Wissenschaft-Warum forscht der Mensch?

nikoweird
Gut.......na dann kann man den Beitrag ja löschen, oder? Zwinker Freude
Taurus
Oder stehen lassen um herzlich drueber zu lachen, so wie ich eben! Zwinker
Nylen
Zitat:
Welcher fortschreitenden Verånderung, werden wir unterworfen sein, ohne Lebensraum?


WoW ist nicht bös gemeint aber völlig aus dem Kontext gerissen errinert das an Hitlers Wahlreden zum Volk "ohne Raum" und "Lebensraum im Osten"
nikoweird
du hast Recht....^^ Gut !
Taurus
Dann bin ich froh, das ich es in einen Kontext setzte!
Claudia887
Und warum versucht der Mensch, zu verstehen und die allgemeinen Gefahren zu minimieren? Um seine Art zu erhalten. Ist das nicht die Antwort auf die Frage, warum der Mensch forscht?
Nylen
Ja Warum verlieben sich Menschen, bauen Häuser, töten andere Menschen? Immer diesselbe Antwort: Arterhaltung. Letzteres erklärt alles und nichts.
Fakt scheint mir aber zu sein das dem Forschungsbetrieb ein eigener Motor inhärent ist, der unabhängig ist vom menschlichen Arterhalt.
Bestimmte Antworten werfen neue Probleme auf. Das hat was mit logischen Konsequenzen zu tun u.a. Und diese sind nicht abhängig von uns oder unserer Art.
Seitenlicht
Wenn uns die Geschichte eins gelehrt hat, dann, das dieses Vorhaben des ständigen Fortschritts zur Arterhaltung nicht gelingen wird.
Schneemann
Zitat:
Original von Claudia887
Und warum versucht der Mensch, zu verstehen und die allgemeinen Gefahren zu minimieren? Um seine Art zu erhalten. Ist das nicht die Antwort auf die Frage, warum der Mensch forscht?

Zumindest ist es ein sehr entscheidender Gesichtspunkt, sozusagen die Grundlage der forschenden Neugier die in unseren Köpfen vorgegeben ist. Das ganze noch etwas verfeinert mit kulturellen Einflüssen dürfe die Antwort ergeben. Und lass dich nicht von Philosophen beirren die irgendwie meinen man könne so etwas erklären ohne auf wissenschaftliche Grundlagen der Biologie und der Evolution zurückzugreifen. Das sind nur langweile Versuche philosophisches Territorium abzustecken. Das sind öde Grabenkämpfe von Leuten die nicht an den Fakten interessiert sind und sich von Wissenschaften bei ihrem Stochern im Nebeln irgendwie belästigt fühlen.
Stanley Alvarez
Zitat:
Original von Claudia887
Und warum versucht der Mensch, zu verstehen und die allgemeinen Gefahren zu minimieren? Um seine Art zu erhalten. Ist das nicht die Antwort auf die Frage, warum der Mensch forscht?

Diese biologistischen Erklärungen, darunter sehr beliebt natürlich die "Arterhaltung", erklären letztendlich Alles und Nichts. Hier erklärt es eher Nichts, da nützt auch eine "Verfeinerung" mit "kulturellen Einflüssen" nichts.
Claudia887
j
Claudia887
Zitat:
[/i]
Diese biologistischen Erklärungen, darunter sehr beliebt natürlich die "Arterhaltung", erklären letztendlich Alles und Nichts. Hier erklärt es eher Nichts, da nützt auch eine "Verfeinerung" mit "kulturellen Einflüssen" nichts.


Warum erklärt es nichts? Es ist logisch und nachvollziehbar. Zum Beispiel gibts Regeln, damit eine gewisse Ordnung herrscht. Warum gibts diese Regeln? Damit nicht einer dem anderen bei der nächsten Gelegenheit ne Falle stellt, ihn umbringt, was auch immer. Es muss Strafen geben, um zu schützen, was sich nicht selbst schützen kann.
Was würde denn deiner Meinung nach "etwas" erklären? Wenn meine Zeilen "nichts" erklären?[/quote]
Jeffrey mc
Ich habe mich einmal vor längerer Zeit mit "Fortschritt" beschäftigt. Allerdings ist darüber schon viel Gras gewachsen, aber ich wil mal hervorkramen, was noch so ungefähr übrig geblieben ist:

