Bionik und Philosophie

M.W.
Guten Abend zusammen,

gerade habe ich auf Arte eine interssante Sendung zum Thema der Lotusblume, ihren Anwendungen in der Technik mit Bezügen zur Bionik und ihre spirituelle Bedeutung für Menschen gesehen. Auf die Einzelheiten möchte ich jetzt hier weniger eingehen, doch stach für mich ein Aspekt der Reportage besonders hervor: Ein Visionist sprach von Möglichkeiten betreffs dieser neuartigen Wissenschaft, die nicht nur auf die reduzierte Anwendung im Technischen bezogen waren, sondern weit darüber hinaus gingen und mich ein wenig ins Grübeln brachten. Dieser hatte die utopische Idee, man könne diese fortschreitende technische Entwicklung nicht nur zur Befriedigung unseres modernen Komfortbedürfnisses nutzen, sondern eben auch, und das ist seine, meiner Meinung nach recht wegweisende Idee, sie dafür zu benutzen, unsere menschliche Existenz in die Natur (im umgangsprachlichen Sinne) zu integrieren. Zur Verdeutlichung will ich hier nur kurz Beispiele erwähnen. Mithilfe von Skizzen und Gemälden versuchte er seine Vision von einer Art 'lebenden Stadt' zu veranschaulichen. Dabei ist lebend im umfassenden Sinne zu verstehen. Nicht nur die Bewohner dieser Stadt leben, sondern auch die Umgebung um sie herum. Das heißt, der Mensch versucht die zu seinem Vorteil nutzende Technologie zu naturalisieren. Ein Beispiel wären Häuser, deren Grundgerüst von einem Baum gestellt wird und alles weitere mit natürlichen Materialien gedeckt wird. Ferner sollen diese Materialien (im Optimalfall) natürlich nicht vom Menschen hergestellt werden, sondern, und das ist das geniale und gar nicht mal so sehr unrealistische an seiner Vision, von der lebenden Stadt selbst hergestellt werden, so wie aus Bäumen irgendwann unter geeigneten Bedingungen Blätter hervorsprießen, wodurch wir die natürlichen Ressourcen nicht mehr bis zum letzten Tropfen auspressen müssten, wie es ja mit den fossilen Rohstoffen gegenwärtig der Fall ist. Kurzum: Wäre die Beziehung zwischen Mensch und Natur gegenwärtig als Parasitismus zugunsten des Menschen zu bezeichnen, so wäre die Fortentwicklung, die dieser Utopie zugrunde läge, die einer Symbiose.
Was mich nun aber ins Grübeln gebracht hat, ist nicht die theoretische Umsetzbarkeit, denn diese halte ich, wenn auch nicht in dem umfassenden Sinne, wie es dargestellt wurde, für gegeben, sondern vielmehr der gesteigerte Eingriff des Menschen in die Natur, obwohl dieser Eingriff, zumindest beim ersten Betrachten dieses Entwurfs postive Entwicklungen verspricht (man denke an die Klimaprobleme die beseitigt würden, Luftverschmutzung, etc. ...), denn schließlich waren mit einem gesteigerten Eingriff des Menschen in die Natur ja bis jetzt auch immer größere Probleme verbunden. Hier aber wird, meiner Meinung nach, dieser Eingriff auf die Spitze getrieben - da man vereinfacht der Natur vorgibt, wie sie sich zu entwickeln hat - aber diese Probleme scheinbar verschwinden.

Zitat:
"Wir sind ein Teil der Natur, deshalb müssen wir uns auf sie zurückbesinnen. Unsere Technologien
müssen verträglicher für unseren Planeten werden, die der Natur sind es nämlich schon. Die Bionik
verwendet vorhandenes Wissen und arbeitet mit der Natur zusammen. Wo wir in hundert Jahren
stehen, kann niemand mit Sicherheit sagen, doch wenn wir so weiter machen wie bisher, dann
werden wir überhaupt nirgends mehr stehen. Wollen wir uns nicht selber vernichten, dann müssen
wir handeln. Wir sollten nicht in unangebrachter Überheblichkeit glauben, dass wir über die Natur
erhaben wären, und dass wir über ihr stehen. Kein Schüler ist stärker als sein Lehrmeister. Erst,
wenn der Schüler alles gelernt hat, was er lernen kann, steht er auf Augenhöhe mit dem Lehrer. Bei
uns kann das noch Jahrtausende dauern."

