Das Universum aus der Froschperspektive

Exebeche
Der folgende Beitrag war ursprünglich für den Thread "Information" gedacht.
Es ist ein Gedankenexperiment, das ich ausgelagert habe, weil es über das Informationsthema weit hinausführt, und ich neugierig bin, was an Widersprüchen und Gedanken zusammenkommt. (Achja: Es IST eine Variation des rotierenden Eimers. )

Was ist die minimale denkbare Information?
Denken wir uns ein virtuelles Universum, das aus nichts weiter besteht als aus einer Fläche und einem Punkt A, ich nenne ihn den Frosch.
Wir simulieren dieses Universum im Computer.
Die Fläche halten wir unbegrenzt in dem Sinne, dass der Punkt A (der Frosch) am rechten Bildrand wieder auftaucht, wenn er sich über den linken hinausbewegt, und das Gleiche für oberen und unteren Bildrand - wie man das bei alten Computerspielen früher gesehen hat.
Natürlich ist ein gewisser Informationsverarbeitungsaufwand nötig um so eine kleine Simulation zu erzeugen, aber wenn wir die Simulation als ein minimales Universum betrachten:
Wieviel Information würde es enthalten?
Null ? Eins?
Aus der Sicht des Frosches betrachtet (es handelt sich um einen theoretischen Frosch mit der Ausdehnung Null) gäbe es keinerlei Aussage, die sich treffen ließe (außer vielleicht "Ich bin").
Der Frosch könnte bspw. keine Aussage über seine Lokation treffen.
Dass wir als Betrachter sagen können, er bewegt sich von Koordinate 1/1 zu 1/2 liegt daran, dass wir dieses System in Bezug zu unserer Umwelt (hier der Bildschirmrand) betrachten können.
Aus dem Inneren dieses Systems betrachtet würde sich diese Aussage nicht treffen lassen.
Warum? Weil sich die beiden Zustände auf 1/1 und 1/2 aus Sicht des Froschs nicht unterscheiden lassen.
(vergleiche Leibniz' Identität)
Die Bildschirmränder zur Orientierung (also unsere Definition der Abmessungen existieren auf seiner Ebene nicht).
Man könnte den Frosch genaugenommen mit hoher Geschwindigkeit kreisen lassen, für den Frosch wäre jeder Zustand gleich.
Insofern findet eine Bewegung nur in Bezug zu uns bzw. unserem Bezugssystem statt. (Insofern ist es sogar sinnlos von einer Bewegung auf dieser Fläche zu sprechen. Es gibt für den Frosch keine Bewegung, sondern nur diesen einen Zustand. Insofern können wir die Fläche um ihn herum beliebig groß oder klein definieren, es gibt sie ohnehin für den Frosch (also den Punkt A) nicht. )

Erst wenn ein zweiter Punkt B innerhalb dieses Systems definiert wird, ist innerhalb des Systems ein Bezug möglich.
In diesem Fall wäre die maximale Information, die aus dem Inneren dieses Systems beobachtet werden könnte eindimensional.
Das heißt: Auch wenn wir den Frosch im Zickzack über den Bildschirm wandern lassen, während Punkt B stehen bleibt, ist diese Beobachtung nur aus unserem Bezugssystem heraus möglich.
Aus der Froschperspektive wird nur beobachtet, dass die Entfernung zu dem Punkt B variiert.
Wenn wir den Frosch im Kreis um den Punkt B rotieren ließen, nähme er das nicht wahr.
Aus seiner Sicht befände er sich gleichbleibend in einer bestimmten Entfernung zu Punkt B, also in einem völlig statischen System . Wie gesagt ist Punkt B die einzige Information, die er hat. Die Bildschirmränder, die wir sehen existieren auf seiner Ebene nicht. Es gibt also keine Information über die Ränder des Kontinuums, weil sie nicht existieren. Insofern ist es unsinnig zu sagen "Wir lassen den Frosch kreisen", denn ein Kreisen gibt es im Universum des Froschs noch nicht.
Mit zwei Punkten lässt sich eine eindimensionale Linie definieren, mehr jedoch nicht.

Erst wenn ein dritter Punkt C hinzukommt, lässt sich eine Bewegung in der zweiten Dimension unterscheiden, dann kann der Frosch aus eigener Sicht etwas kreisen sehen.
Allerdings wäre es für den Frosch schwer bestimmbar was tatsächlich kreist.
Wenn der Frosch um Punkt B kreist, wird er wie oben beschrieben, dazu neigen seine Position als stabil zu betrachten. Es ist wiederum nur dann sinnvoll von einem "Kreisen" zu sprechen, wenn bestimmte Bewegungen der Punkte im Verhältnis zueinander stattfinden.
Jenachdem wo der Beobachter sitzt, und welche Achse er für stabil erachtet sieht die gleiche Bewegung für ihn völlig anders aus:

Man kann sich diese Rotationsbewegung zur Veranschaulichung so vorstellen:
Der Betrachter sitzt in einem Karussel mit dem Blick zur Mitte. In der Mitte ist ein schwaches LED-Licht befestigt, ansonsten ist es stockdunkel.
Das ist unser Universum mit zwei Punkten, das Licht in der Mitte ist so unscheinbar, dass wir nichts über die Entfernung sagen können. Rotieren wir im Dunkeln? Das lässt sich nicht bestimmen.
Nun stellen wir fest, dass wir doch rotieren: Weil ein weiteres Licht hinzukommt, dass scheinbar hinter uns montiert war, und jetzt sehen wir mit jeder Drehung des Karussels, wie das außen montierte Licht unser Blickfeld durchwandert.
Dann sagt uns aber jemand über unser Headset im Ohr, dass wir nicht wirklich rotieren. Er sagt, das Karussel steht immer noch still, lediglich das Licht außerhalb des Karussels dreht sich um uns herum.
(Mir wird immer leicht übel, wenn ich versuche mir das vorzustellen.)

