Was Philosophie ist! --- Der (Hilfe-) Thread für Rookies

eliskases
Zitat:
Original von Sophie

Ich hoffe er fällt nicht gleich auseinander, wenn ich nun zur Anregung K.Jaspers zitiere großes Grinsen .

Um Gottes willen, nein!
Ich sage es mal mit dem etwas abgewandelten Wort George W. Bushs: "Einige meiner besten Freunde sind Jaspersanhänger" Freude


Zitat:

"Was Philosophie sei und was sie wert sei, ist umstritten. Man erwartet von ihr außerordentliche Aufschlüsse oder löst sich als gegenstandloses Denklen gleichgültig beiseite. Man sieht sie mit Scheu als das bedeutende Bemühen ungewöhnlicher Menschen oder verachtet sie als überflüssges Grübeln von Träumern. Man hält sie für eine Sache, die jedermann angeht und daher im Grunde einfach und verstehbar sein müsste, oder man hält sie für schwierig, dass es hoffnunglso sei, sich mit ihr zu beschäftigen,. Was unter dem Namen der Philosophie auftritt, liefert in der Tat Beispiele für so entgegengesetzt Beurteilungen."

In der Tat gibt es da wenig zu widersprechen. Eine treffende Bestimmung also.



Zitat:
Original von Sophie
Philosophie ist in meinen heutigen Augen ein Prozess, der nicht nur Liebe zur Weisheit beinhaltet, sondern auch Wissen und den Versuch der Selbsterkenntnis.

Diesen Versuch der Selbsterkenntnis, indem man philosophiert, das "gnothi se auton" also, jenes "Erkenne dich selbst" und durchaus verstanden in einem psychologisch-analytischen Sinne, halte ich sogar für ziemlich zentral. Aus diesem Grunde ist für mich Philosophie oder das Philosophieren stets mehr, als das Verteidigen und Vertreten einer bestimmten philosophischen Auffassung. Ich denke nämlich, dass dies eine Einschränkung dieses Aspektes der Selbsterkenntnis über den Akt der philosophischen Betätigung ist. Ich will damit aber nicht sagen, dass man deshalb alles mögliche wild vertreten und verteidigen sollte.



Zitat:
Original von Sophie
Möchte man Philosophie als Liebe zur Weisheit verstehen, ist es sicherlich vorteilhaft, Platons Gastmahl, so wie mark es vorschlägt, zu betrachten.

Unbedingt! Ich halte diesen Text ohnehin für einen der schönsten philosophischen Texte:

Zitat:

"Was er sich aber schafft, geht ihm immer wieder fort, so daß Eros nie weder arm ist noch reich und auch zwischen Weisheit und Unverstand immer in der Mitte steht. Dies verhält sich nämlich so. Kein Gott philosophiert oder begehrt weise zu werden, sondern ist es, noch auch, wenn sonst jemand weise ist, philosophiert dieser. Ebensowenig philosophieren auch die Unverständigen oder bestreben sich, weise zu werden. Denn das ist eben das arge am Unverstande, daß er, ohne schön und gut und vernünftig zu sein, doch sich selbst ganz genug zu sein dünkt. Wer nun nicht glaubt bedürftig zu sein, der begehrt auch das nicht, dessen er nicht zu bedürfen glaubt. — Wer also, sprach ich, Diotima, sind denn die philosophierenden, wenn es weder die Weisen sind noch die Unverständigen? — Das muß ja schon, sagte sie, jedem Kinde deutlich sein, daß es die zwischen beiden sind, zu denen auch Eros gehören wird. Denn die Weisheit gehört zu dem Schönsten, und Eros ist Liebe zu dem Schönen; so daß Eros notwendig weisheitliebend ist und also als philosophisch zwischen den Weisen und Unverständigen mitten innesteht."
Nylen
Philosophie ist für mich ein kommen und gehen von Analyse und Synthese!
Philosophie verleiht den Dingen Bedeutung!
Philosophie herrscht über Völker und Nationen.

Drum wer ein Philosoph sein will, sich passend anziehen sollte roll
Girabot
Hallo

Da hab ich gleich mal wieder ne Rookie frage...

Welchen Philosophen sollte ich als erstes lesen damit dem Thema näher komme...kann jemand ein gutes Buch empfehlen?

roll
dmz
Zitat:
Geschrieben von Girabot am 29.07.2010 um 23:46:
:
.... Aber dennoch interessiert mich eine Frage ....
und ich hoffe eine verständliche Antwort ohne philosophische Fachwörter zu bekommen:
Nicht etwa was Philosophie ist, sondern was sie bedeutet, was sie ausmacht ....
man sagt / hört doch oft das die schönsten philosophischen Gespräche bei 'nem Biert in der Kneipe entstehen .....
aber ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass damit das selbe gemeint ist ....
also ich hab' in 'ner Kneipe noch nie jemanden philosophische Fachwörter benutzen hören ....
wo liegt der Unterschied ....
was macht das eine philosophisch, und das andere nicht ?
oder doch? Was bedeutet das?.....

