Bewußtsein als Grenze

mark
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Original von Neo
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Original von mark
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Original von Neo
Zureichender Grund als auch Rechtfertigung sind die Lücken in der Wissenschaft.

versteh ich nicht.

Die Lücken der Wissenschaft SIND der zureichende Grund und gleichzeitig die Rechtfertigung: hat niemand was besseres zu bieten (und das hat die Wissenschaft in vielen Fällen nunmal nicht), ist bloße Miesmacherei einfach nur langweilig.

ja, nur dass das mit den lücken höchst unterschiedlich gesehen wird.
was eine relevante lücke ist und was nicht, darüber gehen die meinungen eben zuallererst dramatisch auseinander.
wie man den empirischen wissenschaften, ausgerechnet, als den einzigen relevante forschung mit vorzeigbaren ergebnissen betreibenden diesbezüglich ernsthaft miesmacherei vorwerfen kann, nur weil sie nicht jedem spinner hinterherrennen und gesunden menschenverstand wlaten lassen ist mir vollkommen schleierhaft.
müsste sogar dir auffallen, dass da was nicht passt.

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Original von mark
bestimmte denkmodelle als unsinn zu erkennen ist wohl kaum das gleiche wie sich gegen andere denkmodelle (generelle, das ist ja der vorwurf hier) zu spreizen.

Wie gesagt: wenn man statt dessen eine bessere Erklärung hat, ist da nichts einzuwenden. Ansonsten ist es halt langweilige Miesmacherei.

ja, das hört sich immer so plausibel an, wissenschaft kann keine erklärung anbieten und verweigert sich aus ideologischen gründen beleidigt dem besseren weil erklärenden denken...

die wirklichkeit sieht allerdings anders aus.

recht typisch für eine solche "lücken"-argumentation ist folgendes von carsten:
Zitat:

Nur, warum kann einer Namen wissen, von Schiffen, die gerade im Hafen einlaufen, bzw. noch auf dem Meer sind?
Warum kann einer „sehen“ was genau Verwandte/Freunde jetzt gerade machen, die einen Kontinent weiter wohnen?
Warum weiß jemand – ein Kind zudem – Details, aus anderen Familien, die es nie gesehen hat?
Warum haben Menschen recht detaillierte Ahnungen/Träume/Visionen von Unglücken, die das nicht täglich haben (also chronisch ängstlich sind und die immer träumen, dass irgendwas passiert, was ja dann statistisch einfach mal drin ist)?
Warum ist es möglich, dass jemand in einer privaten Bildersitzung, von der niemand weiß, dass sie stattfindet, bestimmte tiefsitzende Konflikte mit anderen Menschen „klärt“ und diese Menschen daraufhin, spontan mit dem, der die Sitzung erlebte Kontakt aufnehmen, um „zufällig und von sich aus“ diesen Konflikt anzusprechen und beizulegen, ohne, dass die Menschen sich nach der Sitzung wieder gesehen hätten und der Sitzungsteilnehmer also irgendwie – aufgrund seiner Einsichten –, nun im Verhalten subtil verändert aufgetreten wäre?

Und so weiter.
Dass man das Gefühl außerkörperlicher Erfahrungen auch experimentell stimulieren kann, dass es teilweise im Zusammenhang mit Epilepsien auftritt, dass man bestimmte Hirnbereiche dafür verantwortlich macht, weiß ich alles und ich glaube es auch. Nur erklärt das nicht – und auch ob einer LSD genommen hat, erklärt das nicht – wie solche Daten auftreten.
Das Hauptargument ist immer, dass es viele Phantasien gibt, dass man gewiss alles mögliche erleben kann, dass es aber einen definitiven Schnitt zwischen den subjektiven Erlebnissen einerseits und den objektiven Gegebenheit andererseits gibt.
Und genau dieser definitive Schnitt ist es, der durch diese Daten infrage gestellt wird.
Also muss man entweder alle diese Daten im Rahmen unseres herkömmlichen Weltbildes erklären.
Oder man erklärt alle diese ungewöhnlichen Daten kurzerhand für Zufall und Betrug, denn dass sie Einbildung wären, mag ja sein, aber warum ist die Einbildung auf einmal deckungsgleich mit Geschehnissen der Außenwelt?
Oder man findet eine alternative Theorie, die diese abweichenden Daten irgendwie erklärt.

