Dante
Hallo,
da ich am Donnerstag wieder Religion haben werde und wir uns ein Thema aussuchen sollten, wodrüber wir einmal gerne sprechen würden, wäre mein Anliegen an euch, vielleicht ein paar Input-Ideen anzubieten. Ich habe zum Teil zwar schon Ideen, aber ich denke das sie diametral gegen Leitgedanken meiner Mitschüler geschweige meines Reli Lehrers stehen - da mein Reli Lehrer auch Pastor ist.
Mal angefangen mit meinen Themenideen,
1. Gott ist tot, sprach Zarathustra.
Mich würde das Thema Glaube bzw. christlicher Glaube in der gegenüberstellung Nietzsches Kritik am Christentum interessieren.
2. Der Kategorische Imperativ als Leitbild der Ethik?
Ich dachte eventuell daran, einen Leitgedanken der Reiligion - Ethik - zu besprechen mit Kant einbegriffen. Als Leitfanden eines für und miteinander.
3. Faust und Sinn des Lebens.
Vielleicht anhand von Faust und Mephistopheles über Sinn und unvermögen vonn Realität und den Ich-Bezug zur Welt zu diskutieren.
Ich weis, keine leichte Kost für einen Religionsunterricht. Da ich zur Zeit auch auf eine Berufsschule gehe wo die meisten meiner Mitschüler meist chaotisch sind

, frage ich mich überhaupt ob ich so etwas vorschlagen soll?
Ich würde mich über Vorschläge und Kritik freuen.
Neo
| Zitat: |
Original von Dante
Da ich zur Zeit auch auf eine Berufsschule gehe wo die meisten meiner Mitschüler meist chaotisch sind
, |
Na dann mach doch genau das zum Thema!
Etwa: Woher kommt das Chaos in unserer Gesellschaft und warum scheint die Religion vielen Menschen keinen Halt mehr zu geben?
Oder ist es genau anders? Suchen die Menschen mehr und mehr nach Halt in der Religion, weil unsere Gesellschaft immer chaotischer wird?
Amateur
Hallo Dante !
Habe mal als Referendar an einer Berufsschule unterrichtet, und musste, als Du nach Deinen eigentlich guten Vorschlägen, diese Schule nanntest, laut auflachen, aber meine Erfahrungen können natürlich auch untypisch sein, wenngleich ich sie auch "chaotisch" bezeichnet hätte, So wie Du klingst gehörst Du da jedenfalls nicht hin ...
Hätte folgende Frage als Vorschlag, aber eigentlich nur, weil ich mich selbst für ihre Antwort interessiere:
Es ist nicht abwägig, an einen "Schöpfer" zu glauben. Im Sinne von:
"Irgendeiner muss "das Alles" doch irgendwann mal geschaffen haben."
oder:
"Das kann doch Alles kein Zufall sein."
O.K.
Aber warum gerade an einen christlichen Gott glauben und nicht an Allah, Hindugötter, Buschgeister ... ?
Die Erwiderung von Theologen lautet dann gerne (und ich würde sie auch bei Deinem Pastor erwarten):
"Das ist alles der selbe Gott, er erscheint den Menschen nur in unterschiedlicher Form."
Na gut.
Aber was ist dann den mit den unterschiedlichen Regeln. Warum dürfen Moslems mehrere Frauen haben, und der Schamane Drogen nehmen, warum dürfen exangelische Bischöfe sich scheiden lassen und werden muslimische Frauen gesteinigt ... ...
Und warum wurde dies in unterschiedlichen "heiligen Schriften" widersprüchlich dargestellt, wenn sie doch alle "Gottes Wort" seien sollen ?
Wäre gespannt, was da Euer Lehrer sagen würde.
Gruß Andreas
Dante
| Zitat: |
Woher kommt das Chaos in unserer Gesellschaft und warum scheint die Religion vielen Menschen keinen Halt mehr zu geben?
Oder ist es genau anders? Suchen die Menschen mehr und mehr nach Halt in der Religion, weil unsere Gesellschaft immer chaotischer wird? |
Eine sehr interessante Themenwahl. Würde mich persönlich auch sehr interessieren.
| Zitat: |
| Habe mal als Referendar an einer Berufsschule unterrichtet, und musste, als Du nach Deinen eigentlich guten Vorschlägen, diese Schule nanntest, laut auflachen, aber meine Erfahrungen können natürlich auch untypisch sein, wenngleich ich sie auch "chaotisch" bezeichnet hätte, So wie Du klingst gehörst Du da jedenfalls nicht hin ... |
Danke erstmal für die Lorbeeren. Nun ja, ich komme mir tatsächlich ein wenig fehl am Platz vor. Die meisten meiner Mitschüler machen die meiste Zeit nur Mist im Unterricht. Da der Mensch ja ein gewisses Verhalten wie wir es bezeichnen würden der "Anpassungsfähigkeit" besitzt, ist es garnicht so leicht seine Gedankengänge immer preis zu geben da man meist als Spinner oder Besserwisser abgestempelt wird.
| Zitat: |
| Aber warum gerade an einen christlichen Gott glauben und nicht an Allah, Hindugötter, Buschgeister ... ? |
Die Frage finde ich sehr interessant. Welche Vorteile bringt es denn an DEN christilichen Gott zu glauben, an die Wiedergeburt et cetera?!