:
Es kommt darauf an, wer sich trifft und unterhaelt.
Ich treffe mich gelegentlich mit ausgesuchten Leuten in einem Cafe,
und wir unterhalten uns ueber "Gott und die Welt".
Es wird im Rahmen unserer Moeglichkeiten auf hoeherem Niveau "philosophiert",
oder es betrifft haeufig auch die Alltagsfragen.
Die Tageszeitungen geben genug Anlass, Fragen u. Antworten zu postulieren (Dialektik),
des Verstehens wegen bzw. der Hintergruende wegen
(Lesen zwischen d. Zeilen).
:
Gelegentlich sind es sogar persoenliche Anliegen, die vorgebracht werden.
Und diese Hilfestellung ist dann im weiteren Sinne auch
ein philosophisches Frage- u. Antwortspiel (Sokrateische Elenktik).
:
Du magst daraus ersehen, dass das Diskutieren menschlicher Belange
praktisches Philosophieren bedeutet, - auf niedrigem oder hoeherem Niveau.
Wenn ich mich in der Kneipe beim Bier ueber Fuszball unterhalte,
kann das sehr anspruchsvoll sein: eben innovatives Philosophieren.
:
Du solltest davon Abstand nehmen,
der Philosophie elitaeren wissenschaftlichen Charakter zuzuschreiben.
Ich brauche nicht Philosophie studiert zu haben (wenig Berufschancen),
um zu philosophieren oder Philosoph zu werden.
Philosophie gehoert zum menschlichen Dasein dazu,
indem das Talent der Sprachfaehigkeit und des Verstandes angewendet wird
(systematisches Denken).
Es geht dabei haeufig um Problemloesung schlechthin.
:
Zitat:

Girabot
:
.... weil ich ab nächstes Jahr Philosophie studien möchte :...

Ich verweise in diesem Zusammenhang nochmal auf meinen obigen Beitrag:
insbesondere auf den Erwerb von Sprachfaehigkeit bzw. Sprachkompetenz.
Damit erwirbst Du die Faehigkeit zum Philosophieren quasi automatisch, - meine ich.
:
Ich habe seiner Zeit vor der Wahl gestanden,
studiere ich in die geisteswissenschaftliche oder naturwissenschaftliche Richtung.
Ich habe der Berufschancen wegen letzteres gewaehlt: Technologie u. Technik.
Habe aber deshalb nicht mein menschliches Talent zum Philosophieren aufgegeben
(Humboldtsches Bildungsideal).
:
Ich empfehle dir als Vorbereitung auf dein Studienvorhaben und
ueberhaupt des Philosophieren wegens:
:
(1) dtv-Atlas z. Philosophie (ISBN 3-423-03229-4, ca.13Euro);
..... mehr als eine lexikalische Erklaerung zur Philosophie und den Denkrichtungen
..... von der Antike bis zur Neuzeit.
..... Die einzelnen Philosophien (Hauptaspekte, keine Orginaltexte) werden
..... knapp u. verstaendlich beschrieben
..... und durch abstrakte aber anschauliche Graphiken erklaert.
..... Wenn es dir gelingt, die "Isomorphie" zwischen Text und Graphik zu verstehen,
..... dann hast Du m.E. die Eingangshuerde zur Philosophie bewaeltigt.
..... (Nebenbei vermittelt dieser Philosophie-Atlas die Philosophiegeschichte: Zeitablauf)
:
(2) Buchtitel Logisch-Semantische Propaedeutik Reclam, 268 Seiten,
..... (ISBN 3-15-008206-4, ca 7Euro),
..... Verfasser PhilosophProf. Ernst Tugendhat;
..... [Propaedeutik = "Was man in philosophischer Hinsicht und vorbereitend wissen muss"];
..... Was ist Logik, wie funktioniert Sprache (Semantik/Satzlehre),
..... was bedeutet Widerspruch (Paradoxie), was ist Wahrheit, Identitaet, Existenz .... ?
:
Das kann ich dir aus Erfahrung wirklich empfehlen.
Glueckauf !
kämpfer der sonne
Zitat:
Original von Girabot

Welchen Philosophen sollte ich als erstes lesen damit dem Thema näher komme...kann jemand ein gutes Buch empfehlen?


les mal precht:
wer bin ich und wenn ja wieviele, sehr interessant...

gut geschrieben also leicht verstaändlich
dmz
Zitat:
Original von Girabot
Welchen Philosophen sollte ich als erstes lesen damit dem Thema näher komme...kann jemand ein gutes Buch empfehlen ?

