Pippen
Dass etwas aus dem Nichts entstehen kann, wird gemeinhin als Verstoß gegen unsere Kausalerfahrung gesehen, die genaugenommen allerdings nicht viel Wert hat (vgl. Induktionsproblem).
Interessanter finde ich daher die Frage, ob die creatio ex nihilo, die nicht nur in der biblischen Schöpfung, sondern auch in der modernen kosmologischen Urknallhypothese vorkommt, einen log. Widerspruch darstellt, der damit alles daraus folgende beliebig (vertretbar) macht.
1. Wir definieren "Nichts" als die Abwesenheit jedes (auch potentiellen) "Etwas".
2. Wir definieren "Etwas" als alles, was theoretisch! (sozusagen aus einer Gottesperspektive) wahrnehmbar/erkennbar ist (so dass es daneben nichts Drittes mehr geben kann).
3. Wenn [b]aus[/b] Nichts [b]heraus[/b], Etwas entsteht, dann wird damit impliziert, dass dieses Etwas aus dem "Bereich" [b]herrührt[/b], dem der Begriff "Nichts" zugeordnet wird.
4. Damit liegt ein log. Widerspruch (p und non-p) vor: Einmal wäre Nichts wie in 1. gegeben, einmal (im selben Kontext) jedoch wäre Nichts nicht "Nichts", sondern zumindest eine Potenz/Urgrund für Etwas (und damit letztendlich wieder Etwas). Der Term "Nichts" wäre also widersprüchlich verwendet.
5. Aus widersprüchlichen Annahmen folgt Beliebiges, zB dass es auch keine creatio ex nihilo geben kann, obwohl es sie gibt :).
Ist das so vertretbar? Damit wäre nämlich das sog. nihil ex nihilo ein log. "Grundgesetz"! Noch eine Bemerkung: Es macht mE keinen Sinn, definitorisch an 1. oder 2. herumzuschrauben. Natürlich könnte man "Etwas" auch nur iFv "alles für den Menschen zugänglich Erkennbare" definieren, aber dann wäre ein "Nichts" ja auch kein richtiges "Nichts" mehr und die Frage nihi ex nihilo oder creatio ex nihilo wäre überhaupt nicht wirklich angesprochen. Das ist auch durchaus keine Überdrehung, weil zB aus physikalischer Sicht außermaterielle Dinge ohnehin nicht beachtet werden, der Physiker also so tut, als ob es nur Physikalisches (Materie, Kräfte) und Aphysikalisches gäbe, was aus dasgleiche Widersprüchliche wie oben gezeigt herauskäme.
Interessanter finde ich daher die Frage, ob die creatio ex nihilo, die nicht nur in der biblischen Schöpfung, sondern auch in der modernen kosmologischen Urknallhypothese vorkommt, einen log. Widerspruch darstellt, der damit alles daraus folgende beliebig (vertretbar) macht.
1. Wir definieren "Nichts" als die Abwesenheit jedes (auch potentiellen) "Etwas".
2. Wir definieren "Etwas" als alles, was theoretisch! (sozusagen aus einer Gottesperspektive) wahrnehmbar/erkennbar ist (so dass es daneben nichts Drittes mehr geben kann).
3. Wenn [b]aus[/b] Nichts [b]heraus[/b], Etwas entsteht, dann wird damit impliziert, dass dieses Etwas aus dem "Bereich" [b]herrührt[/b], dem der Begriff "Nichts" zugeordnet wird.
4. Damit liegt ein log. Widerspruch (p und non-p) vor: Einmal wäre Nichts wie in 1. gegeben, einmal (im selben Kontext) jedoch wäre Nichts nicht "Nichts", sondern zumindest eine Potenz/Urgrund für Etwas (und damit letztendlich wieder Etwas). Der Term "Nichts" wäre also widersprüchlich verwendet.
5. Aus widersprüchlichen Annahmen folgt Beliebiges, zB dass es auch keine creatio ex nihilo geben kann, obwohl es sie gibt :).
Ist das so vertretbar? Damit wäre nämlich das sog. nihil ex nihilo ein log. "Grundgesetz"! Noch eine Bemerkung: Es macht mE keinen Sinn, definitorisch an 1. oder 2. herumzuschrauben. Natürlich könnte man "Etwas" auch nur iFv "alles für den Menschen zugänglich Erkennbare" definieren, aber dann wäre ein "Nichts" ja auch kein richtiges "Nichts" mehr und die Frage nihi ex nihilo oder creatio ex nihilo wäre überhaupt nicht wirklich angesprochen. Das ist auch durchaus keine Überdrehung, weil zB aus physikalischer Sicht außermaterielle Dinge ohnehin nicht beachtet werden, der Physiker also so tut, als ob es nur Physikalisches (Materie, Kräfte) und Aphysikalisches gäbe, was aus dasgleiche Widersprüchliche wie oben gezeigt herauskäme.