DayDream87
...bis auf 3 Ausnahmen!!
- Der Mensch ist psychisch krank
- Befindet sich im Rauschzustand
- Handelt aus einem Reflex heraus
Ich bin der fest der Meinung, dass JEDER Mensch egoistisch handelt. Selbst wenn man aus externer Sicht denken könnte, dass ein Mensch -wie Mutter Theresa- altruistisch handelt, so wird Sie trotzdem aus Eigennutz handeln.
Warum? Weil auch Handlungen, die jemand anderem zugute kommen und keinen materiellen Rückfluss verursachen, trotzdem eine emotionale Befriedigung hervorrufen. Wenn ich also zum Beispiel an eine Organsiation spende, es keinem erzähle und auch keine Response bekomme, fühle ich mich gut und weiß, dass ich etwas gutes getan habe. Ich handle also trotzdem egoistisch, indem ich mit dieser Aktion mein Gewissen befriedige, ja meine Wertevorstellungen bestätige.
Handlungen aus Liebe sollten ja wohl offensichtlich altruistisch sein. Wenn ich einen Menschen liebe, dann will ich, dass es diesem Menschen gut geht? Und warum will ich das? Weil es mir gut geht, wenn es ihr gut geht. Also wieder eine egoistische Perspektive.
Alles was ich tue, tue ich letzendlich für mich!
Richtig?
Sun Deluge
Hallo Daydream
Richtig.
Das Handeln kommt immer aus dem Ego.
Wir sehn nur aus einer, aus unserer Sicht und dann wäre es ja egal wie die Entscheidung fällt, egoistisch bleibt sie immer.
Egal ob wir eine gute Tat für andere tun und auch uns somit gleichzeitig selbst befriedigen oder ausschliesslich und selbst.
Aber es gibt ja auch noch ein Über-Ich, die Gesellschaft...
Gruss
DayDream87
Dass mit dem Gesellschafts-Ich ist ein interessanter Gedanke. Ich denke, dass wir durch die Gesellschaft in gewisser Weise unter Druck gesetzt werden und uns deshalb an bestimmte Normen und Werte halten. Um von dieser Gesellschaft nicht sanktioniert zu werden (egoistisches Verhalten), fügen wir uns diesen Gegebenheiten, damit es uns besser bzw. nicht schlechter geht.
Dieses Über-Ich, wie du es nennst, ist meiner Meinung nach kein Über-Ich. Es ist ein kollektives Gebilde von Normen und Werten, dass durch Politik, Kultur und andere Werte determiniert wird. Für jeden einzelnen Menschen bedeutet das, sich diesem Gebilde zu fügen und nicht sanktioniert zu werden, aber womöglich eigene Interessen zurück zu stecken, oder sich konträr zu verhalten und damit Sanktionen auf sich zu nehmen. Letzendlich bestimmen Faktoren wie der Charakter, die Erziehung, Lebenserfahrung und andere Umstände dann, wie sich eine Person gegenüber der Gesellschaft verhält. Doch immer wird das Individuum so handeln, dass es seinen eigenen Interessen gerecht wird, die Gesellschaft ist dabei lediglich eine Institution, die dem Individuum schaden oder nützen kann und eine große Macht verkörpert.
Gruß
Nylen
| Zitat: |
Doch immer wird das Individuum so handeln, dass es seinen eigenen Interessen gerecht wird, die Gesellschaft ist dabei lediglich eine Institution, die dem Individuum schaden oder nützen kann und eine große Macht verkörpert.
|
Im Idealfall ermöglicht die Gesellschafft dem Individuum grösste akzeptable Freiheit. Aber ihr werft Individualismus mit Egoismus zusammen.
Das Individuum wird immer den Nutzen für sich abwägen. Das ist aber nicht zwangläufig egoistisch, das für das Individuum ganz andere Dinge nützlich oder wertvoll sein können.
Das wir Individualistisch sein sollen und sein wollen ist nicht egoistisch per se.