Theoretisch könnte der Frosch ab dem Auftreten des dritten Punktes daran denken, das Universum mit seinem eigenen Koordinatensystem zu versehen (denn unseres steht ihm ja nicht zur Verfügung).
Allerdings gibt es hier noch gewisse Unsicherheiten, wie wir an der Kreisbewegung erkennen.
Wie wird Bewegung in einem Universum mit drei Punkten wahrgenommen?
Nehmen wir an, der Frosch pendelt zwischen den zwei anderen Punkten hin und her. Außer seiner Sicht kann diese Bewegung auch so beschrieben werden, dass er eine statische Position innehat und die beiden Punkte sich ihm abwechselnd nähern und wieder entfernen.
Beide Beschreibungen sind gleichermaßen gültig.
Kann der Frosch nun ein Koordinatensystem erstellen? Bei der Pendelbewegung nicht.
Er nimmt die Entfernung zu den anderen Punkten nur als Verhältnis wahr, d.h. er merkt die eine Entfernung wird größer, wenn die andere kleiner wird.
Aber ist die längere Strecke nun unvorstellbar weit oder eher geht so... ?
Es gibt keinen Maßstab, an dem sich das messen ließe.
Sicherheit hat der Frosch nur darüber, dass das eine im Verhältnis zum anderen größer wird.
Solange der Frosch nicht einen der Punkte berührt, kann er nicht einmal mit Sicherheit sagen, ob die kleiner werdende Entfernung nicht tatsächlich gleichbleibt, während die andere sich gewaltig aufbläht. Und dann wieder zusammenzieht.
Beziehungsweise umgekehrt, ob die größere Entfernung nicht gleichbleibt, während die andere unendlich klein wird.
Er hat ja nichts um die Größen in Bezug zu setzen.
Und genau genommen wären diese Beschreibungen nicht verkehrt, denn das Pendeln zwischen zwei Punkten können nur wir so wahrnehmen, weil wir es in Bezug zu unserem System setzen.
Der Frosch hat also weiter ein Problem sein Universum zu messen.
Sobald die zwei Punkte von ihm genau gleich weit entfernt wären, hätte er zwar eine feste Größe, mit der er das Universum durchmessen könnte, aber im nächsten Moment löst sie sich wieder auf. Sie existiert dann schlicht nicht mehr - um sie festzuhalten bräuchte er noch mindestens einen Punkt.

Hier zeigt sich nun, dass die Annahme, bei Vorhandensein von nur zwei Punkten könne der Frosch immerhin eine wechselnde Entfernung zum anderen Punkt erkennen falsch war.
Er hat ja keine Bezugsgröße, an der er die Entfernung messen kann. Er könnte also nur unterscheiden, ob er den anderen Punkt berührt oder nicht. Das ist gewissermaßen die kleinste mögliche Information, im binären Format: on oder off.
Zwei mögliche Zustände, eine mögliche Information.

Zurück zum Universum mit drei Punkten:
Wenn der Frosch mit Sicherheit weiß, dass keiner der Punkte sich bewegt, kann er beginnen sein Universum abzumessen. Kann er aber mit Sicherheit ausschließen, dass einer der Punkte sich bewegt?
Das Problem der Verfügbarkeit von Information fängt offensichtlich auf unterster Ebene bereits an.
Wir müssen die obige Frage umformulieren in: Wann macht es Sinn von einer Bewegung zu sprechen?
mark
Zitat:
Original von Exebeche
Wenn der Frosch mit Sicherheit weiß, dass keiner der Punkte sich bewegt, kann er beginnen sein Universum abzumessen. Kann er aber mit Sicherheit ausschließen, dass einer der Punkte sich bewegt?


vielleicht kannst du ja damit was anfangen.

gruss
Ergo
@exebeche

alle Informationen der Astrophysik über die Beschaffenheit des Universums, aus Beobachtungen, Messungen und Berechnungen, zeigen uns einen ähnlichen Effekt als zentraler Beobachter. Wir können zwar eine große Anzahl sich bewegender Punkte im 3D-Universum aufnehmen, dennoch die Bewegungen zu den Ursachen nicht in Übereinklang bringen. Bisherige Wissenschaftler, die das versucht haben sind weniger Naturwissenschaftler, mehr Ratekünstler.

Uns fehlt zur exakten Bestimmung der Bewegungen in unserer 3.Dimension, die Betrachtungsweise der 4.Dimension ... und selbst dann könnten wir zwar die reale Wirkung sehen, doch die Ursache bisher nur erraten.

