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Original von -Sabine-
Angeregt durch den Kinderthread, in dem auch zur Sprache kam, dass die Jungen die Verlierer unseres derzeitigen Erziehungssystems sind: Warum? Gender? Biologie? Ein Mix? |
Ich glaube zwar, zu wissen, worauf du hinaus willst, aber das wirkt für mich erstmal völlig absurd, was du hier tust. Was ich meine, ist folgendes: Du erwähnst zunächst einmal die Feststellung, dass "die Jungen" die Verlierer des derzeitigen Erziehungssystems sind, also einer gesellschaftlichen Institution. Daraufhin fragst du nach dem "Warum", aber deine vorgeschlagenen Begründungen ("Gender? Biologie? Ein Mix?") gehen plötzlich in eine völlig andere Richtung, die mit dem gesellschaftlichen System selbst soweit gar nichts mehr zu tun haben. Dich interessiert also gar nicht, warum "die Jungen" die Verlierer in diesem System sind, sondern ob sie "Verlierer" sind, weil die Biologie oder die Sozialisation das aus ihnen macht?!
Übliche und sinnvolle Antworten auf die Frage, warum "die Jungen die Verlierer unseres derzeitigen Erziehungssystems sind", gehen ja eher in die Richtung: Weil die meisten Erzieher_innen/Lehrer_innen weiblich sind und männliche Bezugspersonen fehlen; weil der Lehrstoff nicht genügend auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist; weil Jungen von Lehrern schneller zurechtgewiesen, schneller als störend empfunden, schneller als verhaltensauffällig deklariert werden etc... (ob das so stimmt ist eine andere Frage).
Erst dann kann man sich vielleicht fragen, warum
das nun
so ist: liegt es an der "Biologie", dass weniger Männer Erzieher/Lehrer werden oder dass Jungen männliche Bezugspersonen brauchen; dass Jungen andere Bedürfnisse haben, was den Lehrstoff und dessen Aufarbeitung angeht; dass Jungen öfter stören oder verhaltensauffällig sind?
Oder liegt es an dem sozialen Geschlecht, sowohl im Sinne von Selbstbild und Sozialisation als auch im Sinne von Fremdbild, Männlichkeits-/Weiblichkeitsbildern in der Gesellschaft, dass weniger Männer Erzieher/Lehrer werden oder dass Jungen männliche Bezugspersonen brauchen; dass Jungen andere Bedürfnisse und andere Interessen haben; dass Jungen öfter stören oder verhaltensauffällig sind bzw. dass ihnen dies schneller zugeschrieben wird?
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| Und davon ausgehend die Frage: Ist unsere Gesellschaft wirklich emanzipiert? Was ist Emanzipation wirklich? |
Naja, ich halte es nicht für sinnvoll, hier von einer Dichotomie "emanzipiert: ja/nein" auszugehen. Es ist doch irgendwie sinnvoller, vergleichend von einem "Mehr/Weniger" auszugehen, also z.B.: Viele Frauen in Deutschland sind heute deutlich emanzipierter als noch vor 50 Jahren. Ich weiß schon, wozu diese Fragen gut sind, ob ein Ideal "wirklich" realisiert sei ("sind wir wirklich frei?", "sind wir wirklich emanzipiert?", "Leben wir wirklich in einer Demokratie?"). Vergleiche taugen dazu, die eigene Unemanzipiertheit (oder Unfreiheit, oder die undemokratischen Züge der Gesellschaft) zu übertünchen, und die Frage nach dem "Wirklich?" soll diese wieder in den Blick bringen. Das ist ja auch ganz gut! Aber man sollte Emanzipation eher als einen Prozess begreifen. Es gibt bei Derrida dieses Motiv der "democratie en avant", der Demokratie im Kommen sozusagen, welches genau diese Prozesshaftigkeit ausdrückt, dass Demokratie nicht entweder existiert oder nicht existiert, sondern dass sie jederzeit im Entstehen begriffen ist (im Kommen), d.h. aber auch rund um die Uhr neu erkämpft werden muss. Ebenso sehe ich es bei der Emanzipation: Sie ist jederzeit im Kommen. Es ist nicht "die Gesellschaft" als Institution, die emanzipiert ist, sondern es sind die Menschen, die in ihnen leben und die rund um die Uhr ihre Emanzipation erkämpfen müssen, sowohl den Erhalt als auch die quantitave und qualitative Erweiterung der Emanzipation. Sobald man an dem Punkt angelangt ist, wo man sagt: Aber wir sind doch längst emanzipiert, da muss man doch nicht mehr für kämpfen, ist die Emanzipationsbewegung an sich schon im Degenerieren begriffen.
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| Und echte Emanzipation sehe ich nicht - nur ungerechte Gleichmacherei und auch das oft nur zum Schein. |
Hmm... es ist schwer, dazu allzu viel zu sagen, da du dich hier nicht sehr ausführlich äußerst (Könntest du das denn nochmal nachholen?).
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Original von Marie
Ungerechte Gleichmacherei sehe ich auch.
Ungerecht nenne ich sie, weil missachtet wird, dass es das natürliche Recht und der Wunsch eines Menschen ist, sich als Mann bzw. als Frau fühlen zu dürfen
Gleichmacherei spricht jedem einzelnen dieses Recht ab.
Es ist keine Gleichberechtigung, wenn die natürlichen Unterschiede der Geschlechter bald nicht mehr zu erkennen sind.
Ganz im Gegenteil ist das sogar eine Benachteiligung, weil die eigene Identität schwer missachtet wird. |
Naja... ich weiß grad nicht, wo genau du diese Art der Gleichmacherei siehst. Ein paar Beispiele wären sicher nicht verkehrt; Hinweise auf gängige Praktiken, in denen diese Gleichmacherei vorkommt.
Oder meinst du die Gleichstellungspolitik? Die hat aber doch mit "Gleichmacherei" nichts zu tun?!
Ich kann jedenfalls nur für die Theorie und die theorienahen Praktiken sprechen. Weder der Differenzfeminismus (der Name sagt es ja schon), noch die Gender Theory oder die Queer Theory, also keine der Sexual- und Geschlechtertheorien der vergangenen Jahrzehnte, sprechen von "Gleichheit" und "Gleichmacherei". Im Gegenteil wird die
Differenz immer betont. Im Differenzfeminismus noch ganz klassisch die Differenz zwischen den zwei Geschlechtern, in der Gender Theory und insbesondere in der Queer Theory wird die Differenz dagegen pluralisiert. Der Modus ist eben nicht: "Mann" und "Frau" sind gleich!, sondern: Es gibt nicht "den Mann" oder "die Frau"! Nicht die Differenz zwischen den beiden Geschlechtern ist künstlich und konstruiert, sondern die suggerierte Gleichheit zwischen den jeweiligen Geschlechtsgenossen ist es. Nicht die Anerkennung der Differenz ist das Problem, sondern die Überhöhung gerade
dieser einen Differenz.
Theorienahe Praktiken sehen daher eben nicht so aus, dass Identitäten vereinheitlicht werden, sondern im Gegenteil ihre Pluralität anerkannt wird, unzählige Formen männlicher, weiblicher oder dritter Identitäten als gleich
wertig anerkannt werden sollen, ohne den Zwang, sich irgendeinem Idealbild von "Männlichkeit" und "Weiblichkeit" anpassen zu müssen.
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Original von pnovel
die menschliche spezies soll im rahmen einer weltweiten verschwörung quasi homogenisiert werden, damit soll eine sensibilisierung als vorstufe zur bewusstseinsinfiltration und eine passivität zur manipulation und steigerung des konsumverhaltens erzeugt werden, bei diesem prozess sollen die yin-yang komponenten entsprechend ummodifiziert werden um unter anderem eine implementation von bewusstseinsparasiten zu ermöglichen, ansonsten ist die yangbarriere eines mannes nicht so ohne weiteres zu durchdringen. je weniger yang also, umso weniger selbstbewusstsein, weniger männlichkeit, dafür mehr passivität und empfänglichkeit.
an dieser verschwörung sind vorallem die hollywood-kabbala-juden und andere etweige logen beteiligt, sie sind für die geschlechtertauschfilme und die homo-comedyserien verantwortlich, die so vom verlauf her konzipiert wurden, dass sie konditionierend auf männer und frauen wirken sollen. |
Das ist schon fast niedlich (wenn es nicht so erschreckend wäre)