Freundschaften und Kameradschaften

blaueswasser
Hallo Leute!

Habe gewagt mich hier anzumelden und mit Euch über folgendes Thema zu diskutieren, da meine reale Gesprächspartner so ein Thema meistens missverstehen...
Wieviel Freundschaft braucht der Mensch eigentlich? Durch die Technisierung scheinbar weniger. Die Freundschaft ist jetzt viel einfacher zu finden und unter den Voraussetzung wie sie heute existiert schneller abrufbar und kündbar.
Man braucht nur ins Netz zu gehen, um die „Freunde“dort zu treffen.
Ich verbringe ebenfalls viel Zeit im Internet aber das Bedürfniss nach einem richtigem Gespräch mit richtigem Gegenüber schwindet nicht.
Ganz oft treffe ich Menschen, die ihre Bekannte Freunde nennen und wenn ich mir so diese Freunde ansehe, dann sehe ich nur einen oberflächlichen Kontakt zwischen 2 Menschen, wo der eine dem anderen nicht Mal 10 Euro leihen kann.
Ist der Begriff der Freundschaft schon so der Massen verzehrt worden, dass kaum einer weiß, was wirklich Freundschaft bedeutet oder sehnen sich die Menschen so sehr danach, dass sie selbst den letzten Tropfen, den sie kriegen können, Freundschaft nennen?
Dann ist es traurig um die Freundschaft bestellt.
Es ist doch möglich mit einem Menschen so ein Kontakt aufzubauen, wo man gegenseitiges Interesse, Verständnis für einander und Liebe findet, sodass solch eine Begegnung fruchtbar für beide Parteien verlaufen könnte und durch gegenseitige Inspiration wachsen kann.
Stattdessen trifft man überall, wo man hinschaut und auch in eigenem Freundeskreis Neid, Eifersucht und Missgunst. Selbst die eigenen Freunde entwickeln schneller Mitleid als Mitfreude. Also ist es einfacher einen Menschen zu bemitleiden als sich mit ihm zu freuen? Konkurrenzkampf.
Vielleicht deswegen die Schnelllebigkeit eine Freundschaft, wo man sich nichts schuldet, keiner Verantwortung zu tragen braucht, weil man ja weiß, dass der andere einem auch nichts geben wird, arrangiert man sich damit und nennt sich anschließend Freunde.
Dieser Kult breitet sich so schnell aus und am meisten zu finden im Internet wo Leute bis zu 3 stellige Summen an „Freundschaften“ sammeln oder an den Unis, wo Vitamin B so wichtig für die Zukunft ist.
So tun dies Leute auch ausserhalb des Internets. Man entscheidet sich mit einem „Freundschaft“ einzugehen in dem man seine Freunde zählt und schaut, ob sie zu einem selbst passen oder anderen Nutzen erfüllen könnten und erst dann entscheidet man sich für oder gegen eine Freundschaft mit dieser Person.
So kommt es auch oft vor, dass Menschen ohne Freunde fast ihr Leben lang ohne Freunde verbringen, da sie aus diesem Teufelskreis nicht raus kommen können. Keine Freunde- keine neue Freunde.
Übrigens dasselbe gilt für Singles. Je länger,und damit meine ich Jahre nicht Monate, ein Mensch ohne Partner oder Freunde bleibt, umso schwieriger wird es für diese Person(natürlich gibt es Ausnahmefälle) später sich auf eine andere Person einzustellen oder eine gepflegte Konversation zu führen, ohne dem anderen ständig Recht geben zu wollen aus Angst nicht mehr zu gefallen und nicht mehr als Freund angenommen zu werden, da man ja sowieso keine hat.
So ist mir letztens ein geiler Witz eingefallen. Man könnte doch Anonymfreunde mieten, so wie es die Begleitservice gibt oder Mietdemonstranten und dann vor Bekannten angeben, wo man überall letzte Zeit mit den „ Freunden“ war und schon lenkt man Aufmerksamkeit auf sich und man tendiert zum potentiellen Freund. Sciencefiction ? Ich glaube kaum.