Ist diese Sichtweise wirklich gerechtfertigt? Können die genannten Probleme wirklich dadurch beseitigt werden? Und ist dies nicht nur ein gesteigerter Eingriff gegen die Natur, die sich zu Wehr setzen wird? Ist es üerhaupt nicht schon Überheblich von einem Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler zu sprechen?
Was meint ihr dazu?

Außerdem hätte ich eine weitere Frage: Kennt jemand ein Buch, das sich mit der philosophischen Betrachtung des Wissenschaftszweiges der Bionik befasst oder in eines der von mir angesprochenen Themenbereiche einzuornen ist? Würde mich sehr interessieren wenn da jemand um Abhilfe meines Unwissens beiträge Zwinker ....

Freue mich auf Antworten!
Ergo
Schade, ein unbeachteter Kommentar, ...
Allgemein sollte man sagen, die freiwilligen Grenzen die der Mensch ziehen sollte beim Einsatz neuer Technologien sind die evolutionären Naturvorgaben. Jede Manipulation am lebenden Material, ausgehend von den Genen, aber auch Implantate, vorallem als Gehirnerweiterung mit bewußtseinverändernden Auswirkungen, sollten für alle Zeiten ein Tabu sein!!!
Ethik und Moral sind leider Variablen in der Gesellschaft, .. ich hoffe die Tabus bleiben geschützt
Sun Deluge
Zitat:
Jede Manipulation am lebenden Material, ausgehend von den Genen, aber auch Implantate, vorallem als Gehirnerweiterung mit bewußtseinverändernden Auswirkungen, sollten für alle Zeiten ein Tabu sein!!!
Ethik und Moral sind leider Variablen in der Gesellschaft, .. ich hoffe die Tabus bleiben geschützt

Gesetze können so gedreht und gewendet werden, dass es für die Machthabenden von Vorteil ist. Ich wette, dass solche Zeiten, wie Du beschreibst, kommen werden. Ethik kann dabei niemanden aufhalten, selbst wenns illegal sein sollte, wirds gemacht - Geld ist immer der Hauptauslöser und die Triebkraft. Es wird den jenigen auch egal sein, ob das wider der Natur ist und Schäden an ihrem System oder an Personen auftreten, das haben wir in der Vergangenheit wie einen roten Faden beobachten können und so wird es auch in naher Zukunft sein.
Ergo
Zitat:
Original von Sun Deluge
Zitat:
Jede Manipulation am lebenden Material, ausgehend von den Genen, aber auch Implantate, vorallem als Gehirnerweiterung mit bewußtseinverändernden Auswirkungen, sollten für alle Zeiten ein Tabu sein!!!
Ethik und Moral sind leider Variablen in der Gesellschaft, .. ich hoffe die Tabus bleiben geschützt

Gesetze können so gedreht und gewendet werden, dass es für die Machthabenden von Vorteil ist. Ich wette, dass solche Zeiten, wie Du beschreibst, kommen werden. Ethik kann dabei niemanden aufhalten, selbst wenns illegal sein sollte, wirds gemacht - Geld ist immer der Hauptauslöser und die Triebkraft. Es wird den jenigen auch egal sein, ob das wider der Natur ist und Schäden an ihrem System oder an Personen auftreten, das haben wir in der Vergangenheit wie einen roten Faden beobachten können und so wird es auch in naher Zukunft sein.


Genau aus diesem Grunde braucht die Menschheit beim Übergang in eine Ära mit Nutzungsmöglichkeiten dieser Technologie-dimensionierung für die Natur und den Menschen selbst, eine humanere Gesellschaftordnung, frei vom Primat der Ausbeutung und des Maximalprofites. Eventuell ist es sogar genau umgekehrt, ... die zu erwartenden "Fehler" des Imperialismus bei der Nutzung neuer Technologien, könnte der Auslöser ihrer Ablösung werden.
carsten aus bochum
Hallo M.W..