Das angesprochene gesellschaftliche Bewusstsein, bzw. also die holistische Gesamtheit, weisst auf das Kollektiv hin, von dem wir immer Teil sind.
Betont das Eingangspost den Egoismus jeglicher ethischer oder sozialer Handlung möge sie noch so altruistisch gedacht werden, weisen die beiden folgenden Posts, auf den Gegenüberstellung Individuum-Kollektiv hin.
Natürlich gibt es egoistische Individuen, aber es gibt auch egoistische Kollektive aka Gesellschaftsformen. Also Gesellschaftsformen die alles dem Kollektiv unterordnen, und dem Individuum wenig Raum bieten. Nazi-Deutschland und Sowjet-Russland fallen einem sofort ein.
Es gibt aber altruistische Individuen welche sich für andere aufopfern bzw. denen die anderen wichtig sind, und für die nicht der Lohn im Mittelpunkt steht. Genauso gibt es altruistische Gesellschaftsformen aka Kollektive, welchen also das grösste Wohl aller im Vordergrund steht.
Soviel zur Trennung.
Ich denke nicht das die Behauptung "Jeder handelt immer und überall aus egoistischen Motiven" bzw. "Keine Tat die altruistisch sich gebärdet ist im Grunde nicht doch egoistisch" richtig ist.
Die Trennung altruistisch- egoistisch kann zwar erweitert werden, aber sie kann nicht aufgehoben werden. Ich glaube im Grunde es gibt keine völlig altruistische Tat. Aber das gilt ebenso für egoistische Taten. Nahezu keine Tat ist völlig egoistisch.
Welche Gesellschaftsform nun zu besseren Menschen führt vermag ich nicht zu sagen. Ethische Erziehung und rationale Erziehung, können aber auch nicht auf eine einfache Formel gebracht werden.
Neo
Hi Daydream,
"Jeder Mensch handelt egoistisch ..."
| Zitat: |
Original von DayDream87
...bis auf 3 Ausnahmen!!
- Der Mensch ist psychisch krank ... |
Das fand ich sehr interessant. Eigentlich dachte ich, es wird eher umgekehrt gesehen, dass nämlich die antisoziale Persönlichkeit als psychische Erkrankung gesehen wird. Es gibt natürlich auch den entgegesetzten Fall, dass Menschen unter bestimmten Formen der Entwicklungsstörung leiden, also nie Nein sagen können , sich aufopfern und immer nur das tun, was andere von ihnen erwarten. Auch das ist natürlich eine Form der psychischen Störung.
Daneben gibt es natürlich auch noch die religiösen Motive, besonders ausgeprägt im Christentum (Barmherzigkeit), aber die werden ja ohnehin von einigen als psychisch Krank oder genetisch deformiert angesehen.
Nylen hat es ja schon angesprochen:
| Zitat: |
Nylen:
Ich glaube im Grunde es gibt keine völlig altruistische Tat. Aber das gilt ebenso für egoistische Taten. |
| Zitat: |
Daydream:
Ich bin der fest der Meinung, dass JEDER Mensch egoistisch handelt. Selbst wenn man aus externer Sicht denken könnte, dass ein Mensch -wie Mutter Theresa- altruistisch handelt, so wird Sie trotzdem aus Eigennutz handeln. |
Ein bißchen merkwürdig ist das von Euch zwei gesagte aber schon: Denn es würde ja bedeuten, dass es a) kein Gegenteil zum egoistischen Verhalten gäbe, und somit Nylens These zuträfe,
oder b) wirklich altruistisches Verhalten im antisozialen Verhalten gipfelte, Erst hier kann man keine inneren egoistischen Motive mehr unterstellen. Das aber wäre das genaue Gegenteil von Altruismus.
