traumloser Schlaf = Nichts ?

Sophie
Zitat:
Original von Taurus

Der Einwand, aber die Objekte sind doch noch, hat keine Gueltigkeit, denn "Etwas Ist" bedarf eines Beobachters.




Wenn sich Objekt hier auf ein Objekt im Bewusstsein bezieht, ja.
Wenn das Bewusstsein von einem Objekt jedoch fehlt, ist ja immer noch etwas und zwar alle stattfindende Vorgänge.

Zwischen den Gedanken existiert eine Lücke. Gäbe es diese Lücke nicht, könnte kein Gedanke aufhören oder anfangen. Diese notwendige Lücke oder Stille ist erlebbar, also kann bezeugt, in der Meditation ausgedehnt werden oder auch einfach so, wahrgenommen werden.
"Währenddessen" ist jedoch nicht nichts, sondern allerhand. Nicht nur, weil ich zum Beispiel atme oder andere körperliche Vorgänge stattfginden, ohne dass ich mir dessen bewusst sein muss, sondern diese Pause oder diese Stille, ist wahrnehmbar, also ein Erleben ohne mentales Objekt.
Im Tiefschlaf findet sicherlich auch dieses Erleben statt, aber wir übersehen das leicht, so wie wir die Lücke zwischen den Gedanken kaum wahrnehmen.
Während wir darüber nachdenken, sind wir bereits in einem bewussten geistigen oder mentalen Bereich, der zwar Erinnerungen beinhalten kann, aber nicht in der Lage ist, alles, was gleichzeitig geschieht, zu erfassen. Solche unbewussten Vorgänge stehen dann gerade oder nicht mehr als mentales Objekt zur Verfügung.
Ich würde das, was du "Nichts" nennst eher objektlose mentale Stille nennen.
Taurus
Zitat:
Original von Sophie
Zitat:
Original von Taurus

Der Einwand, aber die Objekte sind doch noch, hat keine Gueltigkeit, denn "Etwas Ist" bedarf eines Beobachters.




Wenn sich Objekt hier auf ein Objekt im Bewusstsein bezieht, ja.
Wenn das Bewusstsein von einem Objekt jedoch fehlt, ist ja immer noch etwas und zwar alle stattfindende Vorgänge.


Dies schrieb eine bewusste Beobachterin.
Entfållt der Beobachter, so entfållt die Aussage.
Entfållen alle Beobachter entfållt das Erkennen, von "Etwas Ist".
Jeder Einwand gegen die Aussage "Objekte sind nicht, ohne die Beobachtung" bedarf eines bewussten Beobachters, der betrachtet.

Zitat:
Original von Sophie
Zwischen den Gedanken existiert eine Lücke. Gäbe es diese Lücke nicht, könnte kein Gedanke aufhören oder anfangen. Diese notwendige Lücke oder Stille ist erlebbar, also kann bezeugt, in der Meditation ausgedehnt werden oder auch einfach so, wahrgenommen werden.


Hier stimme ich dir zu, sehe ich genauso.

Zitat:
Original von Sophie
"Währenddessen" ist jedoch nicht nichts, sondern allerhand. Nicht nur, weil ich zum Beispiel atme oder andere körperliche Vorgänge stattfginden, ohne dass ich mir dessen bewusst sein muss, sondern diese Pause oder diese Stille, ist wahrnehmbar, also ein Erleben ohne mentales Objekt.


In der Meditation kann man das erleben, ohne Zweifel.

Zitat:
Original von Sophie
Im Tiefschlaf findet sicherlich auch dieses Erleben statt, aber wir übersehen das leicht, so wie wir die Lücke zwischen den Gedanken kaum wahrnehmen.


"sicherlich auch" kuendigt hier eine unbeståtigte Vermutung an.
Blickst du hier ins "Nichts" wenn du versuchst in den Tiefschlaf zu schauen?

Zitat:
Original von Sophie
Während wir darüber nachdenken, sind wir bereits in einem bewussten geistigen oder mentalen Bereich, der zwar Erinnerungen beinhalten kann, aber nicht in der Lage ist, alles, was gleichzeitig geschieht, zu erfassen. Solche unbewussten Vorgänge stehen dann gerade oder nicht mehr als mentales Objekt zur Verfügung.
Ich würde das, was du "Nichts" nennst eher objektlosen mentale Stille nennen.