Die 4.Dimension wird oft als die Zeit interpretiert, ... ist sie so natürlich nicht! Zeit ist nur der Vektor der Veränderung des 3D-Raumes.

4D ist ein Hyper-Würfel/ Zum Vergleich 3D-Würfel

Räume: 8 / 1
Quadrate: 24 / 6
Kanten: 32 / 12
Ecken: 16 / 8

Versucht euch jetzt den Hyper-Würfel vorzustellen, ... interessante Erfahrung! Freude

Aus der 4.Dimension kann ein Beobachter jetzt sehr gut die 3.Dimension allumfassend überblicken und begreift gleichermaßen, wieso der Mensch die Raumkrümmung, Raumschlieren, Raumentstehung und Raumverzehrung nicht wahrnehmen kann.
Alle Probleme unseres 3D-Raumes, wie die hohe Radialgeschwindigkeit von Objekten in den äußeren Bereichen einer Galaxie, oder die Widersprüche aus Masse und Gravitation von Objekten, so dass Galaxien weniger Sonnenmassen beherbergen, wie ihre Wechselwirkungen vermuten lassen, ...teilweise um den Faktor "400" diverierende Zahlen aus gemessenem Wert und benötigtem. Oder die scheinbar gegen C gehende
Geschwindigkeit von den uns am weitesten entfernten Objekten, ... usw.
Ursachen dafür sind die an unseren Raum "ankoppelnden" anderen 7 Räume und deren physikalischen Eigenschaften, die dann natürlich unseren Raum nicht sichtbar und nicht deutbar derart beeinflussen, ... dass wir uns von dem Newtonschen Gravitationsgesetz verabschieden können, weil sie nur in einer reinen 3D-Welt gilt, ...die es da draußen im Universum aber nicht gibt!
Exebeche
Zitat:
Original von mark
Zitat:
Original von Exebeche
Wenn der Frosch mit Sicherheit weiß, dass keiner der Punkte sich bewegt, kann er beginnen sein Universum abzumessen. Kann er aber mit Sicherheit ausschließen, dass einer der Punkte sich bewegt?


vielleicht kannst du ja damit was anfangen.


Danke, dass du den Text rausgesucht hast, er ist in diesem Zusammenhang wirklich Gold wert, er passt in der Tat perfekt.
Auch wenn ich bei den Formeln rasch an meine Grenze stoße, meine ich doch zu verstehen, dass die Definition von Eichfeldern für die Gravitation gewissermaßen noch offen ist.
Ansonsten hätten wir wohl die heißbegehrte vereinheitlichende Theorie.
Insofern ist die Froschfrage zwar auf eine Art banal, rührt aber doch irgendwie an fundamentale Fragen, die die Physik nachhaltig beschäftigen, oder?
Exebeche
@Ergo
Danke für den Beitrag, ich glaube, die Froschfrage ist gerade dahingehend interessant.
Ich will später nochmal darauf eingehen.
mark
Zitat:
Original von Exebeche
Danke, dass du den Text rausgesucht hast, ...

ich hatte den text damals in der bib gelesen. mittagspause, langeweile oder so. ich hab mich schon öfters daran erinnert, weil insbesondere kritiker des angeblich modernen materialistisch physikalistischen weltbilds doch letzlich gar nicht wissen, worums dabei geht. da wird mit abenteuerlichen seit langem abgehakten kausalvorstellungen argumentiert etc pp das allermeiste der aus vermeintlichen charakterisierungen der empirischen wissenschaften gestrickten vorwürfe ist nur fürn mülleimer.
du hast mich wieder daran erinnert und da hab ich mal geschaut, obs das vielleicht online gibt. gibts.
Zitat:

...er ist in diesem Zusammenhang wirklich Gold wert, er passt in der Tat perfekt.

weiss ich nicht.
ich dachte mir nur so, dass solche und andere probleme durch symmetrieüberlegungen aufgefangen werden. im grunde geht das schon auf galilei und der galilei-invarianten formulierung der klassischen mechanik zurück. die auf dem eichprinzip basierenden quantenfeldtheorien sind dann wohl sozusagen der letzte schrei in dieser entwicklung.
es ist ja klar, naturgesetze sollen unabhängig vom relativen standpunkt gültig sein. dabei ist nicht so sehr die frage, wer sich denn nun "wirklich" bewegt, das ist letztlich irrelevant.
geeicht wird ja auch nicht irgendwie a priori (liegt den theoretischen physikern schwer im magen) sondern so, dass es experimentell passt.
ich dachte einfach, es bringt was fundierteres ein.
Zitat:

Auch wenn ich bei den Formeln rasch an meine Grenze stoße, meine ich doch zu verstehen, dass die Definition von Eichfeldern für die Gravitation gewissermaßen noch offen ist.

ja klar, die gravitation entzieht sich bisher der strategie, die sich bei den anderen kräften so gut bewährt hat.
nicht ganz umsonst ist man heiss auf das higgs-dingens da.
Zitat:

Ansonsten hätten wir wohl die heißbegehrte vereinheitlichende Theorie.

jo, eine alle vier grundkräfte konzeptionell einheitlich beschreibende theorie. sozusagen das ende der physik Zwinker
Zitat:

Insofern ist die Froschfrage zwar auf eine Art banal, rührt aber doch irgendwie an fundamentale Fragen, die die Physik nachhaltig beschäftigen, oder?

