Mühe mich selbst zu verstehen

Stanley Alvarez
glorin...

Würdest du dich denn selbst als Philosoph begreifen bzw. bezeichnen? Und wie erkennst du denn bitte schön, ob jemand Philosoph ist, also quasi "selbst gedacht" hat? Wo fängt "selbst denken" an? Was machen denn wir anderen hier im Forum falsch? Was genau fehlt mir zum "selbst denken"?

Und nein, das sind keine bloß rhetorischen Fragen. Ich hätte sie wirklich gerne beantwortet. Ich bin mir nämlich noch äußerst unsicher, wie genau du dir das vorstellst. Deine Formulierungen sind ja mehr als vage.
glorin
@Stanley Alvarez:
Zitat:
Würdest du dich denn selbst als Philosoph begreifen bzw. bezeichnen?


Muss gleich wieder zu den anderen zurück WM-Spiel weiter sehen. Daher nur kurze antworten:
Man kann sich schwerer selbst einschätzen, als andere vorallem im bereich denken. Aber nein, ich denke ich bin keiner.

Zitat:
Und wie erkennst du denn bitte schön, ob jemand Philosoph ist, also quasi "selbst gedacht" hat? Wo fängt "selbst denken" an? Was machen denn wir anderen hier im Forum falsch? Was genau fehlt mir zum "selbst denken"?


Nenn mir einen Beitrag, in den du dies ansatzweiße geschaft hast. Dann gehe ich gerne darauf ein.

Zitat:
Und nein, das sind keine bloß rhetorischen Fragen. Ich hätte sie wirklich gerne beantwortet. Ich bin mir nämlich noch äußerst unsicher, wie genau du dir das vorstellst. Deine Formulierungen sind ja mehr als vage.


Werde nachher noch einmal etwas mehr dazu schreiben. Aber spiel müsste jetzt sofort weiter gehen. Habe zwar noch keinen größeren lärm vorm Fehrnseher wegen anpfiff der 2Halbzeit gehört. Aber das kann nicht mehr lange dauern. Hoffen wir das Frankreich verliert. Würde ich irgendwie lustig finden.
glorin
Zitat:
Und wie erkennst du denn bitte schön, ob jemand Philosoph ist, also quasi "selbst gedacht" hat?


Hm, dies ist gar nicht so schwer. Man muss nur Unterscheiden, ob irgendwer, irgendwen gelesen hat und daraufhin sagt, was dieser sagte nur mit kleinen Veränderungen. Oder ob jemand etwas sagt, das er selbst erschloß und dieses ähnelt nur das was jemand vorher schon gesagt hat. Im einfachsten Falle wäre es etwas vollkommen neues.
Dies ist natürlich immer nur schwer zubeurteilen. Doch bisher konnte mich keiner davon überzeugen, das er selbst seine Philosophie lebt. Ein jeder hier scheint die eines anderen zuleben, mit einen hauch des eigenen Touches hineinzugeben. Und dies ist für mich keine echte Philosophie.

Zitat:
Wo fängt "selbst denken" an? Was machen denn wir anderen hier im Forum falsch? Was genau fehlt mir zum "selbst denken"?


Bei dem freien denken, also dem eigenen denken, geht es mir nicht um das herkömmliche selber denken. Das darauf beruht, wissen auszuwerten und zu analysieren. Nein. Damit ist gemeint auch über die schon vorgefertigten Mauern weiter denken zukönnen. Oder aber wenn man schon eine bestimmte Philosophie verfolgt, meinetwegen auch übernommen hat, dessen inneren Wände zudurchbrechen. Neues zuerkennen. Zuverstehen, etc. Und dazu ist hier meines erachtens keiner wirklich fähig. Allerhöchstens in ganz kleinen Rahmen. Und dies zeichnet meiner Ansicht aber keinen richtigen Philosophen aus. Statt von echten Philosophen könnte man bei allen anderen auch von Pseudophilosophen bezeichnen. Da dieser Ausdruck aber negativ belastet ist und ich niemanden kränken will. Verzichtete ich zuerst auf diese Ausdrucksweise.
Ich weis nicht was wen dazu fehlt. Ich kann dir auch nicht sagen, warum ich kein Fremdsprachenkünstler bin. Und manche die ich kenne schon an den geringsten komplexen Physikrechnung scheitern...