@Girabot
:
Empfehle als Thema richtungsweisend
"Die Reine -und- Praktische Vernunft" v. Immanuel Kant
:
Schlage aber vor statt mit dem Orginaltext mit der Sekundaerliteratur zu beginnen:
:
Vernunft u. Leben
Immanuel Kant

- von Philos.Prof. Volker Gerhardt,
-- Einfuehrung u. Zugang zur Philosophie Kants
-- Verstaendlichmachen d. Vernunft
-- Programmatik des Philosophierens
-- Philosophie u. Humanitaet
-- Und der Lebenslauf des Philosophen Kant selbst
(ISBN 3-15-018235-2, Reclam, 380 Seiten, ca.9Euro]
:
Warum gerade dieses und dann Kant ?
Die kompetente Sekundaerliterarur liefert dir Interpretationsanregungen.
Im Orginaltext liest Du ueber manches vielleicht romanhaft hinweg.
Doch jeder Satz hat seine Bedeutung,
- erfordert systematisches Denken und ist folglich sehr zeitaufwendig.
:
Kant stellt, bei aller angebrachten Kritik,
einen Wendepunkt in der Philosophiegeschichte zwischen "alt" u. "neu" dar:
Vereinigung des Empirismus u. Rationalismus auf hoeherem Niveau.
Ich betrachte die Kritische Philosophie Kants (Transzendentaler Idealismus)
bestens geeignet fuers Anfangen u. Einsteigen.
Habe mir daraus eine Art Basisprogramm gemacht fuer die Philosophie von gestern
und weitere Privatstudien einer zeitgemaeszen Philosophie in der Moderne.
:
[ - Mein Basisprogramm stichwortweise:
Transzendente Metaphysik (specialis)
-- deduktiv, ontotheologisch + intelligibel
-- nur denkbar, illusionaer
Transzendentale Metaphysik (generalis)
-- induktiv, ontologisch + intellektuell, Wahrnehmung + Anschauung (Objektivierung))
-- transzendentales Erkennungsvermoegen (verstandesgemaesz + logisch)
Determiniertheit
-- Mystik + Evolution
Dialektik + Logik
-- Verstand + Denken, Urteilskraft, Vorstellung
Absolutheit
-- evolutionaer
-- Wahrheit (wissen), Wahrhaftigkeit (glauben)
-- Schoepfung + Mythologie
- ]
Jörn
Zitat:
Original von Girabot
Welchen Philosophen sollte ich als erstes lesen damit dem Thema näher komme...kann jemand ein gutes Buch empfehlen?

Geh in die Unibibliothek oder Stadtbibliothek, nimm dir viel Zeit mit und fang irgendwo an. Wo ist praktisch egal.

Oder besorg dir Übersichtbücher - da gibt es tausende :-)

Reiner Ruffing, Philosophie
Reiner Ruffing, Einführung in die Philosophie der Gegenwart
Karen Gloy Grundlagen der Gegenwartsphilosophie
Julia Annas, Kurze Einführung in die Antike Philosophie
Klassiker der Philosophie heute, reclam
Detel , Grundkurs Philosophie Band 1-5, Reclam
...

Und wenns unbedingt ein bestimmter Philosoph sein soll, dann empfehle ich: Nimm zunächst Sekundärliteratur!

Platon
Aristoteles
Kant
Nietzsche
Wittgenstein
Heidegger

Das sind (so ungefähr) die größten :-)

Leg einfach los. Viel falsch machen kannst du nicht.
nieceth
Zitat:
Original von Girabot
Hallo Da hab ich gleich mal wieder ne Rookie frage... Welchen Philosophen sollte ich als erstes lesen damit dem Thema näher komme...kann jemand ein gutes Buch empfehlen? roll

Vielleicht solltest du dir selbst erst mal die Frage stellen, welchem Thema du eigentlich näher kommen willst.

Wenn du überhaupt keine Ahnung hast, was es so gibt, empfiehlt sich mit Sicherheit ein Übersichtsbuch für Einsteiger, in dem du schauen kannst, was dich interessiert und wobei sich eine tiefere Beschäftigung zu lohnen scheint.
Ich denke, dass es unklug ist, mal auf gut Glück das Werk eines berühmten Philosophen zu kaufen, weil das schnell nach hinten losgehen kann und schlimmstenfalls zu Langeweile oder Verzweiflung führt.

Am besten wäre meiner Meinung nach ein Einsteigerbuch mit Ausschnitten aus Primärliteratur, damit du dich auch auf die Sprache einstellen kannst. So etwas gibt es zum Beispiel von Reclam ("Philosophisches Lesebuch", hrsg. von Volker Steenblock).
carsten aus bochum
Hier mal so eine allgemeine Einschätzung von mir.
Ich bin kein Rookie mehr, aber längst kein Experte, schaltet man einen Fortgeschrittenen dazwischen, dann bin ich irgendwo im oberen Teil der unteren Hälfte, damit würde ich anfreunden können.
Ich glaube ehrlich gesagt, dass die Philosophie einen eher selbst auswählt, als dass man sich die Philosophie auswählt, insofern würde ich zu der Liebe zur Weisheit sagen, dass man sie irgendwie mitbringen muss.
Der Anfang, das glaube ich auch, ist mehr oder weniger egal.
Man liest halt was und entweder mal hat Blut geleckt oder nicht.

