Einmal Bei 0 Anfangen

byLaszlo
hallo Taurus,

es ist eine Freude mitzuerleben, dass du in deiner Ableitungen
so viel Glück erleben kannst, ich bin froh dabei gewesen zu sein!
Ähnlich Gedanken bewegen mich, wenn ich die Wahrscheinlichkeit
ableite: wie viel Chancen hatte ich z. B. vor 100 Jahren (als meine
Eltern noch nicht lebten) dass ich einmal auf der Welt sein werde?

Dein Vokabular und Systematik sind deshalb bereichernd für mich,
denn damals, in der Welt der Bakterien hatte ich NULL Chancen,
doch rückblickend ist das 100% geworden. Wie ist das möglich?
Vielleicht hat die Schöpfung (und auch wir Menschen) auf Wesen
abgesehen, die aus dem Null Existenz folgern können? Gruß.
Taurus
Hallo byLaszlo,
die Ableitung ist "nichts" sagend und bedeutungslos.
Abgesehen von einem gewissen Unterhaltungswert, den du ja auch in ihr erkannt hast.
Ich erlebe in ihr kein Glueck, sie åndert aber auch nichts an meiner Zufriedenheit.

Zitat:
Original von byLaszlo
Vielleicht hat die Schöpfung (und auch wir Menschen) auf Wesen
abgesehen, die aus dem Null Existenz folgern können? Gruß.

Auf die Wesen brauchen wir nicht zu warten.
"Urknalltheorie", aus Null wird Existenz.

Gruss
Taurus
@ byLazlo

Eine Frage zur Wahrscheinlichkeit.
Wie hoch würdest du die Wahrscheinlichkeit einschätzen, das Existenz in einem unendlichen Zyklus existiert?


Gruss
byLaszlo
hallo Taurus,

schön dir wieder antworten zu können!

ich weiß nicht in wieweit du bei deiner Frage Anleihen
an Nietzsche's Idee von ewigen Wiederkehr (EWdG)gemacht hast,
trotzdem wünsche ich dass deine Frage komplett ausformuliert
ist, denn ---Existenz in einem unendlichen Zyklus existiert---
da ist schon in der Frage vorausgesetzt, dass es 100% existiert.

Oder sehe ich etwas falsch?

Rein ontologischen Fragestellungen fallen mir schwer,
denn meine Interesse ist so beschaffen, dass ich wissen
möchte, in welcher lebensweltlichen Zusammenhang du diese
Frage stellst? Das ist weder Sinnfrage noch Frage nach der
Wortbedeutung sondern eine dialog-atmosphärische Wissensbedarf
bei mir.

In einem kurzen Thread "Nur ein paar Gedanken" spricht
Telltale von der Unmöglichkeit des Urknalls und der
Möglichkeit von EWdG. Dort frage ich ihn, wie ist es
möglich, dass der Mensch sich zutraut Fragen, wahrscheinlich
logische Fragen zu stellen ohne die Antwort je prüfen zu können?
Für mich ist der Urknall (als Antwort auf die Frage nach dem Ursprung
der Welt wahrscheinlich) astronomisch plausibel ohne dass
ich überrascht wäre, wenn jemand empirisch zeigen könnte,
dass es sich ganz anderes verhält.

Kannst du genauer fragen?

Gruß: Laszlo
Telltale
@ Laszlo

Zitat:
Original von byLaszlo
In einem kurzen Thread "Nur ein paar Gedanken" spricht
Telltale von der Unmöglichkeit des Urknalls


Entschuldige bitte Laszlo,
aber so geht das einfach nicht!

Nirgendwo spreche ich davon,
dass ein Urknall unmöglich ist.
Im Gegenteil - er ist der Anfangs-
und Endpunkt meiner Wiederkunftstheorie.

Ich bitte um etwas mehr Aufmerksamkeit.

Gruß
Telltale
byLaszlo
hallo Telltale,

an Aufmerksamkeit (wie ich sie intensiv betreibe,
weswegen ich oft sogar als ergeben und unterwürfig
gesehen werde) mangelt bei mir nicht eher trifft mich
dein Vorwurf, dass ich deine Einfachheit nicht sehe-

Zitat:
Das Standart-Urknall-Modell ist ein Glaubensbekenntnis,


was ich als "jenseits des Wissens" und des Denkbaren verstanden
habe da du im gleichen Atemzug EWdG präferiert hast.
Klar ist für mich, das dies auch anderes verstanden werden
kann, für Taurus habe ich eine Entscheidung getroffen.