Wuerdest du es so nennen, aufgrund der Vermutung das es sich åhnlich verhålt, wie bei der dir bekannten "objektlosen mentalen Stille" der Meditation?

Gruss Taurus
Taurus
Ein Versuch. Zwinker

Unendlichkeit ist das "Sein".
Im Moment des "Nichts", fehlt Bewustheit.
"Sein" beinhaltet, das "Nichts".
Im Moment des "Nichts", ist Unendlichkeit das "Nichts".


Gruss Taurus
Kai
@Taurus
Du benutzt das Wort "Nichts" also zur Bezeichnung des Seins, der Welt, des Universums, der objektiven Welt, sobald niemand von dem Sein bzw. einzelner Teile/Bereiche weiß. Somit benutzt du das Wort "Nichts" für "etwas". Und das ist unsinnig.

Oder du sagst, es gibt nichts außerhalb des Bewusstseins. Alles was es gibt, existiert als Bewusstseinsinhalt. Das ist eine Auffassung, die in der Philosophiegeschichte oft vertreten wurde. In verschiedenen Varianten. Das ist eine Spielart des Idealismus. Esse est percipi.

Ich frage mich nun, was das für das praktische Leben bedeutet. Von der Existenz des Sauerstoffs wissen die Menschen seit ca. 240 Jahren. Vorher hat es keinen Sauerstoff gegeben. Was haben die Menschen vorher geatmet?
Sophie
Zitat:
Original von Taurus


Dies schrieb eine bewusste Beobachterin.
Entfållt der Beobachter, so entfållt die Aussage.
Entfållen alle Beobachter entfållt das Erkennen, von "Etwas Ist".
Jeder Einwand gegen die Aussage "Objekte sind nicht, ohne die Beobachtung" bedarf eines bewussten Beobachters, der betrachtet.


Natürlich schreibe ich das als eine bewusstse Beobachterin im Wachzustand.
Das ist ja auch kein Problem, denn Sein oder "Etwas" ist ja auch dann, wenn ich träume oder tiefschlafe.
In der Schlafforschung hat man festgestellt, das sich etwas 80 % der Menschen besonders gut an Träume erinnern, wenn sie in der Traumphase geweckt werden. Weckt man sie später, können das weniger als die Hälfte.



Zitat:


"sicherlich auch" kuendigt hier eine unbeståtigte Vermutung an.


Ja, das ist richtig und damit liege ich wahrscheinlich falsch.

Bis jetzt wurde festgestellt, dass es schwieriger ist, Menschen aus der Tiefschlafphase zu wecken. Allerdings scheint sie auch nicht unbedingt, so wie ich angenommen hatte, ohne mentalen Inhalt zu sein.
Menschen die in dieser Phase geweckt wurden, haben zwar keine Traumgeschichten erwähnt, aber einige hatten den Eindruck gehabt, dass sie gerade über etwas nachgedacht hatten.



Zitat:


Wuerdest du es so nennen, aufgrund der Vermutung das es sich åhnlich verhålt, wie bei der dir bekannten "objektlosen mentalen Stille" der Meditation?


Ja, ich habe mit dem Gedanken gespielt, dass es sich ähnlich verhalten könnte, aber ich rücke davon wieder etwas ab. Sollte eine Schlafphase zu einem bestimmten Zeitpunkt traumlos oder bar jeder mentaler Inhalte sein, dann würde ich das mit einer objektosen mentaler Stille vergleichen.
Da wir uns nicht immer sofort an alle Trauminhalte erinnern, kann es jedoch auch sein, dass in der sogenannten Tiefschlafphase Gedanken existieren, an die wir uns im Wachmodus nicht mehr erinnern können.

@ Kai

Zitat:
Du benutzt das Wort "Nichts" also zur Bezeichnung des Seins, der Welt, des Universums, der objektiven Welt, sobald niemand von dem Sein bzw. einzelner Teile/Bereiche weiß. Somit benutzt du das Wort "Nichts" für "etwas".