Meine Einstellung ist immer, lieber einen Philosophen zu verstehen, als diese reihenweisen Übersichten und Eifnührungen irgendwann muss man eh ins kalte Wasser.
Das schöne, man könnte auch sagen frustrierende an der Philosophie – aber ich find‘s schön – ist, dass sie praktisch kein Ende hat. Philosophie ist nicht eine Art oder Methode zu denken, sondern sie beinhaltet viele verschiedene Arten zu denken. Manchen Philosophen liest man sich durch, zuckt kurz mit den Achseln und schmeißt das Buch in die Ecke, aber es kann sein, dass es einen Jahre später fasziniert.

Schön an der Philosophie ist, dass man sein eigenes Denken immer wieder überarbeiten muss. Über kurz oder lang hat man so seine Richtung gefunden, die einem liegt, so versteht man in aller Regel die Welt am besten.
Ich habe immer einen großen Unterschied zwischen den logisch-analytischen Philosophen empfunden und denen die von der sprachhermeneutischen und soziokulturellen Richtung her kommen. Eine schöne Erfahrung, wenn man ein wenig vorgedrungen ist, besteht darin, dass man irgendwann erkennt, dass die Ansätze der völlig anderen Seite, also derjenigen, mit der man im allgemeinen wenig bis nichts anfangen kann, keinesfalls Idioten sind (wie man am Anfang manchmal denkt) sondern tiefe und profunde Denker und das ist eine Chance, Hürde und Herausforderung über seinen eigenen Schatten zu springen.

Möglicherweise findet man auch einen Lieblingsphilosophen und geht von hier aus in die Tiefe, versucht ihn immer besser zu verstehen und das kann ein lebensfüllendes Projekt werden.
Es gibt immer wieder überraschende Wendungen. Wenn man meint, nun wüßte man über die Philosophie bescheid, dann kommt garantiert irgendein Philosoph daher (das heißt, man beschäftigt sich irgendwann mit ihm) der alles wieder über den Haufen schmeißt und man steht vor der schwierigen Aufgaben zu entscheiden, wer denn nun richtig liegt.

Eine weitere Beobachtung ist das Oszillieren von Themen und Schwerpunkten. Wenn man sich vornehmlich mit antiker Philosophie beschäftigt und sich dann z.B. mit Wittgenstein konfrontiert sieht, ist auf einmal alles anders.
Man muss versuchen das nun auch wieder irgendwie einzubauen, zumindest dann wenn man keine Lust hat in sich viele lose baumelnde Enden von nicht zu Ende gedachten Gedanken baumeln zu haben.
Aber was man auch macht, man wird überrascht, es könnte demnächst wieder alles ganz anders sein.
Doch auf der anderen Seite, die großen Fragen, nach Glück und Gott und Erkenntnis und Wahrheit, der ehtisch/moralisch richtigen Haltung dem Leben gegenüber, die bleiben, ein gewisser Bezug zur Lebenspraxis holt einen immer wieder ein.

Doch so nach und nach entsteht ein schönes dreidimensionales Gebäude in der eigenen Innenwelt.
Man steht nicht mehr völlig wie der Ochse vorm Berg und weiß so ungefähr einzuschätzen, was gemeint sein könnte.
eliskases
Ganz erstaunlich, wie praktisch alle von den Usern oben genannten Aspekte von "Weisheit" (= sophia) in dieser philologischen Analyse von Schadewaldt wiederzufinden sind:


"Und nun zu sophia. Wir können es ruhig mit <Weisheit> übersetzen, müssen aber wissen, daß wir es dabei mit einem recht unbestimmten Begriffskreis zu tun haben, dem man erst auf den Grund kommen muß. Snell hat richtig gesehen, daß der sophos zumal aus dem Bereich des Praktischen kommt; die Praxis ist das Entscheidende. Das Wort bezeichnet zunächst durchaus den <geschickten> Menschen, der in einer Verrichtung, die nicht leicht ist, besonders geschickt ist, ähnlich wie epistámenos und technikós. Vor allem vom Steuermann wird es immer wieder gesagt, vielleicht nicht zufällig, da der Bereich der Steuermannskunst doch noch ein anderer ist, als etwa der des Zimmermanns. Der Zimmermann hat es mit seinem Material zu tun und Aufgaben, die er überblicken kann. Der Steuermann einerseits natürlich auch, aber ein großer Teil seiner Kunst besteht in der Anwendung von Übersicht und Können in einem Bereich, den er nicht überblicken kann, nämlich Meer, Wind und Wetter. So ist er weit mehr auf die ihm eigentümliche Geschicklichkeit angewiesen als der Tischler, bei dem es nicht so schlimm ist, wenn er sich einmal irrt. Irgendwie ist also das sophon eine noch höhere Geschicklichkeit als nur das Verfügen über technische Handgriffe und Verfahrensweisen, und das zeigt sich vor allem an dem Gebrauch des Wortes bei Pindar. Er nennt sich selbst als Dichter sophos (nicht poietés), was zwar auch nicht <Weiser> heißt, aber es gibt eine berühmte Stelle (Olympien, 2,86), wo es heißt, sophos sei der, der vieles weiß aus innerem Wuchs. Die bloß Gelernten (mathóntes) aber krächzen wie Raben gegen den göttlichen Adler des Zeus, d.h. Pindar selbst. Hier werden zwei Wissensarten unterschieden: ein bloßes Gelernthaben, das schon ein Wissen ist, aber aufgrund eben des Begegnens mit den Dingen, die sich in uns als gewußte Dinge niederschlagen; und demgegenüer ein Wissen, das in der physis, phyá des Menschen selber wurzelt, ein Wissen aus innerem Wuchs. -
Wichtig ist weiter Aristoteles, Nikomachische Ethik 6, 1141a 9ff., der Sophia den Ort anweist unter den schöpferischen Arten des Tuns und sie als Bildhauer dem Pheidias zuspricht und dem Polyklet. Eine besondere Geschicklichkeit also, die er dadurch ausgrenzt, daß er sie unter die gewissesten, genauesten, akkuratesten Vollzüge zählt, und dazu gehört auch der Bereich des Bildhauers; auch der Musiker wird an anderer Stelle genannt und die Baukunst. In diesem Bereich sei die Sophia die arete technes , <die Bestheit des herstellenden Vollzugs>, die höchste Form des herstellenden Wissens.
Wo also die Technik als herstellendes Wissen im schöpferischen Bilden ihre höchste Wesensform erreicht, ihre höchste Perfektion, da ist sie Sophia. Das scheint mir mit großer Klarheit darauf hinzuweisen, was die Sophia bei den Griechen ist; nicht nur persönliche Interpretation des Aristoteles.
Überall, wo die Technik sich in höchster Perfektion vollendet, da wird sie zur Sophia, was also soviel bedeutet wie <höchstes Geschick>. So ist klar, was gemeint ist, wenn es heißt, daß die strikteste Wissensart (episteme) die sophia ist. Natürlich geht das nicht nur auf die äußere Exaktheit, sondern auf die Weise, wie ein Wissen im höchsten Maße unbeirrbar und unfehlbar wird. Und nun der wichtige Satz: <Und so ist es denn nötig, daß der sophos nicht nur das weiß, was von den Anfängen oder Prinzipien herkommt, sondern daß er darüber hinaus auch derjenige ist, der im Umkreis dieser Prinzipien in der Wahrheit ist>. Sie sehen, wie jetzt der Begriff durch diese Definition, die durchaus dem Wort auf den Grund kommt, zu dem ganz hohen Begriff der Philosophie aufsteigt.
[...]
Damit wäre denn die Sophia wirklich eine ganz hohe Wissensart, und zwar nicht so sehr vom Wissen her gesehen als vom Träger dieses Wissens her, stark personal bezogen. [...]

Es ist wohl klar, wie diese Weise des Wissens nicht nur intellektuell sein kann, das hört schon auf beim Steuermann, der, wie Pindar sagt, <den am dritten Tag kommenden Wind vorausmerken kann>. Es ist ein Vorauswissen, wir nennen es Instinkt, das in jeder Kunst mehr oder weniger da ist, auch der Zimmermann hat es eigentlich bei jedem Hammerschlag.
Und auf dieser Grundlage erhebt es sich dann höher und bezeichnet schließlich, personal bezogen, jene eigentümliche Wesenshaltung, die dann keine bloße Wissensart mehr ist, wenn sich jemand im Bereich der Gründe wirklich in der Wahrheit bewegt, d.h. wenn diese Gründe sich ihm von sich aus zeigen als das, was sie an sich selber sind. Er hat dann das Wissen nicht bloß im Kopf, sondern sein ganzes Wesen ist von diesem Wissen her konstituiert. [...]
So hoch ist der Begriff sophia gestiegen, daß man das Philosophieren selbst von ihm her versteht, als die Tätigkeit des Mit-der-Wahrheit-in-Fühlung-Seins, des Wahrheit-Suchens, Sich-aneignen-Wollens (was in philein liegt)." (Wolfgang Schadewaldt, Die Anfänge der Philosphie bei den Griechen, 2. Aufl. 1979, S. 178-180)
eliskases
Zitat:
Original von carsten aus bochum

Hier mal so eine allgemeine Einschätzung von mir.
[...]
Das finde ich eine wirklich schöne Stellungnahme zu der Frage, was Philosophie ist und einem bedeuten kann.
eliskases
Zitat:
Original von Girabot

Da hab ich gleich mal wieder ne Rookie frage...

Welchen Philosophen sollte ich als erstes lesen damit dem Thema näher komme...kann jemand ein gutes Buch empfehlen?