Zitat:
Deine Formulierungen sind ja mehr als vage.


Fürchte meine Erklärungen sind dir immer noch zuvage, oder?
Nylen
Zitat:
Im einfachsten Falle wäre es etwas vollkommen neues.


Hier liegt ein Grundfehler vor. Ein kluger Mann hat geschrieben "Alle Philosophie ist nur eine Fussnote zu Platon"

Es ist vielleicht gar nicht möglich etwas neues zu sagen, weil die Problemstellung sich nicht geändert hat. Echte philosophische Paradigmenwechsel sind selten und meist auch geich ein Richtung, eine Schule, etc.

Mir ist ein Philosophlieber der sich in der Tradition zurechtfindet als jemand der originäre Ideen hat, aber für unnütze Probleme.

Und Glorin wir haben ja auch im direkten Gespräch oft das Vergnügen und du weisst wie du mich nehmen musst. Lass dir also gefallen das du für mich eben solch ein Pseudophilosph bist. Ein kluger opf, aber ohne das was für mich einen Philosophen ausmacht.

Sokrates war Philosoph weil er das GUTE, WAHRE UND SCHÖNE gegen die Sophisten verteidigte. nd Sphisten das sind Leute wie du. Die für oder gegen etwas klug argumentieren kennen, denen das aber eigentlich GEICHGÜLTIG ist. Einen Philosophen erkennst du daran. Es ist ihm NICHT gleichgültig.
schlinge
Ich nehme an, dass derjeniger, der einen echten Philosoph zu erkennen glaubt, sich selbst für einen echten Philosoph hält.
Nicht wahr Nylen?
Es ist zum Pinkeln schön. großes Grinsen
Nylen
Das scheint mir ein weiterer Trugschluss zwischen echten und unechten Philosophen zu unterscheiden, wie das anklingt.

Wenn Philosophie die Suche nach Erkentnis ist, dann ist der weg sozusagen das Ziel, und das Ergebnis irrelevant für die Frage Philosoph oder nicht.

Ja. Ich habe früher im Thread gesagt ich sehe mich als Philosophen. Das hat nichts damit zu tun das ich im Besitz irgendeiner Erkenntniss wäre, die es wert wäre auch nur erwähnt zu werden, sondern mit dem Glauben an die Philosophie. Etwas was ich dir Schlinge ebenfalls abspreche, wie ich allen deinen Posts im Forum entnehmen kann. Für dich ist das alles witzig, nicht ernst zu nehmen, und alle nur Idioten. Oder evt. Narren wie ich. Oder bin ich nur ein Esel oder ein Träumer. Kannst dudir ja aussuchen.

Philosoph oder nicht Philosoph misst sich nicht an dem was jemand sagt, sondern was jemand lebt, und was jemand glaubt.

Mir zu sagen ich sei aber kein Philosoph ist so ähnlich wie einem gäubigen Muslim zu sagen er sei kein Muslim.

Wohingegen sich als Philosoph bekennen zwar bei Leuten wie dir Erheiterung auslösen mag, für mich nicht mehr ist als wenn ein Christ sagt er sei Christ.
Phantom
Hi glorin,

Ein wenig erinnert mich das was du dem in deinen Augen scheinbar seltenen "echten Philosophen" zuschreibst (vorgefertigte/innere Mauern durchbrechen, neues erkennen, ...) an das was jeder Mensch von Kindesbeinen an macht:
Erfahrungen sammeln und daraus (mal mehr mal weniger bewusst) seine ganz eigenen Schlüsse ziehen
bzw. lernen.

Das Resultat (z.B. eine bestimmte Überzeugung) ist in einem gewissen Sinne immer etwas vollkommen Neues (in einem anderen Sinne ist es nie etwas vollkommen Neues -da man idR. auf Basis dessen schlussfolgert was schon da ist).

Inwiefern einem bestimmte Aussagen (seien es selbstgetätigte oder gelesene) einleuchtend erscheinen ändert sich im Laufe der Ontogenese am laufenden Band,
aber ich denke die wenigsten leben einfach "die Philosophie eines anderen" auch gegen ihre eigenen Erkenntnisse (wobei sich evtl. manche Personen manchmal hinter der Philosophie eines anderen verstecken weil sie ihre eigene gerade nicht offenlegen möchten ...oder können).

