wollekopp
Wann wird denn eine Religion/eine Philosophie/Ideologie zur spirituellen Lehre? Ist das nicht eine Einschränkung? also drückt dieser Begriff des Spirituellen nicht sogar aus, dass die Lehre nur in einzelnen Individuen liegt, aber mit denen, die sich nicht dafür interessieren, nicht zu tun haben?
Würde mich nur mal interessieren, was ihr dazu zu sagen habt, weil meine Philosophie so langsam in diese Sparte rutscht.
Gr wollekopp
Gabi
| Zitat: |
Original von wollekopp
Ist das nicht eine Einschränkung? also drückt dieser Begriff des Spirituellen nicht sogar aus, dass die Lehre nur in einzelnen Individuen liegt, aber mit denen, die sich nicht dafür interessieren, nicht zu tun haben? |
Hallo Wollekopp,
kommt ja darauf an, was Du unter Spiritualität verstehst ?!
Ganz allgemein bedeutet es ja Geist/geistig, steht also der Materie gegenüber. Der Materialist wird wenig mit "geistigen Lehren" anzufangen wissen.
Also ich schätze mal, der Einzlne macht aus der Religion oder aus philosophischen Standpunkten für sich eine Lehre, er selbst bestimmt ja, ob er daran glauben will oder nicht.
Der Pfarrer selbst sieht sich sicher als Verbreiter einer Lehre, der Philosoph jedoch will Weisheit erlangen und die umfasst alles, nicht nur einzelne Standpunkte oder Sichtweisen.
Liebe Grüße
Gabi
wollekopp
Also gemeint ist schon das Wort "Spiritualität" im Volksmund, das ist für mich zumindest viel mehr an Religion gekoppelt, an die mystische Erfahrung usw, ka...
Weisheit ist schon etwas allgemeines. Nun fällt es aber schwer, bei all den Verschiedenheiten in der Welt überhaupt etwas allgemeines Aufzustellen. Haben wir dieselbe Vorstellung von Logik usw.? Außerdem habe ich schon in anderen threads geäußert, dass jede Mensch eine gewisse Akzeptanzschwelle für sogenannte Wahrheiten inne hat. Dem einen ist der Glaube genug, dem anderen nur wissenschaftliche Erkenntnisse, einem Dritten nur logisch erschlossenes (also praktisch nichts). Trotzdem geht alles auf: wenn sich jeder in eine Lehre hineindenken kann, dann hat sie auch ihren Zweck erfüllt. Letztlich läuft es immer individuell ab. Selbst, ob eine Aussage logisch richtig ist, das kann jeder für sich selbst nachprüfen. Wo sind nun aber für den Philosophen die Grenzen zu ziehen? Kann ich sagen, dass ich mit meinen Aussagen unbestreitbar im Recht stehe, oder muss ich mich klein machen wie das alle tun: das ist eben meine Meinung der Dinge...
Taurus
Hallo wollekopp!
Ich versuche mir oft vorzustellen, in welcher Gesellschaft wir leben wuerden, wenn alle øfter davon absehen wuerden, ihr vermeintliches Recht gegenueber anderen durchzusetzen.
Gruss Taurus
Archibald
@ Wollekopp:
Der Begriff "Spiritualität" ist mir zu ungenau; bitte eine exaktere Definition davon!
Epic
Wann wird denn eine Religion/eine Philosophie/Ideologie zur spirituellen Lehre?
Wenn man eingang in die mystik gefunden hat, die durch das erklären mit der sprache, widersprüche erzeugt.
Daher ist esoterik und spiritualität nur durch das erleben erfahrbar, da das deuten dieser mit einer höheren wahrnemungsebene verbunde ist.
theophanu
Wann wird denn eine Religion/eine Philosophie/Ideologie zur spirituellen Lehre?
Wenn man die beste Marketingstrategie dafür gefunden hat.
Epic
dann ist es in wirklichkeit nur geschäftlichkeit.^^
Archibald
@ Epic:
Baum / Linear - Struktur bitte einhalten und nur auf themenbezogene Texte antworten.
king
Spriitualität ist keine Lehre, sondern eine Haltung. Der Dalai Lama nennt als "Grundspiritualität" die grundlegenden menschlichen Qualitäten der Güte, der Freundlichkeit, des Mitgefühls und der liebevollen Zuwendung. Zumeist versteht man unter Spiritualität die Hinwendung zur Transzendenz.
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theophanu
| Zitat: |
| Spriitualität ist keine Lehre, sondern eine Haltung. Der Dalai Lama nennt als "Grundspiritualität" die grundlegenden menschlichen Qualitäten der Güte, der Freundlichkeit, des Mitgefühls und der liebevollen Zuwendung. |
Jede Lehre und jede Haltung ist erschütterbar. Wie ein Mäntelchen, das wieder abgelegt werden kann, wenn es zu warm wird.
