Unendlichkeit

Ergo
Der Mensch scheint immer nur das hinzunehmen, was er nicht mehr wiederlegen kann. Ist er genötigt die Unendlichkeit anzuerkennen, dann nur in Formen, die logisch beweisbar sind, ... vom wissenschaftlichen Aspekt noch verständlich. So benutzt er recht häufig neueste wissenschaftliche Erkenntnisse(gewisser Halbwertzeit), um andere Kenntnisse zu entkräften und scheint noch glücklich zu sein damit. Unendlichkeit missfällt,wird deshalb von vielen als unvorstellbar groß abgetan. In der Mathematik scheint es im ersten Moment einfach zu sein, da ja die Zahl eine ideale Mustergröße darstellt, um die Unendlichkeit begreifbar zu machen, doch Pustekuchen, denn die alten Pythagoreer nahmen die reelen Zahlen als Symbol des Endlichen (nicht zu fassen!), indem sie behaupten, etwas Unendliches muss unbestimmt sein. Da eine Zahl aber entweder gerade, oder ungerade ist, beweist dies das Endliche von Zahlenreihen.
Unsere Vorfahren waren schon verrückt!
Erst vor 2600 Jahren erdichtete man die unendliche Urmaterie, aus der alle endlichen konkreten Materieformen hervorgehen. Schon ziemlich gut, dennoch war sie nicht unbestimmt unendlich wegen ihrer Quantität, sondern wegen ihrer unendlichen Teilbarkeit! unglücklich
Angewandt auf die Mathematik bedeutete dies, dass das Sein endlich und das Nichtsein unendlich sein sollte. Die Zahl endlich (das Gute), der Zahlzwischenraum unendlich (das Böse)! ... (ooh Mann)
Schon damals die gleichen Angstmechanismen vor dem Neuen und Unbekannten, aber noch ohne Inquisition! fauch !
Gääähn, .... ich mach mal den Sprung über die Jahrtausende, weil nur Metaphysik in Reinkultur zelebriert wurde, ... immer nach dem Muster: Bewußtsein ist endlich, Materielles ist unendlich, oder spitzer ausgedrückt: Idealismus GUT! Materialismus SCHLECHT!
So wird schon mit der Unendlichkeit vorm Sozialismus/Kommunismus gewarnt. AARRGH!!

Meine Frage an euch: ...wo finden wir aus heutiger philosophischer Sicht die Unendlichkeit, oder wo sind Zustände endlich, die den Ruf haben unendlich zu sein?
Janusköpfig
Die menschliche Dummheit ist unendlich
Ergo
OK, ... fangen wir an die Unendlichkeit im menschlichen Bewußtsein zu suchen!
Wenn schon Albert Einstein frotzelt: Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher, ... dann ist die Wechselwirkung zwischen dem Niveau des Erkenners zu seiner Erkenntnis tatsächlich von elementarer Bedeutung.
Schon Thomas von Aquin beschäftigte sich ausgiebig mit der anzutreffenden Blödheit der Erkenntniskraft.
Die Dummheit wird beschrieben als "Schwäche des Verstandes, welche eine Unklarheit und Verworrenheit der allgemeinen Vorstellungskraft veranlasst!"

Die Formen der Dummheit sind mannigfaltig, so erwecken schon äußere Unzulänglichkeiten des Körpers, vorallem der Augen, der Bewegung, bei abnormer Gestik und Mimik den Verdacht von Verstandesschwäche, -->Geistesschwäche, --> Idiotie.
Doch Dummheit scheint weit vielschichtiger zu sein, weil sie nicht immer klaren Kausalitäten folgt. So findet man dummes Verhalten bei niedriger, mittlerer und hoher Intelligenz gleichermaßen und auch in umgekehrter Version: kluges Verhalten bei geringer Intelligenz.

Verhält sich ein Mensch hingegen in allem was er tut dumm, stempelt man ihn ab als unzurechnungsfähig. Auf Grund der gesellschaftlichen Bedingtheit bei der Betrachtung von Menschen mit kognitiven Behinderrungen, wandelt sich ständig das Bild und die Stellung dieser Menschen in der Gesellschaft.
Doch so wie Dunkelheit, Licht bedeutet in geringer Stärke und Langsamkeit, Geschwindigkeit geringer Größe, so ist Dummheit, Intelligenz mit mangelhaftem Verständnis oder Einsicht!