Für mich entfällt schlicht die Diskussionsgrundlage, wenn jemand alle diese Daten schlicht als eine Mischung aus Zufall und Betrug (oder grenzenloser Naivität und faschistischen Tendenzen) interpretiert, worüber soll ich da noch diskutieren?


typisch ist insbesondern, dass nach der lücke selbst gar nicht gefragt werden darf, dann entfällt für carsten und co die diskussionsgrundlage.
zufall ist die erklärung im herkömmlichen rahmen genauso wie es die erklärung dafür ist, warum ein fallendes blatt genau da landet, wo es dann landet etc.
dass euch das nicht in dern kram passt liegt nicht etwa an einer erklärungslücke.

von wissen könnte man in all diesen fällen nur dann reden, wenn wenn es kontrolliert, durchschaubar, wiederholbar ist.
nimm einen wünschelrutenläufer der mit hoher erfolgssrate recht zuverlässig sagen kann, wo man wasser findet (für brunnen zum beispiel).
beweist der etwas, dass am wünschelrutengehen was dran ist? natürlich nicht. das würde es nur, wenn du spezifisch den erfolgreichen wünschelrutenläufer von den nicht erfolgreichen unterscheiden kannst: so muss man es machen, dann funktionierts, so nicht, dann klappts nicht. das geht aber gerade nicht, der erfolgreiche wünschelrutengänger weiss genausowenig warum er unter tausend anderen erfolgreich ist wie die anderen nicht wissen, warums bei ihnen eigentlich nicht klappt, wo sie doch eigentlich alles richtig machen. es weiss gar niemand, wie erfolgreiches wünschelrutengehen geht, deswegen funktioniert die argumentation so nicht.
genauso das ominöse "wissen", das jemand von vorgängen am anderen ende der welt hat. hat er? warum? weil er etwas richtiges gesagt hat? ist das jetzt das kriterium für wissen? sicher nicht, wars noch nie, hat mit naturwissenschaftlicher ideologie auch nichts zu tun. hat er denn die fähigkeit ohne dass er weiss warum, so dass man zumindest in diesem sinn sagen könnte, er weiss? dafür müsste es verlässlich sein, reproduzierbar. ansonsten ist es eine fähigkeit von der man nie wissen kann, ob sie gerade da ist der nicht: wertlos. das wäre wie ein pianist der an einem abend klavierspielen kann, am anderen wieder nicht, konzertbesuch als lottospiel.

auch das streng alternative: entweder erklärst du es (und zufall ist dabei ausgeschlossen!) oder du sagst automatisch, es ist betrug, ist in höchstem masse absurd.

und so sehen eben dann diese lücken tatsächlich aus: reine luftnummer, schon lange bevor irgendetwas spezifisch midern naturwissenschaftliches daran angelegt wurde. oder hältst du es etwas für zufall, dass philosophie ebenfalls nichts damit zu tun haben will? esoterik, parawisenschaften... das sind ja nicht etwa nur die naturwissenschaftlichen parias, niemand hält das für seriöses vorgehen.
Zitat:

Zitat:
Original von mark
im gegenteil ist forschung ja immer auch die fortentwicklung des denkens.

Aber nur wenn dieses Denken innerhalb der ihm selbst auferlegten Grenzen bleibt. Das ist ja ok, aber eben nur eine Spielregel, nicht mehr.

nein, eben gerade nicht.
Zitat:


Zitat:
Original von mark
nun, das ist dieser erklärungszwang mit dem insbesondere sogenannte parawissenschaften vermeintliche erklärungslücken aus dem hut zaubern die angeblich nur durch kuriose phänomene wie asw oder dergleichen
zu schliessen sind.

Besser als nur Miesmacherei, bei der noch weniger bei rumkommt.

wie gesagt, ich kann dir nicht nehmen jede offensichtlich berechtigte kritik als miesmacherei zu sehen. moderne empirische wissenschaften, das zumindest solltes auch du sehen können, machen jedenfalls nicht nur mies, sie sind so konstruktiv arbeitend wie sonst nichts vergleichbares in der menschheitsgeschichte.
Zitat:

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Original von mark
Zitat:

Was stellst Du Dir denn statt dessen vor? Spinnen verboten und abwarten, die Forschung wird schon noch eine Antwort finden?

auf was willst du denn eine antwort?