Ja, das sehe ich auch so.
Sophie
Zitat:
Original von Taurus

Blickst du hier ins "Nichts" wenn du versuchst in den Tiefschlaf zu schauen?


Der tibetische Buddhismus hat sich jahrhundertelang mit dem Phänomen des Träumens beschäftigt, allerdings erfordert es eine fortgeschrittene Meditationspraxis um die verschiedenen Schlafphasen wahrnehmen zu können.
In einem Gespräch mit Wissenschaftlern (Traum, Schlaf und Tod von Fransico J.Varela) sagt der Dalai Lama:

"Sie haben vorher von den vier Stadien des Nicht- Rem- Schlafes gesprochen, die dem Rem- Schlaf vorangehen. Im tantrischen Buddhismus, dem Varjayana, spricht man von vier Stadien im Prozess des Einschlafens, die in das sogenannte Klare Licht des Schlafes münden.
Aus diesem klaren Licht des Schlafes taucht man in den Traumzustand des Rem-SChlafes auf. Sie haben gesagt, dass die vier Stufenin f einer festen, unveränderlichen Reihenfolge auftreten. Eine in Mediation ungeübte Person wird nicht beurteilen können, ob die vier Stadien, die im Vajrayana Buddhismus beschrieben werden, unveränderlich sind.
Jedoch kann ein Mensch, der sich in der V-Meditation geübt hat, eine feststehende Reihenfolge in den vier Stadien des Einschlafens erkennen können. Es ist leichter, den Traum als Traum zu erkennen, also traumlosen Schlaf als traumlosen Schlaf. Wenn man den Traumzustand erkennen kann, während man sich darin befindet, dann kan man visualisieren und das grobe Bewusstsein vorsätzlich verringern, um wieder in den Schlaf des Klaren Lichtes zurückzukehren. An diesem Punkt ist das subtilste Bewusstsein, das Klare Licht des Schalfes, leichter zu erkennen."


Varela sagt dann, dass normale Menschen einfach wegtreten und keine Art von Erkennen möglich ist.

Das bestätigt der Dalai Lama und sagt, dass es eine der höchsten Verwirklichungen für einen Yogi ist, ohne Verlust des Gewahrsein durch diese Übergaänge zu gehen.


Das ist interessant, denn es könnte zeigen:

Wenn das dafür notwendige Gewahrsein erbracht wird, hat der traumlose Schlaf eine mental erlebbare Seins-Qualität. Interessant wäre sicherlich auch, welche Gehirnwellen auftreten, während der "Schlafende" im klaren Licht ruht.
carsten aus bochum
Zitat:
„Das bestätigt der Dalai Lama und sagt, dass es eine der höchsten Verwirklichungen für einen Yogi ist, ohne Verlust des Gewahrsein durch diese Übergaänge zu gehen.“


Ganz so Ramana Maharshi:

„Der Yogi verweilt im turiya [u.a. bewusstes Wahrnehmen des traumlosen Teifschlafs], während turiyatita [der Eine Geschmack] dem höchsten Yogi vorbehalten bleibt. Für den Durchschnittsmenschen wechseln die ersten drei Zustände [Wachen, Traum, Tiefschlaf] miteinander ab. Die letzten beiden stehen am Ende eines langen Übungsweges.“

Zitat:
"Wenn das dafür notwendige Gewahrsein erbracht wird, hat der traumlose Schlaf eine mental erlebbare Seins-Qualität. Interessant wäre sicherlich auch, welche Gehirnwellen auftreten, während der "Schlafende" im klaren Licht ruht."

Delta-Wellen soweit ich weiß.

Gruß,

Carsten
Sophie
Zitat:
Original von carsten aus bochum

Delta-Wellen soweit ich weiß.



Mir ist das ehrlich gesagt nicht richtig klar.
Delta-Wellen heißt es an manchen Stellen, kennzeichnen den Tiefschlaf. Ob das nun auch für den gewahrseienden schlafenden Meditierenden gilt, weiß ich nicht.