Egoistisch ist es aber im Grunde genommen auch nicht, denn unter natürlichen Gegebenheiten würde ein solches Verhalten zum Ausschluß aus der sozialen Gruppe führen und somit dem betr. Individuum einen erheblichen Überlebensnachteil bescheren.
| Zitat: |
Daydream:
Handlungen aus Liebe sollten ja wohl offensichtlich altruistisch sein. Wenn ich einen Menschen liebe, dann will ich, dass es diesem Menschen gut geht? Und warum will ich das? Weil es mir gut geht, wenn es ihr gut geht. Also wieder eine egoistische Perspektive.
Alles was ich tue, tue ich letzendlich für mich! |
Das halte ich für ein bißchen weit hergeholt. Wenn ich z.B. aus Liebe etwas für den anderen tue, was für mich selbst einen Nachteil bedeutet (im Extremfall sogar mein Leben für einen geliebten Menschen opfere) dann kann man hier wohl schlecht von egoistischen Motiven sprechen. Nicht wirklich, oder?
Gruß
DayDream87
| Zitat: |
| Das halte ich für ein bißchen weit hergeholt. Wenn ich z.B. aus Liebe etwas für den anderen tue, was für mich selbst einen Nachteil bedeutet (im Extremfall sogar mein Leben für einen geliebten Menschen opfere) dann kann man hier wohl schlecht von egoistischen Motiven sprechen. Nicht wirklich, oder? |
Hi Neo, da bin ich anderer Meinung. Mal abgesehen von der extremen Handlung, dass ich mich für einen geliebten Menschen opfer, so halte ich eine Handlung aus Liebe dennoch schlußendlich für eine egoistisches bzw. opportunistisches Verhalten.
Das liegt doch in der Natur des Menschen. Wir handeln nach unserem Belohnungssystem. In manchen Momenten handeln wir wohl wirklich altruistisch, aber nur um unseren Nutzen auf lange Sicht gesehen zu maximieren. Damit sagen will ich, dass unsere Handlungen alle darauf abzielen, uns einen Nutzen zu stiften. Das schließt natürlich nicht aus, dass wir damit gleichzeitig anderen (z.B. unserem Lebenspartner) Menschen etwas gutes tun, aber wir würden es nicht tun, wenn für uns letzendlich nichts dabei herausspringt. Das Wort egoistisch ist dabei wohl im Volksmund eher negativ behaftet. Der Grund dafür liegt darin, dass es Menschen gibt, die hauptsächlich Handlungen vornehmen, die NUR ihnen zugute kommen, oder anderen schaden. Solche Menschen bezeichnet man dann oft als egoistisch. Trotzdem verhält sich selbst ein Mönch egoistisch, denn er lebt zwar für Gott, tut das aber, weil es ihm dadurch besser geht, so zu leben und nicht anders.
Wenn ich mich für jemanden opfer, dann scheint das im ersten Moment eine selbstlose Tat zu sein. Aber warum sollte ich mich opfern? Weil mir gewisse Werte vermittelt wurden, z.B. Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, Zusammenhalt, Loyalität, Gehorsam etc.. So fühle mich in schlimmen Situationen (z.B. schwere Erkrankung eines Verwandten) dazu "genötigt" Opfer zu bringen. Ich bediene damit meinen Eigennutzen, der sich darin ausdrückt, dass ich meine Wertevorstellungen und moralischen Ansichten durch diese Handlungen bestätige und lebe. Andere Menschen haben u.U. andere Werte (wie Gewalt) vermittelt bekommen und so stiftet es ihnen einen Nutzen, wenn sie dem Nächstbesten die Fresse polieren. Am Ende ist doch wohl klar, ich tue es, weil ich es für mich tue.
