Einmal Bei 0 Anfangen

Taurus
Durch andere Themen angeregt, stelle ich mir gerade die Frage was ist "0" oder "Null", ist sie ein Denkfehler, begründet sich der Wert "0" auf einseitige Betrachtung und fehlende Messtechnik?
Gibt es ein real "null" ?
Oder ist der angenommene "Nullwert" doch immer mindestens einmal vorhanden?
glorin
In vielen Bereichen bildet 0 das Gegenteil von unendlich. Manchmal wird unendlich sogar als 0 bezeichnet.
Es kann aber auch nur ein Mittelwert sein. Dies ist immer davon abhängig, ob es auch negative Werte gibt. Jedes Lebewesen hat eine Inteligenz. Dieser Wert kann nicht unter 0 liegen, da es keine negative Intelligenz gibt. Bei einem Gegenstand der allerdings wahrscheinlich nicht intelligent ist, da er diese nicht besitzt kann ein 0Wert gegeben werden. Unendlich ist immer durch den höchsten je vorhandenen Wert gegeben. Da dieser aber noch zunehmen kann sprechen wir von unendlich...

Also, auf welches Thema bezieht sich denn deine Frage?
Sun Deluge
Hallo! Null ( 0 ) wie auch Unendlichkeit ( unendlich ) sind mathematische Gedankenkonstrukte.
Das heisst, sie existieren nur als abstrakte theoretische Gegenstände die sich auf die Wirklichkeit beziehn können, angelehnt an derselben sind oder aber für sich allein eine Logik unabhängig der Wirklichkeit bildet.

Unendlichkeit existiert als Wirklichkeit nicht, denn so wie die Sandkörner am Strand oder die Atome als eine bestimmte Anzahl begrenzt sind, so ist es auch das Universum.
Mit der Null ist es dasselbe Spiel, denn auf die Realität (Wirklichk.) bezogen wäre es wortwörtlich das Nichts.

Also ist die Null für jede mathematische Rechnung als Ausgangspunkt notwendig z. B. wie zehn von zehn Äpfel aus dem Korb zu nehmen - wie viel bleiben übrig... Null / Keine.

Gruss
Tarvoc
Zitat:
Original von Sun Deluge
Unendlichkeit existiert als Wirklichkeit nicht, denn so wie die Sandkörner am Strand oder die Atome als eine bestimmte Anzahl begrenzt sind, so ist es auch das Universum. Mit der Null ist es dasselbe Spiel, denn auf die Realität (Wirklichk.) bezogen wäre es wortwörtlich das Nichts.

In einer Welt, die als von der Art ihrer Darstellung abstrahiert (z.B. ihrer Darstellung "vorausgehend") gedacht werden soll, existieren Null und Unendlich genauso viel oder wenig wie Eins, Zwei, Drei, Äpfel oder Sandkörner.

Übrigens ist der Versuch, die Welt von ihrer eigenen Darstellung zu abstrahieren, bereits eine Weise, sie darzustellen. Aber das nur am Rande.
Cornak
hallo taurus : In der Mathematik ist die Null m.W. ebenso ein Apriori, wie der (nichtdimensionale) Punkt, also ein Gegebenes, nicht weiter Hinterfragbares. Ich halte die Null für eine der großen genialen Erfindungen des Denkens. Bücher sind darüber genug geschrieben.
Amüsantes Denkspiel : Stelle dir eine unendlich lange Gerade vor. Du mußt sie dir unendlich lang vorstellen, sonst funktioniert es nicht. Ob es möglich ist, sich eine unendlich lange Gerade vorzustellen, lasse ich außer acht. Sobald Du meinst, dir diese Gerade vorzustellen, setze einen Punkt nach Belieben irgendwo auf die Gerade. Die Geradenhälften links und rechts, vor oder nach dem Punkt werden stets gleichlang sein, nämlich unendlich lang. Der Punkt darf aber keinerlei Dimension haben. Die Stelle, an welche du den Punkt gesetzt hast, nenne Null. Gruß !
Taurus
Ich danke euch für eure Antworten.
ich habe dennoch mein Problem mit der Null.
Anhand Sun Deluges Erklärung, kann ich vieleicht mein Problem mit der Null verdeutlichen.

@Sun Deluge
Wir haben uns ja schon mal über Unendlichkeit auseinandergesetzt, ich bin seitdem immer noch nicht weiter.
Dieses Problem scheint mir, von unendlicher Natur zu sein. Zwinker


Zitat:
Original von Sun Deluge
Hallo! Null ( 0 ) wie auch Unendlichkeit ( unendlich ) sind mathematische Gedankenkonstrukte.