Am ehesten würde ich dir noch in der Aussage zustimmen dass man einen "echten" Philosophen daran erkennen könnte dass er seine Philosophie auch lebt, aber was heißt das schon? (wie viele der Leute hier im Forum kennt man privat? zieht man nur die explizierten Aussagen "ihrer Philosophie" heran oder fragt man bei vermeintlichen Fehltritten nach Randbedingungen? ...)

Vielleicht zeichnet sich ein echter Philosoph, wie mir bei Nylen anzuklingen scheint, einfach dadurch aus, dass ihm gewisse Fragen (z.B. die nach dem Guten, Wahren und Schönen, oder die nach einer lebenswerten/leb-baren explizierten Philosophie) nicht gleichgültig sind.
Nylen
Zitat:
Am ehesten würde ich dir noch in der Aussage zustimmen dass man einen "echten" Philosophen daran erkennen könnte dass er seine Philosophie auch lebt, aber was heißt das schon?


Ein Philosoph der seine Phiosophie lebt. Man lese Nietzsche zu dieser Frage. an ihren Taten werdet ihr sie erkennen.

Ich halte das für insofern quatsch das man Metaphysik oder Ontologie nicht leben kann, wie man das mit mancher Ethik evt kann.

Ich habe es oben angedeutet das für mich die Enstellung zu Problemen entscheidend ist. Ob ich ernsthaft bemüht bin diese zu lösen, und niemals aufgebe, obwohl jedes gelöste Problem immer neue aufwirft.

Nicht das ergebnis zählt, sondern die arbeit an sich selbst und dem eigenen weltverständnis. Das ist dann gelebtes philosophieren.
schlinge
@Nylen
Zitat:
Ich habe früher im Thread gesagt ich sehe mich als Philosophen.


Warum ist es für dich so wichtig ein Philosoph zu sein? Du kennst sogar unterschied zwischen echten und pseudo. Das ist keine Philosophie, sondern Systematik, Nomenklatur. Schon daher kannst du kein Philosoph sein, wie Leid es mir für dich auch tut, denn du es so gern möchtest.Oder vielleicht doch! Völlig egal.
Ich benutze Philosophie um die Lücken zu schlissen. Meine Lücken, die in meinem Leben sich bilden. Lücken vom Kant lasse ich nicht in meiner Nähe, ich habe nur ein Leben und es gibt schöneres als im Wirrwarr zu recht zu suchen.

"Gibt es einen Gott?", das ist witzig! Heute hat die Fragestellung ein Kopfstand. Dieses Phänomen ist kein Phänomen mehr, ist problemlos erklärbar. Andere Sache ist, dass es eine Menge Menschen gibt , die ihre Brötchen damit verdienen und natürlich ein Mysterium darüber knebeln. Warum soll ich mir Kopf zerbrechen? Ich amüsiere mich lieber, wenn das die andere tun. Ist doch nicht verboten.
Nylen
@Schlinge Gut !

Zitat:
Du kennst sogar unterschied zwischen echten und pseudo


Das ist ein Missverständnis. Glorin machte diese Unterscheidung, wollte aber niemand hier so betiteln, weil er niemanden beleidigen wolle. Ich hatte diese Hemmung keinesfalls und habe Glorin direkt ansprechdn gesagt er sei eben ein solche Pseudophilosoph.

Ich glaube im Grunde das jeder von uns Philosoph ist bzw. niemand davon völig frei, und es eher von Lebensumständen und eben den erwähnten Problemen abhängt wie sehr der Philosoph in einem gefragt ist.

Ich unterscheide zudem zwischen akademischer Philosophie die ein Broterwerb ist, und zwar nicht der schlechteste den ich mir vorstellen kann, wenn auch Lehrtätigkeit ohne nötige Pausen verkorkste Proffessoren erzeugen und Philosophie allgemein.

Wie gesagt hangelt der Philosoph von Problem zu Problem, und Lehrer zu sein, bedeutet immer und wieder alte Probleme aufzuwerfen und zu deuten.

Wenn ich sage ich bin Philosoph dann meine ich nicht das ich ein Lehrer von oder für irgendetwas bin, sondern ein Schüler und Suchender.

Ansonsten.

Zitat:
Ich amüsiere mich lieber, wenn das die andere tun. Ist doch nicht verboten.