Spiritualität ist m.M. nach das "Zusammengehörigkeitsgefühl" fühlen/denken. Mehr Zauber braucht es nicht (für mich).
Dem kann ich entsprechend zustimmen:
| Zitat: |
| Zumeist versteht man unter Spiritualität die Hinwendung zur Transzendenz. |
Quirm
| Zitat: |
Original von theophanu
Spiritualität ist m.M. nach das "Zusammengehörigkeitsgefühl" fühlen/denken. Mehr Zauber braucht es nicht (für mich).
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Armselig.
king
So einfach wüde ich es mir nicht machen. Was will theophanu unter "Zusammenhörigkeitsgefühl" verstehen? Zustimmung (in Bezug auf Spiritualität), wenn damit das Gefühl einer Zugehörigkeit zum Ganzen des Universums und zur Begründung in der Transzendenz (Jaspers) gemeint ist.
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Sophie
In der Evolution mit der Verankerung in Gott oder dem Höchsten Selbst, gilt der Mensch als ein Zwischenwesen, in dem Sinne, dass ihm zum größtenteil der instinkthafte Einklang, wie ihn Tiere noch leben, verloren gegangen ist und andererseits teilweise noch die Inspiration und das Wissen um das Ganze fehlt.
Das so entstandene begrenzte Ego-Denken enthält ein sehr großes Zerstörungpotential, sowohl für andere als auch sich selbst.
Mit jenem anderen Bereich, den der Mensch durch seine mentale u. geistigen Fähigekeiten betreten kann, entwickeln sich auch spezifische Fallstricke.
Nach Sri Aurobindo sind das "Geburtswehen der Evolution" und nach ihm wird der Mensch durch Leid und Schmerz dazu gedrängt, sich weitere oder höhere Ebenen zu erarbeiten und weltumspannender und harmonischer zu denken und zu handeln.
Danach geht es darum, dass der Geist mit all seinen Attributen des Wissens, der Liebe und des Mitgefühl erwacht und sich in der Materie entfalten lernt.
Von Spiritualität würde ich also dann sprechen, wenn der Mensch beginnt sich als Teil von Gott oder des Unendlichen, Permantenten zu begreifen und es als seinen Lebenssinn sieht, nach seinen Möglichkeiten, Grenzen die in dem Bereich durch Geistesgifte (Selbstsucht, Hass, Stolz, Trägheit usw.) aufgebaut worden sind, aufzulösen und Attribute wie Freundlichkeit, Mitgefühl, Wissen, Gleichmut, Freude, Heiterkeit, Kreativität bewusst als einen Teil seiner geistigen Entwicklung wahrzunehmen und zu pflegen.
Reinhard
| Zitat: |
| Von Spiritualität würde ich also dann sprechen, ...zu begreifen .. seinen Lebenssinn.. bewusst... als einen Teil... seiner geistigen Entwicklung... wahrzunehmen...und zu pflegen.... |
Hallo Sophie, hä? Nun mal im Ernst. Ist das nicht eine Ansammlung höchst bedenklicher Wörter? die auch durch die Zuordnung von Eigenschaften keine ausreichende Definition erbringen können, da jede Eigenschaft ja nur empirisch abgeleitet ist? Spiritualität ist für mich nichts, außer der Überzeugung, dass sich diese Welt nicht allein aus materiellen Erscheinungen bestimmen lässt. Die Eigenschaften beschreiben ja nur althergebrachte Tugendbegriffe, die nur aus einem Ansich eines Einzelnen abzuleiten sind. Das Ansich eines Einzelnen liegt aber schon in der Sphäre der Spiritualität und verharrt damit im Esoterischen, in der Transzendenz vom materiellen Standpunkt aus betrachtet, im Esse, im Wesenswas, im Karma und auch im Charakter als das Schicksal des Einzelnen. Dem Menschen fehlt nicht nur das Wissen um das Ganze, sondern vor allen Dingen über sein Selbst, weil er mit Wissen, das ja immer nur materiell gelagert sein kann, sich selber nicht näherzutreten in der Lage ist.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
Sophie
Zwar ist das, was du hier versuchst du formulieren, auch Spirit in Aktion ( vielleicht meinst du das mit Ansich bereits in der Spähre der Spiritualität?), aber ich kann damit nicht viel anfangen, wenn du das als Konter zu meiner Aussage schreibst.
Vielleicht schafft es ja ein Verstehen deinerseits, wenn du bemerkst, dass du einfach meinen Versuch einer Definition liest (und die ist nicht allumfassend), wenn ich sagen,
dass ich von Spiritualität spreche, wenn.....
| Zitat: |
| Spiritualität ist für mich nichts, außer der Überzeugung, dass sich diese Welt nicht allein aus materiellen Erscheinungen bestimmen lässt. |
Gut und damit öffnet sich ja auch ein "geistiger" Bereich, mit seinen Möglichkeiten, Tugenden usw.