In der Meditation treten wohl eher eine erhöhte Frequenz von Gamma-Wellen auf, also Gehirnwellen, die mit höherer geistiger Aktivität, starker Konzentration und Lernprozessen in Verbindung gebracht werden.
Nach wissenschaftlicher Erkenntnis ist gerade der Tiefschlaf und weniger die Traumphase, notwendig für Lern-, und Gedächtnisprozesse.
Mir ist aber weiter unklar, welche Gehirnwellen nun bei einem Yogi im gewahrseinten Tiefschlaf vorherrschen oder ob das klare Licht des Schlafs bereits ein anderer Zustand als der normale Tiefschlaf ist. Sind es ebenfalls Deltawellen oder eher Gamma?
carsten aus bochum
Hi Sophie.

So ganz sicher bin ich da auch nicht, weil die Quellen widersprüchlich sind.

Allgemein kann man sagen, dass normales Tagesbewusstsein mit alpha-Wellen korrespondiert.
Leichte Entspannung mit beta-Wellen.

Kommen Traumbilder ins Spiel, oder auch Bilder der Meditation, hat man es mit theta-Wellen zu tun.
Im traumlosen Tiefschlaf mit delta-Wellen.

Die gamma-Wellen (bei 40 Hertz) wurden in der Tat lange Zeit nicht sonerlich beachtet, dann fiel aber auf, dass sie bei buddhistischen Mönchen stark ausgprägt waren, aber auch dann, wenn wir im flow sind, die stärksten gemessenen Werte hatte ein südamerikanischer Percussionspieler, Conga oder so was spielte er.
Wilber hat man mal durchgemessen und bei ihm traten delta-Wellen zusammen mit alpha/beta-Wellen auf. Das kennt man sonst eigentlich nur von Menschen mit Hirntumor.

Kommt auch auf die Art der Meditation an, welche Wellen man evoziert und natürlich worauf man achtet.

Gruß,

Carsten
Jay Ray
Zitat:
Original von Kai
Das ist eine Spielart des Idealismus. Esse est percipi.

Ich frage mich nun, was das für das praktische Leben bedeutet. Von der Existenz des Sauerstoffs wissen die Menschen seit ca. 240 Jahren. Vorher hat es keinen Sauerstoff gegeben. Was haben die Menschen vorher geatmet?

Vorher haben sie einfach "Luft" geatmet
(und diese für so immateriell gehalten, daß in verschiedenen Sprachen die Wörter für Geist, Seele, etc von Gasbewegungen abgeleitet wurden.)

Zurück zur Traumlosigkeit - da würde ich weiter unterscheiden zwischen "wissen/merken, "daß", aber nicht "was" man geträumt hat" und "nichtmal das leiseste Gefühl zu haben überhaupt geträumt zu haben".
Sophie
Zitat:
Original von carsten aus bochum

Kommt auch auf die Art der Meditation an, welche Wellen man evoziert und natürlich worauf man achtet.



Ja, denke ich auch.
Hat sich Wilber eigentlich daraufhin untersuchen lassen, ob er auch keinen Gehirntumor hat?
Reinhard
Zitat:

Man kann nicht von erleben sprechen, wenn man sich nicht errinnert.
Also kann ich diesem Zustand kein bewustes Erleben zuordnen und Blicke ins "Nichts"?