Die Menschen nehmen die Umwelt war. In der Vergangenheit gab es diejenigen, die wissenschaftlich aktiv waren (z.B. Galileo Galilei) und die Kirche, die Behauptungen aufstellte, dass z.B. die Erde eine Scheibe sei.
Auf der einen Seite gab es die verbelendeten Gläubigen, die nichts von Wissenschaften hielten und auf der anderen Seite gab es die wissenschaftlich aktiven.
Nur mal so: Die Kirche war sehr ignorant was Wissenschaft anging. Was ich aber komisch finde, ist, dass Gott nie verboten hat, die Umwelt zu untersuchen und Aussagen zu treffen. Allerdings dürfen dabei gewisse Grenzen nicht überschritten werden..
Nun gut. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Konflikt des verbelendeten Glaubens und der aufricchtigen Forschung ein Motor war und ist, sich bis ins Detail ein Bild zu verschaffen was ist bzw. wie etwas funktioniert oder funktionieren kann. Dieser Konflikt brachte Fortschritt mit sich.

Kann das sein bzw. mag da was dran sein? Kann das sein, dass in den Gebieten, wo der christliche Glaube vorherrschte und Forschung wuchs, diese Gebiete mehr Fortschritt hatten als andere Kulturen mit anderen Religionen (weil vielleicht die Oberhäupter der christlichen Kirche mehr Macht ausübten als die Oberhäupter anderer Religionen. Sonst gab es vielleicht auch keinen wirkliche Fortschritt...)
T1982
Hi.

Zitat:
Original von Jeffrey mc
Ich habe mich einmal vor längerer Zeit mit "Fortschritt" beschäftigt.


Und die Lektüre bestand aus ...?


Zitat:
Original von Jeffrey mc
Die Menschen nehmen die Umwelt war. In der Vergangenheit gab es diejenigen, die wissenschaftlich aktiv waren (z.B. Galileo Galilei) und die Kirche, die Behauptungen aufstellte, dass z.B. die Erde eine Scheibe sei.


Ich hab auch hier im Forum schon genug dazu geschrieben, deswegen nun einfach mal ein Link als erste Annäherung: die Kirche hat MITNICHTEN behauptet, die Erde sei eine Scheibe...

http://www.spiegel.de/wissenschaft/welta...,381627,00.html

Gruß
Jeffrey mc
Wenn die Kirche nicht behauptete, dass die Erde eine Scheibe gewesen sei, dann wil ich mich entschuldigen. Dann wäre es besser, wenn ich geschrieben hätte, dass die Kirche den Galileo seine Aussagen absprach - Sorry.
Sollte ich hier auch wieder falsch liegen, dann lasse ich den Aspekt fallen, dass die Kirche der Wissenschaft damals keinen Platz einräumte. Oder habe ich mich jetzt komplett verrannt?

Welche Lektüre(n) ich gelesen habe: Keine, weil ich eigentlich keine Bücher lese..
T1982
Zitat:
Original von Jeffrey mc
Sollte ich hier auch wieder falsch liegen, dann lasse ich den Aspekt fallen, dass die Kirche der Wissenschaft damals keinen Platz einräumte. Oder habe ich mich jetzt komplett verrannt?


Die Antwort auf die Frage, inwieweit die Kirche (reformierte oder katholische, da geht’s schon los) der Wissenschaft einen Platz einräumte, ist sehr komplex. Wie so oft führt ein Schwarz-Weiß-Denken hier nicht weiter. Wissenschaft war in dieser Zeit der beginnenden neuzeitlichen Naturwissenschaft primär Astronomie und Mechanik – und hier gab es sowohl befördernde als auch hemmende Momente innerhalbe der Kirche. Das hemmende Moment hat insgesamt überwogen, war allerdings eingebettet in den Zeitgeist und „Stand der Wissenschaft“ (man denke an die Unterstützung der antikopernikanischen Tendenzen mit Hilfe durch die Aristoteliker an den Universitäten).

Gruß


PS
Die anti-wissenschaftlichen Tendenzen in der Kirche (beide Lager) wurden NACH Galilei wesentlich stärker
nikoweird
Ich hatte vor Kurzem mal wieder einen Gedanken zum Thema und werf ihn mal so in die Runde hinein:
Kann man Wissenschaft als Phänomen der Gesellschaftsflucht bezeichnen? Also dass der Mensch in die Wissenschaft aus verschiedenen Gründen genau so flüchtet wie in die Religion oder gar in Drogen? Weil man zu viel negative Erfahrungen gemacht hat, dessen Ursachen man durch die Wissenschaft zu beseitigen versucht? Oder ist das nur vereinzelt in negativen Fällen der Fall?
Also ist Wissenschaft sozusagen eine Parallelgesellschaft?