Das kann ich nachvollziehen

Zitat:
Original von Sun Deluge
Das heisst, sie existieren nur als abstrakte theoretische Gegenstände die sich auf die Wirklichkeit beziehn können, angelehnt an derselben sind oder aber für sich allein eine Logik unabhängig der Wirklichkeit bildet.

Hier fängt das Problem an.
"...die sich auf die Wirklichkeit beziehen..." das sich theoretische Unendlichkeit auf die Wirklichkeit bezieht kann ich noch begreifen, weil sie theoretisch existent sein kann.
Im Folgenden Text definierst du "Null=Nichts" und das begreife ich nicht.
"Nichts", kann selbst in der Theorie nicht existent sein, selbst ein Theoretisches "Nichts", ist etwas.
"Nichts" kann nicht gedacht werden,"Nichts" kann nicht existent sein.
Also 0=0 Ende.
Die Wirklichkeit in der Wir leben kennt kein "Nichts", sie kennt nur das "etwas ist immer" oder Existenz.
Also 0=1

Zitat:
Original von Sun Deluge
Unendlichkeit existiert als Wirklichkeit nicht, denn so wie die Sandkörner am Strand oder die Atome als eine bestimmte Anzahl begrenzt sind, so ist es auch das Universum.
Mit der Null ist es dasselbe Spiel, denn auf die Realität (Wirklichk.) bezogen wäre es wortwörtlich das Nichts.

Und hier verstehe ich garnichts mehr.
Ich fange mal so an, das uns bekannte Universum kann begrenzt sein, aber wenn es endlich wäre müste es sich am Ende in "Nichts" auflösen, womit "Nichts" dann real wäre.
Würde es nur zereissen, implodieren, wie auch immer zerstört spielt keine Rolle, und die Summe seiner Teile erhalten bleiben, wäre es in welcher Form auch immer dennoch existent, womit Unendlichkeit real wäre.

Das heist eines von beiden muß real sein.

Zitat:
Original von Sun Deluge
Also ist die Null für jede mathematische Rechnung als Ausgangspunkt notwendig z. B. wie zehn von zehn Äpfel aus dem Korb zu nehmen - wie viel bleiben übrig... Null / Keine.

Zehn bleiben übrig nur nicht an der Stelle, auf die du zu diesem Zeitpunkt deinen Fokus gerichtet hast.
Du kannst auch nicht sagen, wie oft genau an der Stelle schon zehn Äpfel gelegen haben, oder noch liegen werden.(zur falschen Zeit am falschen Ort gesucht)

@Cornak
Der Punkt ist immer etwas, also 1.
Eine Gerade muß ich biegen, um sie mir unendlich vorzustellen.

Ich vermute in der "Null=Nichts" den Systemfehler unserer Existenz.
Diese Vermutung kann natürlich auch ein Systemfehler meiner Existenz sein.

Wenn man den Urknall, als einen Anfang aus dem "Nichts" bestimmt, der wieder im "Nichts" endet, wie erkläre ich die Existenz dazwischen?

Wenn man den Urknall als Wiederkehrpunkt in Existenz bestimmt,die wieder vergeht um neu zu entstehen, deutet das auf Unendlichkeit.
(Perpetuum mobile)

Ich hoffe ich konnte mein Problem verständlicher machen.

Gruß Taurus
Taurus
AHH!
Ich glaube jetzt habe ich es verstanden.

Null bezeichnet den Wiederkehrpunkt (Umkehrpunkt).
Null ist aber nicht "Nichts".
Dann würde ich jetzt vermuten das Mathematik funktioniert, und Unendlichkeit real ist.
bernstein
Gedankensplitter.

Null aus den Kontinuum (eine reell-wertige Gerade) zu entwickeln scheint mir zuviel Aufhebens zu sein.

Ich denk, 1 minus 1 ist ein näher liegender Ansatz. Also das Wegnehmen von etwas.

Die Zahlen von sich aus sind ja als Abstraktionen von Mengengrößen auf die Welt gekommen. Also die Zuordnung von Zahlworten zu Mengen von etwas in bestimmter Größe.

Die Null wird glaub' ich stets als die Entfernung von Etwas gedacht. Vakuum = Luft weg. kein Apfel = Apfel weg.

In diesem Sinne bleibt bei der Null eben doch noch die Einheit, die man vorher im Kopfe hatte, in Erinnerung. Kein Apfel mehr.

