Über den Urknall

quantenmaschine
Nach meinen Berechnungen kann kein Urknall stattgefunden haben, da die Masse der kosmischen Hintergrundstrahlung ein schwarzes Loch größer als unser sichtbares Universum gebildet hätte.

Es ist eher anzunehmen das das Universum mit einem Zustand größter Ordnung = kleinste Entropie gestartet hat und dann in die Unordnung = Chaos geführt hat. Das Universum verdampft daher quantenmechanisch zu einem Punkt und hört dort auf zu existieren.
Shui
Die Hintergrundstrahlng hat eine Masse? cool...
Und die Masse ist so groß, dass daraus ein schwarzes Loch mit mehreren Lichtjahren Durchmesser entstanden wäre... Aha, klingt vollkommen einleuchtend.

Nein ernsthaft, wissenschaftich gesehen besteht das Univserum zu 72% aus dunkler Energie, 23% dunkle Materie und 5% sichtbare Materie.
Da stellt man sich die Frage, woher du die Masse der Hintergrundstrahlung haben willst...


Übrigens, das Universum begann mit der MILLIARDENFACHEN Menge an Materie, als sie heute existiert. Diese war konzentriert auf einen Raum von einer Planck-Strecke³.
Wenn das mal kein schönes schwarzes Loch abgegeben hätte... Hat es aber nicht.
Nylen
Woher ihr selbsternannten Heissenbergs und Einsteins, das Equipment hernehmt eure Theorien zu belegen oder besser zu wiederlegen wüsste ich doch mal gern.
Shui
Hm... Naja, man braucht ja nur einen Taschenrechner, die Ruhemasse von Photonen, eine selten dämliche Formel und ein bisschen Zeit Zwinker
Nylen
Ach so, wie Douglas Adams Manisch depressiver Roboter Marvin der die Anzahl der Atome im Universum durchkalkuliert und sich dann gelangweilt abschaltet. "Was für ein langweiliges Dasein"
Reinhard
Das Universum verdampft daher quantenmechanisch zu einem Punkt und hört dort auf zu existieren.

Na, dann lass man das Universum verdampfen. Das in eins Gewendete. Ist es eigentlich ein Wunder, wenn die sog. Kreationisten sich lieber den metaphorischen Bildergeschichten zuwenden? Es hat keinen Urknall gegeben, sondern es wird einen geben, wenn das in eins Gewendete irgendwann mal verdampft ist. Da, wo die Zeit zu einem bloßen Rechenfaktor geworden ist, ist halt alles möglich. Jeder Umkehrschluss, auch dieser. Das ist aber reine Mathematik und bleibt damit immer völlig theoretisch. Nur der Mathematiker übersieht dabei gänzlich, dass, während er seine aberschlauen Berechnungen durchführt, auch in ihm die Zeit unweigerlich verrinnt, dreht er eine Gleichung um, ist schon wieder soviel Zeit verstrichen, wie er für den Gedanken brauchte, er hat sein Mittagessen verdaut, er hat Luft geholt, er hat unendlich vieles unterlassen, unwiederruflich.

Für mich sieht das ganze Gefrage nach einem wissenschaftlich begründbaren Ursprung unseres Seins so aus, als liefen Gedanken Amok. Es gehört nun mal zu unseren unabdingbaren Erkenntnisvoraussetzungen, dass wir Daten verarbeiten, die immer unvollständig sind, sowohl von unserer Empfänglichkeit her, wie auch von den auf auf uns wirkenden Reizen. Wir können alles mögliche berechnen, nur die Lücken können wir nicht erkennen, da unser Verstand sie schon immer mit eigenem Zutun gefüllt hat. Der Verstand versucht jede Lücke zu schließen, weil er sie als solche nicht erkennen kann. Hat schon jemand mal einen Unterschied gesehen? Da arbeitet denn unsere Vernunft, die Fähigkeit zu abstrahieren, schon mit Phantasiegebilden.

Das naheliegendste Gebilde ist das Ich, das aber auch schon immer dazugedacht ist, also ein Produkt unserer theoretischen Vernunft. Der Denker folgt dem Gedanken und nicht umgekehrt. Das, was unabhängig vom Ich da ist, das ist also das in eins Gewendete, das Ich bleibt leider draußen vor. Ohne Ich aber gar keine Erkenntnis. Steht dieses " Ich " nun aber vor so reinen Begriffen wie Anfang und Ende, weil es sich selber darin eingespannt sieht, dann versucht es natürlich auch diese Lücke zu schliessen, obwohl sie andererseits nicht mehr und nicht weniger umfasst als alles. Was soll da anderes herauskommen als ein reines Phantasiegebilde? Man schliesst also von der eigenen Endlichkeit auf eine allgemeine.

Schon nach epikuräischer Auffassung ( Lucretius : Von der Natur ) kommt die Weltentwicklung dadurch zustande, dass Atome von der an sich anhaftenden senkrechten Abwärtsbewegung, abweichen und aneinanderprallen. Diese Störung, die immer unbekannter Ursache bleiben muss, da sie nur sich selber erkennen könnte, ist also das tiefste Wesen unserer eigenen Natur, wir nennen dies Freiheit. Die sog. Wissenschaft, muss aber innerhalb der Kausalität verharren, während die Freiheit im Esse einer anderen Welt angehört, einer metaphysischen und wenn sich die Liebe dazugesellt, der des eminenten Glaubens. Der Rest ist der Glaube an eine Weltformel, viel Vergnügen.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard gruebel
Shui
Zitat:
der die Anzahl der Atome im Universum durchkalkuliert

Im beobachtbarem Universum rund 10^85 Zwinker
Wenn man bedenkt, dass es mehr Möglichkeiten gibt 70 Objekte an zu ordnen (70! annähernd 10^100) , ist das wirklich langweilig... armer Roboter.


Muss meinen Anfangsvorwurf übrigens verhärten:
Hier wird kein schwarzes Loch mit eine Durchmesser von einigen Lichtjahren propagiert. Die Grenze des Bereiches, der uns seit dem Urknall Informationen zugesandt haben könnte, die uns heute erreichen und somit die Grenze des beobachtbaren Universums darstellt, ist läppische 45 Milliarden Lichtjahre entfernt.
Weil das in alle 3 Raumrichtungen gilt wäre dies also der Radius des angeblichen schwarzen Loches, welches die Hintergrundstrahlung erzeugen soll. Also 90 MILLIARDEN Lichtjahre soll der Durchmesser dieses schwarzen loches sein, das ist ein Volumen von (angenommen es ist Kugelförmig) (4/3)*Pi*r³=3,82*10^32 Lichtjahre³.
Ignorieren wir mal, dass ein schwarzes Loch über eine bis dato unbekannte Massenkonzentration verfügt (man kann lediglich den Schwartzschildradius berechnen, als jenen Radius, ab dem eine bestimmte Masse in ein schwarzes Loch zusammen fällt), selbst dann haben wir eine so große Masse, dass mir die überschwänglichen Worte fehlen, um diese Übertreibung noch angemessen polemisieren zu können...
Mich würde aber interessieren, ob die Zahl größer als Gogol (10^100) oder gar Gogolplex (10^10^100) ist, an die Grahams Zahl (ich kenne keine Darstellungsform um diese Zahl nieder zu schreiben) kommt sie zweifellos nicht ran.
Pippen
Ohne mich je näher damit beschäftigt zu haben: Der Urknall ist ja mE nicht bewiesen worden, sondern stützt sich auf zwei Indizien: Expansion der Galaxien und CMV. Wenn wir - was wohl auch wissenschaftlicherseits so gesehen wird - annehmen, dass wir (und unser materielles Universum iFv dunkler Materie, Sterne, Planeten...) uns in einem eigentlich mehrdimensionalen Raum befinden (und ich meine damit nicht das Raumzeitkontinuum, sondern zB einen 7D-Raum), dann stellt sich für mich die Frage, ob es in einem so verschachtelten Raum nicht leicht möglich wäre, dass alles (von uns aus gesehen) expandiert und das die CMV nur deshalb "überall" gleichmäßig ist, weil unser Raum so ineinander "verfaltet" ist, dass die CMV überall anzutreffen ist, so wie ich ein einziges Taschenlampenlicht in einem Kirmesspiegelkabinett "überall" (scheinbar) gleichmäßig sähe.
Rhetorix
Zitat:
Original von quantenmaschine
...Es ist eher anzunehmen das das Universum mit einem Zustand größter Ordnung = kleinste Entropie gestartet hat und dann in die Unordnung = Chaos geführt hat...

Dass am Beginn "unseres Universums" ein Zustand vollkommener Ordnung (völligen Insichruhens) stand, könnte sein. Das spricht jedoch nicht gegen den "Urknall".
Der "Urknall" wäre demnach das Auftreten einer ersten Unordnung, aus der alle weitere folgte.
Den Zustand vollkommener anfänglicher Ordnung müsste man dann wohl als labil ansehen.