Ich halte beides – Deine Skepsis und Deine Faszination – für begründet.
Ich denke man ist kein Ideologe, wenn man findet, dass wir uns wieder mehr der Natur anpassen sollten, statt sie rücksichtslos auszubeuten. Dabei ist es weniger so, dass man Sorge um „die Natur“ haben müsste, was auch als Werbebotschaft immer nur einen kleinen Teil der Menschen erreicht, sondern wir müssen Sorgen um uns haben, uns Menschen geht es an den Kragen.
Die Natur überlebt in geradezu prachtvoller Weise auch die Atomtests auf den Bikini Inseln, nur die Menschen können da für die nächsten Jahrzehnte nicht hin.

So ist der Versuch mit der Natur zu kooperieren, das heißt für mich auch wieder mehr nach unseren natürlichen Rhythmen zu leben, unsere Natur und die da draußen gleichermaßen zu respektieren, das Gebot der Stunde.
Dazu ist es nötig, dass man sich nicht als getrennt von der Natur empfindet, das scheint mir der entscheidende und massiv unterschätzte Schritt zu sein.

Dann kann man an die technische Umsetzung gehen und hier kann man von der Natur selbstverständlich lernen und versuchen Natur in unseren Lebensraum zu integrieren, oder nach dem Vorbild der Natur technische Neuerungen einzuführen, es gibt da schon sehr beeindruckende Projekte.

Deine Skepsis kommt hier zum Ausdruck:

Zitat:
Zitat:
"Wir sind ein Teil der Natur, deshalb müssen wir uns auf sie zurückbesinnen. Unsere Technologien
müssen verträglicher für unseren Planeten werden, die der Natur sind es nämlich schon. Die Bionik
verwendet vorhandenes Wissen und arbeitet mit der Natur zusammen. Wo wir in hundert Jahren
stehen, kann niemand mit Sicherheit sagen, doch wenn wir so weiter machen wie bisher, dann
werden wir überhaupt nirgends mehr stehen. Wollen wir uns nicht selber vernichten, dann müssen
wir handeln. Wir sollten nicht in unangebrachter Überheblichkeit glauben, dass wir über die Natur
erhaben wären, und dass wir über ihr stehen. Kein Schüler ist stärker als sein Lehrmeister. Erst,
wenn der Schüler alles gelernt hat, was er lernen kann, steht er auf Augenhöhe mit dem Lehrer. Bei
uns kann das noch Jahrtausende dauern."

Ist diese Sichtweise wirklich gerechtfertigt? Können die genannten Probleme wirklich dadurch beseitigt werden? Und ist dies nicht nur ein gesteigerter Eingriff gegen die Natur, die sich zu Wehr setzen wird? Ist es üerhaupt nicht schon Überheblich von einem Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler zu sprechen?
Was meint ihr dazu?


Ich glaube nicht, dass die Natur sich zur Wehr setzen wird, weil das „die Natur“ personalisiert und als bewusst handelnde Instanz erscheinen lässt. Diese Sichtweise ist problematisch, wenn sie aber als Metapher dafür gemeint ist, dass wir selbst uns den Boden unter unseren Füßen wegziehen könnte, dann ist das ein Eindruck, den man haben kann.
Ich glaube deshalb auch nicht, dass wir zur Natur in einem Lehrer-Schüler Verhältnis stehen, weder in die eine, noch in die andere Richtung. Wir sind nach wie vor immer auch noch Teil der Natur.
Der Mensch hat sich mit seinem Geist zum Teil über die Natur erhoben, zum Glück, doch er ist zu einem anderen Teil, mit seinem Körper noch immer in dieselbe eingebunden und da Körper und Geist letztlich nicht zu trennen, aber auch nicht aufeinander zu reduzieren sind, müssen wir mit der Natur kooperieren, weil wir immer auch Natur sind.
Die Idee wir wären irgendwie getrennt von der Natur ist da die Barriere, das beginnt damit, dass wir uns oft genug als getrennt von unserem Körper betrachten von dem erwartet wird, dass er zu funktionieren hat, ohne, dass man sich groß um ihn kümmert.

Ich sehe das große Problem dieser Lehrer-Schüler Sichtweise allerdings nicht in einer letzten Anmaßung von uns Menschen, sondern im Gegenteil, ist das die Aufforderung zu einer Unterwerfung, bei der der Mensch dann als höchste Pflicht lernen soll, sich einzuordnen.
Einzuordnen in die Natur und spätestens da muss man sich die Frage stellen, was das denn genau heißen soll und ob man denn das ganze Projekt der kulturellen Evolution als Misserfolg abblasen muss, worüber man meistens nachdenkt, während man in seiner gewitter- und hitzegeschützten Wohnung, vor seinen PC sitzt und darüber nachdenkt, wie voll der Kühlschrank ist.