Hallo Taurus, wieso? Du blickst doch immer ins Nichts oder eben nicht? Weiss man denn genau was gleich passieren wird? Bewußtsein speist sich doch auch nur aus Erinnerungen, aus Totem, aus Vergangenem und daraus schliesst man denn auf die Zukunft mit einer gewissen Erwartung, die allenfalls auf Gewohnheit beruhen kann. Wenn man abends einschläft, ist es doch genauso, man vertraut drauf, dass die Gehirnfunktionen des vegetativen Nervensystems die Atmung, den Kreislauf und vieles mehr in der Verfassung halten, die einem ein Überleben ermöglichen und es ist doch jedes Menschen Traum, dass es vielleicht mal nicht mehr so ist und man ohne großes Leid zu erleben aus der Welt verschwindet, nur eben nicht diese Nacht, sondern in der Nacht der Nächte. Wenn man nicht dieses Vertrauen ins Leben hätte, könnte es doch zu gar keinem bewußten Erleben kommen. Es gibt aber nur ein Leben und das Erleben verhält sich dazu immer wie die Vergangenheit zur Gegenwart und das Überleben wie ein Prinzip, das nicht von einem selbst erdacht sein kann, also auch nicht von meinem Bewußtsein abhängt. Dass man nichts mitkriegt, liegt doch nicht nur an der Pause, die das Bewußtsein macht, auch an den Dingen, die den Horizont in jeder Hinsicht übersteigen, während des Bewußtseins, davor und danach. Dass, was ein Bewußtsein erfasst, verliert sich doch in der Fülle des Seins vollständig.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
carsten aus bochum
Hi Sophie.

Das war schon vor 13 Jahren, so lange lebt man mit einem Hirntumor meistens nicht. Der arme Wilber ist zwar schwerstkrank, aber ein Hirntumor ist m.W. nicht dabei.

Gruß,

Carsten
Sophie
Zitat:
Original von carsten aus bochum


Das war schon vor 13 Jahren, so lange lebt man mit einem Hirntumor meistens nicht.


Es gibt Gehirntumore, die bleiben lange Zeit ohne Symptome und werden eher zufällig entdeckt.
Was hat den Wilber?
Fliege
Taurus:
Zitat:
Entfällt der Beobachter, so entfällt die Aussage.
Entfällen alle Beobachter entfällt das Erkennen, von "Etwas Ist".
Jeder Einwand gegen die Aussage "Objekte sind nicht, ohne die Beobachtung" bedarf eines bewussten Beobachters, der betrachtet.

Esse ist halt percipi. Und wenn der, der percipiert, auch selber esse haben möchte, muss er sich obendrein stets selber beim Percipieren percipieren.
Oder auch für Möglichkeitsliebhaber:
Esse ist halt die Möglichkeit von percipi. Und wenn der, der der Möglichkeit nach percipiert, auch selber esse haben möchte, muss er obendrein stets sich selber bei der Möglichkeit des Percipierens der Möglichkeit nach percipieren.
carsten aus bochum
Hi Sophie.

Zitat:
„Es gibt Gehirntumore, die bleiben lange Zeit ohne Symptome und werden eher zufällig entdeckt.
Was hat den Wilber?“


Naja, aber Menschen mit Hirntumoren können ihre Hirnwellen dann nicht nach belieben verändern.

Du erinnerst Dich an Mut und Gnade, als er selbst eine unbekannte Virusinfektion oder etws bekam (was damals in der Gegend im Boulder grassierte), die ihn für mehrere Wochen oder Monate völlig entkräftete? Das muss wohl eine Spätfolge oder Komplikation davon sein, die Krankheit heißt REDD und Wilber hat es so beschrieben, dass es sich wie ein schwere Grippe anfühlt, die dann bei einem Schub ungefähr ein halbes Jahr bleibt, so dass er ans Bett gefesselt ist.
Er muss schwere Medikamente nehmen und ist im Grunde seit 10 Jahren todkrank. Leute die ihn getroffen haben, sagen, dass er wirklich einen schlechten Eindruck macht und bei der letzten Videokonferenz der deutschen Integralen mit ihm, wurde kein Bild zugeschaltet... dafür hörte sich die Stimme krank und brüchig an.

Gruß,

Carsten
Taurus
@Sophie
@carsten aus bochum
Hallo Sophie, hallo Carsten!
Was ihr beschreibt, wuerde ich einfach "bewussten Schlaf" nennen, wird dieser von "Jemandem" geschlafen?

Interessant finde ich die erwåhnten Wellen, den Wellen sind auch bestandteil meiner nåchsten Frage.

@Kai
Zitat Kai:
"Du benutzt das Wort "Nichts" also zur Bezeichnung des Seins, der Welt, des Universums, der objektiven Welt, sobald niemand von dem Sein bzw. einzelner Teile/Bereiche weiß. Somit benutzt du das Wort "Nichts" für "etwas". Und das ist unsinnig."

