Platons Ideenlehre

pete
Hey ich muss bald eine Seminararbeit über Platons Ideenlehre schreiben.
Die Werke die Platon dazu veröffentlicht hat habe ich schon gelesen allerdings bräuchte ich noch ein paar Bücher über Interpretationen zu den Gleichnissen bzw. zu der Ideenlehre allgemein. Ich wolllte jetzt fragen ob ihr mir vielleicht ein paar gute Werke empfeheln könnt, die nach Möglichkeit auch einigermasen "einfach" sind. Was für Quellen würdet ihr mit sonst noch so empfehlen für meine Semianrarbeit im Internet bin ich nach guten Büchern nicht sonderlich fündig geworden
nachdenklich
Zitat:
Original von pete
Hey ich muss bald eine Seminararbeit über Platons Ideenlehre schreiben.
Die Werke die Platon dazu veröffentlicht hat habe ich schon gelesen allerdings bräuchte ich noch ein paar Bücher über Interpretationen zu den Gleichnissen bzw. zu der Ideenlehre allgemein. Ich wolllte jetzt fragen ob ihr mir vielleicht ein paar gute Werke empfehlen könnt, die nach Möglichkeit auch einigermaßen "einfach" sind. Was für Quellen würdet ihr mir sonst noch so empfehlen für meine Seminararbeit im Internet bin ich nach guten Büchern nicht sonderlich fündig geworden


Am besten ist "Platos Ideenlehre" von Paul Natorp. Eine Alternative zu Sekundärliteratur wäre, in einem Register über die Werke Platons (z.B. in Bd. 7 der Übersetzung von Apelt u.a.) alle Stellen über "Idee" zusammenzuschreiben und zu ordnen.
pete
ah ok schon mal vielen dank, ich hoff das wird mit weiterhelfen, tu mir grad relativ schwer mit dem thema
pete
könnt ihr mir vielleicht noch helfen was genau die idee des guten ist, ich tu mir damit ziehmlich schwer und vielleicht noch tipps zu hierachie der Ideen geben?
nachdenklich
Zitat:
Original von pete
könnt ihr mir vielleicht noch helfen was genau die idee des guten ist, ich tu mir damit ziemlich schwer und vielleicht noch tipps zu hierachie der Ideen geben?


Über die Idee des Guten schreibt Platon nur wenig. In der "Politeia" steht, daß sie die Erkenntnis des Erkennbaren bewirkt und ihm Sein und Wesen (to einai te kai ten ousian) verleiht. Doch das Gute selbst ist nicht das Sein (ousia), sondern ragt an Würde und Kraft über es hinaus (509b). Schleiermacher übersetzt hier ousia mal mit "Wesen", mal mit "Sein". Andere Möglichkeiten: "Dasein, wirkliche Beschaffenheit, Wirklichkeit, Realität, Wahrheit, Stoff, Substanz, Vermögen" (vgl. Menge-Güthling: Langenscheidts Großwörterbuch Altgriechisch-Deutsch, 26. Aufl., Berlin/München/Wien/Zürich 1987).

Die zweite Stelle bei Platon, aus der wir etwas über die Idee des Guten erfahren, steht im "Philebos": Sokrates sagt, daß man das Gute nicht mit einem einzigen Begriff charakterisieren kann, und bringt deshalb gleich drei: Schönheit, Symmetrie und Wahrheit (65a).

Über eine Hierarchie der Ideen ist mir von der Platon-Lektüre her nichts bekannt, abgesehen davon, daß die Idee des Guten die höchste Idee ist. Aber Du kannst mal das (http://www.zum.de/Faecher/Eth/SA/stoff11...tik_platons.htm) lesen (Nr. 6).
nachdenklich
Noch eine Ergänzung: Die Sonne wird in der "Politeia" als "Sprößling des Guten" (ton tou agathou ekgonon) bezeichnet (508b). Die "Idee des Guten" wird noch genauer charakterisiert als das, "was dem Erkennbaren die Wahrheit mitteilt und dem Erkennenden das Vermögen hergibt" (508de; Übersetzung von Schleiermacher, in: Platon, Sämtliche Werke Bd. 3, Reinbek bei Hamburg 1984; Transkription des Griechischen nach der Ausgabe von Burnet, Platonis Opera Bd. 4, Oxford 1986 - diese bibliographischen Angaben gelten auch für den vorigen Beitrag).