Keinesfalls und wer über sich, andere und über die Philosophie allgemein nicht herzlich lachen kann ist sicherlich auch kein besonder guter Philosoph. Bzw. schlecht aufgehoben hier im Forum.
schlinge
Bis jetzt haben wir aneinander vorbei geredet. smile
Ist auch witzig.
glorin
Ah, der Nylen wieder... ^^
Zitat:
Es ist vielleicht gar nicht möglich etwas neues zu sagen, weil die Problemstellung sich nicht geändert hat. Echte philosophische Paradigmenwechsel sind selten und meist auch geich ein Richtung, eine Schule, etc.


Es kann auch gerne gesagtes wiederholt werden. Solange man die Schlüße selber zieht. Und nicht die hälfte durch unbeabsichtige Einflußnahme der erhaltenen Bildung und vorgefestigten Werten entsteht.

Zitat:
Ein kluger opf, aber ohne das was für mich einen Philosophen ausmacht.


Oh, ein lobe aus deinen Mund. Auch wenn ich erst dachte du meintest opfer statt Kopf. ^^ Du meintest doch Kopf, oder?

Zitat:
nd Sphisten das sind Leute wie du.


Ich fühle mich geehrt. Denn damit sagst du mehr aus als du denkst. Ein Lob aus höchsten tönen. Gerade da ich wohl eine der mangelhaftesten Philosophischen Grundausbildungen von uns habe. Aber trotzdem scheinbar auf diese nicht vorhandene Ausbildung zurück greife um weise zuerscheinen ist einer der größten Lobs, die du mir geben konntest. Um Theodor Gomperz zu zitieren: "Platons Sophisten-Verhöhnung steht auf der gleichen Linie mit Schopenhauers Schmähung der 'Philosophenprofessoren' oder mit Auguste Comtes Ausfällen gegen die 'Akademiker". Denn, ohne Kenntnis einen Professor gleich zuwirken, dass kann nicht jeder. Und erfreut meine Seele. (Wie das wolltest du mir nicht sagen?) nunja

Zitat:
Philosoph oder nicht Philosoph misst sich nicht an dem was jemand sagt, sondern was jemand lebt, und was jemand glaubt.


Nein. Es kommt nur auf sein denken an. Was er tut und wie er es tut ist irrelevant. Oder willst du ein Stummen Querschnittsgelähmten absprechen das er ein echter Philosoph sein kann?

Zitat:
Mir zu sagen ich sei aber kein Philosoph ist so ähnlich wie einem gäubigen Muslim zu sagen er sei kein Muslim.


Ich sagte du bist kein echter Philosoph. Umschreibbar mit Pseudophilosoph. Und das würde ich auch manch einen gläubigen Muslim um die Ohren hauen. Genau wie ich dies bei Pharisäern machen würde, wollte ich sie verletzen.


@Phantom:
Zitat:
an das was jeder Mensch von Kindesbeinen an macht: Erfahrungen sammeln und daraus (mal mehr mal weniger bewusst) seine ganz eigenen Schlüsse ziehen bzw. lernen.


Leben ist aber nicht philosophieren. Sonst würde ich beim kochen, na gut ich backe eigentlich fast nur (wenn überhaupt), eigentlich immer philosophieren. Denn ändern tue ich immer was. Und das Ziel ist auch meist schmackhaft. ^^

Zitat:
Das Resultat (z.B. eine bestimmte Überzeugung) ist in einem gewissen Sinne immer etwas vollkommen Neues (in einem anderen Sinne ist es nie etwas vollkommen Neues -da man idR. auf Basis dessen schlussfolgert was schon da ist).


Wenn die Schlußfolgerung von dir kommt und diese kompakt genug ist, dann spielt es keine Rolle auf welche Basis sie beruht. Aber auch soetwas habe ich hier im Forum noch nie erleben dürfen.

Zitat:
aber ich denke die wenigsten leben einfach "die Philosophie eines anderen" auch gegen ihre eigenen Erkenntnisse (wobei sich evtl. manche Personen manchmal hinter der Philosophie eines anderen verstecken weil sie ihre eigene gerade nicht offenlegen möchten ...oder können).


Lies dir post hier in Forum durch, egal von wem und dann vergleiche sie mit manch einen bekannt gewordenen Philosophen. Was du erkennen wirst, wird deine Worte lügen strafen.