Hallo Kai!
Nicht sobald niemand weiss, sondern sobald niemand "ist".
Sobald keine Bewustheit und kein Bewusstsein "ist".
An dieser Stelle møchte ich dich Fragen, welche Gestallt håtte denn dann die "objektive Welt"?
Eine Gestallt so wie Wir sie wahrnehmen?
In Form von "Materie" oder "Teilchen"?
Oder Wellen?
Unsinnig ist es wirklich, denn es gibt kein "erkanntes Objekt" ohne einen "Erkennenden",
weil Bewustheit und Bewustsein wenn auch periodisch* auftretend, immer konstanter Bestandteil des "Sein/Nichts" ist.

*Periodisch, wie tiefschlafen und erwachen.

Zitat Kai:
"Oder du sagst, es gibt nichts außerhalb des Bewusstseins. Alles was es gibt, existiert als Bewusstseinsinhalt. Das ist eine Auffassung, die in der Philosophiegeschichte oft vertreten wurde. In verschiedenen Varianten. Das ist eine Spielart des Idealismus. Esse est percipi."

Ich sage eben nicht entweder, oder.

Zitat Kai:
"Ich frage mich nun, was das für das praktische Leben bedeutet."
Fuer mein praktisches Leben bedeutet es "Alles", fuer deines kann es auch "Nichts" bedeuten.

@Reinhard
Zitat Reinhard:
"Hallo Taurus, wieso? Du blickst doch immer ins Nichts oder eben nicht? Weiss man denn genau was gleich passieren wird? Bewußtsein speist sich doch auch nur aus Erinnerungen, aus Totem, aus Vergangenem und daraus schliesst man denn auf die Zukunft mit einer gewissen Erwartung,"

Hallo Reinhard!
Ich meine Bewustsein speist sich nicht zwingend nur aus Vergangenem, und eine gewisse Erwartungshaltung muss auch nicht zwingend sein.

Zitat Reinhard:
" die allenfalls auf Gewohnheit beruhen kann. Wenn man abends einschläft, ist es doch genauso, man vertraut drauf, dass die Gehirnfunktionen des vegetativen Nervensystems die Atmung, den Kreislauf und vieles mehr in der Verfassung halten, die einem ein Überleben ermöglichen und es ist doch jedes Menschen Traum, dass es vielleicht mal nicht mehr so ist und man ohne großes Leid zu erleben aus der Welt verschwindet, nur eben nicht diese Nacht, sondern in der Nacht der Nächte."

Ich wuerde meinen Tod nicht verschlafen wollen. Zwinker
Wåhre ich nicht unfåhig Gewohnheiten zu åndern, wen mein gegenwårtiges Bewusstsein, nur aus totem Vergangenem gespeist, sofort erwartend in die Zukunft blickt?
Fehlt hier nicht, die immer gegenwårtige Møglichkeit, der Entscheidung?


Zitat Reinhard:
" Wenn man nicht dieses Vertrauen ins Leben hätte, könnte es doch zu gar keinem bewußten Erleben kommen. Es gibt aber nur ein Leben und das Erleben verhält sich dazu immer wie die Vergangenheit zur Gegenwart und das Überleben wie ein Prinzip, das nicht von einem selbst erdacht sein kann, also auch nicht von meinem Bewußtsein abhängt."

Das ich meiner Selbst bewusst bin heisst, mein "ich" sorgt fuer mein Ueberleben.
Ich wuerde differenzieren, zwischen Bewusstheit, Bewusstsein und sich seiner Selbst bewusst sein (ICH).

Zitat Reinhard:
"Dass man nichts mitkriegt, liegt doch nicht nur an der Pause, die das Bewußtsein macht, auch an den Dingen, die den Horizont in jeder Hinsicht übersteigen
, während des Bewußtseins, davor und danach."

Von welchen Dingen und von welchem Horizont sprichst du?

Zitat Reinhard:
" Dass, was ein Bewußtsein erfasst, verliert sich doch in der Fülle des Seins vollständig."

Das sehe ich åhnlich und sogar als notwendig an.