| Zitat: |
| Egoistisch ist es aber im Grunde genommen auch nicht, denn unter natürlichen Gegebenheiten würde ein solches Verhalten zum Ausschluß aus der sozialen Gruppe führen und somit dem betr. Individuum einen erheblichen Überlebensnachteil bescheren. |
Ich versuche das nochmal zu erläutern. Jedes Individuum in einer Gesellschaft steht ja in einem persönlichen Konflikt mit diesem Kollektiv. Es gibt wohl keinen Mensch, der zu einhundert Prozent kompatibel mit der Gesellschaft ist. So hat jede Person eigene Interessen und Ansichten, die entweder zur Gesamtmeinung passen, neutral sind oder eben dagegen sind. Vom eigenen Charakter, über die Familie und Subkulturen bis hin zur Gesellschaft bildet sich also ein Kollektiv, dass die kummulierten Meinnugen und Werte darstellt und wieder auf den Einzelnen abbildet. Allerdings spielen natürlich auch Politik, Kultur und Geschichte eine große Rolle in der Beeinflussung unserer gesamten Gesellschaft.
So...der Einzelne sieht sich nun diesem Gesamtgerüst gegenüber. Für Jeden stellt sich nun die Frage: Ordne ich mich dieser Gesellschaft unter, oder nehme ich Sanktionen in kauf. Wird jemand kriminell und stellt sich damit offensichtlich gegen die Gesellschaft, dann tut er das in dem Moment, weil es ihm einen größeren Nutzen generiert, als wenn er es nicht tun würde. Er ist also bereit, einen Überlebensnachteil auf sich zu nehmen. Er handelt egoistisch.
Stellt man sich nun einen gesellschaftstreuen Menschen vor, der sich noch nichts zu schulden hat kommen lassen. Auch dieser verhält sich egoistisch, er fürchtet vllt. Sanktionen, wurde konservativ erzogen und zieht für sich einen größeren Nutzen daraus, sich nicht gegen die Gesellschaft zu stellen.
Gruß
Sun Deluge
Hallo,
ich weiss jetzt nicht ob es um die charakterlichen Eigenschaften geht oder um den Beobachter selbst.
| Zitat: |
Original von Nylen
[...]werft Individualismus mit Egoismus zusammen. |
Stimmt, da hab ich nicht aufgepasst.
Hach ich find aber auch nie die richtigen Worte...
Gruss
Epic
| Zitat: |
Original von Nylen
| Zitat: |
Doch immer wird das Individuum so handeln, dass es seinen eigenen Interessen gerecht wird, die Gesellschaft ist dabei lediglich eine Institution, die dem Individuum schaden oder nützen kann und eine große Macht verkörpert.
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Im Idealfall ermöglicht die Gesellschafft dem Individuum grösste akzeptable Freiheit. Aber ihr werft Individualismus mit Egoismus zusammen.
Das Individuum wird immer den Nutzen für sich abwägen. Das ist aber nicht zwangläufig egoistisch, das für das Individuum ganz andere Dinge nützlich oder wertvoll sein können.
Das wir Individualistisch sein sollen und sein wollen ist nicht egoistisch per se.
Das angesprochene gesellschaftliche Bewusstsein, bzw. also die holistische Gesamtheit, weisst auf das Kollektiv hin, von dem wir immer Teil sind.
Betont das Eingangspost den Egoismus jeglicher ethischer oder sozialer Handlung möge sie noch so altruistisch gedacht werden, weisen die beiden folgenden Posts, auf den Gegenüberstellung Individuum-Kollektiv hin.
Natürlich gibt es egoistische Individuen, aber es gibt auch egoistische Kollektive aka Gesellschaftsformen. Also Gesellschaftsformen die alles dem Kollektiv unterordnen, und dem Individuum wenig Raum bieten. Nazi-Deutschland und Sowjet-Russland fallen einem sofort ein.
Es gibt aber altruistische Individuen welche sich für andere aufopfern bzw. denen die anderen wichtig sind, und für die nicht der Lohn im Mittelpunkt steht. Genauso gibt es altruistische Gesellschaftsformen aka Kollektive, welchen also das grösste Wohl aller im Vordergrund steht.
Soviel zur Trennung.
