Hallo Reinhard,
das Beispiel mit dem Licht und was das Gedächtnis letztendlich daraus macht gefällt mir.
In deinem letzten Abschnitt schreibst du: man kann kein Solipsist sein wollen", ok ist bei mir ankommen, von meiner Warte aus, wollte ich nur noch mal mitteilen, dass ich mir keine philosophische Richtung aussuche um diese sein zu wollen, sondern ich versuchen die bestehenden Richtungen zu verstehen und sie im Rahmen meines eigenen Daseins zu begreifen, da ich, wenn ich von mir ausgehe, mir keine philosophischen Gedanken mache um möglichst neuartige Gedankenkonstrukte zu erfinden, sondern will eher damit versuchen, mein Menschsein in diesem Leben auf irgendeine Art zu begreifen und so sinnvoll wie möglich dieses Leben zu gestalten..die kynische Richtung sagt mir hierbei zu, weil sie sich mit meinen vor der Erkenntnis der Existenz des Kynischem bereits durch meine eigene Erkenntnis gewonnenen Gedanken einigermaßen deckt und wie gesagt...das Möglichste davon versuche ich dabei umzusetzen, zumal ich der Meinung bin, dass alles bisherigen philosoph. Gedanken aus einer einzigen Quelle fließen und jede Richtung eine Facette des Umfangreichen Seelischen und Geistigen des Menschen erfasst. Natürlich machre ich mir auch konsequent eigene Gedanken, d.h. erst durch meine eigenen Gedanken stolpere ich auf bereits existierende Gedanken. In Diogenes habe ich reingeschaut aus purem zufall, weil mich der anpassungszwang mal wieder aufgeregt hat . es war ein zufälliger griff ins bücherregal und ich dachte mir fallen die augen raus, was ich da las bes. die paralellen, gedanklich etc
In New Age - Literatur a la "siimplify your life" meine ich ähnliche Ansätze darin widerzufindenm, auch Gedanken die ich hatte, bereits bevor ich von dieser Art von Büchern erfuhr.
Gehe ich davon aus, ich habe das Buch "smplify your life" entdeckt, oder sonstigen Ratgeber oder bin auf ein Buch über die Kyniker gestoßen, OHNE das ich mir davor Gedanken über dieses oder jenes gemacht habe und gewinne womöglich neue Erkenntnisse aus ihnen, was z.B. die Gestaltung meines Alltages betrifft, erschließt sich mir etwas, und fortan wird es existent in meinem Bewusstsein sein, was sich ansonsten mir nie eröffnet hätte und somit wäre es auch nie existent für mich geworden - Dies widerspiegelt sich für mich im Subjektivismus, von dem her kann ich dem Subjektivismus als existentes Gedankengut zustimmend gegenüberstehen. Und von ihm aus, begreife ich auch Descartes cogito ergu sum.
Dem Solipsismus dagegen weniger, indem mein Ich das einzig wirklich existente sein soll - denn dann gäbe es glaube ich auch keine iMuseen, die Beweise unserer menschlichen Vorgeschichte beherbergen, denke ich.
Was für mich persönlich allerdings wieder starke Aussagekraft hat, mit dem ich real etwas anfangen kann, ist der Gegenwartssolipsismus, als der S. der besagt, das ausschließlich der seelische Gegenwartsmoment realistisch ist. Dem kann ich zustimmen, m.E. ist das etwas, dass wirklich die einzig fassbare Realität ist, da meines Erachtens, die Ratio zwangsläufig höher gestellt werden muss um der Zivilisation / Gesellschaft standhaft zu begegnen, aber jede Ratio hat keinen Sinn, wenn ich als Mensch unglücklich bin, deshalb stelle ich selbst, also ich Roter Mohn den seelischen Moment höher als alles andere..(um mein Abi zu schaffen, werde ich allerdings eine Wende herbeiführen, und die Ratio wieder auffahren)
Wache ich morgens auf und bin traurig, ist das erstmal real und wichtig.
Allerdings stellt sich mir nun die Frage, was das dann ist, wenn ich durch Nachdenken, meinen Traurigkeitszustand nach dem Warum erforschen kann bzw. sowieso gegebenenfalls diesen gleich als unwichtig erklären oder verdrängen....ja dann wäre das eben der Gegenwartssolipsismus, dass ich den verdränge und die Traurigkeit in meiner Magengrube irgendwie rumtrage, dann ist das meine seelische Augenblicksrealität

- denn gedanklich sehr verändern, kann man einen seelischen Zustand wohl schwer, also zumindest nicht sofort, eher auf längere Sicht - aber ich kann natürlich wenn ich übermütig bin, zur Nervenschonung anderer mich dazubringen ruhig zu sein. Hmmmmmmmm....dann wäre dann wohl das erzwungene Ruhigsein der Gegenwartssolips. - was aber wäre dann die gedankliche Tat, mich erst - selbst - dazuzubringen ruhigzusein....fällt das dann in Ethik, Moral, Erziehung...(was ja alles an-erzogene und bei-gebrachte tugenden sind)
Mal so in Thread schick, bis denn