Ergo
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| Original von Sun Deluge Das zur Existenz der Gedanken in der Zeit (vor dem Mensch, nach dem Mensch) - Zustimmung. Ein anderer Aspekt ist die Tiefe der Gedanken selbst im hier und jetzt, die Möglichkeit zu unendlichen Variationen von Bedeutungen einzelner Wörter und Sätze (Aufbau) und die unendlichen Wortspiele und Wortneuschöpfungen, die nicht unbedingt bezüglich Wirklichkeit etwas zu tun haben müssen. Nicht zu vergessen, die Interpretationen. Wenn ich z. B. einen einprägsamen Satz in der Jugend gelesen habe, so kann ich ihn, je älter ich werde, anders deuten. Ich kann aber auch später, nachdem ich den Satz las, eine Biografie über den Autor lesen, sodass ich den Kontext besser versteh. Ohne die Biografie blieben mir nur Variationen aus meiner eigenen Beobachtersicht und Erfahrung. Ich muss also zugeben, dass es (die Idee der) Unendlichkeit gibt - als Vernunft. |
Hier muss man etwas weiter ausholen:
Ihre Betrachtungsweise ist abhängig vom philosophischem Überbau. Wenn ich also auf der Grundlage des Idealismus argumentiere, komme ich zu einem anderen Ergebnis, als beim Materialismus. Dementsprechend können nur Materialisten untereinander, oder Idealisten untereinander zu einer Art Ergebnis kommen. Aber selbst dann gibt es verschiedene Betrachtungsweisen, weil sowohl der Empirismus, als auch der Rationalismus (beides erkenntnistheoretische Lehren), materialistische und idealistische Ausrichtungen erfahren hat, deren Aufsplittung in Richtung Empiriokritizismus, Positivismus, Neopositivismus weiter "blüht". Man muss sich also auch noch das Richtige herauspicken, ... nicht einfach!!!
Ich bin Materialist und sage dazu Folgendes:
Innerhalb unseres Bewußtsein/Denkprozesses ist der Gedanke ein "selbstständiger" Bestandteil in Form einer Aussage/Aussagenverbindung. Man erzeugt vor allem abstrahierte ideelle Bilder objektiver Dinge. Gedanken sind dahingehend ein Naturprozeß, eine Funktion des menschlichen Gehirns und nicht die Tätigkeit einer immateriellen Seele. Alle Erkenntnis kommt von Sinneserfahrungen, wobei das Denken die höchste Stufe der bedingt-reflektorischen Widerspiegelungstätigkeit ist, ... dies stellt keineswegs den Menschen auf eine Extrastufe im Tierreich, sondern nur an deren absoluter Spitze, evolutionär bedingt aus Arbeit und Sprache.
Denken und Sprache bilden eine untrennbare Einheit, in welcher Form auch immer diese Sprache auftritt! Durch den aktiven, relativ selbständigen Charakter der Gedanken, entstehen gelegentlich Gedanken einer höheren Qualität. (aus a + b wird nicht ab, sondern c)
Was ist nun unendlich beim Menschen? Alles materielle ist endlich, ... das Leben hat einen Anfang und ein Ende fürs Individuum, für die Menschheit, fürs gesamte Leben an sich!
Dennoch ist der Erkenntnisprozeß unbegrenzt und liegt im Unendlichem, .... setzt sich zusammen aus unendlicher Anzahl endlicher Erkenntnisakte.
Dies nun ist die Lösung des Gesamtproblems. Der einzelne Mensch kann nur endliche Gedanken in seinem Leben aufweisen, weshalb die endliche Menschheit insgesamt auch nur auf eine endliche Größe von quantitativen Gedanken kommt, ... dennoch bilden diese endlichen Größen im Überbau unendliche Möglichkeiten des Erkenntnisprozeßes. Dieser Widerspruch ist notwendig um die Unendlcihkeit zu bestimmen, den löst man den Widerspruch auf, wäre das Ende der Unendlichkeit gegeben.
Fortsetzung folgt
, dennoch könnte es in 50 Jahren bekannt sein wie ein bunter Hund!
. Deshalb ist klar, das gelegentlich durchaus beim Idealisten abgeschrieben werden kann. Also nicht Kompromiss, sondern Annahme der scheinbar zur Zeit genaueste Aussage. Wenn immer und überall der Materialist "HÜÜ" sagt und der Idealist "Hott", sollten man die Philosophen auf ihren Geisteszuzstand überprüfen!