Nero
Guten Abend ihr,
Ich habe soeben die Foren gesucht und bin nicht auf ein explizites Thema gestoßen was meine Frage einigermaßen beantwortet, deswegen habe ich mich dazu entschlossen ein eigenes Thema auf zu machen.
Ein kleines Vorwort: Ich bin selbst noch Schüler und besuche die 11. Klasse eines Gymnasiums. In unserem Unterricht gab es eine Abstimmung über irgendeinen eher unwichtigen Kram, Resultat war: 60% Für 40% dagegen.
Für uns Schüler war die Sache nun beschlossen, die 60% sind mehr und deswegen wird das Anliegen durchgesetzt. Allerdings meinte unser Lehrer, der natürlich quasi eine Art Souverän bildet, schließlich hängt es von ihm ab was gemacht wird, dass wir tun was die 40% wollen denn Demokratie ist nicht die Diktatur der Masse!
Soweit so gut allerdings stellt sich mir da die Frage, mit welchem Recht handelt er so bzw. warum meint er das tun zu müssen?
Natürlich kann man behaupten der Lehrer war für Anfang an für die 40% und hat sich dementsprechend einfach durchgesetzt, was allerdings den Sinn der Abstimmung liquidiert.
D.h. letzendlich war in meinen Augen die Abstimmung eher 2. rangig wenn unser Souverän, Der Lehrer, allein entscheidet was getan wird.
( Ich möchte noch anmerken das wir im Unterricht nicht darüber diskutiert haben, ganz im Gegenteil der Lehrer hat das nur gesagt und dann mit der nächsten Einheit angefangen. Allerdings schien das nur mich zu verwundern, wie dem auch sei )
Kann man soetwas auch über die schulische Ebene beziehen? Sollte man Minderheiten bevorzugt behandeln, weil sie eben Minderheiten sind und dadurch in einer Demokratie nicht zum Zuge kommen können?
Oder sollte man doch eher dem Großteil der Klasse den Vorrang lassen um so wenigstens viele Zufriedene haben und weniger Unzufriedene ?
Ist es nicht meist besser was die Mehrheit entscheidet? Oder ist das, was die Mehrheit entscheidet nur für die Mehrheit besser? Und diese kann sich dadurch einen Vorsprung erarbeiten?
Ist so eine Gleichberechtigung überhaupt vereinbar? Oder muss ich den Begriff der Gleichberechtigung mir selbst neu definieren? Quasi Gleichberechtigung ist nichtmehr das was die meisten wollen sondern Gleichberechtigung ist das was allen hilft?
Wobei sich mir nun wieder die Frage stellt, was hilft allen? Das was die meisten wollen? Damit dreh ich mich ja nur im Kreise. Oder ist das meine Art der Antwort ? Kann eine Demokratie garkeine Ideal für alle sein?
Hier fällt mir nun auch selbst schon auf, ein Ideal für alle wird nie existieren, deswegen wird man sich wohl an der Mehrheit orientieren müssen, eben zu ungunsten der Minderheiten.
Ist das Demokratie, wenn alle anscheind das Gleicherecht haben, also Quantiät entscheidend ist? Denn es scheint doch so, als wäre die Mehrheit ganz klar an der Macht.
Fragen über Fragen und niemand sonst mit dem ich drüber reden kann
Mit freundlichen Grüßen, Nero!
Ich habe soeben die Foren gesucht und bin nicht auf ein explizites Thema gestoßen was meine Frage einigermaßen beantwortet, deswegen habe ich mich dazu entschlossen ein eigenes Thema auf zu machen.
Ein kleines Vorwort: Ich bin selbst noch Schüler und besuche die 11. Klasse eines Gymnasiums. In unserem Unterricht gab es eine Abstimmung über irgendeinen eher unwichtigen Kram, Resultat war: 60% Für 40% dagegen.
Für uns Schüler war die Sache nun beschlossen, die 60% sind mehr und deswegen wird das Anliegen durchgesetzt. Allerdings meinte unser Lehrer, der natürlich quasi eine Art Souverän bildet, schließlich hängt es von ihm ab was gemacht wird, dass wir tun was die 40% wollen denn Demokratie ist nicht die Diktatur der Masse!
Soweit so gut allerdings stellt sich mir da die Frage, mit welchem Recht handelt er so bzw. warum meint er das tun zu müssen?
Natürlich kann man behaupten der Lehrer war für Anfang an für die 40% und hat sich dementsprechend einfach durchgesetzt, was allerdings den Sinn der Abstimmung liquidiert.
D.h. letzendlich war in meinen Augen die Abstimmung eher 2. rangig wenn unser Souverän, Der Lehrer, allein entscheidet was getan wird.
( Ich möchte noch anmerken das wir im Unterricht nicht darüber diskutiert haben, ganz im Gegenteil der Lehrer hat das nur gesagt und dann mit der nächsten Einheit angefangen. Allerdings schien das nur mich zu verwundern, wie dem auch sei )
Kann man soetwas auch über die schulische Ebene beziehen? Sollte man Minderheiten bevorzugt behandeln, weil sie eben Minderheiten sind und dadurch in einer Demokratie nicht zum Zuge kommen können?
Oder sollte man doch eher dem Großteil der Klasse den Vorrang lassen um so wenigstens viele Zufriedene haben und weniger Unzufriedene ?
Ist es nicht meist besser was die Mehrheit entscheidet? Oder ist das, was die Mehrheit entscheidet nur für die Mehrheit besser? Und diese kann sich dadurch einen Vorsprung erarbeiten?
Ist so eine Gleichberechtigung überhaupt vereinbar? Oder muss ich den Begriff der Gleichberechtigung mir selbst neu definieren? Quasi Gleichberechtigung ist nichtmehr das was die meisten wollen sondern Gleichberechtigung ist das was allen hilft?
Wobei sich mir nun wieder die Frage stellt, was hilft allen? Das was die meisten wollen? Damit dreh ich mich ja nur im Kreise. Oder ist das meine Art der Antwort ? Kann eine Demokratie garkeine Ideal für alle sein?
Hier fällt mir nun auch selbst schon auf, ein Ideal für alle wird nie existieren, deswegen wird man sich wohl an der Mehrheit orientieren müssen, eben zu ungunsten der Minderheiten.
Ist das Demokratie, wenn alle anscheind das Gleicherecht haben, also Quantiät entscheidend ist? Denn es scheint doch so, als wäre die Mehrheit ganz klar an der Macht.
Fragen über Fragen und niemand sonst mit dem ich drüber reden kann
Mit freundlichen Grüßen, Nero!