Dabei, um diesen letzten Punkt auch noch anzudeuten, ist es nicht die Aufforderung sich als Mensch einzuordnen, die mich skeptisch zurücklässt, es ist die Aufforderung sich der Natur und ihren Regeln zu unterwerfen. Ich glaube der Mensch muss sich einordnen, aber eher unter die Regeln der Vernunft – die einen kooperatives Leben mit der Natur gewährleisten muss, alles andere empfände ich als dumm – oder unter Regeln die die Vernunft transzendieren, falls es solche gibt, hier wäre die Natur (wenn man sie als Einheit des Biologischen sieht) aber ebenfalls nur ein Stück vom Kuchen.

Gruß,

Carsten
-Sabine-
Zitat:
Original von carsten aus bochum
Die Natur überlebt in geradezu prachtvoller Weise auch die Atomtests auf den Bikini Inseln, nur die Menschen können da für die nächsten Jahrzehnte nicht hin.


Hmmm - das sieht die Wissenschaft etwas anders Zwinker Pflanzen und Tiere sind hochgradig verstrahlt - wo etwas bleibt langfristig nicht ohne Folgen. Und das Fatale an radioaktiven Strahlen ist ja, dass man sie nicht sieht und auch ihre Auswirkungen nicht "greifbar" sind.

Zitat:
So ist der Versuch mit der Natur zu kooperieren, das heißt für mich auch wieder mehr nach unseren natürlichen Rhythmen zu leben, unsere Natur und die da draußen gleichermaßen zu respektieren, das Gebot der Stunde.
Dazu ist es nötig, dass man sich nicht als getrennt von der Natur empfindet, das scheint mir der entscheidende und massiv unterschätzte Schritt zu sein.


Das halte ich für etwas ganz Extistenzielles und gerade heute unabdingbar Notwendiges für ALLE Menschen. Frage ist für mich nur: Sehr viele Menschen sind schon sehr sehr weit weg von der Natur: Wie sollen wir das bewerkstelligen?

Zitat:
Ich glaube deshalb auch nicht, dass wir zur Natur in einem Lehrer-Schüler Verhältnis stehen, weder in die eine, noch in die andere Richtung. Wir sind nach wie vor immer auch noch Teil der Natur.


Seh ich auch so. Das ist eine wechselseitige Beziehung, und wie bei allen Beziehungen hat es Folgen, wenn ein Teil den anderen massiv schädigt, und zwar für BEIDE!

Wir sind schlicht Teil der Natur und nicht irgendein "Geist über den Gewässern", der mit dem unter sich liegenden in keinerlei Verbinung steht, oder noch schlimmer, meint, seine Umwelt nach Belieben manipulieren zu können. ALLES, was wir tun, schlägt auf uns zurück, weil wir Teil des Ganzen sind.

Etwas mehr Einsicht in diese unsere Beschränktheiten täte unserem - noch - blauen Planeten sehr gut. Denn andernfalls wird es ihn - und damit uns - nicht mehr so sehr lange in der derzeitigen Form geben.
carsten aus bochum
Hi Sabine.

Zitat:
„Hmmm - das sieht die Wissenschaft etwas anders Zwinker Pflanzen und Tiere sind hochgradig verstrahlt - wo etwas bleibt langfristig nicht ohne Folgen.“


Sicher, es mutiert was das Zeug hält, aber es blüht und grünt eben auch wie wild, vielleicht ist da 1000 Jahre Pause für höheres Leben, aber „die Natur“ juckt das nun wenig, die probiert in der Zeit neue Blüten aus.

Zitat:
Dazu ist es nötig, dass man sich nicht als getrennt von der Natur empfindet, das scheint mir der entscheidende und massiv unterschätzte Schritt zu sein.

„Das halte ich für etwas ganz Extistenzielles und gerade heute unabdingbar Notwendiges für ALLE Menschen. Frage ist für mich nur: Sehr viele Menschen sind schon sehr sehr weit weg von der Natur: Wie sollen wir das bewerkstelligen?“


Für mich ist das ganz klar ein Bewusstseinsschritt der gegangen werden muss, in jedem Einzelnen.
Gesetze und Angbote zum Müll trennen sind nett, aber das aktive Verständnis und ein gefühlte Sorge sind unverzichtbar und in ihrer Wirkung viel kraftvoller.
Sieht aber nicht so aus, als ob das in der Breite groß was kommt.