Also: Auch keine andere Qualität als eins oder zwei (Äpfel).

Anders ist wohl mit 'dem Nichts'. Ich mach's mir grad mal einfach und sag, das hat keinen Sein.
Andererseits: Der Begriff 'das Nichts' ist und lebt mit jedem mal seiner Anwendung. Aber das ist eine andere Qualität.

na ja, so als Annäherungsversuch
bernstein
bernstein
Unendlich habe ich noch nie gesehen und wird auch niemand sehen. Daher recht überflüssig. Mathematik mit dem Hinzufügen des einen Mengenelement {unendlich} zu der seltsamen Mengen mit endlichen vielen zulässigen Operationen, Gesetzen, den sogenannten 'reellen Zahlen' mag für die Untersuchung von Annäherungsprozessen hilfreich sein, hat aber eben auch keinen nicht-Endlichen Charakter.
bernstein.
Pippen
Zitat:
Original von Sun Deluge

Unendlichkeit existiert als Wirklichkeit nicht, denn so wie die Sandkörner am Strand oder die Atome als eine bestimmte Anzahl begrenzt sind, so ist es auch das Universum.
Mit der Null ist es dasselbe Spiel, denn auf die Realität (Wirklichk.) bezogen wäre es wortwörtlich das Nichts.



Das halte ich für anmaßend, denn wenn Unendlichkeit oder Nichts irgendwo "existieren" sollten, dann können wir sie schon per defin. nie erkennen, weil wir immer nur "etwas" und das in "begrenzter Weise" erkennen können. Nur weil wir etwas nicht erkennen können, muss es nicht notwendig nicht der Fall sein können.
Sun Deluge
......
Die Welt kann nicht das Nichts sein, denn weil sie existiert und weil nichts in ihr getrennt werden kann, gibt es nur eine einzige Tatsache, das wäre die universelle Eins.

Würde Eins minus Eins gerechnet werden, kommt Null als Ergebnis heraus - bezogen auf die Realität bedeutet das: Alles minus Eins ist Null, wobei das "alles" die Gesamtheit d. h. die allgemeine Existenz des Universums darstellt.

Selbst die Null als theoretischer Gedanke ist nicht das Nichts.
Die Null ist ein theoretischer Ausgangspunkt aller Rechnungen z. B. wie die erwähnten gezählten Äpfel.
Wenn man in Äpfeln als einzelne Einheiten (Zahlen) rechnen würde, und nicht in Universen, würde kein Apfel auf dem Tisch eine Null bedeuten, unendlich viele Äpfel wird es jedoch praktisch nicht geben, aber man könnte sie sich in der Vorstellung um die Ohren schlagen und in der Vorstellung ist ja alles unendlich.

Die Äpfel können nicht vom Universum getrennt werden, sondern nur als einzelne (von der Form und Konsistenz her) Eigenschaften gezählt werden.
So ist ja alles auf dem Mond Staub und Stein, hier auf der Erde sich aus demselben jedoch mehrere Formen an Früchten gebildet haben, die nun als einzelne Gegenstände getrennt gezählt werden können.
Das gleiche Spiel mit Atomen, Elementarteilchen usw. des Mondstaubs.
Man könnte auch Planeten, Galaxien usw. zählen, die sind aber auch aus einem Urknall entstanden.
Also ist alles einzelne ein Gegenstand für sich und gehört gleichzeitig einem Ganzen an.

Egal ob sie immer wieder eine andere Form besitzen, auch Äpfel können mit Bananen gezählt werden z. B.: 4 Äpfel und 5 Bananen sind 9 Obst.

Da die Wirklichkeit - und somit das vollständige Universum mitsamt Raum, Zeit und Materie - Eins und untrennbar ist, könnte man auch für jede Eins in der Rechnung anstatt ein Apfel ein Universum nehmen.
Da würde man jedoch zu solch abstrakten Zeugs wie Multiversum kommen.

Es kommt darauf an wo man den Fokus fixiert, auf einzelne Gegenstände oder auf das Ganze.
......
Sun Deluge
Zitat:
Original von Pippen
Das halte ich für anmaßend, denn wenn Unendlichkeit oder Nichts irgendwo "existieren" sollten, dann können wir sie schon per defin. nie erkennen, weil wir immer nur "etwas" und das in "begrenzter Weise" erkennen können. Nur weil wir etwas nicht erkennen können, muss es nicht notwendig nicht der Fall sein können.

