M.W.
Guten Abend zusammen,
gerade habe ich auf Arte eine interssante Sendung zum Thema der Lotusblume, ihren Anwendungen in der Technik mit Bezügen zur Bionik und ihre spirituelle Bedeutung für Menschen gesehen. Auf die Einzelheiten möchte ich jetzt hier weniger eingehen, doch stach für mich ein Aspekt der Reportage besonders hervor: Ein Visionist sprach von Möglichkeiten betreffs dieser neuartigen Wissenschaft, die nicht nur auf die reduzierte Anwendung im Technischen bezogen waren, sondern weit darüber hinaus gingen und mich ein wenig ins Grübeln brachten. Dieser hatte die utopische Idee, man könne diese fortschreitende technische Entwicklung nicht nur zur Befriedigung unseres modernen Komfortbedürfnisses nutzen, sondern eben auch, und das ist seine, meiner Meinung nach recht wegweisende Idee, sie dafür zu benutzen, unsere menschliche Existenz in die Natur (im umgangsprachlichen Sinne) zu integrieren. Zur Verdeutlichung will ich hier nur kurz Beispiele erwähnen. Mithilfe von Skizzen und Gemälden versuchte er seine Vision von einer Art 'lebenden Stadt' zu veranschaulichen. Dabei ist lebend im umfassenden Sinne zu verstehen. Nicht nur die Bewohner dieser Stadt leben, sondern auch die Umgebung um sie herum. Das heißt, der Mensch versucht die zu seinem Vorteil nutzende Technologie zu naturalisieren. Ein Beispiel wären Häuser, deren Grundgerüst von einem Baum gestellt wird und alles weitere mit natürlichen Materialien gedeckt wird. Ferner sollen diese Materialien (im Optimalfall) natürlich nicht vom Menschen hergestellt werden, sondern, und das ist das geniale und gar nicht mal so sehr unrealistische an seiner Vision, von der lebenden Stadt selbst hergestellt werden, so wie aus Bäumen irgendwann unter geeigneten Bedingungen Blätter hervorsprießen, wodurch wir die natürlichen Ressourcen nicht mehr bis zum letzten Tropfen auspressen müssten, wie es ja mit den fossilen Rohstoffen gegenwärtig der Fall ist. Kurzum: Wäre die Beziehung zwischen Mensch und Natur gegenwärtig als Parasitismus zugunsten des Menschen zu bezeichnen, so wäre die Fortentwicklung, die dieser Utopie zugrunde läge, die einer Symbiose.
Was mich nun aber ins Grübeln gebracht hat, ist nicht die theoretische Umsetzbarkeit, denn diese halte ich, wenn auch nicht in dem umfassenden Sinne, wie es dargestellt wurde, für gegeben, sondern vielmehr der gesteigerte Eingriff des Menschen in die Natur, obwohl dieser Eingriff, zumindest beim ersten Betrachten dieses Entwurfs postive Entwicklungen verspricht (man denke an die Klimaprobleme die beseitigt würden, Luftverschmutzung, etc. ...), denn schließlich waren mit einem gesteigerten Eingriff des Menschen in die Natur ja bis jetzt auch immer größere Probleme verbunden. Hier aber wird, meiner Meinung nach, dieser Eingriff auf die Spitze getrieben - da man vereinfacht der Natur vorgibt, wie sie sich zu entwickeln hat - aber diese Probleme scheinbar verschwinden.
Zitat:
"Wir sind ein Teil der Natur, deshalb müssen wir uns auf sie zurückbesinnen. Unsere Technologien
müssen verträglicher für unseren Planeten werden, die der Natur sind es nämlich schon. Die Bionik
verwendet vorhandenes Wissen und arbeitet mit der Natur zusammen. Wo wir in hundert Jahren
stehen, kann niemand mit Sicherheit sagen, doch wenn wir so weiter machen wie bisher, dann
werden wir überhaupt nirgends mehr stehen. Wollen wir uns nicht selber vernichten, dann müssen
wir handeln. Wir sollten nicht in unangebrachter Überheblichkeit glauben, dass wir über die Natur
erhaben wären, und dass wir über ihr stehen. Kein Schüler ist stärker als sein Lehrmeister. Erst,
wenn der Schüler alles gelernt hat, was er lernen kann, steht er auf Augenhöhe mit dem Lehrer. Bei
uns kann das noch Jahrtausende dauern."
Ist diese Sichtweise wirklich gerechtfertigt? Können die genannten Probleme wirklich dadurch beseitigt werden? Und ist dies nicht nur ein gesteigerter Eingriff gegen die Natur, die sich zu Wehr setzen wird? Ist es üerhaupt nicht schon Überheblich von einem Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler zu sprechen?
Was meint ihr dazu?
Außerdem hätte ich eine weitere Frage: Kennt jemand ein Buch, das sich mit der philosophischen Betrachtung des Wissenschaftszweiges der Bionik befasst oder in eines der von mir angesprochenen Themenbereiche einzuornen ist? Würde mich sehr interessieren wenn da jemand um Abhilfe meines Unwissens beiträge
....