Zitat:
„Seh ich auch so. Das ist eine wechselseitige Beziehung, und wie bei allen Beziehungen hat es Folgen, wenn ein Teil den anderen massiv schädigt, und zwar für BEIDE!

Wir sind schlicht Teil der Natur und nicht irgendein "Geist über den Gewässern", der mit dem unter sich liegenden in keinerlei Verbinung steht, oder noch schlimmer, meint, seine Umwelt nach Belieben manipulieren zu können. ALLES, was wir tun, schlägt auf uns zurück, weil wir Teil des Ganzen sind.

Etwas mehr Einsicht in diese unsere Beschränktheiten täte unserem - noch - blauen Planeten sehr gut. Denn andernfalls wird es ihn - und damit uns - nicht mehr so sehr lange in der derzeitigen Form geben.“


Mir geht es aber auch darum die andere Seite nicht zu verlieren: Wir sind auch Geist, denn wir sind nicht gezwungen blind irgendwelche Programme und Triebe zu erfüllen, wir könnten dann und wann, zur Not auch anders. Das kann der Regenwurm nicht, die Sonnenblume auch nicht und Affen, Elefanten, Krähenvögel, Kraken (außer Paul natürlich) und Delfine nur in engeren Grenzen.

Philosophisch ausgedrückt finde ich das immer sehr gut getroffen in dem Unterschied zwischen „Einer Regel folgen“ und „Der Vorstellung von einer Regel folgen“.

Gruß,

Carsten
Ergo
Für eine Anpassung an die Natur, in welcher Form auch immer, ist die derzeitge Gesellschaftsformation objektiv nicht in der Lage.
Wir leben in einer Welt des Geldes, wo jeder weiß, dass eine Naturtechnologie, die Stadtbasis bildet, den Reichen zu billig(in Form von primitives Leben) und den Armen zu teuer (so ein Lebensraum kostet, machen wir uns nichts vor).
Gleichermaßen fehlt uns eine Weltgesellschaft, die radikale Wendungen(denn das wären sie, betrachtet man heutige Großstädte in der Welt) global umsetzen könnte.

Der einzig logische Weg ist:
1. Echte Globalisierung in Form von Errichtung einer Weltdemokratie ohne Imperialismus, unter Nivellierung von Nationalismus und Beseitigung von Chauvinismus. Gleiches Lebensniveau für alle!
2. Schaffung von getrennten Lebensräumen aus freier Natur (Urwälder, Parks, Schutzgebiete mindestens 50% der Erdoberfläche) und menschlichen Wohnsiedlungen("Integrationsspielchen" ala Natur als Stadt, ...für unwesentlich anbei gestellt) + Landschaften für Ackerbau und Viehzucht.
3. Einsatz von Technologie zur echten Beseitigung von umweltzerstörender Verschmutzung der Erde.
4. Langfristig ethische Veränderung der Humanmedizin dahingehend, dass sie Rahmenbedingungen schafft, die dem evolutionären Charakter des menschlichen Lebens Rechnung trägt.
-Sabine-
Zitat:
Original von carsten aus bochum
Hi Sabine.

Zitat:
„Hmmm - das sieht die Wissenschaft etwas anders Zwinker Pflanzen und Tiere sind hochgradig verstrahlt - wo etwas bleibt langfristig nicht ohne Folgen.“


Sicher, es mutiert was das Zeug hält, aber es blüht und grünt eben auch wie wild, vielleicht ist da 1000 Jahre Pause für höheres Leben, aber „die Natur“ juckt das nun wenig, die probiert in der Zeit neue Blüten aus.


Wenn ich "die Natur" als Einheit sehe, also Pflanzen, Tiere, Klima, etc. ... als Teile des Ganzen "Natur", dann geht diese Deine Argumentation ins Leere.

Zitat:
Mir geht es aber auch darum die andere Seite nicht zu verlieren: Wir sind auch Geist, denn wir sind nicht gezwungen blind irgendwelche Programme und Triebe zu erfüllen, wir könnten dann und wann, zur Not auch anders. Das kann der Regenwurm nicht, die Sonnenblume auch nicht und Affen, Elefanten, Krähenvögel, Kraken (außer Paul natürlich) und Delfine nur in engeren Grenzen.


