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Original von SwissClochard
Ich hab mit mal die Mühe gemacht auf Wikipedia nachzulesen. Und siehe da: "Die Poisson-Verteilung liefert also Voraussagen über die Anzahl (k) des Eintretens seltener, zufälliger und voneinander unabhängiger Ereignisse innerhalb eines bestimmten Intervalls, wenn aus vorangehender Beobachtung bereits bekannt ist, wie viele Ereignisse man im Mittel innerhalb dieses Intervalls erwartet (»)." Ich will jetzt nicht anfangen darüber zu diskutieren, inwiefern die Unendlichkeit dem Menschlichen Wesen bekannt ist... Ich nehme auch nicht an, dass du mir die Anzahl der Ereignisse innerhalb eines halboffenen Intervalls niederschreiben kannst.. Aber nur zu..
Ach und wegen dem Intervall (Wikipedia): "Das Intervall besteht aus allen Elementen x, die man mit zwei begrenzenden Elementen des Intervalls, der unteren a und der oberen Grenze des Intervalls b der Größe nach vergleichen kann und die im Sinne dieses Vergleichs zwischen den Grenzen liegen. Dabei können die Grenzen des Intervalls dem Intervall angehören (abgeschlossenes Intervall, a\leq x\leq b), nicht angehören (offenes Intervall a < x < b) oder teilweise angehören (halboffenes Intervall)." Das heisst die positive Unendlichkeit gehört nicht mehr zum Intervall, da die obere Grenze des Intervalls nach Wikipedia nicht mehr im Intervall liegt. Paradox..^^ Intervalle werden überall anders definiert^^
zum zweiten Teil deines Kommentars.. noch ein Ausschnitt aus der freien Enzyklopädie: "Eine einzeln stehende Null bezeichnet den Wert Nichts" was hier der Fall ist.. naja, auch Wikipedia hat seine menschliche Autoren..
Das hab ich noch gefunden: "Im Falle einer kontinuierlichen Zufallsgröße ist der Begriff der Wahrscheinlichkeitsverteilung problematisch denn die Wahrscheinlichkeit dass eine Zufallsgröße auf unendlich viele Stellen genau einen bestimmten reellen Wert annimmt ist 0. Um eine kontinuierliche Wahrscheinlichkeitsverteilung zu bestimmen fragt man nicht mit welcher Wahrscheinlichkeit X einen bestimmten Wert annimmt sondern mit welcher Wahrscheinlichkeit X in ein bestimmtes Intervall fällt."(Solch schöne Erläuterungen findet nicht mal Google)
Und wieder kommen die Intervalle. Warum immer so missverständliche Begriffe? Ich geb mal Gott die Schuld... auch wenn ich an seiner Existenz zweifle..
Ach ja, ich empfehle das Buch "Wahrscheinlichkeitsrechnung, mathematische Statistik und statistische Qualitätskontrolle" von Regina Storm |
Dann will ich mal schauen...
zunächst das einfachste... die Poisson-Verteilung ist diskret. Unsere Aufgabenstellung verlangt ja auch nach einer diskreten Zufallsgröße (,die entsprechend einer diskreten Wahrscheinlichkeitsverteilung verteilt ist), da als mögliche Ereignisse alle natürlichen Zahlen infrage kommen. Kontinuierliche Zufallsgrößen beschreiben meist Ereignisse über den reellen Zahlen. Da es davon überabzählbar viele gibt, wird das Rechnen komplizierter.
Und jetzt das wichtige... ja, mit einer Poissonverteilung kann man auch andere Situationen gut beschreiben. Wenn Du Dir mal aber ihren Verlauf anschaust, dann wirst Du feststellen, dass man durchaus das Auswählen einer natürlichen Zahl damit modellieren kann:
Je nachdem wie groß ich den Parameter wähle, sind kleine Zahlen wahrscheinlich. Das Maximum der Verteilung liegt um den Parameterwert. Je größer die Zahlen werden, desto unwahrscheinlicher werden sie ausgewählt.
Jetzt mag man darüber streiten, ob dieser spezielle Verlauf für unsere Aufgabenstellung geeignet ist oder nicht. Richtig ist auf jeden Fall, dass man diese Verteilung dem Auswahlprozess zugrunde legen kann.
Was definitiv nicht geht, ist alle Zahlen als gleich wahrscheinlich anzunehmen, da man dann keine mathematische Beschreibung des Zufallsprozesses erhält. Es ist aber auch von der Aufgabe her eine unrealistische Annahme, da die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zahl ausgewählt wird, mit der Größe der Zahl abnimmt.
Und was den Kommentar mit der natürlichen Zahl 0 angeht: ja, mir ist bewusst, dass 0 nicht immer zu den natürlichen Zahlen gezählt wird. Aber es hat einen Grund, dass sie durchaus häufig dazugezählt wird. Und der liegt nicht darin, dass sie für das absolute Nichts steht.
Aber natürlich ist es erstmal einfacher anzunehmen, dass der Gegenüber keine Ahnung hat.