Selbst das Nichts ausserhalb des Universums - wenn es das gäbe - würde durch dasselbe Universum „befleckt“ und somit nicht mehr Nichts sein, denn da ist ja etwas enthalten.
Auch wenn es somit nicht das reine Nichts ist, so ist es vielleicht ausserhalb des Universums unendlich, aber wie Du schon richtig erwähnst, das entzieht sich unserer Vorstellungskraft.
byLaszlo
hallo Taurus,

deine Frage zeigt die Unruhe eines Philosophen, der zwar
genau weiß, dass er sich in der Sprache bewegt und in dieser
Lebenswelt Logik und die Fachwissenschaften für Wahrheiten
bzw. Teilwahrheiten zuständig sind, der (Philosoph) aber nie
aufhören kann bestimmte Entitäten dieser Sprachwelt zu
ontologisieren.

Das ist sehr unbefriedigend. Es sei denn, diese angenommene
Entitäten machen es uns (für relativ kurze Zeit) möglich einen
vermeintlichen Einblick in die "objektive Welt" (wie die Dinge
"wirklich" sind, ob es sie gibt?) In der sprachlichen Lebenswelt
gibt es Gott, Liebe, Atome, Energie....in der sprachlich verfassten
menschlichen Welt gibt es auch das Nichts, Null, Tod und Teufel,
man muss immer den Verwender fragen, wie er es meint?

Wenn du mich fragst: "was hast du gesagt"? und ich mit "nichts"
antworte, meine ich nicht die mathematische Null. Wenn man einen
Ausdruck in der Mathematik mit besonderen Bedeutung versieht,
wie zum Beispiel 13 als Unglückszahl oder den 100-er als Geldschein
dann verlässt man die Grenzen der Mathematik und man kommt
mitnichten in jene objektiven Welt, in der man zum Beispiel
die Unendlichkeit situieren möchte, sondern bleibt man in der
Welt, in der man nach der Unendlichkeit fragt.

Unendlichkeit und Null sind menschengemachte Entitäten
und wir können durchaus Fragen, was sie abbilden und man kann
beinahe mit Sicherheit sagen, sie bilden BEDÜRFNISSE ab.
Ich fürchte, aber bin auch froh, dass das menschliche Bedürfnis
zu objektivieren noch lange ungebrochen bleibt und hat immer
vorübergehende Erfolge, die es anspornen.
flourished Rose
@byLaszlo
Genialer Beitrag Freude

@Thema

Ich habe da mal eine mathematische Frage.

Ergibt es Null wenn ich die Unendlichkeit von der Unendlichkeit
subtrahiere?

Das Unendliche hat ja eigentlich keinen bestimmten Wert, und ohne die
Fakten nieder zu schreiben lässt sich auch keine mathematische Formel
aufstellen, weswegen man eig. zu keinem Ergebnis kommen dürfte.


MfG Rose
ete
Zitat:
Original von flourished Rose
Ich habe da mal eine mathematische Frage.
Ergibt es Null wenn ich die Unendlichkeit von der Unendlichkeit
subtrahiere?

phi - phi =0 Freude
Lemtar
Gedankspiele: die Null (0) existiert nur in einem gewissen Kontext, und nicht an und für sich.

Wenn man 10 Äpfel hat und diese dann wegnimmt bleiben Null.

Wenn man 10 Äpfel hat und dann immer einen dazutut, wird man theoretisch unendlich viele Äpfel haben.
Wenn man jetzt aber den genauen Weg zurückgeht, und von jener Postition immer einen wegnimmt, müsste man theoretisch wieder bei Null ankommen. Aber, wenn man dann genauer hinsehen wird, findet man wahrscheinlich immer noch welche, und davon ganz viele.... ;-)
Sun Deluge
Hallo! Im praktischen können nur begrenzt Äpfel gezählt werden, weil man unendlich viele nicht aufbringen könnte.
Aber theoretisch ist alles möglich, das ist dann die Unendlichkeit die in Gedanken gefunden wird, aber im Universum niemals anzutreffen wäre.
Man könnte die Äpfel als Einheit auch durch simple Zahlen austauschen, das wäre kein Unterschied.
Der Unterschied besteht zwischen Analyse der Wirklichkeit und dem selbstständigen Gedankenspiel welcher aus der empirischen Analyse entsteht und sich weiter entwickelt.
Einfache Mathematik als Abakus.

Die Äpfel sind identische Einheiten (Formen) welche bestehn und gezählt werden können.
Wären diese gleich aussehenden Objekte nicht vorhanden, liegen nicht in einer Schale auf dem Tisch, ist Nichts / Null der Fall.