naja, die frage nach dem, was sich wirklich bewegt wohl eher nicht. aber natürlich invariante naturgesetze unter dem dach eines die einheit der natur widerspiegelnden einheitlichen gesamtkonzept. weltformel halt.

jedenfalls zeigen die bisherigen erfolge, dass den doch bisweilen schwierigkeiten machenden grundsätzlichen dichotomien empirisch wissenschaftlich zumindest soweit beizukommen ist. das ist schon was.

man kann deine frage natürlich auch unter dem aspekt der "substanzhaftigkeit" der raumzeit verstehen. die art schliesst ja leer universen nicht aus. insofern kann man tatsächlich nach wie vor die frage stellen, ob sich ein teilchen nicht doch absolut im sinne von relativ zu einer ansonsten leeren raumzeit bewegen könnte, es zu aller relativer bewegung von teilchen untereinender nicht doch auch eine bewegung von teilchen gegenüber der raumzeit gibt.
experimentelll natürlich nach wie vor eher schwierig zugänglich, da hat mach schon den finger in die richtige wunde gelegt.
und wenn sich die "geometrisierung" am ende noch weiter fortsetzt, warum auch nicht, dann wird dieser frage ohnehin der stachel genommen indem der grundsätzliche ansatz der wesensfremdheit von teilchen und raumzeit ausgehebelt werden könnte. wer weiss.

gruss
Exebeche
Zitat:
Original von Ergo
Die 4.Dimension wird oft als die Zeit interpretiert, ... ist sie so natürlich nicht! Zeit ist nur der Vektor der Veränderung des 3D-Raumes.


Sehr schwieriger Punkt.
Ich sehe die Zeit auch eher als mathematische Dimension eines Phasenraums.
Und in einem Phasenraum kann quasi alles eine Dimension sein, was sich differenzieren lässt.
Andererseits hat der alte Albert Raum und Zeit zu etwas untrennbarem erklärt.
Aber wer weiß, vielleicht war das gerade sein Fehler?

Aber ich wollte noch näher auf die 4Dimensionalität eingehen:

Wenn man in folgendem Video die untere Hälfte des Ventilators betrachtet, fällt einem auf, dass der optische Eindruck einer wellenähnlichen Bewegung entsteht:
http://www.youtube.com/watch?v=65YJj9FOl2w
Dieser Eindruck ist keine optische Täuschung.
Eine optische Täuschung ist es nur insofern, als die zugrundeliegende Überlagerung von Bewegungen durch unsere Perspektive entsteht.
Es ist aber insofern keine optische Täuschung, als die Überlagerung zweier Bewegungen aus unserer Perspektive beliebig reproduzierbar und mathematisch beschreibbar ist.
Physikalisch werden solche Überlagerungen beschrieben mit dem Begriff der "Schwebung".

Die Wellenbewegung entsteht also nicht durch die Aufnahmetechnik (wie bspw. bei Filmaufnahmen von Rädern, bei denen der Eindruck entsteht, dass sie sich langsamer und dann rückwärts drehen).
Der Effekt lässt sich mit jedem beliebigen Ventilator, der durch ein solches Gitter geschützt ist, durch Beobachtung mit bloßem Auge nachvollziehen.
Wie die Wellenbewegung aussieht hängt von dem Gitter und der Bewegung des Ventilators ab.

Dieser Effekt ist also sowohl beobachterabhängig, als auch in Versuchen nachvollziehbar und mathematisch beschreibbar [edit: damit hat er eine gewisse naturwissenschaftliche Ambivalenz].
Letzteres trennt es von den optischen Täuschungen.
Allerdings sehen wir den Effekt nur, wenn wir die tatsächlich dreidimensionale Bewegung zweidimensional wahrnehmen.
Wenn wir einen echten Ventilator beobachten hilft es einen Punkt dahinter zu fixieren um die Wellenbewegung wahrzunehmen.
(Ein Farbkontrast zwischen Ventilator und Hintergrund ist außerdem hilfreich, für alle die den Versuch zuhause ausprobieren wollen.)

Was wäre, wenn der Wellencharakter von Teilchen, den wir bspw. beim Doppelspalteffekt beobachten ein solcher Effekt wäre?
Eine Rotation findet im vierdimensionalen Raum statt, und wir beobachten einen dreidimensionalen Ausschnitt, der den Eindruck einer Welle erzeugt, weil wir nur die Überlagerung der Bewegung wahrnehmen?
Wenn man eine Kugel aus einem Gitternetz rotieren lässt und mit einem 90Grad Blickwinkel zusieht, bleibt die Beobachtung recht unspektakulär.
Kippt man die Kugel aber in Richtung des Beobachters, treten Wellen in Erscheinung, die verblüffend an die Feldlinien des Magnetfelds erinnern.
An handelsüblichen Ventilatoren lässt sich das recht leicht beobachten.

Das Paradox von Wellen- und Teilchencharakter legt ein zugrundeliegendes Phänomen einer höheren Dimension regelrecht nah.
Höherdimensionale Phänomene werden auf der darunterliegenden niedrigeren Dimension typischerweise als widersprüchlich und paradox wahrgenommen.
Es erscheint mir auch geradezu logisch, dass die Beschreibung eines vierdimensionalen Phänomens durch eine Messung in der dritten Dimension ruiniert wird - daher der Wechsel des Wellencharakters zum Teilchencharakter bei Messungen im Doppelspalt.
Was geschieht wohl bei der Messung der (scheinbaren) Welle, die aus der Rotation einer Kugel resultiert, wenn man die Welle mit zweidimensionalen Parametern untersucht?
Es liegt auf der Hand, dass man dabei plötzlich nur noch einen Strang, und nicht mehr die Bewegung selbst erfassen kann.

Anders ausgedrückt: Wenn zweidimensionale Wesen nur den Schatten einer Rotation wahrnehmen, kann dieser Wellencharakter besitzen.
Dieser Wellencharakter würde sich auch mathematisch beschreiben lassen.
Allerdings würde die mathematische Beschreibung keine vollständige Beschreibung des zugrunde liegenden Phänomens abgeben.
Sobald sie nämlich einen Teil dieser Bewegung zu fassen bekommen, wird dieser im Widerspruch zum restlichen Teil der Bewegung stehen.
Man könnte fast erwarten, dass dieser Widerspruch im Verhältnis steht.
Hah, damit wäre sogar die Unschärferelation erklärt.

Ich erwarte keinen Nobelpreis - den kann mark sich holen, wenn er die Schrödingergleichung entsprechend umtransformiert hat.
Würze
Ach Exebeche,

es ist ja kaum mit anzusehen, wie du dich hier quälst.
Es gibt doch bereits solche Theorien:
1. De-Broglie-Bohm-Theorie oder auch bohmsche Mechanik,
hier wird die Quantentheorie mit Hilfe einer Führungsgleichung auf ein deterministisches Chaos zurückgeführt.
Teilchen und Welle existieren parallel.
2. Everetts Viele-Welten-Interpretation oder Multiversum,
Die Wirklichkeit wird hier quasi zu einer Folie der Realität.

Links hierzu findest du in Hülle und Fülle.

Beim Multiversum kannst du dir die einzelnen Folien der Realität übereinandergelegt vorstellen.
Die Stapeldimension, in dieser Vorstellung die Höhe, ist dann eine weitere Dimension.

Um alle gekrümmten (3+1)-dimensionalen Raumzeiten zu stapeln benötigt man aber sicher mehr als eine zusätzliche Dimension (Einbettungssatz).
Exebeche
Also ich hab hier ne Menge Spaß.
Weiß nicht wie du dich dabei fühlst.
Schön zu sehen, dass du die Vielweltentheorie auch kennst.
Schade nur, dass nichts Neues dabei war.
mark
Zitat:
Original von Exebeche
Also ich hab hier ne Menge Spaß.


SPASS?? wir sind doch nicht zum spass hier...!
Würze
Zitat:
Original von Exebeche
Also ich hab hier ne Menge Spaß.
Weiß nicht wie du dich dabei fühlst.
Schön zu sehen, dass du die Vielweltentheorie auch kennst.
Schade nur, dass nichts Neues dabei war.

Ich habe nie Spaß und bin immer bierernst.
Dieses "auch" in deinem dritten Satz wundert mich sehr. Könnte das unter Umständen bedeuten, dass du diese Theorie kennst? Warum dann neue Überlegungen? Soweit ich weiß gilt die Vielweltentheorie inzwischen als Standard.
Etwas Neues könnte ich dir auch bieten: Wenn du die Bohmsche Mechanik und die Vielweltentheorie vereinigst und die Schrödingergleichung in Polarkoordinaten hinschreibst, kannst du sogar die Wellenfunktion zum Verschwinden bringen, damit hat sich der Kollaps erledigt. Aber die ganze Mathematik dazu hinzuschreiben habe ich im Moment keinen Bock. Vlt irgendwann.winken
Exebeche
Zitat:
Original von mark
SPASS?? wir sind doch nicht zum spass hier...!

Uuups... Ich hab ja ganz vergessen, dass wir eine Welt zu retten haben!
winken
Sorry !


Zitat:
Original von Würze
Soweit ich weiß gilt die Vielweltentheorie inzwischen als Standard.

Naja, in den USA findest du wissenschaftliche Betriebe, in denen die biblische Schöpfungsgeschichte als Standard betrachtet wird.
Ich will gerade keine neuerliche VWI -Diskussion lostreten, aber aus den bereits stattgefundenen Diskussionen im Forum lässt sich, wenn auch vieles nicht, so doch zumindest das Eine mit Sicherheit sagen:
Standard ist sie nicht.
Und wenn wir sie per Dekret dazu erklären könnten - würde das die Relativitätstheorie mit der Quantenphysik vereinen?
Insofern würde ich die Frage "Warum dann neue Überlegungen?" mit deiner Erlaubnis weiteradressieren an die Damen und Herren, die im CERN ein milliardenschweres Projekt betreiben, wozu weiß eigentlich niemand so genau..
Zwinker
mark
Zitat:
Original von Exebeche
Zitat:
Original von mark
SPASS?? wir sind doch nicht zum spass hier...!

Uuups... Ich hab ja ganz vergessen, dass wir eine Welt zu retten haben!
winken
Sorry !


weltherrschaft, es geht um die weltherrschaft! wie zum teufel kommst du auf retten??
Exebeche
Zwinker
Naja, ich denke eben noch so wie die alten Römer:
Die haben auch von befrieden besprochen, wenn sie über ein Land hergefallen sind.
Die Amerikaner nennen es glaub ich "demokratisieren".
mark
Zitat:
Original von Exebeche
Ich will gerade keine neuerliche VWI -Diskussion lostreten, aber aus den bereits stattgefundenen Diskussionen im Forum lässt sich, wenn auch vieles nicht, so doch zumindest das Eine mit Sicherheit sagen:
Standard ist sie nicht.

wo kopenhagen draufsteht ist genausowenig immer das gleiche drin wie da wo everett draufsteht. wie überall ist es auch hier so, dass des jeweils anderen ding möglichst angreifbar dargestellt wird, so, wie er es wohl nie unterschreiben würde. ein generelles problem.
am ende spielen didaktische überlegungen genauso mit hinein wie anwendungsbezogen praktische sichtweisen, die sich naturgemäss unterscheiden.
zusammen ein ganz toller mix für einen streit um kaisers bart.
im vergleich zur philosophe sind diese positionen aber kaum als unterschiedlich wahrzunehmen, das muss man wohl auch dazusagen.

gruss
Würze
Zitat:
Original von mark
wo kopenhagen draufsteht ist genausowenig immer das gleiche drin wie da wo everett draufsteht. wie überall ist es auch hier so, dass des jeweils anderen ding möglichst angreifbar dargestellt wird, so, wie er es wohl nie unterschreiben würde. ein generelles problem.
am ende spielen didaktische überlegungen genauso mit hinein wie anwendungsbezogen praktische sichtweisen, die sich naturgemäss unterscheiden.
zusammen ein ganz toller mix für einen streit um kaisers bart.
im vergleich zur philosophe sind diese positionen aber kaum als unterschiedlich wahrzunehmen, das muss man wohl auch dazusagen.

Also mark,
du willst mir hiermit doch nicht wirklich verkaufen, dass die Ontologie der Materie für die Philosophie keine Rolle spielt.
Oder dass die Vielwelteninterpretation kaum von der Kopenhagener zu unterscheiden wäre.
Dann könntest du ebenso die Newtonsche Mechanik verwenden, die ist sowieso viel einfacher.

Wenn du das tust darfst du dich aber mit anderen Philo-Problemen herumschlagen:

Mühlengleichnis von Leibniz A.D. 1714:
"Man muss übrigens notwendig zugestehen, dass die Perzeption und das, was von ihr abhängt, aus mechanischen Gründen, das heißt aus Figuren und Bewegungen, nicht erklärbar ist. Denkt man sich etwa eine Maschine, die so beschaffen wäre, dass sie denken, empfinden und perzipieren könnte, so kann man sie sich derart proportional vergrößert vorstellen, dass man in sie wie in eine Mühle eintreten könnte. Dies vorausgesetzt, wird man bei der Besichtigung ihres Inneren nichts weiter als einzelne Teile finden, die einander stoßen, niemals aber etwas, woraus eine Perzeption zu erklären wäre."

So, mark, welchen Umschlag hättest du denn gerne, den mit oder den ohne die moderne Physik?
mark
Zitat:
Original von Würze
Zitat:
Original von mark
wo kopenhagen draufsteht ist genausowenig immer das gleiche drin wie da wo everett draufsteht. wie überall ist es auch hier so, dass des jeweils anderen ding möglichst angreifbar dargestellt wird, so, wie er es wohl nie unterschreiben würde. ein generelles problem.
am ende spielen didaktische überlegungen genauso mit hinein wie anwendungsbezogen praktische sichtweisen, die sich naturgemäss unterscheiden.
zusammen ein ganz toller mix für einen streit um kaisers bart.
im vergleich zur philosophe sind diese positionen aber kaum als unterschiedlich wahrzunehmen, das muss man wohl auch dazusagen.

Also mark,
du willst mir hiermit doch nicht wirklich verkaufen, dass die Ontologie der Materie für die Philosophie keine Rolle spielt.

ich will dir gar nichts verkaufen.
ich weiss jetzt auch gar nicht so recht, wo ich da was von ontologie...?
aber einerlei, auch philosophie kann auf ontologie im traditionellen verständnis gut verzichten.
Zitat:

Oder dass die Vielwelteninterpretation kaum von der Kopenhagener zu unterscheiden wäre.

doch, natürlich ist sie zu unterscheiden. es ist nur meiner ansicht nach weder sinnvoll noch notwend sie gegeneinander zu stellen. die kopenhagener interpretation ist eine frühe interpretation, die vwi eine spätere die bestimmte dinge konsequenter durchdenkt. einfach auch, weil sie später kommt und auf mehr erfahrung aufbaut.
wenn man natürlich einen hang zur dogmatik hat...
Zitat:

Dann könntest du ebenso die Newtonsche Mechanik verwenden, die ist sowieso viel einfacher.

der vergleich hinkt. denn klassische betrachtungen liefern andere vorhersagen. unterschiedliche interpretationen der quantenmechanik liefern aber nie unterschiedliche vorhersagen. empirisch ist ziwschen denen nicht zu unterscheiden. der streit dreht sich im wesentlichen um das sinnigere und in sich stimmigere konsistentere gesamtkonzept.
Zitat:

Wenn du das tust darfst du dich aber mit anderen Philo-Problemen herumschlagen:

Mühlengleichnis von Leibniz A.D. 1714:
"Man muss übrigens notwendig zugestehen, dass die Perzeption und das, was von ihr abhängt, aus mechanischen Gründen, das heißt aus Figuren und Bewegungen, nicht erklärbar ist. Denkt man sich etwa eine Maschine, die so beschaffen wäre, dass sie denken, empfinden und perzipieren könnte, so kann man sie sich derart proportional vergrößert vorstellen, dass man in sie wie in eine Mühle eintreten könnte. Dies vorausgesetzt, wird man bei der Besichtigung ihres Inneren nichts weiter als einzelne Teile finden, die einander stoßen, niemals aber etwas, woraus eine Perzeption zu erklären wäre."

So, mark, welchen Umschlag hättest du denn gerne, den mit oder den ohne die moderne Physik?

ich verstehe nicht, was du mir sagen willst.

gruss
Farnaby
Weitgehende Zustimmung zu Mark auch von mir. Dass es einen "Standard" in der philosophischen Auslegung der Quantentheorie gibt, wäre mir neu. Schon von "der" Vielweltentheorie oder "der" Kopenhagener Interpretation zu sprechen, greift deutlich zu kurz, da sich hinter beiden Begriffen eine ganze Menge von Konzepten verstecken, die - je nach dem wen du fragst - völlig anders zusammengefügt werden können.
Auch ist es richtig, dass die Auslegungen sich eben nicht in ihren Vorhersagen für Experimente unterscheiden - das grenzt sie eben von der physikalischen Theorie selbst ab.
Aber - ich halte es für möglich, dass eine bestimmte Denkweise, die mit einer der Auslegungen eng verknüpft ist, eines Tages zu einer neuen physikalischen Theorie führt, die dann empirisch überprüfbar ist. Von daher kann es sich imho durchaus lohnen, sich über so etwas Gedanken zu machen.
mark
Zitat:
Original von Farnaby
Weitgehende Zustimmung zu Mark auch von mir.

smile
Zitat:

Dass es einen "Standard" in der philosophischen Auslegung der Quantentheorie gibt, wäre mir neu.

naja, man könnte die üblichen darstellungsweisen der akademisch benutzten lehrbücher darunter verstehen. aber auch die sind tatsächlich nicht einheitlich und, obwohl insgesamt eher träge, entwickeln tut sich das auch.
Zitat:

Schon von "der" Vielweltentheorie oder "der" Kopenhagener Interpretation zu sprechen, greift deutlich zu kurz, da sich hinter beiden Begriffen eine ganze Menge von Konzepten verstecken, die - je nach dem wen du fragst - völlig anders zusammengefügt werden können.

ja, ich hatte das mal mit philipp. gell-man ist auch ein vwi-ler, vertritt aber gänzlich anderes als was philipp als essenz der vwi verkauft. es gibt natürlich auch fachleute, die mehr auf philipps linie liegen. alles sehr verheddert.
Zitat:

Auch ist es richtig, dass die Auslegungen sich eben nicht in ihren Vorhersagen für Experimente unterscheiden - das grenzt sie eben von der physikalischen Theorie selbst ab.
Aber - ich halte es für möglich, dass eine bestimmte Denkweise, die mit einer der Auslegungen eng verknüpft ist, eines Tages zu einer neuen physikalischen Theorie führt, die dann empirisch überprüfbar ist. Von daher kann es sich imho durchaus lohnen, sich über so etwas Gedanken zu machen.

möglich schon, aber die luft ist ja doch eher dünn dafür.

gruss
Exebeche
Zurück zum Thema.
Kann ein Universum aus drei Punkten sich bereits ausdehnen, wie im Urknall angenommen?
Wie bereits festgestellt, würde die Illusion einer Ausdehnung bereits erzeugt, wenn der mittlere Punkt zwischen den anderen beiden pendelt.
Wenn der Frosch der pendelnde Punkt ist, kann er beobachten wie eine Seite sich immer weiter aufbläht, während die andere kleiner wird. Dabei kann er nur das eine im Verhältnis zum anderen betrachten, er hat keine Bezugsgröße, an der er bestimmen kann, ob etwas gerade doppelt so groß wie ist wie gerade eben oder ein vielfaches mehr.

Könnten wir uns einer solchen Illusion entziehen?
Es gibt ja auch Beschreibungen, die sagen, dass tatsächlich die Dichte des Universums abnimmt.
Das legt im Grunde die Vorstellung nahe, dass das Universum sich nicht wirklich aufbläht, sondern in Wirklichkeit alles in einem gleich groß bleibenden Universum schrumpft.
Dass die Dichte im Universum abnimmt, ist eine Tatsache, aber kann man sich die Beschreibung des Vorgangs aussuchen, ist das Sache des Standpunkts?
Die Lichtgeschwindigkeit, die bereits zum Zeitpunkt des Urknalls konstant gewesen sein soll, widerpricht dem.
Ich bin gespannt, ob wir in unserem Froschuniversum eine Analogie zur Lichtgeschwindigkeit finden.

Grundsätzlich kann der Frosch in seinem zweidimensionalen Universum (bestehend aus drei Punkten) schon so etwas wie Ausdehnung im Verhältnis zu einer zweiten Größe beobachten.
Könnte er schon dreidimensionale Ausdehnung beobachten?
Man könnte ja trickreich einen Punkt um den Frosch kreisen lassen, und einen Punkt über ihm markieren, dann hätte man doch noch mit zwei Punkten ein 3dimensionales Universum?
Nein, zur Erinnerung: Das Kreisen eines Punktes um den Frosch wäre nur im Verhältnis zu uns eine sinnvolle Beschreibung des Systems.
Im Froschuniversum wäre dieses System statisch, es würde nur eine trianguläre Beziehung der Punkte zueinander abbilden - ein Dreieck.

Hach nein...
Ich sag's nicht gern, aber:
Wir müssen unser Verständnis noch weiter zurückschrauben.
Der Bildschirm ist doch selbst schon ein Bezugssystem.
Wenn wir ein Universum mit nur drei Punkten definieren, dann gibt es wirklich nur drei Punkte.
Um eine Distanz (im beschriebenen Sinne) zu den anderen Punkten wahrzunehmen, bedürfte es bereits einer unendlichen Anzahl von unendlich kleinen Punkten.
Wenn es nur die Punkte A, B und C gibt, oder nennen wir sie A, Frosch und C, dann sind nur folgende Zustände möglich:
Der Frosch befindet sich auf A, also [Frosch = A], oder [Frosch = C], sowie [Frosch /=A] und [Frosch /= C], sowie [A = C] oder [A /= C];
Wo es also in einem Universum mit zwei Punkten die Möglichkeiten Frosch = A und Frosch /= A gab (die minimale Information), also zwei mögliche Zustände, gibt es in einem Universum mit drei Punkten die möglichen Zustände:

1.) [Frosch = A] + [A = C]
2.) [Frosch = A] + [A /= C]
x.) [Frosch = C] + [A = C] entfällt weil = [Frosch = A] + [A = C]
3.) [Frosch = C] + [A /= C]
4.) [Frosch /= A] + [A = C]
5.) [Frosch /= A] + [A /= C] + [Frosch /= C]
y.) [Frosch /= C] + [A = C] entfällt weil = [Frosch /= A] + [A = C]
z.) [Frosch /= C] + [A /= C] + [Frosch /= A] entfällt weil = [Frosch /= A] + [A /= C] + [Frosch /= C]

Das sind 5 mögliche Zustände. Hab ich etwas vergessen?
Ich sehe 5 mögliche Zustände:

1.) Alle Punkte liegen aufeinander.
2.) C liegt neben A und A und Frosch liegen aufeinander.
3.) C liegt neben A und C und Frosch liegen aufeinander.
4.) A liegt auf C und der Frosch daneben.
5.) Alle Punkte liegen nebeneinander

Tatsächlich zeigt sich in den oben genannten Beziehungen der Ursprung der Mathematik.
Es gibt noch einige weitere Schreibweisen, die hier unter den Tisch gefallen sind. Tatsächlich kürzen sie sich alle weg, wie in einem typischen Gleichungssystem. Und zwar immer dann, wenn Gleichheitszeichen im Spiel sind, wie in den uns bekannten Verhältnisgleichungen.
Hier haben wir Mathematik auf unterster Ebene, wo wir mit logischen Operatoren arbeiten.
Notwendige und hinreichende Bedingung werden relevant: In Satz 5 wird deutlich, dass zwei Bedingungen nicht hinreichend sind um den gesamten Zustand zu erklären -> das ist der Zustand in dem alle Punkte getrennt liegen.

Ich freue mich, wenn jemand hier korrigierende Einwände hat, nur bitte:
Keine Anmerkungen wie "Lies Peter Zöller-Greer über die Konstitution von logischen Operatoren".
Also bitte nicht kugsch...ssen, sondern ein tieferes Verständnis der Problematik mit einbringen.
[EDIT: Einen wirklich anspruchsvollen Beitrag könnte man an dieser Stelle leisten, indem man zeigt, ob sich anhand von drei Punkten bereits ALLE logischen Operatoren erzeugen lassen.]

Man kann nun einwenden, dass die Zustände 2, 3 und 4 nicht differenzierbar sind.
Dann hätten wir nur drei mögliche Zustände.
Darüber könnte man nun streiten.
Halten wir fest:
Ein Universum aus zwei Punkten hat zwei mögliche Zustände bei der maximalen Information der Einheit 1.
Ein Universum aus drei Punkten hat drei bis fünf mögliche Zustände (unsicher), bei der möglichen Menge an Information von 1 bis maximal drei.
Information der Menge 1 aus folgendem Grund:
[Frosch = A = C] ist eine Information vom Wert 1.
Gleichungen, die sich wegkürzen haben keinen höheren Informationsgehalt. Man kann ein Gleichungssystem beliebig komplex ausbauen, mit zusätzlichen Gleichungen und Brüchen versehen, die Information kürzt sich letztlich immer weg.
Ockhams Messer.
Die maximale Information der Menge 3 ziehe ich aus der Tatsache, dass bis zu drei Bedingungen (Informationen) notwendig sind um den komplexesten Zustand zu definieren.