Freue mich auf Antworten!
gerade habe ich auf Arte eine interssante Sendung zum Thema der Lotusblume, ihren Anwendungen in der Technik mit Bezügen zur Bionik und ihre spirituelle Bedeutung für Menschen gesehen. Auf die Einzelheiten möchte ich jetzt hier weniger eingehen, doch stach für mich ein Aspekt der Reportage besonders hervor: Ein Visionist sprach von Möglichkeiten betreffs dieser neuartigen Wissenschaft, die nicht nur auf die reduzierte Anwendung im Technischen bezogen waren, sondern weit darüber hinaus gingen und mich ein wenig ins Grübeln brachten. Dieser hatte die utopische Idee, man könne diese fortschreitende technische Entwicklung nicht nur zur Befriedigung unseres modernen Komfortbedürfnisses nutzen, sondern eben auch, und das ist seine, meiner Meinung nach recht wegweisende Idee, sie dafür zu benutzen, unsere menschliche Existenz in die Natur (im umgangsprachlichen Sinne) zu integrieren. Zur Verdeutlichung will ich hier nur kurz Beispiele erwähnen. Mithilfe von Skizzen und Gemälden versuchte er seine Vision von einer Art 'lebenden Stadt' zu veranschaulichen. Dabei ist lebend im umfassenden Sinne zu verstehen. Nicht nur die Bewohner dieser Stadt leben, sondern auch die Umgebung um sie herum. Das heißt, der Mensch versucht die zu seinem Vorteil nutzende Technologie zu naturalisieren. Ein Beispiel wären Häuser, deren Grundgerüst von einem Baum gestellt wird und alles weitere mit natürlichen Materialien gedeckt wird. Ferner sollen diese Materialien (im Optimalfall) natürlich nicht vom Menschen hergestellt werden, sondern, und das ist das geniale und gar nicht mal so sehr unrealistische an seiner Vision, von der lebenden Stadt selbst hergestellt werden, so wie aus Bäumen irgendwann unter geeigneten Bedingungen Blätter hervorsprießen, wodurch wir die natürlichen Ressourcen nicht mehr bis zum letzten Tropfen auspressen müssten, wie es ja mit den fossilen Rohstoffen gegenwärtig der Fall ist. Kurzum: Wäre die Beziehung zwischen Mensch und Natur gegenwärtig als Parasitismus zugunsten des Menschen zu bezeichnen, so wäre die Fortentwicklung, die dieser Utopie zugrunde läge, die einer Symbiose.
Was mich nun aber ins Grübeln gebracht hat, ist nicht die theoretische Umsetzbarkeit, denn diese halte ich, wenn auch nicht in dem umfassenden Sinne, wie es dargestellt wurde, für gegeben, sondern vielmehr der gesteigerte Eingriff des Menschen in die Natur, obwohl dieser Eingriff, zumindest beim ersten Betrachten dieses Entwurfs postive Entwicklungen verspricht (man denke an die Klimaprobleme die beseitigt würden, Luftverschmutzung, etc. ...), denn schließlich waren mit einem gesteigerten Eingriff des Menschen in die Natur ja bis jetzt auch immer größere Probleme verbunden. Hier aber wird, meiner Meinung nach, dieser Eingriff auf die Spitze getrieben - da man vereinfacht der Natur vorgibt, wie sie sich zu entwickeln hat - aber diese Probleme scheinbar verschwinden.
Zitat:
"Wir sind ein Teil der Natur, deshalb müssen wir uns auf sie zurückbesinnen. Unsere Technologien
müssen verträglicher für unseren Planeten werden, die der Natur sind es nämlich schon. Die Bionik
verwendet vorhandenes Wissen und arbeitet mit der Natur zusammen. Wo wir in hundert Jahren
stehen, kann niemand mit Sicherheit sagen, doch wenn wir so weiter machen wie bisher, dann
werden wir überhaupt nirgends mehr stehen. Wollen wir uns nicht selber vernichten, dann müssen
wir handeln. Wir sollten nicht in unangebrachter Überheblichkeit glauben, dass wir über die Natur
erhaben wären, und dass wir über ihr stehen. Kein Schüler ist stärker als sein Lehrmeister. Erst,
wenn der Schüler alles gelernt hat, was er lernen kann, steht er auf Augenhöhe mit dem Lehrer. Bei
uns kann das noch Jahrtausende dauern."
Ist diese Sichtweise wirklich gerechtfertigt? Können die genannten Probleme wirklich dadurch beseitigt werden? Und ist dies nicht nur ein gesteigerter Eingriff gegen die Natur, die sich zu Wehr setzen wird? Ist es üerhaupt nicht schon Überheblich von einem Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler zu sprechen?
Was meint ihr dazu?
Außerdem hätte ich eine weitere Frage: Kennt jemand ein Buch, das sich mit der philosophischen Betrachtung des Wissenschaftszweiges der Bionik befasst oder in eines der von mir angesprochenen Themenbereiche einzuornen ist? Würde mich sehr interessieren wenn da jemand um Abhilfe meines Unwissens beiträge
....Freue mich auf Antworten!
- für die Erde als Ganzes aber wohl eher nicht so von Belang