Amateur
@ Gil Gamesh !
Naja
, in MEINEM Beispiel darf ich natürlich eine Krankheit setzen, die erst durch die moderne Medizin heilbar wurde.
Habe daher für einen Moment gedacht, es wäre "nur" ein Witz, bin jetzt aber nicht mehr sicher !?
Leben natürlich nicht durch den Glauben gerettet. Ich "ließ" ihn ja sogar früh sterben. Worauf willst Du also hinaus ?
???Wer nahm das je an???
Wer nicht ?
Zur Zeit noch eher die Angst um Andere. Sie ist konkret, weil ich an der "Sterblichkeit der Menschen", nicht zweifeln kann, und die Endlichkeit nicht weiß.
Witzigerweise ist ja "reine Wissenschaft" gerade zweckfrei definiert. Die "Boolsche Algebra" wurde 70 Jahre vor dem ersten Computer erfunden. Galt zunächst als reine Spielerei.
Völlig klar und nie bestritten. Wissenschaft will Zweifel ausräumen und angewandte Wissenschaften wollen relevante Ergebnisse.
Bei meinem Ansatz wäre aber Zweifel (irrtümlich) ausgeschlossen. Ich frage mich ja gerade nach den psychologischen Folgen, dieser sehr unterschiedlichen Welt"sichten".
Hab´ zuletz Schwierigkeiten, den Bezug zu erkennen. Kann das vielleicht wie folgt "kontern" :
"Zweifel" ist ein aktuell stärker verbreitetes Faktum, als früher.
Hätte folgende Behauptung:
Wäre die katholische Kirche seit ihrem Bestehen, den eigenen Grundsätzen treu geblieben, und nicht als Machtinstrument mißbraucht worden, wäre es in einer friedlich christlichen Welt, nie zur Aufklärung(als Befreiungsakt) gekommen. Zweifel hätte also dauerhaft vermieden werden können.
Allerdings:
Die katholische Kirche machte ein paar Fehler:
- Sexualmoral
- naturwissenschaftlich widerlegbare Aussagen in der Genesis
- Hierarchie
Die Lebensfähigkeit dieses "Zweifel-Zerstreuers" wurde dadurch unnötig verkürzt.
Das ist ja die These meines Threads, für die ich Gegenwind erhoffte, da sie mir selbst Magenschmerzen macht.
Besser hätte man unser Mißverständnis nicht ansprechen können.
1. Der "kritisch Denkende" ist bereits "verloren", er kann sich dann selbstverständlich nicht vornehmen, einen Glauben anzunehmen. Es geht ja gerade um die entsprechende "Manipulation" durch Erziehung.
2. Das könnte eine Kompensation sein. Völlig richtig, aber das wäre doch gerade das Ziel ! Wir kompensieren die fehlende Fähigkeit der "Zweifelsbefreitheit durch das Wissen", durch die "Fähigkeit", als Unaufgeklärter, zweifelsfrei anzunehmen, wir würden wissen.
Das "Warum" wäre nicht so wichtig, wie das "Wozu"
Und wenn das "Wozu" geklärt wäre, dann würde sich die Frage nach dem "Wie" anschließen.
Gruß Andreas
Edit
Das fand ich ein bischen kurz. Versuche meinen "Kreisschluss-Vorwurf" an einem Bild, deutlich zu machen:
Unsere Sinne sind die "Zeugen des Alltags", die uns Vermutungen einflüstern. Und sie sind zugleich die "Richter des empirischen Experiments".
Das hat schon "juristisch"
keine Beweiskraft.
| Zitat: |
| ich denke, ich habe jetzt auch verstanden, worauf du hinaus wolltest - sogar noch vor deiner letzten Antwort - mal abgesehen von dem im Bild, dass Ahnungslosigkeit der Medizin niemals der Grund für das Sterben des Mannes im Mittelalter war. |
Naja
, in MEINEM Beispiel darf ich natürlich eine Krankheit setzen, die erst durch die moderne Medizin heilbar wurde.Habe daher für einen Moment gedacht, es wäre "nur" ein Witz, bin jetzt aber nicht mehr sicher !?
| Zitat: |
| Der Glaube hat dem Menschen nicht das Leben gerettet, er hat ihn in seiner "Hoffnungslosigkeit" auf ein längeres irdisches Leben beruhigt. |
| Zitat: |
| Den Sechzigjährigen hat seine Todesangst auch nicht geholfen, |
| Zitat: |
| Du willst ohne Angst leben und nicht erst nach dem Tod, oder? |
Wer nicht ?
| Zitat: |
| Ist es eine abstrakte Angst, einfach nur sterben zu können? |
Zur Zeit noch eher die Angst um Andere. Sie ist konkret, weil ich an der "Sterblichkeit der Menschen", nicht zweifeln kann, und die Endlichkeit nicht weiß.
