Ergo
@dmz
weltbildspezifisch betrachtet, hat sowohl die Fotografie, als auch das Spiegelbild "isomorphe Startvorgaben", bleibt dann aber an der ersten Hürde hängen, weil die Haupteigenschaften einer darzustellenden Person sich nur gekünstelt in seiner Fotografie, bzw. seinem Spiegelbild wiederfinden. Sehe ich aber zum Beispiel aus Sicht des Fotoapparates das Objekt vor der Linse später als Foto wieder, könnte man für dieses Bezugssystem von Isomorphie sprechen, wenn da nicht der Gedankenfehler im Verlassen des Erkenntnisprozesses liegt, ... denn ein Fotoapparat verfügt über kein Bewußtsein! Die isomorphe Methodologie ist ein Produkt der menschlichen Wissenschaftsarbeit als qualitativ hilfreiches Ordnungsprinzip.
mit Wittgenstein hab ich selbst nichts am Hut, finde aber seinen Lebenslauf außerordentlich interessant!
dmz
| Zitat: |
mark am 29.07.2010 um 13:32:
".... alles zu allem (ist) isomorph, wenn man nur die richtige interpretationsregel anwendet.
ohne etwas festzulegen, schwimmt man also völlig ...." |
Hallo @Mark
Danke fuer die erweiterte Interpretation des Spiegelbildes.
Hat mir sehr gefallen.
(Meins bezog sich bisher nur auf die Wahrnehmung physikalischer Informationen)
:
Ich habe auf Grund deiner Bemerkung (Zitat) begriffen, dass man bei der Verwendung
des Begriffes "Isomorphie"eine Gebrauchsanleitung braucht, um eventuelle Einwaende abzuwehren;
- es sei denn, der Sachverhalt ist eindeutig u. einfach zu ueberschauen.
So koennte ich auch die Photographie etwa der Isomorphie zuordnen (insbesondere die digitale).
:
Ich erinnere mich noch an den Philo-Vortrag einst,
als der Dozent als Isometrie-Beispiel "Spiegelbild eines Hauses am See" nannte,
worauf er aber nach dem Einwand eines Zuhoerers zugab,
er koennte ein wenig schlampig formuliert haben und ersatzweise
das eingangs erwaehnte Beispiel der "Drehzahl-KMzaehler-Isomorphie" anbot.
:::
[Ich bedanke mich an dieser Stelle bereits bei allen fuer ihre Beitraege,
ohne dass ich diesen Thread abbrechen will.
Habe einiges dadurch besser begriffen in Sachen "Isomorphie"]
mark
| Zitat: |
Original von dmz
Hallo @Mark
Danke fuer die erweiterte Interpretation des Spiegelbildes.
Hat mir sehr gefallen.
(Meins bezog sich bisher nur auf die Wahrnehmung physikalischer Informationen)
|
bitte, gerne...
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| Zitat: |
Ich habe auf Grund deiner Bemerkung (Zitat) begriffen, dass man bei der Verwendung
des Begriffes "Isomorphie"eine Gebrauchsanleitung braucht, um eventuelle Einwaende abzuwehren;
- es sei denn, der Sachverhalt ist eindeutig u. einfach zu ueberschauen.
So koennte ich auch die Photographie etwa der Isomorphie zuordnen (insbesondere die digitale).
:
Ich erinnere mich noch an den Philo-Vortrag einst,
als der Dozent als Isometrie-Beispiel "Spiegelbild eines Hauses am See" nannte,
worauf er aber nach dem Einwand eines Zuhoerers zugab,
er koennte ein wenig schlampig formuliert haben und ersatzweise
das eingangs erwaehnte Beispiel der "Drehzahl-KMzaehler-Isomorphie" anbot.