Ich empfehle zunächst gar keinen Philosophen zu lesen, sondern Arno Anzenbachers: Einführung in die Philosophie, Herder. Sie führt thematisch in die verschiedenen, großen Themen der Philosophie ein mit dem ein oder anderen, kurzen Quellentext eines berühmten Philosophen. Der obige Text von Jaspers zur Frage, was Philosophie ist, von sophie zitiert, findet sich z.B. darin und natürlich vieles mehr.

Ich habe mal irgendwo eine lustige Geschichte gelesen über einen jungen Studenten der Philosophie, der seinen Professor fragte, was er denn zuerst lesen solle, damit er einen geeigneten Einstieg in die Philosophie finde. Der Professor riet ihm, Hermann Lotzes "Mikrokosmos - Ideen zur Naturgeschichte und Geschichte der Menschheit" zu lesen, 3 Bände langweiligsten Zeugs.
Der Student las das Ding auch tapfer und mühevoll durch und berichtete seinem Professor am Ende, dass er es nun endlich geschafft habe.
Der Professor war sichtlich erstaunt, dass sein Student die 3 Bände wirklich duchgearbeitet hatte und sagte sinngemäß zu ihm: "Wie, sie haben den Lotze wirklich ganz durchgelesen? Erstaunlich! Wenn sie das geschafft haben, dann kann sie nichts mehr erschüttern. Dann sind sie für das Studium der Philosophie allerdings nicht wirklich geeignet."
Sophie
Anzenbachers Einführung in die Philosophie ist wirklich empfehlenswert. Daraus stammt auch das Zitat von Jaspers, wie Eliskases richtig aufgefallen ist.

Es ist eine recht gelungene und nicht langatmige Landkarte für Einsteiger.
Mich spricht die wissensschaffende Darstellung, gespickt mit vielen Zitaten an und ich stecke immer wieder meine Nase in dieses Buch.
Dennoch stören mich auch allzu grobe bis falsche Einschätzungen, die als allgemeingültiger Sachverhalt vermittelt werden, die jedoch im Lichte der näheren Betrachtung ihre Gültigkeit verlieren können.

Der Versuch muss auch knrischen, Philosophen in -ismen und abstrakte Denkmusster zu pressen, bei denen natürlich die eigentliche Genialität, Feinheit und gelungene Gedankengebäude erst gar nicht auftaucht.

Dieser Unterschied zwischen der systemierenden Form von Philosophie und der eigenen Lese- und Denkerfahrung erfährt man natürlich am ehesten dadurch, dass man sich auch auf allgemeinere Darstellungen einlässt.
Dennoch würde ich raten, sobald wie möglich die Philosophen dazu selbst zu lesen, um die Diskrepanz zwischen allgemeinen Einordnungen, intensiven Darstellungen und eigener Leseerfahrung, von Mühsal, Widerstand, Erstaunen, Aha-erlebnis, Ärger, Freude, Ästethik bis ..., bemerken zu können und natürlich das zugrundle liegende Material, bzw, die Ansichten und Überlegungen der entsprechenden Philosophen kennenzulerenen, um die Tendenzen, falls vorhanden, erfassen zu können, die zu den allgemeineren Einschätzungen geführt haben.
Verena
Da ich ein Rookie bezüglich des Begriffs "Rookie" war, musste ich zunächst mal danach g**geln - und fand schließlich (surprise!) heraus, dass dieser term simply "Anfänger" oder "Neuling" bedeutet. Mein Wortschatz an trendy Anglizismen wurde also ubgedated, anscheinend sagt man nicht mehr greenhorn oder newbie, sondern "rookie", wenn man wirklich trendy sein möchte, aber möglicherweise ist das ja nur ein Hype.

Aber zur Sache - vielleicht passt folgender, eher psychologisch-lebensphilosophischer Gedanke Goethes (auch wenn dieser momentan nicht gerade hip ist) zur Frage danach, welche Philosophie man (nicht nur als "Rookie") wählt, doch irgendwie zum Thema.