Ja, wir sind wohl die Einzigen, die mittels ihres Intellekts bewusst handeln können. Das entbindet aber diese Handlungen nicht von der Verantwortung "gut" für das Ganze, sprich für die Natur zu sein. Denn ob bewusst oder nicht: Die Auswirkungen bleiben gleich.

Ich sehe deshalb in dieser Option des Menschen - die die Tiere nicht haben - eher eine Gefahr für das Ganze, da sie uns eben in die Lage versetzt, weit mehr Schäden anzurichten als alle Tiere zusammen. Und wir haben unsere Geistegaben ja schon hinlänglich dazu genutzt, uns allen zu schaden. Nutzen für die Erdgemeinsschaft seh ich dagegen eher wenig.
carsten aus bochum
Hi Sabine.

Zitat:
„Wenn ich "die Natur" als Einheit sehe, also Pflanzen, Tiere, Klima, etc. ... als Teile des Ganzen "Natur", dann geht diese Deine Argumentation ins Leere.“


Wieso?
Klar, es wird ein paar kranke Tiere geben, die früh sterben, auch kommen nicht alle Pflanzen durch, aber wissen wir was entsteht? Zumindest ist das Bikini-Atoll keine Wüste, sondern strahlend schön, sozusagen. Und Klima, ja mein Gott, welche Eiszeiten und Wärmeperioden haben denn je die Natur in die Knie zwingen können. Wenn’s dann Richtung Vernus-Klima geht, kann man sich darum Sorgen machen.

Zitat:
„Ja, wir sind wohl die Einzigen, die mittels ihres Intellekts bewusst handeln können. Das entbindet aber diese Handlungen nicht von der Verantwortung "gut" für das Ganze, sprich für die Natur zu sein.“


Das entbindet nicht nur nicht, das ermöglicht es zum ersten mal. Man kann ja Kühen nicht ernsthaft ihe „klimaschädigenden“ Fürze vorwerfen.


Zitat:
„Ich sehe deshalb in dieser Option des Menschen - die die Tiere nicht haben - eher eine Gefahr für das Ganze, da sie uns eben in die Lage versetzt, weit mehr Schäden anzurichten als alle Tiere zusammen.“


Ja, aber die Richtung ist mehr Reflexion und nicht mehr Kriechen auf allen Vieren.

Zitat:
„Und wir haben unsere Geistegaben ja schon hinlänglich dazu genutzt, uns allen zu schaden. Nutzen für die Erdgemeinsschaft seh ich dagegen eher wenig.“


Geh mal zum Zahnarzt und verzichte auf die Betäubung, danach weißt Du die Kultur zu schätzen. Zwinker

Gruß,

Carsten
-Sabine-
Zitat:
Original von carsten aus bochum
Hi Sabine.

Zitat:
„Wenn ich "die Natur" als Einheit sehe, also Pflanzen, Tiere, Klima, etc. ... als Teile des Ganzen "Natur", dann geht diese Deine Argumentation ins Leere.“


Wieso?
Klar, es wird ein paar kranke Tiere geben, die früh sterben, auch kommen nicht alle Pflanzen durch, aber wissen wir was entsteht? Zumindest ist das Bikini-Atoll keine Wüste, sondern strahlend schön, sozusagen. Und Klima, ja mein Gott, welche Eiszeiten und Wärmeperioden haben denn je die Natur in die Knie zwingen können. Wenn’s dann Richtung Vernus-Klima geht, kann man sich darum Sorgen machen.


Okay, so kann man es natürlich auch sehen. Ich bleibe trotzdem bei meiner Sicht Zwinker

Zitat:
Zitat:
„Und wir haben unsere Geistegaben ja schon hinlänglich dazu genutzt, uns allen zu schaden. Nutzen für die Erdgemeinsschaft seh ich dagegen eher wenig.“


Geh mal zum Zahnarzt und verzichte auf die Betäubung, danach weißt Du die Kultur zu schätzen. Zwinker


Ein für mich persönlich immens wichtiges Detail smile - für die Erde als Ganzes aber wohl eher nicht so von Belang Zwinker