Nylen
| Zitat: |
| Von Spiritualität würde ich also dann sprechen, wenn der Mensch beginnt sich als Teil von Gott oder des Unendlichen, Permantenten zu begreifen und es als seinen Lebenssinn sieht, nach seinen Möglichkeiten, Grenzen die in dem Bereich durch Geistesgifte (Selbstsucht, Hass, Stolz, Trägheit usw.) aufgebaut worden sind, aufzulösen und Attribute wie Freundlichkeit, Mitgefühl, Wissen, Gleichmut, Freude, Heiterkeit, Kreativität bewusst als einen Teil seiner geistigen Entwicklung wahrzunehmen und zu pflegen. |
Ich stimme dir weitgehend zu, nur würde ich Gott als nachgestellt ansehen.
Kurz gesagt ist Spiritualität für mich das bewusste Arbeiten am geistigen Selbst. Gott ist nur etwas was innerhalb dieser geistigen Sphäre stattfindet und untergeordnet. Ich als Atheist sehe das Göttliche also als Bewohner unserer geistigen Welten, nicht als diese Welten selber.
Ich bin Teil wir du sagst, oder wie ich sage Bewohner geistiger Umwelten. Innerhalb dieser findet ein grosser Teil des menschlichen Dramas statt.
Taurus
| Zitat: |
Original von wollekopp
also drückt dieser Begriff des Spirituellen nicht sogar aus, dass die Lehre nur in einzelnen Individuen liegt, aber mit denen, die sich nicht dafür interessieren, nicht zu tun haben?
Würde mich nur mal interessieren, was ihr dazu zu sagen habt, weil meine Philosophie so langsam in diese Sparte rutscht.
Gr wollekopp |
Hallo wollekopp!
Die Lehre Seines Wesens liegt meiner Meinung nach in jedem Individuum und nur dort.
Spiritualitåt bedeutet fuer mich, mit allen Sinnen in Sich hinein zu schauen.
Sich an die dunkelsten Orte seiner Selbst zu begeben, bis nichts unerkannt bleibt, um dann in die Welt zu schauen und Sein Wesen in allem zu erkennen.
Die die sich nicht dafuer interessieren, werden wenig mit Ihrem Selbst zu tun haben bzw. sie werden es schwer haben Sich in der Welt zu finden.
Das Faszinierende an der Sache ist, die die diesen Weg gegangen sind, teilen die gleiche Erkenntnis.
Gruss Taurus
theophanu
@ Sophie
| Zitat: |
| Von Spiritualität würde ich also dann sprechen, wenn der Mensch beginnt sich als Teil von Gott oder des Unendlichen, Permantenten zu begreifen und es als seinen Lebenssinn sieht, nach seinen Möglichkeiten, Grenzen die in dem Bereich durch Geistesgifte (Selbstsucht, Hass, Stolz, Trägheit usw.) aufgebaut worden sind, aufzulösen und Attribute wie Freundlichkeit, Mitgefühl, Wissen, Gleichmut, Freude, Heiterkeit, Kreativität bewusst als einen Teil seiner geistigen Entwicklung wahrzunehmen und zu pflegen. |
Sophie, das war wunderschön.
Epic
Von Spiritualität würde ich also dann sprechen, wenn der Mensch beginnt sich als Teil von Gott oder des Unendlichen, Permantenten zu begreifen und es als seinen Lebenssinn sieht, nach seinen Möglichkeiten, Grenzen die in dem Bereich durch Geistesgifte (Selbstsucht, Hass, Stolz, Trägheit usw.) aufgebaut worden sind, aufzulösen und Attribute wie Freundlichkeit, Mitgefühl, Wissen, Gleichmut, Freude, Heiterkeit, Kreativität bewusst als einen Teil seiner geistigen Entwicklung wahrzunehmen und zu pflegen.
jooo,, das ist ja mal nen guter funke.^^
Was man verstehen muss zum thema spiritualität;
I. Das bewusstsein des menschen durchläuft bewusstwerdungsprozesse, folglich erweitern sich wahrnehmung und universelles verständnis, man wird durchdrungen von einer art weisheits-wissen das sich von allen anderen intellektuellen wissensarten unterscheidet, dieses wissen ist existentiell und verwirklicht sich nicht als distanzierte intellektuelle information, sondern es dringt in das wesen des menschen ein, es wird eins mit dem menschen , das bewusstsein wird transformiert und erweitert, das leben des menschen erfährt eine freiheit, wovon sich intellektuelle und pseudo philosphen nicht einmal eine vorstellung machen können.
Worte werden dann mit der tatsächlich faktischen erfahrung gefüllt und nicht mit definitionen und konstruktionen der vermeintlichen wirklichkeit.
wAhrhaft philosophieren kann man nur wenn man den weg der selbstfindung geht, dan man dann sein bewusstsein läutert von ängsten,gedanken-blockaden, konditionierungen, fremdbestimmungen.
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