Ich denke nicht das die Behauptung "Jeder handelt immer und überall aus egoistischen Motiven" bzw. "Keine Tat die altruistisch sich gebärdet ist im Grunde nicht doch egoistisch" richtig ist.
Die Trennung altruistisch- egoistisch kann zwar erweitert werden, aber sie kann nicht aufgehoben werden. Ich glaube im Grunde es gibt keine völlig altruistische Tat. Aber das gilt ebenso für egoistische Taten. Nahezu keine Tat ist völlig egoistisch.
Welche Gesellschaftsform nun zu besseren Menschen führt vermag ich nicht zu sagen. Ethische Erziehung und rationale Erziehung, können aber auch nicht auf eine einfache Formel gebracht werden. |
Mensch nylen, jetz fängste endlich an vernünftig zu werden.
weiter so
doch:
Welche Gesellschaftsform nun zu besseren Menschen führt vermag ich nicht zu sagen. Ethische Erziehung und rationale Erziehung, können aber auch nicht auf eine einfache Formel gebracht werden.
ich denke die gute und richtige geselschaftsform kann es geben, da glaube ich dran und da bin ich mir sehr sicher.
Doch sie müsste in diese richtung gehen : Pansophie.
In wikipedia ist der begriff falsch ausgelegt.
Nylen
| Zitat: |
| Mensch nylen, jetz fängste endlich an vernünftig zu werden. |
Oh ich glaube an das gesagte aber nicht erst seit heute oder gestern sondern seit ich diese Unterscheidung verstanden habe, also etwa mit 16.
Und bekanntermassen (Dir jedenfalls) erkannte ich durch Popper das ich kritischen Rationalismus einer Pansophie vorziehe.
Epic
Und bekanntermassen (Dir jedenfalls) erkannte ich durch Popper das ich kritischen Rationalismus einer Pansophie vorziehe.
Ich sehe da keinen gegensatz, lässt sich aus meiner sicht vereinbaren.
Pansophie= (griech: All, Weisheit = allumfassende Weisheit)
Passt schon.
Denn auch die einzelwissenschaften in ihrer zerpaltenheit, wissen,dass ihr weltbild nur ein ganzes und "endgültiges" gibt, wenn es auf einem allumfassenderen prinzip gebracht und zusammengepuzzelt wird.
Dennoch ist es immer nur temporär ein ganzes in sich geschlossenes und abgerundetes, dessen kreis sich erst dann wieder öffnet ,wenn dieses wissen wieder relativiert wird, was doch ständig geschieht, durch neu hinzukommendes naturalistisches wissen.
Diese dürfen weiterhin bestehen, aber dürfen nicht verleugnen oder ignorieren,dass es immer mehr geben könnte als sie wissen oder schon glauben zu wissen.
Und schon garnicht dürfen sie es als absolut hinstellen, auch wenn es so erscheinen mag.
Ist ja zu beobachten das durcheinander mit den wissenschaften.
Tarvoc
| Zitat: |
Original von Epic
Denn auch die einzelwissenschaften in ihrer zerpaltenheit, wissen,dass ihr weltbild nur ein ganzes und "endgültiges" gibt, wenn es auf einem allumfassenderen prinzip gebracht und zusammengepuzzelt wird. |
Es geistert durchaus auch die Vermutung durch die akademische Landschaft, dass die Einzelwissenschaften überhaupt nie ein Ganzes ergeben, egal wie lange man sie zusammenzupuzzeln versucht...
Nylen
| Zitat: |
Ich sehe da keinen gegensatz, lässt sich aus meiner sicht vereinbaren.
Pansophie= (griech: All, Weisheit = allumfassende Weisheit)
Passt schon.
|
Nun wie immer du Pansophie verstehst. So wie ich dich verstehe vertritts du einen eher hamrlosen Standpunkt, einer ganzheitlichen Weisheitslehre, bzw Universalgelehrtentum.