Dummheit ist, betrachtet man die Informationstheorie, Intelligenz geringer Leistung in 5 möglichen Konstruktionen:
1.Abbild der Außenwelt erschaffen in hoher Qualität, z.B. durch Lernen!
2.Auswahl und Verknüpfung von Informationen, Bildung von Invarianten und deren Speicherung
3.Schaffung von Algorithmen fürs eigene Verhalten, Test derselbigen im Praxiseinsatz
4.Schaffung von Algorithmen zur Bewertung von Algorithmen und im Ergebnis schlechte durch bessere ersetzen.
5.Simulation interner Denkmodelle zur Vorwegnahme künftiger Situationen der Außenwelt.

Da der Ausweitung von Intelligenzverstärkung keine Hindernisse im Wege stehen, sowohl im evolutionären wie auch technischem Sinne, erscheinen die Menschen, als organische kybernetische Systeme, für mögliche höhere Systeme, alle als kognitive Minderleister.
Vorab begnüge ich mich mit ehrlicher Anteilnahme für das Genie: Albert Einstein, aus dessen Sicht 99,9% der Menschheit Minderleister(relativ Dumme) waren. Das was wir als Aphorismus verstehen war eventuell bittere Wahrheit für ihn. roll
(Das Gefälle von intelligent zu dumm, verläuft in Parallelität von depressiv zu glücklich)

Wenn ich also einer Intelligenzverstärkung keine Grenzen setze, bleiben alle geringeren Leistungen ebenso grenzenlos, also unendlich. --> Dummheit ist unendlich q.e.d. Gut !
ewig
Zitat:
Original von Ergo
Vorab begnüge ich mich mit ehrlicher Anteilnahme für das Genie: Albert Einstein, aus dessen Sicht 99,9% der Menschheit Minderleister(relativ Dumme) waren. Das was wir als Aphorismus verstehen war eventuell bittere Wahrheit für ihn. roll

Na der war ja vielleicht eingebildet. Wo ich das jetzt höre, glaube ich lieber wieder an das Newtonsche Weltbild. Das war sowieso leichter zu verstehen.
glorin
Unendlichkeit ist nachweißbar. Und dies für jeder Mann. Mann muss nur eine Linie ziehen. Diese Linie muss sich zum ende mit der eigenen verbinden. Wenn eine ordenliche gleichmäige Linie gezogen wurde dann entsteht ein Kreis. Andernfalls irgend ein Gebilde. Dies spielt aber keine Rolle.

Nun müssen wir mit den Fingern, die Linie bis zum Ende verfolgen. Ist dies möglich? Nein. Die Linie verbindet sich mit sich selber. Somit gibt es kein Ende. Und somit würde unserer Finger theoretisch unendlich lang diese Linie nachfahren. Da es kein Ende gibt. Nun haben wir die Unendlichkeit nach gewiesen.
Ergo
@glorin

Diese Form der Unendlichkeit erschließt sich verstandesgemäß, ist dennoch falsch, wird anders definiert.

Die nullte Dimension ist das Nichts, ...definiert als der Punkt, ohne Länge, Breite, Höhe.
Die erste Dimension ist die Länge, ... definiert als die Gerade, eine beiderseits unendliche ebene Kurve, die in jeder ihrer unendlichen Punkte, dieselbe Richtung hat.

Dementsprechend ist ihre Definition falsch. Durch die Verbindung eines Ausgangspunktes mit einem Endpunkt wird die Unendlichkeit aufgehoben. Sobald ich eine Linie ziehe, in der die Richtung der aufgereihten Punkte sich ändert, z.B. bei einem Kreis, ist sie ungleich der Unendlichkeit. Der gesunde Menschenverstand spielt uns gerade beim Begreifen der Unendlcihkeit einen Streich! Zwinker
Sun Deluge
Zitat:
Original von glorin
Unendlichkeit ist nachweißbar. Und dies für jeder Mann. Mann muss nur eine Linie ziehen. Diese Linie muss sich zum ende mit der eigenen verbinden. Wenn eine ordenliche gleichmäige Linie gezogen wurde dann entsteht ein Kreis. Andernfalls irgend ein Gebilde. Dies spielt aber keine Rolle.

Nun müssen wir mit den Fingern, die Linie bis zum Ende verfolgen. Ist dies möglich? Nein. Die Linie verbindet sich mit sich selber. Somit gibt es kein Ende. Und somit würde unserer Finger theoretisch unendlich lang diese Linie nachfahren. Da es kein Ende gibt. Nun haben wir die Unendlichkeit nach gewiesen.