Zitat:
Vielleicht zeichnet sich ein echter Philosoph, wie mir bei Nylen anzuklingen scheint, einfach dadurch aus, dass ihm gewisse Fragen (z.B. die nach dem Guten, Wahren und Schönen, oder die nach einer lebenswerten/leb-baren explizierten Philosophie) nicht gleichgültig sind.


Vielleicht, aber dann hat Nylen recht. In diesem Falle wäre ich kein Philosoph.


@Nylen:
Zitat:
Ich habe es oben angedeutet das für mich die Enstellung zu Problemen entscheidend ist. Ob ich ernsthaft bemüht bin diese zu lösen, und niemals aufgebe, obwohl jedes gelöste Problem immer neue aufwirft.


Nein du sprachst von etwas anderen. Gleichgültigkeit. Jemand der den Inhalt der Philosophie gleichgültig ist kann aber immer noch interesse am Philosophieren im allgemeinen haben und somit auch probleme ernsthaft bemüht betrachen und jedes daraus folgendes.


@schlinge:
Zitat:
Lücken vom Kant lasse ich nicht in meiner Nähe, ich habe nur ein Leben und es gibt schöneres als im Wirrwarr zu recht zu suchen.


Ach, verstehe gar nicht was du hast. Ich nehme evtl. mein denken nicht richtig wahr. Das mag evtl. sein. Daher stören mich wirrwarr-Fragen nicht. Denn ohne das ich bemerke das ich an sie denke, selbst wenn ich ein anderes Thema gerade bearbeite kommen mir die antworten. Ich wäre denke ich aber froh über mal etwas Wirrwarr. Also was hast du gegen dieses schlinge?


@Nylen:
Zitat:
Lass dir also gefallen das du für mich eben solch ein Pseudophilosph bist. Ein kluger opf, aber ohne das was für mich einen Philosophen ausmacht.

[...]

Ich glaube im Grunde das jeder von uns Philosoph ist bzw. niemand davon völig frei, und es eher von Lebensumständen und eben den erwähnten Problemen abhängt wie sehr der Philosoph in einem gefragt ist.


Was denn nun? Bin ich Philosph, Pseudophilosoph, oder kein Philosoph? roll



Edit. Zu früh meine Post abgeschickt. Bin ausversehen auf den Button gekommen. daher schnell noch ein Nachreich an Nylen:
Zitat:
Keinesfalls und wer über sich, andere und über die Philosophie allgemein nicht herzlich lachen kann ist sicherlich auch kein besonder guter Philosoph. Bzw. schlecht aufgehoben hier im Forum.


In diesen Sinne schreibe ich ja. Also, hoffe ich das du auch genügend selbsthumor hast.


mfg.
glorin
Esmeralda
Hallo Dreamwalker,

Zitat:
a) Wie werde ich Glücklich?
b) Sollte ich glücklich sein?
c) Was ist der Sinn des Lebens
d) Warum mache ich mir über alles und jeden Gedanken und kann nicht damit aufhören, kann nicht den Moment geniessen?
e) Mache ich das richtige?
f) Bin ich ein guter Mensch?

a) Es ist nicht möglich, glücklich zu werden. Es ist nur möglich, glücklich zu sein. Glück folgt dem Tun. Tue, was Dir wichtig ist, was Dich erfüllt, und Du wirst glücklich sein.
b) Glück zu fühlen entspringt der Freiwilligkeit. Das Wort „sollte“ in der Frage entstellt die Antwort.
c) Der Selbstzweck des Daseins.
d) Für mich selbst bedeutet Denken, meine Lebenslust genießen. Ich liebe es, zu denken. Möglicherweise ist es der Inhalt Deiner Gedanken, der Dir den Genuss am Moment vergällt. Es liegt an Dir, den Inhalt Deiner Gedanken zu verändern.
e) Wenn das Handeln mit dem gewollten Handeln identisch ist, ist es richtig.
f) Was ist ein guter Mensch?