Och, da gäb es soviel. Soll ich da jetzt wirklich alles aufzählen? Nur damit Du dann wieder kommst mit: "Sinnlos solche Fragen zu stellen", "Unfug solche Gedanken zu haben" etc.
sagen wir so: die Antworten die ich gerne hätte wären Verständnis für meine Spinnereien.

wer aber nur bauchpinseleien als antwort verträgt sollte besser gar nicht erst fragen.
Zitat:

Solche Antworten werde ich aber seitens der Wissenschaft per se nicht bekommen. Aus dem gleichen Grund, warum die Briten bei der WM dem Lukas P.Odolski & Co kein Remis vorschlagen konnten.

oh, imemr dieses "von seiten der wissenschaft"...
nunja
mach dich doch mal ein bisschen locker.
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Original von mark
Zitat:

Außerdem ist das m.E. ein sehr durchdachtes und anschauliches Gedankenexeriment. Ich weiss nicht, warum Du Dich so dagegen spreizt, aber ich hab jetzt auch keine Lust den ganzen Thread nochmal durchzulesen.

du musst dir nur das ding selbst durchlesen, eiegntlich spricht das sehr für sich selbst. bzw gegen sich selbst.

Ich habe mir mehrmals das Hörbuch darüber angehört,

das? ein?
Zitat:

und muß sagen, es gibt wenige Problembeschreibungen in der Erkenntnis- und Bewußtseinsforschung, die eine solche Faszination auslösen.

entschuldige, von forschung kann in diesem zusammenhang nichtmal im ansatz die rede sein!
Zitat:

Zumindest bei mir. Aber nicht nur bei mir, wir hatten hier schon rege Diskussionen über dieses Thema.

ruft bei dir und anderen faszination hervor...sonst noch irgendein argument in der sache?
Zitat:

Zitat:
Original von mark
wenn du genau lesen würdest, was carsten so alles zitiert, dann hättest du bemerkt, wie schwach das alles ist und wie teilweise nichtmal die zitierten an eine homöopathispezifische wirkung glauben können.

Ich kann mich jetzt nicht mehr an jede Einzelheit erinnern, vlt hab ich auch einiges überlesen, aber an das erinnere ich mich noch: er hat ausführlich seine eigenen praktischen Erfahrungen damit beschrieben.
Dann bleibt natürlich noch zu sagen: klar, subjektive Erlebnisse sind immer für denjenigen höchst überzeugend, aber eben nicht objektiv. Aber das finde ich dann doch zu billig, und auch nicht fair Carsten gegenüber, der sich wirklich um Seriösität der Erkenntnis wegen bemüht.

*lach*
neo, das kannst du doch unmöglich ernst meinen.
homöopathie wirkt, weil carsten diese oder jene erfahrungen damit gemacht hat und es nicht fair gegenüber carsten als person wäre, diese argumentationsform bzw ihre beweiskraft in dieser frage in zweifel zu ziehen?
Zitat:


Zitat:
Original von mark
und liest man ein bisschen weiter, dann landet man immer wieder bei so dingen wie dass es in wirklichkeit gar keine geraden linien gibt, dass es ursachen gar nicht gibt weils keine erste ursache gibt, dass die summe aller krankheiten gleich bleibt und ein arzt, wenn er jemanden heilt, deswegen nur einem anderen krankheit aufrückt etc pp.
wenn du den unterschied zu seriösem denken da nicht erkennen kannst...ist es eben so. man kann ja nun niemanden zur erkennntnis zwingen.

das Problem ist, dass Du dir immer die negativen Extrembeispiele rauspickst, die du dann um dich wirfst.

wieso, sind dir die unangenehm? welche positiven gibts denn?
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Nehmen wir die Alchemie: Der Stein der Weisen, Gold aus Blei zu machen, das ist natürlich Unfug. Ergo ist die ganze Alchemie Unfug. Mal abgesehn davon dass man diese Dinge gar nicht wörtlich verstehen muß sondern im übertragenen Sinn, auf die Psychologie, die Persönlichkeitsentwicklung bezogen, war die Alchemie die Mutter der modernen anorganischen Chemie.

die alchemie ist definitiv nicht die mutter der modernen anorganischen chemie.
metaphorisches verständnis in allen ehren, nur ist das natürlich eine hübsche ausrede ohne jeden beleg. psychologie und persönlichkeitsentwicklung sind begriffe für moderne vorstellungen die der alchemie so fremd sind wie orbital oder oxidationszahl.
Zitat:

Zitat:
Original von mark
ein lichtstrahl ist per definition gerade. und den gibts doch wohl, oder?