Schon aus Neugier: wie kann ewige Wiederkehr
Anfangs- und Endpunkt haben? Solche Widersprüche, die
auch mir sofort auffallen, lassen mich argwöhnen, dass
hier genau das intendiert ist was ich empfinde, nämlich:
ich bin irritiert/verblüfft.

Gruß: Laszlo
Telltale
@ Laszlo

In Ordnung - dann will ich das kurz präzisieren, denn ein Grund zur Verwirrung soll es natürlich nicht sein.

Das Standart-Urknall-Modell ist für mich ein Glaubensbekenntnis, weil es die notwendige Schlußfolgerung eines "Anfangs aus Nichts" im Gefolge hat, was somit eine Schlußfolgerung darstellt, die völlig unannehmbar ist.

Den Urknall aber, der aus einer Singularität erfolgt, die den Übergangspunkt vom Ende des materiellen Universums zu dessen erneuten Beginn darstellt, halte ich für denkbar - und zwar so, dass ich ihn sogar für alternativlos halte, weil er die einzige Möglichkeit darstellt, das undenkbare NICHTS draußen zu halten. Die Konsequenz einer solchen Abfolge ist dann die EWdG.

Ich hoffe, dieser Punkt ist damit entwirrt.

Gruß
Telltale
byLaszlo
hallo Telltale,

das singuläre Urknall- Modell ist also undenkbar, weil es
auf das undenkbare "Nichts" Bezug nehmen muss.
Der Punkt ist entwirrt.

wenn wir den folgenden Punkt auch entwirren könnten
wäre ich recht froh:

Entweder nimmst du an, dass der Mensch im gelingenden
Denken in eine metaphysische Universalität (Logik,
Matematik, Denken des Denkens, Gott) aufsteigt...
anderenfalls bekommen wir im Denken (als Eigenschaft
unserer Spezies) ein antrpozentrisches Universum.

Bleibt noch (selbstverständlich) meine Standardfrage
übrig:

taugt diese denkerisch-logisch-ontologische
Eliminiereung des Nichts auch dazu, auf dass der Mensch
den Tod nicht mehr oder überhaupt nicht derart stachelig
"erfahren" muss?
Taurus
Hallo byLazslo, halloTelltale !

Selbst wenn das Urknall-Modell auf "Nichts" Bezug nimmt, lässt diese Betrachtung nur auf einen unendlichen Zyklus schließen.
Genau das meinte ich als ich schrieb:

Wenn aus dem "Nichts" Existenz entstehen kann, dann deutet das auf Unendlichkeit.
Und es spielt keine Rolle ob die Existenz bestehen bleibt(unendlich andauert), oder wieder im "Nichts" verschwindet.

Es besteht immer die Möglichkeit(diese Möglichkeit "muß" bestehen,weil schon einmal so geschehen), das aus dem "Nichts" wieder Existenz hervorgeht, was wiederum einen unendlichen Zyklus zur Folge hätte.

Aber wie Telltale schon schrieb, diese Betrachtung (Urknall aus dem "Nichts") ist unlogisch.
Eine weitere unlogische Vorstellung, ist die Vorstellung der Unendlichkeit als eine Gerade, die gegen unendlich strebt.(ein kontinuierlich expandierendes Universum)
Eine Gerade die in Unendlichkeit gegen unendlich srtebt, biegt sich und trifft an einem Punkt mit ihrem Anfang und ihrem Ende zusammen.

unendlich betrachtet man dieses Symbol, stellt man fest das sich die Linien in einem Punkt kreuzen.
Dieser Punkt ist der Umkehrpunkt, er ist Anfang und Ende.
Folgt man der Linie wird man den Punkt immer wieder durchlaufen, ohne je ein Ziel zu erreichen.(unendlicher Zyklus)
Unendlichkeit ist ein in sich geschlossenes System.

Folgt man nun kontinuierlich dieser Linie, repetiert man Runde um Runde den selben Verlauf und das Bewustsein wird in Not geraten.
In die Not des Infiniten Regresses.

Bewustsein oder Bewustheit ist ein Bestandteil unseres Universums.
In meinem Modell fügen sich jetzt Sein und Nichts ein, als Makel in der Vollkommenheit, die Vollkomenheit erst vollkommen machen.
Sie sind ein Garant für stetige Erneuerung, des unendlichen Zyklus.

Dabei hat das Sein seinen Platz in den Singularitäten, an den "Orten" im Universum, an denen die Physikalischen Gesetze keine gültigkeit haben.
Und das Nichts hat seinen Platz im fehlen von Bewustsein oder Bewustheit.(Tod und traumloser Schlaf)

Ihre Aufgabe in diesem abgeschlossenen System, ist der Not entgegen zu wirken.
Ich kann dabei nicht sagen ob sie sich unterscheiden, denn sie liegen auf dem selben Punkt (Anfang und Ende) unendlich



@byLaszlo
Um deine folgenden Punkte zu entwirren und zu beantworten.
Diese Modelle heben den Menschen nicht in den Himmel, den Wer oder Was den unendlichen Zyklus erschaffen hat, und warum?
Diese Fragen bleiben nach wie vor ungeklährt.

Ich denke diese Modelle taugen zu mehr, als nur dem Tod seinen Stachel zu rauben.
Sie taugen auch als ein Leitfaden, zum besseren Verständnis des Lebens.

Aber das ist nur meine Meinung.


Gruß Taurus
byLaszlo
hallo Taurus,

deine Antwort weicht meiner Frage aus:

Zitat:
Aber das ist nur meine Meinung.


Ich habe dich nach deinem Modell gefragt und vor allem nach
DEINER Motivation dazu, da gibt es keine (verschiedene)
Meinungen sonder nur dein bestmögliche Wissen über Dich.

"Zum besseren Verständnis des Lebens" wäre deine vorläufige
Antwort. Offensichtlich geben dir bisherigen Lösungen
der Wissenschaften keine Orientierung. Irritiert dich nicht,
dass auf diese Weise dein Weltmodell nicht nur antropomorph,
sondern sogar Taurus-morph sein wird?

Schau, du kennst dich in deiner Ontologie besser aus,
eine Baustelle, die sich mit meiner kaum berührt, daher kann
ich dir kaum eine Denk- bzw. Korrekturbeitrag auf der Augenhöhe
bieten.

Meine Baustelle in der Philosophie zielt eher auf die Gegenwart ab,
auf die Frage, warum entfernst du dich aus
dieser nicht verstandene Gegenwart? Wo anderes gibt es
(und braucht es) nämlich noch weniger Orintierung. So sehe ich dich.

Und das ist, gegenüber dem, was du über dich notwendigerweise
mehr weißt, auch keine Meinung, sondern eine Frage. Gruß: Laszlo
phil99
Hast du wirklich Probleme mit der Null. Dann folgendes. Ich habe mal Mathematik für Physiker studiert. Vielleicht weisst du dass es gewisse Axiome gibt, die sich nicht beweisen lassen.
z.b. a+b = b + a
Die 0 ist einfach als neutrales Element der Addition definiert, d.h. a+0=a
Mann kan auch beweisen, dass es kein anderes Element gibt, für das gilb a+ q =a, das ist so das erst, was man in der höheren Mathematik lernt.
Der Zahlenraum wird einfach durch dieses Element erweitert.
Auf der anderen Seite kann ich nicht verstehen, warum du mit der 0 Probleme hast, auch wenn sie von den Menschen erst im Laufe der Zeit erfunden wurde.
Ich hätte da eher Probleme mit e hoch -i*Pi, oder der 4. Dimension mir vorzustellen.
0 ist einfach das neutrale Element der Addition oder auch einfach nichts.
byLaszlo
phil99, du hättest auch Probleme mit dem Null, wenn du versuchtest
die (Zahl) Null (als Begriff ) als mögliche Gegenstand der Welt zu
lokalisieren. (vorzustellen, wie du sagst). Genau das hat, Taurus,
wenn ich ihn recht verstehe, vor. Telltale würde dir vielleicht vorschlagen,
dass du es mit der Denkbarkeit ( der /Zahl/ Null) versuchen solltest.

Zitat:
Ich hätte da eher Probleme mit e hoch -i*Pi, oder der 4. Dimension mir vorzustellen.


Mit Vorstellung meist du hier wahrscheinlich Anschauung, Anschaulichkeit
also eine Art (Wieder-)-Verweltlichung von Abstraktionen. Stimmts?