Mach, was Dir wichtig ist, egal in welchem Alter. Sich „zu viele Gedanken“ machen geht gar nicht. Gedanken machen wir uns dann, wenn wir auf eine aktuelle Herausforderung noch keine Antwort gefunden haben. Finde Deine eigenen Antworten. Das macht richtig Freude. Es gibt viel zu viele Leute, die entweder gedankenlos handeln oder die Antworten Anderer für bare Münze nehmen. Auch meine eigene Antwort auf Deinen Post darfst Du so bewerten … Zwinker

LG,
Esmeralda
Nylen
@Glorin großes Grinsen

Ich sehe Sophisten gar nicht negativ, teile also die Einschätzung.
Ich sehe Sokrates übrigens kritisch als zu vernunftgläubig, genauer sehe ich Platon sehr kritisch.

Den Pseudophilosoph hast du in die Debatte gebracht, nicht ich. Das antwortete ich ja Schlinge schon.

Deine Sicht von Philosophie ist ja legitim, und ich habe auch gar kein Problem für dich alles andere als ein Philosoph zu sein. Nach DEINER Definition bist du jedenfalls keiner. Mehr habe ich nie sagen wollen und auch nur weil ich weiss das du sowas lächelnd wegstecken kannst. Wie ich auch die Antworten auf meine pathetischen Narreteien.
Sun Deluge
Nichts neues unter dem bestirnten Himmel.
Alles was es zu sehn gibt, hat der Mensch gesehn.
Fragen sind durch Analysen ausgetauscht,
die Wissenschaft hat übernommen.
Die letzten Fragen werden auch bald enträtselt sein...
Nylen
motz wir brechen uns enen ab und sie spucken in ihren Computern Gottes Telefonnummer aus. Oh grosser Deep Thought erbarm dich unser.
Sun Deluge
-
glorin
Zitat:
Den Pseudophilosoph hast du in die Debatte gebracht, nicht ich. Das antwortete ich ja Schlinge schon.


Ich weis. Aber ich denke es wäre schon recht vermessen, wenn ich mir selber antworten würde...
schlinge
@glorin
Zitat:
Ich wäre denke ich aber froh über mal etwas Wirrwarr. Also was hast du gegen dieses schlinge?

Nichts gegen mein eigenen Wirrwarr, aber nicht vom Kant oder sonst jemandem. Früher da habe ich viel gelesen, jetzt kriege ich nichts mehr runter. Außer paar Bücher, die ich zig fach schon gelesen habe und als Glück empfinde es immer wieder lesen können. Im Grunde will ich mein eigenen Wirrwarr nicht mehr aber ich kann die Auslöser nicht abschalten. Ich kenne die Auslöser, abschalten kann ich sie aber nicht. Ich will die 14 Stimmen aus meinem Kopf verdrängen, die sitzen im Bewusstem als Filter und vergiften alles um mich herum. Oder bilde ich es mir nur ein. Wie kann ich das tun, was ich nicht will? Oder denken, was ich nicht will. Warum soll ich die Gedanken/Wirrwarr gern haben, wenn es anderen gibt, die ich liebe und die vom Wirrwarr verdrängt werden? Es ist die Stimme, die sagt:"überlege es nochmal,überlege es nochmal,überlege es nochmal,überlege es nochmal,überlege es nochmal,überlege es nochmal,überlege es nochmal,überlege es nochmal... Ich will schreien:"verpiss dich!"...
John
Wer ist ein besserer Philosoph?
Der auf gestellte Fragen klar und deutlich antworten kann oder der, der die Fragen ignoriert und seine eigenen Gedankengänge fast bis in die Unendlichkeit weiter "spinnt"?

Ist also Esmeralda die beste Philosophin, die sich in diesem Thread zu Wort gemeldet hat? roll

Denkt Dreamwalker noch oder hat er angesichts der Abschweifungen das philosophische Denken (oder pseudophilosophische) abgeschaltet?

Das wäre auf jeden Fall schade!

winken Dreamwalker, ein Rat von mir: Denke, und lebe dein Denken! Und wenn die anderen dir nicht Recht geben, so bedeutet das nicht, dass du nicht Recht hast.

Ergänzende Frage dazu: habt ihr auch so oft wie ich erlebt, dass Gedanken, die man äußert, abgelehnt werden und sich später als richtig erweisen, in allen Lebensbereichen? Das ist unabhängiges Denken (ich maße mir nicht an, Kant zu verstehen oder gar, ihn zu "leben"), ich will damit nur sagen:

Die Richtigkeit eines Gedankes wird nicht damit festgestellt, ob er die Zustimmung anderer findet oder nicht!