Das interessante in der Mathematik was Null anbelangt, ist das, was unter Null liegt.
Das ist praktisch nicht möglich, denn weniger als Null Äpfel / kein Apfel gibt es ja nicht.
Was nicht da ist, kann nicht weggenommen werden.

Alles was unter 0°C liegt, orientiert sich am Gefrierpunkt des Wassers d. h. 0°C als Grenzwert in der Grad Celsius-Temperatur-Einheit ist ein Orientierungspunkt.
Temperatur ist neben anderen Faktoren eine Empfindung auf die der Körper per Sinnesreizung reagiert, eine physikalische Tatsache und ein Aggregatzustand eines Stoffes, welches theoretisch gemessen werden kann z. B. die Ausdehnung der Flüssigkeit eines Thermometers, eine platzende Wasserflasche die im Kühlfach liegt oder sich biegendes Bimetall.
Nicht nur Temperatur-Masseinheiten, sondern auch Flächeninhalte, Längen, Gewichte etc. sind alle auf diese Weise einheitlich abgestimmt.

Gruss
flourished Rose
Zitat:
Original von ete
Zitat:
Original von flourished Rose
Ich habe da mal eine mathematische Frage.
Ergibt es Null wenn ich die Unendlichkeit von der Unendlichkeit
subtrahiere?

phi - phi =0 Freude


Freude Ich denke gerade nur okayyy..
Taurus
Hallo byLazlo

Zitat:
Original von byLaszlo
deine Frage zeigt die Unruhe eines Philosophen, der zwar
genau weiß, dass er sich in der Sprache bewegt und in dieser
Lebenswelt Logik und die Fachwissenschaften für Wahrheiten
bzw. Teilwahrheiten zuständig sind, der (Philosoph) aber nie
aufhören kann bestimmte Entitäten dieser Sprachwelt zu
ontologisieren.


Zitat:
Original von byLaszlo
Unendlichkeit und Null sind menschengemachte Entitäten
und wir können durchaus Fragen, was sie abbilden und man kann
beinahe mit Sicherheit sagen, sie bilden BEDÜRFNISSE ab.
Ich fürchte, aber bin auch froh, dass das menschliche Bedürfnis
zu objektivieren noch lange ungebrochen bleibt und hat immer
vorübergehende Erfolge, die es anspornen.


Wenn ich diese Texte lese und ihrem Sinn folge, geleiten sie mich in die Unbeschreibbarkeit menschlichen Schaffens, eine Unbeschreibbarkeit in der jedweder Sinn der Worte, dem Schweigen weicht.
Ich verweile in diesem Schweigen, in dem jedes "Ding", eine unbestimmbare Größe bleibt und setze das Schweigen gleich mit dem Punkt Null.(Umkehrpunkt, ein Punkt unbestimmbarer Größe).

Du hast wohl Recht, das es meiner Unruhe zuzuschreiben ist, das ich an diesem Punkt nicht ewig verweilen kann.

Zitat:
Original von byLaszlo
man muss immer den Verwender fragen, wie er es meint?

Da hast du Recht.
Ich möchte versuchen euch meine Betrachtung näher zu bringen.
Ich habe versucht für mich reale Unendlichkeit, in Worten zu beschreiben, dabei wahr die Null ein unerklärbarer Faktor, der sich nicht so recht in meine Beschreibungsversuch einfügen wollte.
Als Umkehrpunkt jedoch macht es wie ich meine "Sinn".
Die Vorstellung einer Geraden, die in Unendlichkeit gegen unendlich strebt, ist meiner Meinung nach nicht ausreichend, um die Unendlichkeit zu beschreiben in der sie strebt.
Zumal ich gedanklich mit einer Geraden immer zwei Enden verbinde.
Die Vorstellung, der Unendlichkeit als Kreis, führt zu einem Paradox und zwar genau in dem Umkehrpunkt Null.
"Eine Runde der Unendlichkeit" ist abgelaufen, "eine zweite Runde der gleichen Unendlichkeit" beginnt.
Erst durch die Frage nach Vollkommenheit, konnte ich dieses Paradox für mich lösen.
Was braucht Vollkommenheit, um vollkommen zu sein?
Sie braucht den Makel, um vollkommen zu sein.
Der Umkehrpunkt Null, ist in meiner Betrachtung, eben dieser Makel der aber gleichtzeitig Unendlichkeit erst möglich macht.