Pansophie wie ich das Wort kenne hat allerdings starke szientisch-religiöse und manchmal esoterische Konnotationen. Und dazu steht der kritische Rationalismus im Gegensatz und es würde nicht passen.
Nik
Jeder Mensch handelt egoistisch im Auftrag seiner basalen individuellen Autopoiese. Das benötigte Ego erhält er über die Ausdiffernzierung des psychischen Systems mittels Sprache durch Sozialisation. Folglich handelt jeder Mensch sozialisiert, sofern er egoistisch handelt. Also kann ich sagen: Jedes egoistische Handeln ist sozialisiertes Handeln im Auftrag der Gesellschaft.
Epic
| Zitat: |
Original von Tarvoc
| Zitat: |
Original von Epic
Denn auch die einzelwissenschaften in ihrer zerpaltenheit, wissen,dass ihr weltbild nur ein ganzes und "endgültiges" gibt, wenn es auf einem allumfassenderen prinzip gebracht und zusammengepuzzelt wird. |
Es geistert durchaus auch die Vermutung durch die akademische Landschaft, dass die Einzelwissenschaften überhaupt nie ein Ganzes ergeben, egal wie lange man sie zusammenzupuzzeln versucht... |
Die wissenschaften ergeben dennoch nur sinn, wenn bei den forschungen auf ein
ganzes, in sich geschlossenes hingearbeitet wird, verbindungen und zusammenhänge, zwischen allem gewussten wissen gesucht wird.
Auch wenn sie dies verleugnen oder ignorieren,zugleich praktizieren sie es dennoch.
Ein ganzes können sie erreichen, es wird aber nur temporär halten, bis wieder neue blickwinkel und möglichkeiten hinzukommen und sich der geschlossene kreis wieder öffnet= das weltbild steht wieder auf der schwebe, und kann durch die richtigen puzzelstücke erneut ein ganzes in sich geschlossenes ergeben.
John
Hallo, bin neu hier und möchte zum Thema "Egoismus" meinen "Senf" dazugeben.
Wenn mir bei meinem Handeln von meinem Vater immer Egoismus vorgeworfen wurde, habe ich die entsprechenden Handlungen mit einer These versucht, zu begründen, die etwa so lautete:
Prinzipiell haben alle Menschen die gleichen Rechte. Wer dies nicht anerkennt und sich selbst mehr Recht zugesteht, ist ein Egoist, im philosophischen Sinne würde ich ihn einen asozialen Egoisten nennen.
Je rationaler jemand denken kann, desto eher ist er in der Lage, die Rechte eines anderen Menschen genau so (und zwar eben absolut genau so, nicht mehr oder weniger) zu achten und in der Situation zu erkennen wie seine eigenen.
Bedeutet also: Wenn ich so handle, dass eine Handlung zu meinem Vorteil ist, dann eben deshalb, weil ich in dieser Situation mehr Recht auf meinen Vorteil habe als der andere auf seinen. Handle ich "altruistisch", dann deshalb, weil ich zu der Erkenntnis komme, dass sein Recht gegenüber meinem Vorrang hat.
Ich versuche es an einem Beispiel. Zwei Menschen sitzen in einem abstürzenden Ballon, nur einer kann sich retten. Handeln beide individuell-egoistisch, raufen sie vielleicht und stürzen beide ab und dies ist im Sinne eines sozial-egoistischen Verhaltens (kein durchdachter Begriff, nur zur Verdeutlichung) absolut kontraproduktiv. Handeln beide altruistisch, rettet sich keiner und beide stürzen mit dem Ballon ab. Was hilft?
Nur eine rationale Abwägung der berechtigten Überlebensinteressen, bzw. der sozialen und individuellen Folgen (Alter, Kinder etc.). Denken beide gleichermaßen egoistisch im von mir gemeinten Sinne, also gewissermaßen (auch wenn es ein scheinbarer Widerspruch ist, auch für den anderen egoistisch mit), kommen sie zum gleichen Ergebnis, wer überleben soll.