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nicht so sehr um eventuelle einwände abzuwehren sondern um die isomorphie überhaupt erst zu bestimmen. der mechanische wirkungszusammenhang bei diesem zähler enstpricht ja idealisiert einer (mathematischen) abbildungsfunktion. ohne eine solche funktion kann man mit einem bild nichts anfangen, es ist sogesehen gar kein bild. für jemanden, der den wirkmechanismus nicht kennt und der die ziffern und das zahlensystem nicht kennt, für den erschliesst sich die kilometerzählerangabe ja gar nicht als bild der abgefahrenen kilometer.
im normalfall eines bildes ist das natürlich unausgesprochen offensichtlich, wenn du ein naturalistisches bild von einem haus hast, dann weisst du natürlich, in welchem sinn das ein bild ist und in welchem nicht. genauso bei landkarten. andere sturkturähnlichkeiten sind nicht so einfach zu sehen, nichtmal die strukturen sind einfach zu sehen, man denke da nur an die mathematik und ihre anwendungen. da versucht man ja die meiste zeit strukturen zu erkennen und dann auch noch strukturähnlichkeiten zwischen abläufen in der wirklichkeit und solchen in der mathematik zu finden um entsprehend modellieren zu können.
isomorphie wäre danach erstmal behauptet und wenn zum beispiel ein bild ein richtiges bild ist gegeben. das richtige bild ist dem abgebildeten isomorph. würd ich sagen.
wenn so ein kilometerzähler irgendwie abweicht, dann kann man unter umständen trotzdem eine andere beziehung finden, die funktioniert. wie eine uhr die fünf minuten vor geht oder so.
gruss
Ergo
Die Isomorphie ist unmittelbar und direkt mit dem Bewußtsein verbunden, ... außerhalb des direkten Bewußtseinseinflußes nicht existent.
Menschliches Bewußtsein schafft ein Ordnungsprinzip zur Vereinfachung des Erkenntnisprozesses, ... was dann als direkte ideelle Abbilder in Anhangform der Theorie folgt, ... wie das Trikot einer Mannschaft die Mannschaftsmitglieder von der gegnerischen Mannschaft unterscheidet, kann also eine neueingewechselte Person mit gleichem Trikot, als gleich im Sinne von isomorph betrachtet werden, da er in der verallgemeinerten Funktion haargenau dass gleiche im Spiel bewirken wird wie der Ausgewechselte.
Sowohl das Foto, als auch das Spiegelabbild des gesamten Stadions, des Spieles, oder des Spielers, sind "schöne Dinge", doch haben sie nichts isomorphes an sich und können die Isomorphie nicht erklären.
mark
ist das eine klarstellung, bestätigung, ergänzung, wiederholung, kritik...?
Ergo
Es hat wohl was von Allem!
.... ergänzender Parallelflug, ohne die Möglichkeit in eure Ausleuchtung der "Materie" direkt einzusteigen!
Nimms bitte als Hintergrundmusik!
Reinhard
| Zitat: |
| Du versuchst die Quantenphysik hinter den eigentlichen grundlegenden Aussagen dieser zu verharmlosen. |
Hallo C.Felder, nein, das versuche ich nun beileibe nicht. In meinem ersten Beitrag habe ich versucht, darzulegen, dass die Isomorphie im stengen philosophischen Sinne ein Irrtum bleibt. Dass die Quantenphysik einer Vergewisserung durch die Anschauung entbehrt und damit sich mathematische Grundsätze einschleichen, die eine Beliebigkeit von Annahmen mit sich bringen, beruht doch nur darauf, dass man sich von der individuellen Erscheinung der Materie, den Akzidenzien, loslöst und eine Materie unabhängig von ihren speziellen Eigenschaften annimmt. Materie gibt es aber nie in allgemeiner Form und bei Abzug aller Akzidenzien verbleibt nicht ein Nichts sondern die Beharrlichkeit des Kausalitätsprinzips, das wiederum nichts anderes ist als die Grundform unserer Erkenntnis. Verlassen wir diese Prinzip, gibt es nicht einmal Zirkelschlüsse mehr. Außerhalb dessen gibt es nur noch beliebige Spekulationen, die uns oft als wissenschaftliche Ergebnisse verkauft werden, die die Wissenschaftler selbst nicht überblicken.
Mit dem Hinweis auf die Teleportation nach Anton Zeilinger wollte ich nur auf die rein philosophischen Aspekte dieses Themas hinweisen.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard