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| Original von Philippos [quote] Eben. Aber wie kann dann Größe eine "intrinsische Botschaft" sein? Für einen Beobachter, dem X als "groß" erscheint, mag die Größe eine "Information" enthalten. Aber beides - die Eigenschaft der Größe wie die Information, die daraus abgeleitet werden mag - hängt hier vom Beobachter und seiner Interpretation ab. Das ist mit diesen Sätzen nicht vereinbar[..] |
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Original von Exebeche
Ok, lass mich der Sache auf den Grund gehen. Ist es das Wort "intrinsisch", was dich stört? |
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| Ich meine: Warum macht die Katze einen Buckel, oder streubt ihr Fell? Sie versucht größer zu wirken. Das meiste Imponiergehabe im Tierreich hängt irgendwie damit zusammen, dass da einer versucht so groß wie möglich zu wirken. Das zu bestreiten würde ich für äußerst gewagt halten. |
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| Wenn ein afrikanischer Elefantenbulle mit den Ohren wedelt ist es Zeit nach einem ruhigen Plätzchen zu suchen, weil er damit aktiv signalisiert, wie groß er ist. In den meisten Fällen ist er aber einfach nur da, und hungrige Raubtiere greifen ihn nicht an. Woran liegt das? Seine Größe ist per se ein Signal für alle Beobachter. Dieses Signal wird nicht erzeugt sondern liegt in der Eigenschaft selbst. |
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| Original von Ergo ooh Mann, ... der Themenstarter in seiner Grußansprache verwechselt tatsächlich die Mutationfähigkeit der Viren als evolutionäre Leistung mit kognitiver Leistung beim Virus. |
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| Original von Philippos Es hängt also vom Betrachter ab, was als "groß" bewertet wird und was diese relative Größe dann "signalisiert". |
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| Original von Nik Hi Exebeche, der Link bietet auch Zugang zum Volltext "Kognition bei einzelligen Lebewesen". http://vg00.met.vgwort.de/na/da4b87372f0...11-b-732479.pdf |
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| Original von Ergo ooh Mann, ... der Themenstarter in seiner Grußansprache verwechselt tatsächlich die Mutationfähigkeit der Viren als evolutionäre Leistung mit kognitiver Leistung beim Virus. |
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| Original von Jay Ray die Analogie sehe ich zwischen dem evolvierenden "Gewusel" mit der neuronale Bindungen geschlossen, verstärkt oder wieder gelöst werden und dem evolvierenden "Gewusel" mit das Erbgut von Viren mutiert und ggf expandiert oder als dysfunktional zerfällt.. |
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Original von Exebeche
Die Idee kognitiver Leistungen auf so niedrigem Level stammt offen gestanden nicht von mir sondern von Nobelpreisträger Prigogine und seinem Kollegen Maturana. Den Nobelpreis erwähne ich deshalb, weil er eben für die Arbeit an dem Konzept der Autopoiese vergeben wurde, also dem physikalischen Grundbaustein des Lebens. Die beiden Herren verstanden das Leben selbst - wenn ich meinem Buch von Fritjof Capra trauen darf - als einen kognitiven Prozess. Das funktioniert natürlich nur, wenn man sich in seinem Verständnis von "Kognition" von klassischen Definitionen löst @Ergo: Wenn du sagst, ich hätte die Mutationsfähigkeit von Viren mit kognitiver Leistung verwechselt, ist das etwa so wie wenn du sagst, ich hätte Oxidation mit Verbrennung verwechselt. Natürlich ist nicht jede Oxidation mit einem Feuer verbunden. Dennoch ist jede Verbrennung eine Oxidation. Dein Denkfehler ist, dass du die Verbindung nicht erkennst. (Du unterstellst mir fälschlicherweise, dass ich diese zwei Dinge gleichsetze und ignorierst gleichzeitig die Verbindung zwischen ihnen.) Natürlich ist nicht jede Mutation Kognition. Dennoch funktioniert Kognition auf genetischer Ebene nur mit Mutation. |
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| Original von Exebeche Allrdings ist dieser Thread nicht dazu gedacht Kritik am globalen Wirtschaftssystem zu üben. |
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| Was das beschriebene Phänomen für dieses Thema interessant macht ist die Tatsache, dass ursprünglich physikalische Prinzipien sogar auf abstrahierter Ebene greifen. Die Tatsache, dass die benannten Prinzipien abstrakte überindividuelle Entitäten erzeugen. |
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| Original von ewig Was mir an der Stelle noch fehlt, ist daß diese "Entitäten" ja nicht völlig von selbst sich zu Entitäten mausern, sondern unter Perspektivierungen, die unserem Wunsch entspringen, zu verstehen, auf Analogieschlüssen. Will man etwa einen Teilmarkt als separates Subjekt in seiner Besonderheit gegenüber dem größeren "Gesamt"-Markt sehen, wird dieses durch das Erkenntnissubjekt unter einem ganz bestimmtem Interesse so gerastert. Dazu existieren stets eine ganze Reihe von alternativen Perspektivierungsmöglichkeiten. |
und in einem amerikanischen Film wiederaufgetaucht) . | Zitat: |
| Maturana/Varela: Das Aufzeigen eines Wesens, Objekts, einer Sache oder Einheit ist mit einem Akt der Unterscheidung verbunden, der das Aufgezeigte von einem Hintergrund unterscheidet und damit von diesem trennt. |
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| Original von Nik Und genau das - und das darauf Folgende - ist der Einstieg in einen neurobiologischen Konstruktivismus. |
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| Original von Exebeche Vielmehr stellen Maturana + Varela explizit heraus, dass es sogar ein Irrtum ist zu glauben, dass in einem Gen die Information für die Ontogenese eines Lebewesens gespeichert sei. |
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Ein Gen ist nämlich nur die eine Hälfte des Systems, vergleichbar einer Partitur ohne das Orchester, das die Musik spielt. Wobei auch dieser Vergleich (meiner) hinkt, weil nämlich die Partitur sich erst beim Spielen voll entfalten würde. Das dynamische Wechselspiel (der Selbsterzeugung) ist ja ein wesentlicher Bestandteil des autopoietischen Vorgangs. |