Ich möchte euch einladen, meiner Vorstellung von Unendlichkeit zu folgen.

Ich beginne im Schweigen, dem Umkehrpunkt Null.
Stellt euch wie von Cornak beschrieben das Kleinste vor, einen Punkt ohne Dimension.
Jetzt packt alles Seiende und jede Möglichkeit in diesen Punkt.(Urknalltheorie, Singularität).
Stellt euch die Summe der kleinsten Teile vor, aus dem alles Seiende besteht, was sich in diesem Punkt vereint.
Stellt euch vor das jedes kleinste Teil dieser Summe, alles Seiende in sich vereint und stellt euch vor, das der gedachte anfangs Punkt ein kleinstes Teil ist, in einer Summe alles Seienden.
Eine Runde der Unendlichkeit ist dann umrundet, wenn jede mögliche Kombinationsmöglichkeit dieser Teile einmal bestanden hat, und wir wie auf einer Kreisbahn wieder die Ausgangs Kombination, in dem Umkehrpunkt Null durchlaufen.
Ich würde diese Zeitspanne nicht bewust durchlaufen wollen.
Wie fügt sich Bewustheit in diese Unendlichkeit?
Bewustheit, ist die Möglichkeit einen Zeitabschnitt der Unendlichkeit zu erfahren.
Wie fügt sich Geburt und Sterben, in diese Unendlichkeit?
Ohne entstehen und vergehen keine Kombination, es wäre ein Stillstand das Ende jeder Existenz.
Wie fügt sich das Sterben in diese Unendlichkeit?
Das fehlen von Bewustheit ist ein wichtiger Faktor.
Wenn ich sterbe löst sich meine bewuste Existenz in die Summe seiner nicht bewusten Teile auf.(Energieerhaltungssatz)
Jede Erinnerung löst sich auf, und meine Teile können sich neu mischen.
Wieviele Formen meine Teile durchlaufen, ist gegeben jede mögliche Form einmal, auch jede mögliche bewuste Form einmal..
Dabei garantiert die fehlende Erinnerung, das jede Runde der Unendlichkeit,
neu erlebt werden kann.
Und die Zeitspanne von Bewustheit zu Bewustheit, ist unendlich kurz, selbst wenn sie unendlich lang ist.
Das bedeutet jeder der diesen Text liest, hat und wird ihn Unendlich lesen, sich dessen aber nicht bewust sein, ob er jetzt aufsteht um sich einen Kaffe zu holen, ob er gleich musik hören wird oder sich schlafen legt, jede Möglichkeit wird Unendlich gelebt sein.
Denn jeder Moment beinhaltet die Unendlichkeit.
In der Betrachtung dieser Unendlichkeit verschmelzen jetzt alle Betrachter zu einem und dieser Beobachter spricht aus.:
"Ich habe mein Wesen erkannt, mein Wesen ist die Unendlichkeit"
der sich aus allen Betrachtern bildende Beobachter trifft eine omnipotente Aussage "Ich weiß, was in jedem Moment der Unendlichkeit geschiet.
es geschieht immer das "Richtige", wie "falsch" es auch erscheinen mag."
Und der Beobachter schließt zufrieden seine Augen.
Kein Zweifel und kein Glauben vermag ihn zu trennen.
Kein Wissen, keine Unwissenheit, keine Liebe, kein Hass , kein böse, kein gut, kein richtig, kein falsch..................................................... unendlich
kein du, kein ich.......und es ist schweigendes Sein.

Der Umkehrpunkt Null.
Ich öffne meine Augen und bin zufrieden.
Zufrieden mit meiner Unwissenheit, die mich alles und jeden im Leben, in mir neu entdecken lässt.
Die mir ermöglicht alles neu zu erleben, neu zu fühlen, neu zu durchdenken.
Das "Gute" und das "Schlechte".
So lebe ich mein Leben.
Der Sinn der Null, hatte mir nur in dem Beschreibungs Versuch gefehlt.
Darum die Frage danach.

Und ich bedanke mich für jede gegebene Antwort, und jede folgende.

Gruß Taurus

PS: glorin hier habe ich mal die Hosen runtergelassen.
Taurus
Nachtrag:
Wenn aus dem "Nichts" Existenz entstehen kann.
Dann deutet das auf Unendlichkeit, und es spielt keine Rolle ob die Existenz bestehen bleibt oder wieder im "Nichts" verschindet, denn es besteht immer die Möglichkeit, das aus dem "Nichts" wieder Existenz hervorgeht.