Grüße
John
ewig
Ich denke ja, daß es sich bei dem Begriffspaar Altruismus/Egoismus um Beurteilungskategorien handelt, die nicht wirklich etwas über den oder das Beurteilte und sein Verhalten aussagen, sondern über die relativ kompromißlose Sicht des Urteilenden auf bestimmte Verhaltensformen des Beurteilten. Insofern lohnt es meines Erachtens kaum, bei diesen Begriffen irgendwelche objektiven Maßstäbe anlegen zu wollen, wo es doch oft um gar nichts anderes als eine perlokutive Auswirkung auf den Zuhörer geht. Sind Zuhörer und Beurteilter identisch, so soll er oder sie sich mit der Benennung als "Egoist" gemaßregelt und in eine andere Verhaltensrichtung gedrängt fühlen. Sind beide nicht identisch, will der Sprecher den Hörer mit seiner Benennung des Beurteilten gegenüber diesen voreinnehmen. Die Emotionalität, welche den Begriffen im Gebrauch anhaftet, läßt eine sachliche semantische Feinanalyse außerhalb des Elfenbeinturms doch eigentlich gar nicht zu, insofern scheint mir dies das verkehrte Erklärungs-Instrument zu sein.
Nik
Altruismus ist derjenige Egoismus, der über den durch die Tradition bereitgehaltenen Umweg, vor Anderen "selbstlos" zu erscheinen, sein Ego befriedigt, indem er eben dadurch Anerkennung von den Anderen erheischt.
Epic
| Zitat: |
Original von Nik
Altruismus ist derjenige Egoismus, der über den durch die Tradition bereitgehaltenen Umweg, vor Anderen "selbstlos" zu erscheinen, sein Ego befriedigt, indem er eben dadurch Anerkennung von den Anderen erheischt. |
Das ist nur eine notwendige unausweichliche
phase auf diesem seelischen weg, die man dann jedoch überwindet.
Denkt man diese mit dem verstand konsequent zu ende,jedoch ohne je einen schritt in diese richtung gemacht zu haben, dann ergibt sich das resultat,w as du bereits ausgesprochen hast.
Dir als philosphischer anfänger ; lerne in der r34lativität das objektive zu erkennen, und im objektiven wieder die relativitätund darin wieder die objektivität u.s.w
Ansonsten wirst du immer nur an der oberfläche kratzen.
Das ist ein wahrhaft gutgemeinter wegweiser.
Ich spreche aus meiner eigensten erfahrung.
ps; aus dem vertsand heraus wirdt du es niemals begreifen, da er immer nur das gegenwärtig gegebene beurteilen kann.
Erst der herzensblick bewegt die dinge und wandelt.
Wo du gerade verharrst ist der kreis der leeren relativität.
http://www.youtube.com/watch?v=6iUiY_PTQ0A
Nik
| Zitat: |
Original von Epic
| Zitat: |
Original von Nik
Altruismus ist derjenige Egoismus, der über den durch die Tradition bereitgehaltenen Umweg, vor Anderen "selbstlos" zu erscheinen, sein Ego befriedigt, indem er eben dadurch Anerkennung von den Anderen erheischt. |
Dir als philosphischer Anfänger... |
Glaubst du wirklich, dass ein philosophischer Anfänger ad hoc einen solchen Satz aus dem Ärmel schütteln kann...?
Epic
Glaubst du wirklich, dass ein philosophischer Anfänger ad hoc einen solchen Satz aus dem Ärmel schütteln kann...?
Intellekt - komplexitität - hervorragender satzaufbau DER SPRACHE -was nützt dass alles, wenn sich darin keine substanz , essenz oder wahrheit verbirgt?
Ps: Das ist nicht dir gewidmet, ich spreche in betroffenheit aller.(mich miteingeschlossen)
ps;die sprache der wahrheit ist die einfache.
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