Die Frage könnte ich tatsächlich nehmen. Sehr tiegreifend und eine Frage die sich wohl rational nicht beantworten lässt. Also viel Gesprächsstoff.
Die generelle Frage bleibt aber bestehen, soll ich überhaupt sollche Themen bringen?
Danke
kämpfer der sonne
frag deinen theologen doch mal was gott solange getan hat während er darauf wartete das universum zu erschaffen?
oder noch besser frage ihn nach dem sinn des lebens.
damit bringt du die meisten in verlegenheit.
oder frag ihn mal wo gott sich befindet?
oder frag ihn mal wer das zölibat erfunden hat, jesus ware s jedenfalls nicht!
oder was die hölle ist vielleicht kennt er ja die aktuelle defininition des papstes
Rhetorix
Vorschlag:
An einen Gott zu glauben bedeutet den Unglauben an die anderen Götter der anderen.
Was rechtfertigt diesen weitgehenden, aber immer noch selektiven Unglauben? Ist er dem generellen Unglauben vorzuziehen? Ggfs. warum?
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Jeder Mensch ist ein Ausländer - in allen Ländern außer seinem Heimatland.
Jeder Mensch ist ein Ungläubiger - bei allen Göttern außer dem eigenen.
Dante
Naja, meine Themen wurden nicht berücksichtigt - wie erwartet. Jetzt sprechen wir über Islam, Satanismus, Exorzismus und Wiedergeburt...
Naja, war aber schon zu erwarten.
Neo
Das hört sich doch auch sehr interessant an...
Und ist obendrein hochaktuell, v.a. der erste Punkt.
Dante
| Zitat: |
Original von Neo
Das hört sich doch auch sehr interessant an...
Und ist obendrein hochaktuell, v.a. der erste Punkt. |
Ja schon, ich hätte nur gerne über Nietzsche und seiner Nilhilistischen Verwerfung jeglicher Ethik gesprochen. Der Mensch als Freigeist, unvoreingenommen - Ja das ist es.
Schließlich sind das Themen, die mein kritisches Denken schulen und nicht Themen durchkauen, die sich jeder laie innerhalb einer halben Stunde anlesen kann.
Nylen
Nun willst du Nietzsches Zarathustra nehmen wirds schwierig, dort das spezielle herrauszuarbeiten. Einfacher wärs du nimmst dir den "Antichrist" vor. Dessen Kritik ist immer noch teils sehr aktuell.
Das Gott tot ist, ist aber ein alter Hut.
Chris
Meiner Erfahrung nach kommen im Religionsunterricht vor alle die Grundlagen viel zu kurz. Damit meine ich die Auseinandersetzung mit und Deutung von existenziellen Erfahrungen und Anschauungen in Bezug auf religiöse Äußerungen. Schließlich ist es das, woraus Glaube und Religion erwachsen.
Dante
| Zitat: |
Original von Chris
Meiner Erfahrung nach kommen im Religionsunterricht vor alle die Grundlagen viel zu kurz. Damit meine ich die Auseinandersetzung mit und Deutung von existenziellen Erfahrungen und Anschauungen in Bezug auf religiöse Äußerungen. Schließlich ist es das, woraus Glaube und Religion erwachsen. |
was meinst du denn z.B. für existenzielle Erfahrungen und Anschauungen?
nachdenklich
| Zitat: |
Original von Dante
Was meinst du [= Chris] denn z.B. für existenzielle Erfahrungen und Anschauungen? |
Ich denke, Chris meint religiöse, mystische oder allgemein innere Erfahrungen, die die Grundlagen aller Religionen sind: z.B. Mohammeds Begegnung mit Engel Gabriel, Paulus' Erlebnis vor Damaskus, Jesu Verklärung, Buddhas Erleuchtung, Moses' Begegnungen mit Jahwe (letztere könnten auch in der physischen Wirklichkeit stattgefunden haben, d.h. mit den gewöhnlichen fünf Sinnen wahrgenommen worden sein).
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