Doch, ein Ende gibt es, wenn ich tot bin und diese Linie des Kreises nicht mehr mit meinen Fingern entlangwandern kann. Vor der Zeichnung war der Kreis nicht da, kam später hinzu und nachher wird keine Fingerwanderung mehr sein. Die Zeit spielt also eine Rolle. Zudem kann man an einem beliebigen Punkt der Linie ein Strich einzeichnen, was einen Anfang und zugleich ein Ende darstellt und den Finger in Gedanken aufhält. Was den Kreis angeht, so ist es dieser Gedanke ihn immer weiter mit den Fingern entlangzuwandeln, ein Wille. Gedanken (z. B. Mathematik) sind unendlich, aber nicht das Universum das begrenzt ist.
Ergo
Zitat:
Original von Sun Deluge
Gedanken (z. B. Mathematik) sind unendlich, aber nicht das Universum das begrenzt ist.


Zwinker wenn ihr Beitrag im Ganzen unernst gemeint war, dann verstehe ich den Sinn.
Meinten sie aber was sie sagen ernsthaft, braucht man sich nicht mal mit dem Inhalt beschäftigen, um sie zu widerlegen, .,...schon der Rahmen reicht aus!

Denn dann wäre sowohl die Linie die das Wesen abfährt, als auch die Gedanken die es dabei hat, durch den Tod endlich.
Ihnen Beiden fehlt die Fähigkeit zu abstrahieren!

Dem begrenzten Universum widerspreche ich sowieso! hy
kämpfer der sonne
zwei dinge sind unendlich:
das universum und die menschliche dummheit
aber beim universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Ergo
siehe meinen Beitrag von 9:37Uhr, ... kommst zu spät! ;-))

Etwas Konstruktiveres wäre schön gewesen!
Agent Orange
Ich musste gerade meinen Zwicker rejustieren, um mich der Realität dieses horrenden Affronts zu versichern. Sie, Ergo, dutzten eine Person. Diese Impertinenz kulminiert sodann in der umgangssprachlichen und selbstredend orthografisch unzulässigen Verschmelzung von Prädikat und Subjekt.
Wäre heute nicht Sonntag, ich müsste sofort meinen Ergotherapeuten konsultieren. So bleibt mir nur Seifenlauge zur Augenreinigung.
kämpfer der sonne
Zitat:
Original von Ergo
siehe meinen Beitrag von 9:37Uhr, ... kommst zu spät! ;-))

Etwas Konstruktiveres wäre schön gewesen!



ich komme nicht zu spät, weil ich bereits da bin wo du erst noch hin willst. und dabei meine ich keinen ort.
Ergo
Zitat:
Original von kämpfer der sonne
Zitat:
Original von Ergo
siehe meinen Beitrag von 9:37Uhr, ... kommst zu spät! ;-))

Etwas Konstruktiveres wäre schön gewesen!



ich komme nicht zu spät, weil ich bereits da bin wo du erst noch hin willst. und dabei meine ich keinen ort.



Wer weiß? Vielleicht! großes Grinsen

Zitat:
Original von Agent Orange
Ich musste gerade meinen Zwicker rejustieren, um mich der Realität dieses horrenden Affronts zu versichern. Sie, Ergo, dutzten eine Person. Diese Impertinenz kulminiert sodann in der umgangssprachlichen und selbstredend orthografisch unzulässigen Verschmelzung von Prädikat und Subjekt.
Wäre heute nicht Sonntag, ich müsste sofort meinen Ergotherapeuten konsultieren. So bleibt mir nur Seifenlauge zur Augenreinigung.



winken ...ich bin neu hier, ...geben Sie mir bitte noch etwas Zeit, um mich an die Umgebung zu gewöhnen, später wirst Du sicherlich ohne Augenarzt wegen erfolgter Verätzung auskommen. Kuß
kämpfer der sonne
Auf den pünktlichen Menschen lastet ein Fluch: Sie müssen auf die unpünktlichen warten.
Sun Deluge
Zitat:
Original von Ergo
Zitat:
Original von Sun Deluge
Gedanken (z. B. Mathematik) sind unendlich, aber nicht das Universum das begrenzt ist.


Zwinker wenn ihr Beitrag im Ganzen unernst gemeint war, dann verstehe ich den Sinn.
Meinten sie aber was sie sagen ernsthaft, braucht man sich nicht mal mit dem Inhalt beschäftigen, um sie zu widerlegen, .,...schon der Rahmen reicht aus!

Denn dann wäre sowohl die Linie die das Wesen abfährt, als auch die Gedanken die es dabei hat, durch den Tod endlich.
Ihnen Beiden fehlt die Fähigkeit zu abstrahieren!

Dem begrenzten Universum widerspreche ich sowieso! hy

Dann versuchen Sie mal zu widerlegen. Ich bin gespannt, ob diese Widerlegung widerlegt werden kann.
Ergo
hmm,... das ist garnicht so schwer wie sie annehmen.

1. Die Unendlichkeit der Gedanken ist gebunden an das denkende Wesen und den Faktor Zeit.
2. Zeit ist positiv und negativ unendlich, .... (würde gehen nunja )
3. Durch die Evolution, wurden aus niederen Lebewesen höher entwickelte, wie wir. Damit entfällt der negative Zeitstrahl für die Unendlichkeit.
4. Wird es für unendliche Zeit denkende Menschen geben? Natürlich nicht, ... der Mensch wird irgendwann in der Zukunft evolutionär aussterben.
Übrig bleibt also die Endlichkeit der Gedanken!

hmm, ... Unendlichkeit des Universums, nun wirds schwieriger, weil stichhaltige Beweise dafür, selbst wenn sie sie sehen, messen, oder berechnen könnten, ihr Vorstellungsvermögen derart belasten, dass sie vorher kapitulieren würden!

1. das durch den Urknall erzeugte Universum( ist begrenzt, auch wenn es sich mit großer Geschwindigkeit ausdehnt, Durchmesser rund 8 Milliarden Parsec) ist aber nur ein Teil des exponential in gleicher Relation größeren "Gesamtuniversums".
2. Das Gesamtuniversum existiert in einem immer noch endlichen Raum-Zeit-Gebilde, ähnlichen Gesetzen folgend wie unser Universum
3. Innerhalb dieses Gesamtuniversums befinden sich jüngere, oder ältere Universen, ähnlich unserem Universum durch Urknalle entstanden, vorher zusammmengeballter Energien. Geschätzter Abstand zwischen diesen Urknalluniversen laut dem Physiker Max Tegmark= 10 hoch 10 hoch 29 Meter.
4. Dieses benannte Gesamtuniversum befindet sich in der Materieform die wir teilweise schon kennen.
5. Die uns bekannte Materieform ist aber nur eine von unzählig vielen, die sie weniger räumlich, eher anders dimensionär berühren, begrenzen, teilweise durchdringen, aber natürlich auch nicht alle zur gleichen Relativzeit. Parallelwelten in total anderer Form, z.B. im Vier-dimensionalen Hyperraum, welches die Vorstellungskraft des Menschen sicherlich übersteigt ...
6. Der Clou ist die unendlich großere Anzahl dieser Gesamtuniversumsformen, was z.B. die Vermutung erlaubt, das unendliche Universumsformen dividiert durch unendlich vorhandene Zeit, dennoch nur die Zahl 1 ergeben, was besagt: Unsere Gesamtuniversumsform hat es Allerwahrscheinlichkeit in der Unendlichkeit der Zeit nur einmal gegeben, nämlich in unserer Ära, ... und irgendwann wird sie für immer verschwinden.
Sun Deluge
Zitat:
Original von Ergo
1. Die Unendlichkeit der Gedanken ist gebunden an das denkende Wesen und den Faktor Zeit.

Ja.

Zitat:
2. Zeit ist positiv und negativ unendlich,

Positiv ist Zukunft, negativ ist Vergangenheit?

Zitat:
3. Durch die Evolution, wurden aus niederen Lebewesen höher entwickelte, wie wir. Damit entfällt der negative Zeitstrahl für die Unendlichkeit.

Gemeint ist, dass die Unendlichkeit klarer Gedanken(gänge) nur den Menschen vorbehalten sind d. h. vor der strukturellen Sprache und somit vor dem Mensch kein Wissen über Unendlichkeit der eigenen Vernunft existierte, oder?

Zitat:
4. Wird es für unendliche Zeit denkende Menschen geben? Natürlich nicht, ... der Mensch wird irgendwann in der Zukunft evolutionär aussterben.
Übrig bleibt also die Endlichkeit der Gedanken!

Ja.

Zitat:
1. das durch den Urknall erzeugte Universum( ist begrenzt, auch wenn es sich mit großer Geschwindigkeit ausdehnt, Durchmesser rund 8 Milliarden Parsec) ist aber nur ein Teil des exponential in gleicher Relation größeren "Gesamtuniversums".

Es gibt m. M. n. nur ein Universum als Gesamtheit.
Und wenn es mehrere Universen innerhalb einem gebe, so müsste dieses "Gesamtuniversum" ebenfalls endlich sein und sich ausdehnen.
Das müsste schon geklärt werden, und wenn hier keine Übereinstimmung herrscht, dann kann ich nicht weiter nachgehn.
Taurus
@Ergo
Eine Frage zum besseren Verständnis.

Im Punkt 2. der zweiten Auflistung, sprechen sie von einem Gesamtuniversum.
Im Punkt 6. sprechen sie von Gesamtuniversumsformen.

Beziehen sich diese Gesamtuniversumsformen, auf die in dem einen Gesamtuniversum enthaltenen Universen, oder bezieht es sich auf unendliche Formen des einen Gesamtuniversums?


Gruß Taurus
Ergo
Zitat:
Original von Sun Deluge
Zitat:
Original von Ergo
2. Zeit ist positiv und negativ unendlich,

Positiv ist Zukunft, negativ ist Vergangenheit?


genau so, ... also zwei entgegengesetzte Vektoren, als unendlichen Strahl betrachten, pro Bezugssystem. Wobei irrigerweise von manchen Wissenschaftlern der Urknall als Beginn der Zeit angesehen wird, was er nicht einmal fürs materielle Bezugssystem ist/war. Und was aus Sicht des Gesamtuniversums dann sowieso aufgehoben wird.

Zitat:
Original von Sun Deluge
Zitat:
Original von Ergo
3. Durch die Evolution, wurden aus niederen Lebewesen höher entwickelte, wie wir. Damit entfällt der negative Zeitstrahl für die Unendlichkeit.

Gemeint ist, dass die Unendlichkeit klarer Gedanken(gänge) nur den Menschen vorbehalten sind d. h. vor der strukturellen Sprache und somit vor dem Mensch kein Wissen über Unendlichkeit der eigenen Vernunft existierte, oder?


Da wir die angeblich "unendlichen" Gedanken des Menschen betrachten, es aber einen Anfang der Gedanken bei einer der hochentwickelten Affenmenschen bzw. Urmenschen der Vergangenheit gab, kann diese Seite des Zeitstrahls aus der Betrachtung ausradiert werden.

Zitat:
Original von Sun Deluge
Zitat:
Original von Ergo
1. das durch den Urknall erzeugte Universum( ist begrenzt, auch wenn es sich mit großer Geschwindigkeit ausdehnt, Durchmesser rund 8 Milliarden Parsec) ist aber nur ein Teil des exponential in gleicher Relation größeren "Gesamtuniversums".

Es gibt m. M. n. nur ein Universum als Gesamtheit.
Und wenn es mehrere Universen innerhalb einem gebe, so müsste dieses "Gesamtuniversum" ebenfalls endlich sein und sich ausdehnen.
Das müsste schon geklärt werden, und wenn hier keine Übereinstimmung herrscht, dann kann ich nicht weiter nachgehn.

+
Zitat:
Original von Taurus
@Ergo
Eine Frage zum besseren Verständnis.

Im Punkt 2. der zweiten Auflistung, sprechen sie von einem Gesamtuniversum.
Im Punkt 6. sprechen sie von Gesamtuniversumsformen.

Beziehen sich diese Gesamtuniversumsformen, auf die in dem einen Gesamtuniversum enthaltenen Universen, oder bezieht es sich auf unendliche Formen des einen Gesamtuniversums?


Gruß Taurus



OK, .... nochmal zusammengefasst:


Man kann natürlich zu meinem "Gesamtuniversum" auch Universum sagen, oder auch "Universum als Gesamtheit" (Worte sind Schall und Rauch),
Dieses "Universum als Gesamtheit", unterliegt dem gleichen endlichen Raum-Zeit-Kontinuum unseres durch einen Urknall entstandenen Inneren Mini-Universums (Mini aus Sicht des "Universums als Gesamtheit") und beinhaltet neben sicher uns noch gänzlich unbekannten Phänomenen, ähnliche Materieformen, wie im Urknall-Mini-Universum. Von diesen Mini-Urknall-Universen, gibt es eventuell soviel wie Sandkörner im Meer, innerhalb des "Universums als Gesamtheit", dennoch eine endliche Größe. Wer sich diese lineare Sichtweise noch vorstellen konnte, muss jetzt noch breiter Denken:

Die endliche Größe des "Universums als Gesamtheit" ergibt sich aus der übergeordneten ungegrenzten Formenvielfalt von gänzlich anders aufgebauten, ... ungleich dem Raum-Zeit-Kontinuum, existierenden "Universen als Gesamtheit" derart, dass man einerseits ausgehend vom Gesetz der Erhaltung der Energie, die direkten linearen Vorgänger und Nachfolger "unserer" räumlich, aber auch zeitlich endlichen Form als gegeben akzeptieren muss. Dann die unendlich verschiedenen Formen die dem Raum-Zeit-Kontinuum ungleich sind und untereinander ebenso ungleich sind, ... und ebenso wie unser "Universum als Gesamtheit" Vorgänger und Nachfolger besitzen. Alle zusammen haben nur einen gemeinsamen Durchdringer: die Zeit!, natürlich bezugssystemverschieden! So gab es schon unendlich viele dieser Formen in der Vergangenheit, ... es wird in Relativzeit eine nicht bestimmbare Anzahl von "Universen als Gesamtheit" geben, die parallel zu uns existieren, in andersdimensionierter (noch) nicht bestimmbarer Form und was für die Relativvergangenheit galt, gilt auch für die Relativzukunft.

Fazit: Nicht das einzelne "Universum als Gesamtheit" ist unendlich, sondern die in verschiedenen Formen außerhalb der uns bekannten Raum-Zeit bereits existierten, zur Zeit existierenden, und zukünftigen sind es!

Dies ist ein Welt"bild" als Interpolierung aus Wissenschaft, Logikbetrachtung und Intuition! Wer nach Beweisen fragt ist selbst schuld. Zwinker
Sun Deluge
Das zur Existenz der Gedanken in der Zeit (vor dem Mensch, nach dem Mensch) - Zustimmung.

Ein anderer Aspekt ist die Tiefe der Gedanken selbst im hier und jetzt, die Möglichkeit zu unendlichen Variationen von Bedeutungen einzelner Wörter und Sätze (Aufbau) und die unendlichen Wortspiele und Wortneuschöpfungen, die nicht unbedingt bezüglich Wirklichkeit etwas zu tun haben müssen. Nicht zu vergessen, die Interpretationen. Wenn ich z. B. einen einprägsamen Satz in der Jugend gelesen habe, so kann ich ihn, je älter ich werde, anders deuten. Ich kann aber auch später, nachdem ich den Satz las, eine Biografie über den Autor lesen, sodass ich den Kontext besser versteh. Ohne die Biografie blieben mir nur Variationen aus meiner eigenen Beobachtersicht und Erfahrung. Ich muss also zugeben, dass es (die Idee der) Unendlichkeit gibt - als Vernunft.

Zu der Unendlichkeit im Universum:
Zitat:
OK, .... nochmal zusammengefasst:


Man kann natürlich zu meinem "Gesamtuniversum" auch Universum sagen, oder auch "Universum als Gesamtheit" (Worte sind Schall und Rauch),
Dieses "Universum als Gesamtheit", unterliegt dem gleichen endlichen Raum-Zeit-Kontinuum unseres durch einen Urknall entstandenen Inneren Mini-Universums (Mini aus Sicht des "Universums als Gesamtheit") und beinhaltet neben sicher uns noch gänzlich unbekannten Phänomenen, ähnliche Materieformen, wie im Urknall-Mini-Universum. Von diesen Mini-Urknall-Universen, gibt es eventuell soviel wie Sandkörner im Meer, innerhalb des "Universums als Gesamtheit", dennoch eine endliche Größe. Wer sich diese lineare Sichtweise noch vorstellen konnte, muss jetzt noch breiter Denken:

Du meinst, dass wir in einem „Mini-Universum“ endlicher Grösse leben und dieses Mini-Universum in einem „Gesamt-Universum“ enthalten ist, in dem viele weitere Mini-Universen enthalten sind. Das sind Paralleluniversen und Multiversum. Ich bin kein Befürworter dieser Theorie und bleib immer noch an dieser hängen, denn ich vermute, es gibt nur ein Universum - nicht als Mini-Universum und auch nicht als Gesamt-Universum bezeichnet, sondern einfach Universum.