Vielleicht sind die altbewährten Eigenschaften einer Freundschaft schon längst utopisch? Bekanntlich ist ja, dass Mensch sich seiner Umgebung anpasst und momentan lebt der Mensch in einer Leistungsgesellschaft,wo man wenig Freizeit hat und eine Freundschaft braucht ja enorm viel Zeit und daraus entwickelte sich dieser Muster. Evolution der Freundschaft. Vielleicht verstehen das einfach noch nicht alle aber es ist tatsächlich die neue Form von Freundschaft, die für menschliche Bedürfnisse total ausreichen sollte?
Was meint Ihr ?

Da fällt mir eine Zitat von Friedrich Nietzsche ein

„Es gibt Kameradschaft - möge es Freundschaft geben“
Reinhard
Zitat:
„Es gibt Kameradschaft - möge es Freundschaft geben"


Hallo blaeswasser, herzlich willkommen. Von Freundschaft redet man nicht, die beweist man und fordert sie nicht ein. Basta. Zu Nietzsches Zeiten mag ja noch Kameradschaft gegolten haben, heute wird doch schon die plumpste Kumpanei als Freundschaft bezeichnet und aus Sangriatöppen begossen. Jeder will beliebt sein und am liebsten noch prominent und den Leuten ist es doch völlig egal, bei wem. Meist wird noch verächtlich auf die geschaut, die einen bewundern sollen. Beliebigkeit ist überall angesagt, selbst in der Philosophie.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
kämpfer der sonne
hallo blaueswasser, schön dass du das wagnis eingegangen bist un dich hier angemeldet hast, es wird sich noch heraustellen ob diese enscheidung richtig war. auf jeden fall wird es dein zukünftiges leben entscheidendn verändern. großes Grinsen


es gibt leute und es gibt freunde und freunde kann man sich nicht kaufen so wie man sich liebe auch nicht kaufen kann, obwohl man es tut gruebel



es gibt menschen, die sind freunde, die musst du nur finden.

es ist mit lieber mit meinem freund zu reden, weil ich da in ein gesicht gucken kann und besser verstehen kann wie er etwas meinst das er sagt.

aber im netzt habe ich mehr möglichkeiten und so hat beides seine nach und vorteile.

Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann.

Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen.

Schließe Freundschaft, wenn du sie nicht brauchst.

das sind zitate die meiner meinung nach das wesen einer freundschaft treffend umschreiben
-Sabine-
Spannendes Thema Gut !

Kameradschaften würde ich jetzt eher bei Männern einsortieren - und insgesamt eher da. wo man etwas gemeinsam unternimmt, ob das nun die Bundeswehr oder der Fussballverein ist. Die gemeinsamen Erlebnisse verbinden und aus der einen oder anderen Kameradschaft mag auch eine Freundschaft entstehen.

Freundschaften haben eine andere Qualität, die Kämpfer der Sonne gut beschrieben hat.

Das, was im Internet passiert, sind Pseudofreundschaften und sie haben den enormen Nachteil, dass man das Gegenüber nicht wirklich kennt. Misst man ihnen den selben Wert zu wie realen Freundschaften, macht man sich meiner Meinung nach etwas vor.
Neo
Hallo blaueswasser,

ich denke Du hast die Situation gut beschrieben. Nur die Gründe dafür sehe ich etwas anders,

Zitat:

Stattdessen trifft man überall, wo man hinschaut und auch in eigenem Freundeskreis Neid, Eifersucht und Missgunst. Selbst die eigenen Freunde entwickeln schneller Mitleid als Mitfreude. Also ist es einfacher einen Menschen zu bemitleiden als sich mit ihm zu freuen? Konkurrenzkampf.

Letzteres denke ich ist es. Neid, Eifersucht, Mißgunst, all das sind menschliche Züge - die uns erst zu Menschen machen, trotz all unserer Schwächen.
Seine(n) Liebste(n) aus Eifersucht anzuschreien, tut der Liebe keinen Abbruch und ist eine menschliche Reaktion.
Hingegen ist das übertriebene Konkurrenzdenken in einer bis aufs Äußerste entwickelten Leistungsgesellschaft der Grund, warum menschliche Emotionen immer mehr in den Hintergrund treten und durch Leistungs- Geld- und Erfolgswerte abgelöst worden sind. Die (durchaus nicht immer positiven) menschlichen Züge geraten in den Hintergrund, der Mensch ver-sach-licht sich selbst und seine Mit-Menschen i.w.S.d.W. zu Mit-Sachen. Und das passt doch dann sehr gut zu der seltsamen Entwicklung, dass er seine Freundschaften auch nicht mehr bei den Mit-Menschen sucht, sondern bei den Mit-Sachen, sei es nun Internet oder Personen, die seinen materiellen Wünschen entgegenkommen.

