierung aufgelöst hat.
werde morgen die Ergänzung schreiben, ws Popper als Lösung für das Psychologische Problem Humes gibt. Gewohnheit und Irrationalität können wir als Philosophen nicht wollen
Fange hier mal an einige der Punkte bei Popper zu diskutieren. Werde das Buch von vorne nach hinten durchgehen, und auch nicht einfach nur Popperm ziteieren, wobei ich versuche seine Sprache und wortlaut möglichst präzisse einzuhalten.
So nicht anders vermerkt sind alle Zitate von Popper. Zitate sind durch " " kenntlich gemacht.
Poppers Induktionsproblem
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Erstmals 1927 formulierte Popper seine Lösung des von ihm sogeannten Humeschen Induktionsproblem.
Da es viel Fachliteratur gibt die mich zweifeln lässt ob Popper adequat ein Problem Humes erfasst hat nenne ich es lieber Poppers Problem.
Poper löst das Problem nämlich durch Transformation der Formulierungen.
Als Beispiel für die simple Traditionelle Formulierung des Induktionsproblems gibt er an
"Was ist die Rechtfertigung für unseren Glauben die Zukunft werde der Vergangenheit weitgehend gleichen? Oder vielleicht: Was ist die Rechtfertigung für induktive Schlüsse"
Beide Formulierungen hält Popper so für einfach falsch und unkritisch
Popper versucht das Problem neu zu umreissen.
Was Popper als Induktionsproblem des Alltagsverstandes bezeichnet, ist die Frage wie es kommt das wir ERWARTUNGEN haben und fest an gewisse REGELMÄSSIGKEITEN (Naturgesetze) glauben.
Der Alltagsverstand antwortet: Wir haben wiederholt immer und immer wieder diesselben Beobachtungen gemacht und das berechtigt uns zu dem Schluss auf Regelmässigkeit.
Sowohl die Entstehung als auch die Rechtfertigung unserer Erwartung werden so sie auf wiederholung beruhen, Induktion genannt.
Hume war der erste der darauf hinwies das solche Induktiven Schlüsse ungültig und daher die Rechtfertigung nicht halkt bar ist.
Popper formuliert Humes Problem neu
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Popper trennt Humes Induktionsproblem auf. Im engeren Sinne ist Humes Induktionsproblem eine Vernichtung des induktiven Schlusses in der Logik, und damit eine Vernichtende Kritik des einfachen Empirismus.
Humes logisches Problem: Ist es gerchtfertigt von (wiederholten) Einzelfällen, die wir erfahren haben, auf andere Fälle (Konklusionen), die wir nicht erfahren haben, zu schliessen.
Humes psycholgisches Problem so Popper, ist: Warum erwarten und glauben trotzdem alle vernünftigen Menschen, daß noch nicht vorliegende Erfahrungen den vorliegenden entsprechen werden? Warum haben wir so grosses Vertrauen, in unsere Erwartungen?
Das logische Probklem beantwortet Hume mit Vereninung. Es gibt keine gerechtfertigten induktiven Schlüsse.
Das psycholgische Problem, beantwortet Hume: Mit Gewohnheit. Wir sind durch wiederholte Beobachtung oder Erfahrung schlicht gewöhnt so zudenken, kithin unser Denkapperat so geeicht. Das macht den Menschen zu einem irrationalen Wesen.
Um die Tragweite des Problems zu verdeutlichen zitiert Popper Russel:
"Russel schreibt über Humes Behandlung der Induktion "Humes Philosophie (..ausslassung..) ist der Bankrot der Vernunft des 18. Jahrhunderts" "Daher ist es wichtig herrauszufinden, ob es im Rahmen einer Philosophie, die ganz oder hauptsächlich empirisch ist, eine Antwort auf Hume gibt. Wenn nicht, dann gibt es keinen erkenntnistheoretischen Unterschied zwischen Vernunft und Wahnsinn. Der Verrückte, der sich für eine Rührei hält, ist nur deshalb zu verurteilen, weil er sich in der Minderheit befindet...."
Poppers Lösungsversuch des Problems:
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Erste Umformulierung:
L1: Lässt sich die Behauptung, eine erklärende allgemeine Theorie sei wahr, mit empirischen Gründen rechtfertigen, dass heisst dadurch, dass man bestimmte Prüfaussagen oder Beobachtungssätze als wahr annimmt.
Poppers Antwort: Nein, noch so viele wahre Prüfaussagen können die Behauptung nicht rechtfertigen eine erklärende allgemeine Theorie sei wahr.
L2: Lässt sich die Behauptung, eine erklärende allgemeine Theorie sei wahr ODER SEI FALSCH, mit empirischen Gründen rechtfertigen, dass heisst dadurch, dass man bestimmte Prüfaussagen oder Beobachtungssätze als wahr annimmt.
Dies bejaht Popper: Wahre Prüffausagen, können tatsächlich zeigen dass eine Theorie falsch ist.
L3: Können solche empirischen Gründe jemals rechtfertigen einige von mehreren konkurierenden allgemeinen Theorien anderen unter dem Gesichtspunkt der Wahrheit oder Falschheit vorzuziehen.
Auch dies bejaht Popper.
Aus der negativen Antwort folgt das wir nicht aus wiederholten Erfahrungen auf allgemeine Gesetze schliessen (gültig) sondern das wir Vermutungen allgemeiner Art formulieren, ohne das dazu Rechtfetigung nötig wäre. Blöd gesagt kann man alles behaupten wenn man es prinzipiell einem Prüfverfahren unterziehen kann. Für eine Vermutung reicht eine einzige gemachte beobachtung aus. Vermutungen sind daber nicht bestätigte oder gar bewiesene Theorien (Das letztere nicht zu beweisen sind ist Poppers Punkt)
L2 und L3 sind dagegen Verallgemeinerungen von L1.
Popper rettet den Empirismus "Nur die erfahrung kann uns zu einer Meinungsbildung über die Wahrheit oder Falschheit von Tatsachenaussagen verhelfen. denn nach L1 und der Antwort darauf, können wir höchstens die Falschheit von Theorien erkennen, und das können wir aufgrund der positiven Antwort auf L2
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Starte hier mal die Diskussion zu dem bisher gesagten. Ich hoffe genug kenner des Problems sind hier, und können die Frage diskutieren, ob Popper das klassische logische Problem, durch seine Neuformulierung aufgelöst hat.
werde morgen die Ergänzung schreiben, ws Popper als Lösung für das Psychologische Problem Humes gibt. Gewohnheit und Irrationalität können wir als Philosophen nicht wollen