„Der Stoiker, der Platoniker, der Epikureer, jeder muß auf seine Weise mit der Welt fertig werden; das ist ja eben die Aufgabe des Lebens, die keinem, zu welcher Schule er sich auch zähle, erlassen wird. Die Philosophen können uns ihrerseits nichts als Lebensformen darbieten. Die strenge Mäßigkeit z. B. Kants forderte eine Philosophie, die diesen seinen angeborenen Neigungen gemäß war. Leset sein Leben und ihr werdet bald finden, wie artig er seinem Stoizismus, der eigentlich mit den gesellschaftlichen Verhältnissen einen schneidenden Gegensatz bildete, die Schärfe nahm, ihn zurechtlegte und mit der Welt ins Gleichgewicht setzte. Jedes Individuum hat vermittelst seiner Neigungen ein Recht zu Grundsätzen, die es als Individuum nicht aufheben.
Hier oder nirgend wird wohl der Ursprung aller Philosophie zu suchen sein. Es gelingt jedem Systeme, sobald nur der rechte Held darin auftritt, mit der Welt fertig zu werden. Nur das Angelernte der menschlichen Natur scheitert meist am Widerspruche; das ihr Angeborene weiß sich überall Eingang zu verschaffen und besiegt sogar nicht selten mit dem glücklichsten Erfolge seinen Gegensatz. Erst müssen wir im Einklänge mit uns selbst sein, da wir Disharmonien, die von außen auf uns zudringen, wo nicht zu heben, doch wenigstens einigermaßen auszugleichen imstande sind."
Gespräch Goethes mit J. D. Falk (Goethes Gespräche, neu hrsg. von F. Frhr. v. Biedermann) IV, 468 - gefunden in der Einleitung zu E. Cassirer: Kants Leben und Lehre.

Erinnert etwas an Nietzsches und Jaspers psychologisch-lebensphilosophische Deutung der Auseinandersetzung mit Philosophie, finde ich.
eliskases
Zitat:
Original von Verena
Da ich ein Rookie bezüglich des Begriffs "Rookie" war, musste ich zunächst mal danach g**geln -

Mit "rookie" will ich nur die "newbies" locken. Ansonsten heißt "to rook" "betrügen/neppen", aber das behalten wir für uns. Zwinker

Zitat:

Aber zur Sache - vielleicht passt folgender, eher psychologisch-lebensphilosophischer Gedanke Goethes ...

Und wie immer sagt Goethe eigentlich das Weiseste zum Thema ... Ein Mann jedenfalls mit Überblick und Abgeklärtheit, wie man es sich für einen philosophos wünscht.
-Soso-
Hi.

Wäre es nicht sinnvoll, zunächst einige Kriterien zu bestimmen, anhand derer sich entscheiden lässt, ob eine Antwort auf die Frage "was ist Philosophie?" die richtige Antwort ist?

Geht man die Fragestellung etwa etymologisch an und nimmt "Philosophie ist die Liebe zur Weisheit" als Ausgangspunkt, dann kommt man vermutlich dazu, dass JEDE Wissenschaft Philosophie ist. Schließlich suchen auch der Physiker, der Mathematiker und der Archäologe nach Weisheit. Ich persönlich finde diese Antwort gar nicht mal verkehrt, aber sie ist leider auch gänzlich überflüssig. Ist JEDE Wissenschaft Philosophie, dann ist "Philosophie" nur ein Synonym für "Wissenschaft".

Andererseits kann man sich auch auf so etwas einigen wie "okay, Ethik, Metaphysik, Erkenntnistheorie usw. gehören zur Philosophie, Physik, Biologie, Astronomie usw. nicht; was also haben Ethik, Metaphysik, Erkenntnistheorie usw. gemein, was Physik, Biologie, Astronomie usw. nicht haben?". Dieser Ansatz führt zu einer völlig anderen Antwort auf die Frage nach dem Wesen der Philosophie als der etymologische Ansatz.

Obwohl beide Antworten ihre Berechtigung haben, sollte man doch eine von beiden ausschließen, um eine Einigung zu erlangen. Was also sind die Kriterien, anhand derer entschieden wird, ob eine Antwort auf die Frage nach dem Wesen der Philosophie die richtige Antwort ist?

PS: Man kann freilich auch die pluralistische Schiene fahren und sagen, Philosophie sei für jeden etwas anderes. Aber ist diese romantische Antwort wirklich die Antwort, nach der hier gesucht ist?
Nylen
Die moderne Philosophie, der Wissenschaften entrissen, teilt sich in Wissenschaftskritik, Ethik und Logik.
Diese Einteilung ist durchaus angemessen. Aber sie ignoriert die Künste. Künste wie Literatur, bildende Künste und Malerei, sowie Musik.
Alle Philosophie beschäftigt sich mit einem Spezialgebiet, so kann man sagen sie sei Wissenschafft. So sie sich mit den dahinterliegenden Fragen beschäftigt so als Metawissenschafft.

Die Logik ist ihrerseits unterteilt in Logik und Sprachphilosophie.
Ethik ist unterteilt in Ethik und Politik.