Und das wird sehr schwer werden, wieder zu ändern, denn der Nachwuchs verinnerlicht das, was die vorherige Generationen ihnen vorlebt, bzw. was ihnen von Klein auf als Werte eingepflanzt wurde. Ob sie es ablehnen, darüber schimpfen oder nicht: es wird abgeschaut und nachgelebt, und verinnerlicht.
Eine Änderung ist auch gar nicht erwünscht, ja, es wird sogar von unserer Führungsschicht (Politik, Management) von uns erwartet (auch wenn man das nicht zugeben will) sonst funktioniert das System auf Dauer nämlich nicht, auf dem unsere westliche Gesellschaft und insbesondere unsere Wirtschaftsform aufgebaut ist.

Auch von mir: Herzlich Willkommen.
ewig
Zitat:
Original von -Sabine-
Das, was im Internet passiert, sind Pseudofreundschaften und sie haben den enormen Nachteil, dass man das Gegenüber nicht wirklich kennt. Misst man ihnen den selben Wert zu wie realen Freundschaften, macht man sich meiner Meinung nach etwas vor.

Heißt das, daß Du im Netz noch nie eine Bekanntschaft geschlossen hast, die Du heute eher als Freundschaft denn als Bekanntschaft bezeichnen würdest?
kämpfer der sonne
lieber neo,

du meinst also wenn jemand neidisch ist oder eifersüchtig oder jemanden anschreit dann ist das menschlichkeit?

ich dachte immer, wenn man das nicht tut und sich beherrscht wird man erst zum menschen?

wenn ich mit kumpels einen drauf mache und dann randalierend und pöbelnd durch den ort marschiere , dann müsste ich ja auch ein mensch sein, weil das menschen halt manchmal so machen?

bloß weil die meisten leute sich so verhalten wie sie sich verhalten kann ich doch nicht ernsthaftde denken, dass ihre gewohnheiten einen zum menschn machen oder ihn als menschen definieren.


ich kann nicht sagen wenn alle mensche in der nase popeln dass wenn ich einen in der nase popeln sehe es ein mensch sein muss.
-Sabine-
Zitat:
Original von ewig
Zitat:
Original von -Sabine-
Das, was im Internet passiert, sind Pseudofreundschaften und sie haben den enormen Nachteil, dass man das Gegenüber nicht wirklich kennt. Misst man ihnen den selben Wert zu wie realen Freundschaften, macht man sich meiner Meinung nach etwas vor.

Heißt das, daß Du im Netz noch nie eine Bekanntschaft geschlossen hast, die Du heute eher als Freundschaft denn als Bekanntschaft bezeichnen würdest?


Nein. Ich halte mich aber im Netz aber meist auch sehr bedeckt. Es sind wohl schon enige mir wichtige Kontakte auf einer beruflichen Plattform entstanden, diese Menschen sind aber zu weit weg, um eine echte Freundschaft pflegen zu können. Ich finde, es gehören einfach auch gemeinsame Erfahrungen und Erlebnisse zu einer Freundschft, körperliche Präsenz, die Möglichkeit, sich zu treffen. Wenn da die halbe oder ganze Republik dazwischen liegt, kann sich das nicht entwickeln.
Reinhard
Zitat:
Ich finde, es gehören einfach auch gemeinsame Erfahrungen und Erlebnisse zu einer Freundschft, körperliche Präsenz, die Möglichkeit, sich zu treffen. Wenn da die halbe oder ganze Republik dazwischen liegt, kann sich das nicht entwickeln.


Hallo Sabine, das ist fraglos richtig. Auf der anderen Seite fallen damit aber auch Dinge aus dem Spiel, die die Freundschaft gefährden und vielleicht ist es in manchen Fällen halt besser, man lässt die Dinge in dem Rahmen, in dem man sie vorgefunden hat und erhält somit wenigstens etwas.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
Neo
hallo KDS,

Zitat:
Original von kämpfer der sonne
du meinst also wenn jemand neidisch ist oder eifersüchtig oder jemanden anschreit dann ist das menschlichkeit?