@Jay Ray

Zitat Jay Ray:

"Zurück zur Traumlosigkeit - da würde ich weiter unterscheiden zwischen "wissen/merken, "daß", aber nicht "was" man geträumt hat" und "nichtmal das leiseste Gefühl zu haben überhaupt geträumt zu haben". "

Hallo Jay Ray, danke das du wieder zum Kern der Frage zurueckfinden møchtest.
Diese Unterscheidung an dieser Stelle, wuerde ich auch machen wollen.
Es geht nicht um das Schlafen seilbst, vieleicht war schlafen auch ein schlechtes Beispiel?

Ich møchte versuchen, ueber ein fuer jeden selbst nachpruefbares Alltagserleben, einen Bezug zum "Nichts" herzustellen, welches ich laut meinen Erklårungen, im fehlen von Bewusstsein vermute.

Es geht eben um dieses "nichtmal die leiseste Ahnung", kein Gefuehl zu haben, keine Erinnerung, kein Erleben einfach "Nichts"?
Dieser "blinde Fleck", der nicht einmal erahnen låsst, das ich tråumte oder erlebte.
Wenn ich feststelle an diesem Punkt ist nichts, kein Koerpergefuehl , keine Erinnerung, kein Erleben, dieser Punkt liegt ausserhalb meines Beschreibens, kønnte ich ihn dann, als "unaussprechliches Nichts" oder "undenkbares Nichts" beschreiben?

Gruss Taurus
Taurus
@Fliege
Ich wollte mit meiner Aussage keinen Einwand ausgrenzen, sondern verdeutlichen das sowohl der Einwand, als auch meine Aussage eine Betrachtung darstellen, die immer eines Betrachters beduerfen.

Ich versuche es besser zu Beschreiben.
Versuche dir vorzustellen, du bist das einzige Bewusstsein im Universum und stellst dir die Frage "sind die Objekte nach meinem Tod"?
Danach stirbst du an Einsamkeit.
Wenn du jetzt auf deine Frage, mit "aber sicher sind sie noch" antworten willst.
Frage dich "wer ist es, der da Antworten will"?



Gruss Taurus
Fliege
Taurus:
Zitat:
Ich versuche es besser zu Beschreiben.
Versuche dir vorzustellen, du bist das einzige Bewusstsein im Universum und stellst dir die Frage "sind die Objekte nach meinem Tod"?
Danach stirbst du an Einsamkeit.
Wenn du jetzt auf deine Frage, mit "aber sicher sind sie noch" antworten willst.
Frage dich "wer ist es, der da Antworten will"?

Wenn ich sterbe als einziges Bewusstsein im Universum, ist die Frage "sind die Objekte nach meinem Tod" verschwunden; auch jede Möglichkeit ist verschwunden, Fragen zu stellen und Antworten auf Fragen zu geben.

Dennoch können Objekte vor meinem Leben, während meines Lebens und nach meinem Tod sein (nirgendwo mit Tüttelchen).

Wäre das nicht so, würde die Existenz (das Sein) von Objekten (nicht die mögliche Existenz von "Objekten") davon abhängen, dass jederzeit die Antwort gegeben werden kann: "Objekte sind". Das wäre: esse est percipi in der Variante to be is to be possibly perceived.
Dabei würde der Umstand, dass Objekte sind (ohne Tüttelchen), mit dem Umstand, dass jemand sagen kann (oder percipieren kann, beobachtet kann usw.) "Objekte sind" (mit Tüttelchen), identifiziert.
Sophie
Zitat:
Original von carsten aus bochum


Naja, aber Menschen mit Hirntumoren können ihre Hirnwellen dann nicht nach belieben verändern.


Das wird wieder verwirrend. Eigentlich war meine Frage rein informativ gemeint. Hätte ja sein können, dass Wilber sich darauf hin hat durchchecken lassen. Um mehr ging es mir gar nicht.


Zitat:
Das muss wohl eine Spätfolge oder Komplikation davon sein, die Krankheit heißt REDD


Ah danke, ich habe unter REDD Krankheit geg**gelt und Wilbers Brief gefunden.