theophanu
In Dürrenmatts "Die Physiker" stellt sich die Frage, ob alles, was erdacht werden kann, unter die Menschheit kommen darf.
Daß diese Frage von der Realität schon längst überholt wurde, ändert nichts an ihrer ethischen Aktualität.
Meine Frage nun:
Sind uns eigentlich alle menschlichen und zwischenmenschlichen Folgen klar, wenn Rationalisten,
die die Nüchternheit rein physikalischer Vorgänge erkannt haben,
die Menschheit irgendwann erfolgreich missioniert haben?
Was wäre denn, hätten alle Menschen die nüchterne Wahrheit erkannt?
Sie verlören die Kraft der Imagination, der Illusion. Kein Trost durch Glauben, keine Macht der Liebe mehr.
Es bliebe das Wissen um die reine Notwendigkeit der Existenz. Systembedingtes Leben und Sterben.
Und es bliebe das Wissen, daß alles andere nur schönes oder schreckliches, aber lebendiges Imaginationstheater war.
Welches Recht habe ich, einem anderen Menschen seine Illusion zu nehmen, die ich durch nichts gleichwertiges ersetzen kann?
Denn, daß er lebt und daß er stirbt, ist sowieso.
Aber ich stoße ihn noch brutal mit der Nase hinein und nehme ihm damit möglicherweise das kostbarste,
was ihn sein nüchternes Leben lebenwert und zu etwas besonderem hat machen lassen: Seine Illusion.
Daß diese Frage von der Realität schon längst überholt wurde, ändert nichts an ihrer ethischen Aktualität.
Meine Frage nun:
Sind uns eigentlich alle menschlichen und zwischenmenschlichen Folgen klar, wenn Rationalisten,
die die Nüchternheit rein physikalischer Vorgänge erkannt haben,
die Menschheit irgendwann erfolgreich missioniert haben?
Was wäre denn, hätten alle Menschen die nüchterne Wahrheit erkannt?
Sie verlören die Kraft der Imagination, der Illusion. Kein Trost durch Glauben, keine Macht der Liebe mehr.
Es bliebe das Wissen um die reine Notwendigkeit der Existenz. Systembedingtes Leben und Sterben.
Und es bliebe das Wissen, daß alles andere nur schönes oder schreckliches, aber lebendiges Imaginationstheater war.
Welches Recht habe ich, einem anderen Menschen seine Illusion zu nehmen, die ich durch nichts gleichwertiges ersetzen kann?
Denn, daß er lebt und daß er stirbt, ist sowieso.
Aber ich stoße ihn noch brutal mit der Nase hinein und nehme ihm damit möglicherweise das kostbarste,
was ihn sein nüchternes Leben lebenwert und zu etwas besonderem hat machen lassen: Seine Illusion.
Theo