Chiffren der Transzendenz

Ahorn
An ihr findet die Existenz ihre Orientierung, und sie ist die Quelle und Möglichkeit ihrer Freiheit. (Atlas Philosophie)

Das Selbstsein kann die Transzendenz dadurch erahnen, dass Chiffren zu ihm sprechen.*

Im lesen der Chiffren (zu solchen kann alles werden, z.b. Natur, Geschichte, das Scheitern) wird die Immanenz transparent auf Tranzendenz hin.

Darunter versteht Karl Jaspers nicht, wie man meinen könnte, geheime Zeichen oder Symbole, sondern Denkerlebnisse, die dem Menschen materiell nicht Erfassbares vermitteln.


Hört sich aber schon einwenig geheimnisvoll an, auch wenn keine geheime Symbole oder Zeichen gemeint sind. (?)
ewig
Kombination vieler Abstrakta => hochgradig Projektions-offen => Verdacht auf Esoterik
Archibald
@ Ahorn:

So eine Art "Telepathie" also...........
nachdenklich
Zitat:
Original von Ahorn
Darunter versteht Karl Jaspers nicht, wie man meinen könnte, geheime Zeichen oder Symbole, sondern Denkerlebnisse, die dem Menschen materiell nicht Erfassbares vermitteln.


In "Von der Wahrheit" (Ausgabe München/Zürich 1991) setzt Jaspers Chiffer und Symbol gleich (S. 1030). So wie er es darstellt, fehlt ihm die direkte Erfahrung der Transzendenz. Dafür kennt er die Erfahrung "gesteigerter Gegenwärtigkeit", in der die Umgebung "durchsichtig", zum "Symbol" wird (S. 1031). Man könnte also sagen: Was er über Chiffern schreibt, ist das Ergebnis einer Ahnung der Transzendenz bei der Betrachtung der sinnlich wahrnehmbaren Welt.
Nylen
Chiffren sind Symbole, sowie Wörter, Sätze, Geschichten -> Bilder sind, oder Träume..