| Zitat: |
| Erstmal, Wissenschaft betreibst du für einen bestimmten Zweck, so sollte es ideal sein. |
Witzigerweise ist ja "reine Wissenschaft" gerade zweckfrei definiert. Die "Boolsche Algebra" wurde 70 Jahre vor dem ersten Computer erfunden. Galt zunächst als reine Spielerei.
| Zitat: |
| Du verkündest damit keine ewigen Wahrheiten, objektive Wahrheiten, letzte Erkenntnisse. Mit Wissenschaft macht sich der Mensch die Natur oder die Gegenstände seiner Erklärung zu Nutze, für seine Zwecke und nicht für Zwecke getrennt von ihm, obwohl das auch ginge, trotzdem ist er dabei immer mit von der Partie, er formulierte die Erkenntnisse für sich und nicht für einen unabhänigen, objektiven Gelehrten im Rauschebart. |
Völlig klar und nie bestritten. Wissenschaft will Zweifel ausräumen und angewandte Wissenschaften wollen relevante Ergebnisse.
Bei meinem Ansatz wäre aber Zweifel (irrtümlich) ausgeschlossen. Ich frage mich ja gerade nach den psychologischen Folgen, dieser sehr unterschiedlichen Welt"sichten".
| Zitat: |
| So. Naja und das Leben ist ein Faktum, der Tod ebenso, |
Hab´ zuletz Schwierigkeiten, den Bezug zu erkennen. Kann das vielleicht wie folgt "kontern" :
"Zweifel" ist ein aktuell stärker verbreitetes Faktum, als früher.
| Zitat: |
| Zweifel kannst du nicht dauerhaft im Glauben ertränken, dann wäre es nämlich Wissen. Der Glauben ist für den Zweifel da. |
Hätte folgende Behauptung:
Wäre die katholische Kirche seit ihrem Bestehen, den eigenen Grundsätzen treu geblieben, und nicht als Machtinstrument mißbraucht worden, wäre es in einer friedlich christlichen Welt, nie zur Aufklärung(als Befreiungsakt) gekommen. Zweifel hätte also dauerhaft vermieden werden können.
Allerdings:
Die katholische Kirche machte ein paar Fehler:
- Sexualmoral
- naturwissenschaftlich widerlegbare Aussagen in der Genesis
- Hierarchie
Die Lebensfähigkeit dieses "Zweifel-Zerstreuers" wurde dadurch unnötig verkürzt.
| Zitat: |
| Du meinst, dass der Gläubige besser da steht, weil er den Glauben für die Beruhigung seiner Zweifel hat? |
Das ist ja die These meines Threads, für die ich Gegenwind erhoffte, da sie mir selbst Magenschmerzen macht.
| Zitat: |
| Du meinst aus pragmatischen Gründen sollte man sich einen Glauben zulegen, [...] das ist nichts weiter als Kompensation. |
Besser hätte man unser Mißverständnis nicht ansprechen können.
1. Der "kritisch Denkende" ist bereits "verloren", er kann sich dann selbstverständlich nicht vornehmen, einen Glauben anzunehmen. Es geht ja gerade um die entsprechende "Manipulation" durch Erziehung.
2. Das könnte eine Kompensation sein. Völlig richtig, aber das wäre doch gerade das Ziel ! Wir kompensieren die fehlende Fähigkeit der "Zweifelsbefreitheit durch das Wissen", durch die "Fähigkeit", als Unaufgeklärter, zweifelsfrei anzunehmen, wir würden wissen.
| Zitat: | ||
Gil Gamesh) |
Das "Warum" wäre nicht so wichtig, wie das "Wozu"
Und wenn das "Wozu" geklärt wäre, dann würde sich die Frage nach dem "Wie" anschließen.
Gruß Andreas
Edit
| Zitat: |
| Zur Empirie erst mal das: Man muss nur die Unmöglichkeit, Wahrheit abstrakt zu messen, verwechseln mit dem Ansinnen, eine Theorie auf ihre Stimmigkeit zu kontrollieren - und heraus kommt als Resultat methodischer Reflexion: Man kann nichts Gewisses nicht wissen, das ist gewiß. |
Das fand ich ein bischen kurz. Versuche meinen "Kreisschluss-Vorwurf" an einem Bild, deutlich zu machen:
Unsere Sinne sind die "Zeugen des Alltags", die uns Vermutungen einflüstern. Und sie sind zugleich die "Richter des empirischen Experiments".
Das hat schon "juristisch"
keine Beweiskraft.
Gil Gamesh)
).
Wahnsinn
ich den Advocatus und hätte folgenden Gedanken: