John
Ich weiß nicht, ob das Problem bekannt (oder vielleicht gelöst) ist.
4 gleichgroße, gleichhungrige Schlangen liegen in einem Kreis. Jede beginnt, die Schlange vor ihr von hinten zu verschlingen in gleichem Tempo, immer weiter. Was bleibt am Schluss übrig?
ewig
Eine Raumzeitanomalie?
Shui
4 tote Schlangen
Der Kreis wird kleiner und am Ende liegen die 4 Köpfe aneinander in der Mitte.
John
'Wo sind aber dann die Körper?
Shui
n-mal ineinander geschungen liegen sie da.
Die Köpfe liegen nur rum, weil sie nicht enger zusammen können. In ihnen ruhen die Körper der Schlangen und verdauen sich allesamt gegenseitig.
Sun Deluge
Ein verdauter Körper kann einen anderen verdauen?
Shui
Die Zersetzung von Fleisch, allem voran der Schlangenhaut, dürfte wohl um einiges länger dauern, als dieses zu verschlingen.
Entsprechend können sich die Schlangen fressen, lange bevor die Verdauung irgendwas zersetzt.
Abgesehen davon sollten wir den Realismus nicht zu ernst nehmen.
Schlangen töten ihre Beute vor dem Verzehr, also sollte man ein paar Augen zu drücken
Sun Deluge
Stimmt auch wieder.
PS: Der Körper der ersten Schlange müsste in der letzten liegen.
Also in sich selbst bzw. die Schlange sich indirekt - über einige Köpfe hinweg - selbst verschlingt.
Aber weiter würde es auch nicht gehn als das die Körper ineinander liegen.
Shui
Jop... hat bissl was von nem mehrfach gefalteten Schwert oder Blätterteig oder so...
Naja, je nachdem wie lang die Schlangen sind, könnte man ja ausrechnen, wie viele Schichten da zustande kommen.
Sun Deluge
Es ist eben keine Endlosspirale wie sie in der Mathematik zu finden ist - Schlangen sind ja nicht unendlich lang.
Es geht nicht darum ob es möglich ist, sondern um das theoretische was wäre wenn.
Man kennt ja auch die sich verschlingenden und das nichts mehr von ihnen übrig bleibt, aber das ist auch nur in Zeichentrickfilm & Co möglich.
Ansonsten ist es eine Logikfalle und praktisch nicht möglich das nichts mehr von ihnen übrig bleiben würde.
In der Theorie würde das wieder anders aussehen...
John
irgendwie habe ich das Gefühl, dass in dieser Sache nicht nur ein Logikproblem drinsteckt, sondern auch ein Problem der Verwendung der Begriffe theoretisch undpraktisch
Ist dieses Problem nun theoretisch zu lösen oder nicht? Oder ist es irrelevant, weil es praktisch nicht auftritt? Damit stellt sich aber doch eine jede theoretische Fragestellung in Frage.
Noch eine Verdeutlichung, was ich mit theoretisch oder praktisch meine.
Van Gaal sagte vor dem letzten Bundesligaspiel: "Bayern ist theoretisch Meister, aber noch nicht praktisch" (3 Punkte, 17 Tore Vorsprung). Stimmte das oder hätte es nicht genau umgekehrt lauten müssen?
Können sich die Schlangen im Beispiel überhaupt theoretisch gegenseitig fressen?
Was in einem Zeichentrickfilm mit diesem Thema gemacht wird, ist das Theorie oder Praxis? Oder dargestellte, irreale Praxis?
Ich dachte selbst nicht bei der Stellung dieses erstmals vor 40 Jahren gehörten Problems, dass da so viel Philosophie drinsteckt.
Sun Deluge
Man könnte auch eine einzelne Schlange als Beispiel nehmen, sie würde sich auch nicht so weit verschlingen können, aber sie würde das verschlungene noch einige male mit verschlingen.
Als ähnliches Beispiel ein Blatt Paper welches man nicht unendlich falten kann.
Theoretisch jedoch würde man es so weit falten können, dass es bis zum Mond reichen würde.
Die Köpfe der vier Schlangen würden praktisch liegen bleiben.
Taurus
Eine Schlange die sich verschlingt, bringt es genauso auf den Punkt.
Was wäre größer der Hunger, oder der Überlebensinstinkt?
An einem Punkt müste sie dies entscheiden.
Interessant ist, das der Beobachter der Schlange, von vornherein erkennen kann, das das gesamte Unterfangen sinnlos ist.
Interessant ist auch das die Schlange an einem Punkt selber spüren müßte, das ihr Unterfangen sinnlos ist.
Wieviel Handlungen kann man wohl, mit der der Schlange vergleichen?
Sun Deluge
| Zitat: |
| Wieviel Handlungen kann man wohl, mit der der Schlange vergleichen? |
Ein interessanter Gedanke.
ete
Im Grunde genommen können sich die Schlangen gegenseitig nicht ganz auffressen, da es ab der verschlungenen Schlangenhälfte theoretisch nicht mehr weitergeht, da ab diesem Zeitpunkt jede Schlange zwar die andere weiterfrißt, aber gleichzeitig von der anderen Schlange auch von hinten gezogen wird, weil sie dann mittlerweile auch mit ihrem Ende im Schlangenmaul angekommen ist.
Shui
@ete
Was genau hat die Hälfte damit zutun?
Nach deinem Prinzip, könnten sich die Schlangen kein Stück verschlingen. Sie fangen ja nicht erst mit der Hälfte an zu ziehen, sondern bereits mit dem ersten Stück.
@John
| Zitat: |
| Van Gaal sagte vor dem letzten Bundesligaspiel: "Bayern ist theoretisch Meister, aber noch nicht praktisch" (3 Punkte, 17 Tore Vorsprung). Stimmte das oder hätte es nicht genau umgekehrt lauten müssen? |
Neint, stimmt so. Sie sind theoretisch Meister, weil es kein realistisches Szenario gibt, dass sie noch überholt werden. Praktisch sind sie aber natürlich erst Meister, wenn sie den Titel erhalten haben.
Sie werden den Titel auf jeden Fall erhalten, aber haben ihn noch nicht.
| Zitat: |
| Können sich die Schlangen im Beispiel überhaupt theoretisch gegenseitig fressen? |
Ähm... Kommt auf die Theorie drauf an.
Schlangen werden sich praktisch nicht gegenseitig fressen, aber theoretisch kann man annehmen, dass sie es tun.
Deswegen ist es ein Gedankenexperiment und kein Runterbeten eines Biologiebuches.
| Zitat: |
| Was in einem Zeichentrickfilm mit diesem Thema gemacht wird, ist das Theorie oder Praxis? Oder dargestellte, irreale Praxis? |
Weder noch, es ist eine fixe Idee
Filme (im Speziellen Zeichentrickfilme) erheben keinen besonderen wissenschaftlichen Anspruch. Die Schlange kann dort auch einfach so verschwinden, ohne das ganze Drumherum.
@Sun
| Zitat: |
| Theoretisch jedoch würde man es so weit falten können, dass es bis zum Mond reichen würde. |
Ähm, wenn du so theoretisch dran gehst, dann kannst du es unendlich oft falten
Neo
| Zitat: |
Original von Sun Deluge
| Zitat: |
| Wieviel Handlungen kann man wohl, mit der der Schlange vergleichen? |
Ein interessanter Gedanke.
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Jetzt bin ich neugierig geworden. Das dürfte DAS Thema heute im Swinger-Club werden.
Sun Deluge
Neo, irgendwie wusste ich, das so etwas kommt.
@ Shui
Stimmt.
ete
| Zitat: |
Original von Shui
@ete
Was genau hat die Hälfte damit zutun?
Nach deinem Prinzip, könnten sich die Schlangen kein Stück verschlingen. Sie fangen ja nicht erst mit der Hälfte an zu ziehen, sondern bereits mit dem ersten Stück. |
Ja, sie fangen bereits mit dem ersten Stück an zu ziehen, was aber erst einmal nicht nichts weiter ausmacht, da alle synchron weiter nachrücken.
Sobald aber die Hälfte - bzw. etwas mehr als die Häfte- der Schlange jeweils gefressen ist, hat die jeweils fressende Schlange einerseits die Schlange im Maul, die sie begonnen hat und dazu noch in deren Bauch den Schlangenanteil der vorigen Schlange. Dann geht nichts mehr.
Der Schlangen-Prozess besteht also aus dem sichtbaren Anteil und aus dem 'unsichtbaren' inneren Anteil.
Shui
@ete
Warum geht dann nichts mehr?
Schlangen verschlingen wahrlich große Beute, im Verhältnis zu ihrer eigenen Größe.
Warum sollte da eine Schlange, mit einer Schlange drin nicht mehr reinpassen? Die haken ihren Unterkiefer aus, um fressen zu können, da dürfte etwas das bestenfalls doppelt so dick ist wie sie kein Problem sein.
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