Exakt.

Zitat:
Original von kämpfer der sonne
ich dachte immer, wenn man das nicht tut und sich beherrscht wird man erst zum menschen?[7quote]
Dann wifrd man zum kultivierten Menschen, das ist ein Unterschied. Deine negativen Seiten bleiben ein Teil von Dir, dem Menschen.

[quote]Original von kämpfer der sonne
wenn ich mit kumpels einen drauf mache und dann randalierend und pöbelnd durch den ort marschiere , dann müsste ich ja auch ein mensch sein, weil das menschen halt manchmal so machen?

Doch, exakt das ist menschlich, und so was muß ab und zu auch mal sein, die Sau rauszulassen. Auf das Pöbeln und Randalieren kann man dabei aber verzichten, das ist ein Zeichen von (menschlicher) Aggressionslust, die man besser woanders auslebt., bspw. beim Boxen.

Zitat:
Original von kämpfer der sonne
bloß weil die meisten leute sich so verhalten wie sie sich verhalten kann ich doch nicht ernsthaftde denken, dass ihre gewohnheiten einen zum menschn machen oder ihn als menschen definieren.

Aber sicher, das ist menschlich. Dass man das alles tolerieren müßte, das ist eine andere Frage, aber zunächst mal geht es darum, dies nicht zu leugnen und nicht zu meinen, wenn man diese Seiten an sich erkennt, sei man kein oder ein schlechter Mensch. Die abscheulichsten Taten wurden oft von jenen begangen, die sich selbst für unfehlbar oder für Heilige hielten. Jesus hingegen umgab sich mit Sündern und Ausgestoßenen und erniedrigte sich selbst und wollte, dass man seine Sünden (die dunkle Seite) vor Gott eingesteht, ers dann werden sie einem verziehen.
Was Du meinst ist nicht die Entwicklung zum Menschen sondern zum Engel. Dieser Weg führt aber m.E. über die Entwicklung des Menschen.
Erst wenn man diese dunklen Seiten an sich erkennt kann man anfangen, sie als Teil von sich zu integrieren. Wenn dies vollständig gelingt, dann verschwinden sie zwar nicht, aber sie drängen nicht mehr zur Verwirklichung.

Gruß
AlexZ11
Hi Blaueswasser!

Ausgezeichneter Beitrag. Du sprichst da etwas an, was ich mir schon lange denke.
All diese Internet Plattformen wie *SocialNetwork-Seite*, etc. haben meiner Meinung nach nicht nur den Fehler, dass Freundschaften dabei schwer entstehen, sondern verhindern auch Freundschaften aktiv, da sie die Leute einfach abflachen. (Mal abgesehen von den Problemen des Datenschutzes - das wäre nee Diskussion für sich)
Außerdem hast du völlig recht, wenn du sagst, dass die meisten Leute, den Unterschied zwischen Freundschaft und Bekanntschaft nicht mehr kennen. Nur weil ich mit einem mal ein paar Bier auf einer Fete getrunken habe, heißt es noch lange nicht, dass wir gute Freunde sind.
Und ich würde keinen, wirklich keinen, den ich im Internet kennen gelernt habe, als Freund bezeichnen, bevor ich nicht im realen Leben mit ihm zusammen gekommen bin. Egal wie eng das E-Verhältnis ist.
Wahrscheinlich hat es wirklich etwas von kennen und gekannt werden zu tun. Dass der Mensch einfach beliebt sein will und es einfacher ist möglichst in die Breite dafür Oberflächlich zu gehen, als in die Tiefe.
Das mit dem Rent-a-friend gibt es m.E. nach schon, es ist halt ein bisschen subtiler: Ich kenne Leute die spendieren Getränke, Essen, Tabakwaren, und sonstiges, um mit gewissen Leuten in Lokalen rumhängen zu dürfen.

mfg
AlexZ11
kämpfer der sonne
Zitat:
Original von Neo
hallo KDS,

Zitat:
Original von kämpfer der sonne
du meinst also wenn jemand neidisch ist oder eifersüchtig oder jemanden anschreit dann ist das menschlichkeit?

Exakt.Gruß


also in bezug auf gewöhnliche menschen gebe ich dir recht.

oder sagen wir so es ist typisches verhalten eines menschen.

menschlichkeit ist eine eigenschaft die besonders menschen haben sollten da sie den tieren überlegen sind, was nicht besagt das tiere nicht auch menschlich sein können.
Neo
Zitat:
Original von kämpfer der sonne
also in bezug auf gewöhnliche menschen gebe ich dir recht.

und wenn Du Dich selbst nicht mehr als gewöhnlichen Menschen siehst, ist das Dein gutes Recht. Nur darfst Du Dich dann eben auch nicht wundern, wenn dies anderen seltsam vorkommt, wenn Du das auch noch dauernd öffentlich preisgibst.

Zitat:
Original von kämpfer der sonne
menschlichkeit ist eine eigenschaft die besonders menschen haben sollten da sie den tieren überlegen sind, was nicht besagt das tiere nicht auch menschlich sein können.


fröhlich
Tiere können nicht 'menschlich' sein. Wir können ihrem Verhalten höschstens menschenähnliche Züge zusprechen, Aus unserer Sicht.
kämpfer der sonne
neo,

wenn ich das was ich habe mit anderen teile und damit mein ich nicht nur essen und son kram sondern auch freundschaft oder liebe, dann ist das menschlich, also eine wesensart und tiere können das auch.

menschlichkeit ist keine spezieseigenart sondern wesensart und as wesen bestimmt der geist und nicht der körper.

ich könnte also sagen:

zum menschen wird man nicht geboren zum menschen muss man werden, indem man menschlich wird.
Ahorn
Zitat:
Wieviel Freundschaft braucht der Mensch eigentlich?

Wie ich jünger war brauchte ich viele Freundchaften, oder viele Kontakte, mehr soziale Wärme. Da gabe es keinen Tag wo ich nicht irgendeinen begenet bin, den ich besucht habe oder bei mir vorbei gekommen ist. Meist haben wir dann irgendwas gemacht, sind z.b. zu jemanden anderen gefahren und haben einen gebartzt Freude
Eigentlich war das bei einen, einer oder mehreren einfach nur ein dasein, rum hängen, rum fahren, Zelten, die jeweiligen Hobbys bestaunen, manchmal ein bischen reden, Musik hören und was bauen.
Heutzutage, wo ich gerne auch alleine bin, es ertragen kann, es sogar genieße das alleine sein, habe ich vielleicht mal alle paar Wochen Kontakt zu guten Bekannten, wo der ein oder andere auch freundschaftliche Qualitäten hat.
Claudia
Hallo blaueswasser!

Ich denke, wahre Freundschaft ist eine Gnade, etwas besonderes dasman nicht erzwingen kann. Aus Kameradschaft kann wahre Freundschaft entstehen.
Ich glaube, richtig gute freundschaft bedeutet, einen anderen menschen zu akzeptieren mit allen schwächen und stärken und ihm zu vertrauen. Es wagen, verletzlich zu sein, zu zeigen wer man wirklich ist.

Ich denke auch dass das im Internet sehr schwierig ist, da man sich ja selbst ein Bild von anderen Menschen macht, und dann ales geschriebene durch den Filter der eigenen Pantasie liest.
Nichts ersetzt eine persönliche und leibhaftige Freundcshaft, bei der man sich tatsächlich gegenübersteht anstatt vor einem Monitor zu sitzen...

Körpersprache, Stimmlage, Ausdruck,....sind ja im realen Gespräch immens wichtig, oftnoch wichtiger als das was gesagt wurde.
Im Internet entfällt das alles, zurück bleibt viel Raum für die eigene Deutung des Geschriebenen, was mitunter so gar nichts reales an sich haben kann.

Trotzdem ist das Internet ein weg um echte Freundschaften zwischendurch mal virtuell zu pflegen (email, fotos,) und auch für so manchen schüchternen Zeitgenossen sicher ein guter weg , um zumindest Kameradschaften zu knüpfen.

Ich glaube nach wie vor, dass jeder mensch echte, wahre Freundschaften braucht, gerade in der heutigen, schnellebigen und z.t. so unsicheren welt.....

Hab mal ein zitat gelesen:

Ein Freund ist einer, der die Melodie deines Herzens kennt und sie dir vorsingt, wenn du sie vergißt.


LG
Claudia