Alle Philosophie lässt sich zudem teilen in theoretische und praktische Ethik.
ete
Im Grunde genommen beinhaltet Philosophie ja so viel:
Praktische Philo mit angewandter Ethik, Rechts-, Staats- und Sozialphilosophie und Anthropologische Philosophie.
Theoretische Philo mit Erkenntnistheorie, Logik, Wissenschaftstheorie und Sprach-Philo.
Spezialgebiete wie Ontologie/Metaphysik, Philo der Geschichte, Natur, Kunst/Ästhetik, Religion und Weltreligionen, Kultur und Technik , Wirklichkeit und Medien und Mathematik.
Also voll das Leben und wie im Leben sind auch bei der Philo Erschließungs-, Orientierungs-, Urteils- und Handlungskompetenzen und Autonomie wichtig. Ich sage somit:

Philosophie ist Lebenserschließung. smile
ete
So, weiter nachgedacht:

Natürlich bedeutet Lebenserschließung und damit verbundener Wissenserwerb nicht alles hinsichtlich der Philosophie. Es bedeutet aber, dass sowohl Laien als auch Experten sich darin üben, behaupten und erkennen können.
Wie hängt das nun mit der Weisheit zusammen? Weisheit beinhaltet nicht nur eine Wortbedeutung, sondern kann sowohl auf die Wurzel wie auch auf ein Ziel bzw. Ideal hinweisen. Ich möchte Weisheit dementsprechend einbringen, dass sie Philosophie adelt, also zu einer Art Königsdisziplin auszeichnet. Damit ist nicht der Elfenbeinturm gemeint. Die Aufgabe und Tätigkeit wahrer Könige ist das Dienen. Ein König ist im eigentlichen Sinne der erste Diener des Volkes. Dienen ist anspruchsvoller als reiner Wissenserwerb. Möglich wird Dienen erst durch das Band der Liebe, womit sich der Kreis schließt, dass Philosophie die Liebe zur Weisheit ist. Weise ist, wer in Liebe dienen kann.
Eugen
Bin weit entfernt, die Ausgangsfrage als unergiebig abtun zu wollen. Die Erfahrung zeigt, dass solche allgemeinsten Fragestellungen neben viel Abgedroschenem auch immer wieder Interessantes zum Vorschein bringen.

Dennoch, gerade weil es auch um "Rookies", Anfänger, geht, und solche mitdiskutieren: jedenfalls ist es m.E. keinesfalls nötig, bereits eine besonders deutliche Vorstellung zu haben, was Philosophie ist, um sich aufs Philosophieren einzulassen. Und dazu ist erstmal nur nötig, die schon gegebene eigene, persönliche Philosophie, also die Gesamtheit der jeweiligen mehr oder minder reflektierten Überzeugungen und Vorstellungen, gewissermaßen als durchaus ständig verbesserungswürdiges Arbeitsmaterial anzusehen. Etwa in dem Sinn, wie es Popper so schön auf den Punkt bringt:

„Wir haben alle unsere Philosophien, ob wir dessen gewahr werden oder nicht, und die taugen nicht viel. Aber ihre Auswirkungen auf unser Handeln und unser Leben sind oft verheerend. Deshalb ist der Versuch notwendig, unsere Philosophien durch Kritik zu verbessern. Das ist meine einzige Entschuldigung dafür, daß es überhaupt noch Philosophie gibt.“

oder Russell:

"Wer niemals eine philosophische Anwandlung gehabt hat, der geht durchs Leben und ist wie in ein Gefängnis eingeschlossen: von den Vorurteilen des gesunden Menschenverstands, von den habituellen Meinungen seines Zeitalters oder seiner Nation und von den Ansichten, die ohne die Mitarbeit oder Zustimmung der Vernunft in ihm gewachsen sind. So ein Mensch neigt dazu, die Welt bestimmt, endlich, selbstverständlich zu finden; die vertrauten Gegenstände stellen keine Fragen, und die ihm unvertrauten Möglichkeiten weist er verachtungsvoll von der Hand. Sobald wir aber anfangen zu philosophieren (...), führen selbst die alltäglichsten Dinge zu Fragen, die man nur sehr unvollständig beantworten kann. (So kann zwar) die Philosophie nicht mit Sicherheit sagen, wie die richtigen Antworten auf die gestellten Fragen heißen, aber sie kann uns viele Möglichkeiten zu bedenken geben, die unser Blickfeld erweitern und uns von der Tyrannei des Gewohnten befreien. Sie vermindert unsere Gewißheit darüber, was die Dinge sind, aber sie vermehrt unser Wissen darüber, was die Dinge sein könnten. Sie schlägt die etwas arrogante Gewißheit jener nieder, die sich niemals im Bereich des befreienden Zweifels aufgehalten haben, und sie hält unsere Fähigkeiten zu erstaunen wach, indem sie uns vertraute Dinge von uns nicht vertrauten Seiten zeigt.“
(Bertrand Russell: Probleme der Philosophie)


Das ist sicher keine erschöpfende Antwort auf die Frage nach der Philosophie, ihrem Begriff, wie sie sich abgrenzt usw., aber für den "Anfänger", der sich darin wiederfindet, ist damit erstmal genug gesagt.

@ eliskases

Das Schadewaldt-Zitat gefällt mir besonders. Es ist der Aspekt, der aus meiner Sicht am meisten eine Vertiefung lohnt. (Hat mich an ein neueres Buch erinnert, das zumindest nach den Rezensionen in dem Zusammenhang sehr interessant sein könnte: Richard Sennett: "Handwerk". Kennt das jemand?)