Aristoteles, Mensch als vernünftigstes Wesen, Vernunft/Verstand ?

wiesentier
Ich hoffe hier bin ich richtig smile

Ich weiß nicht ob ich das ganze richtig verstanden habe, aber ich versuche mich mal daran. Vielleicht kann mich ja jemand verbessern wenn er es besser weiß.

Verstand bedeutet doch wesentlich begriffliches, schrittweises Denken unter Ausblendung von emotionaler Komponenten. Die Vernunft soll den Verstand nun mit Hilfe von Prinzipien, Tugenden, Moralvorstellungen kontrollieren?

Aristoteles hat doch versucht den Menschen von allen anderen Lebewesen abzugrenzen indem er ihm ein ihm eigentümliches Merkmal gesucht hat Das Wachsen hat er mit sowohl mit den Pflanzen als auch mit den Tieren gemeinsam, das Empfinden nur mit den Tieren, also blieb für Aristoteles nur "Das handelnde Leben des vernunftsbegabten Wesens".

Ist Aristoteles nun der Meinung Tiere hätten zwar Verstand aber keine Vernunft oder setzt für ihn Verstand das Vorhandensein von Vernunft voraus? Was ist für ihn das "Wertvollere"? gruebel gruebel gruebel

Meine Materialien, sowie Google konnten mir nicht helfen unglücklich Vielleicht schafft es hier ja jemand
nachdenklich
Zitat:
Original von wiesentier
Verstand bedeutet doch wesentlich begriffliches, schrittweises Denken unter Ausblendung von emotionaler Komponenten. Die Vernunft soll den Verstand nun mit Hilfe von Prinzipien, Tugenden, Moralvorstellungen kontrollieren?


"Verstand" kommt von "verstehen", Vernunft von "vernehmen" (vgl. Duden Bd. 7, Mannheim/Wien/Zürich 1963). Die griechischen Entsprechungen sind dianoia und nous. Es gibt viele Übersetzungsmöglichkeiten, die sich zum Teil überschneiden. Bei Aristoteles ist dianoia das Werkzeug zur Analyse von Gedanken, indem man definiert und schlußfolgert. Der nous ist das Werkzeug zur Erforschung der letzten Ursachen.

Zitat:
Aristoteles hat doch versucht den Menschen von allen anderen Lebewesen abzugrenzen indem er ihm ein ihm eigentümliches Merkmal gesucht hat. Das Wachsen hat er mit sowohl mit den Pflanzen als auch mit den Tieren gemeinsam, das Empfinden nur mit den Tieren, also blieb für Aristoteles nur "Das handelnde Leben des vernunftbegabten Wesens".

Ist Aristoteles nun der Meinung Tiere hätten zwar Verstand aber keine Vernunft oder setzt für ihn Verstand das Vorhandensein von Vernunft voraus? Was ist für ihn das "Wertvollere"?


Das Vermögen zu denken spricht Aristoteles nur dem Menschen zu. Tiere können mit ihren Sinnen wahrnehmen und den Ort wechseln, die Pflanzen können sich lediglich ernähren und fortpflanzen.