Nochmals die Gegenfrage: wo? Im Universum? Wohl kaum. In der Mathematik? ja.
Und was davon ist nun real?

ich versteh dein problem mit einem gerade lichtstrahl nicht.
Zitat:

Zitat:
Original von mark
Zitat:

Auf manche - es mögen weit weniger sein als der uns vertraute Normalfall - passt die riemannsche besser. (das ist auch der Grund, warum sich in der Evolutionsgeschichte unser Denken nach jenem Modell entwickelte, welches auf den Normalfall zutrifft, auf das andere eben zugunsten der Effizienz verzichtet wurde, aber zulasten einer - biologisch verzichtbaren - vollständigen Erklärbarkeit der Welt. Generalisierung, was immer wieder gern vergessen wird).

also...mich irritiert dieses "auf manche". nein, streng eben auf gar nichts, nur spielt der unterscheid in unserem direkten erfarhungbereich keine rolle. genauso wie die relativistische mechanik die einzig richtige ist, der unterschied zur newtonschen aber in unserem erfahrungbereich bez räumlicher und zeitlicher parameter eben nicht ins gewicht fällt.

Und mich irritiert diese einseitige Relativierung. Es spielt offenbar für unser praktisches Leben keine Rolle, wenn die zeit langsamer abläuft für jemanden, der sich einem massreichen Körper nähert, da es so massereiche Körper in unserem Leben nicht gibt, dass dies zu merkwürdigen Phänomenen führen würde.
Es spielt für unser praktisches Leben auch keine Rolle, dass ich erklären kann wie Homöopathie funktioniert.

was ist denn das, ein vergleichssaltomortale mit eingebautem absturz?
Zitat:

DASS sie funktioniert, das spielt aber schon eine praktische Rolle,

tut sie aber halt nicht.
Zitat:

und zwar konkret im Leben des einzelnen, der damit Erfolge hat. Und das könnte ich übertragen auf Astrologie, auf Glauben, Wunder, usw.

weils genausowenig tut.
Zitat:

Zitat:
Original von mark
Zitat:

Ich nehme an, Du beziehst Dich auf den Begriff 'Wirklichkeit' (subjektiv), ich aber meine den Begriff 'Realität' (objektiv).

eine höchst kuriose unterscheidung, die ich so nicht nachvollziehen kann.
ausserdem ist die wirklichkeit als solche dann ja in der realität enthalten, jede wirklichkeit also auch realität. nur nicht jede realität auch wirklichkeit.
ich kann wirklich nicht sehen, was diese unterscheidung bringen soll.

mal abgesehn davon, dass es zwie unterschiedliche Begriffe sind, die unterschiedliche Bedeutung haben,

die begriffe haben aber im normalen sprachgebrauch nicht diese bedeutungen sondern werden im gegenteil synonym gebraucht.
Zitat:

kann ich nicht glauben, dass Du den Unterschied nicht sehen willst.

ich sehe diese sprachregelung als unsinnig an.
ich wüsste auch gar nicht, wie das umzusetzen wäre.
ein fim ist dann wirklich gut aber eben nicht real gut?
warum sagst du nicht einfach: ich fand den film gut? wozu braucht man da eine unterscheidung zwischen wirklichkeit und realität??
Zitat:

Genau diese Gleichmacherei führt zu den bösesten sprachlichen nd philosophischen Missverständnissen, hier im Forum immer wieder schön zu beobachten. Gibt sogar ganze Threads, die sich damit befassen.

wirklich.
dann gib doch bitte mal ein beispiel an, das die nachhaltige sinnhaftigkeit einer solchen sprachregelung aufzeigt.

gruss
Neo
Hi Mark,

Zitat:
Original von mark
oh, imemr dieses "von seiten der wissenschaft"...
nunja
mach dich doch mal ein bisschen locker.

Ich bin aber sowas von locker. Ich bin sogar oft viel zu locker, deswegen werde ich ja auch nur selten ernst genommen Zwinker

Zitat:
Original von mark
neo, das kannst du doch unmöglich ernst meinen.
homöopathie wirkt, weil carsten diese oder jene erfahrungen damit gemacht hat und es nicht fair gegenüber carsten als person wäre, diese argumentationsform bzw ihre beweiskraft in dieser frage in zweifel zu ziehen?

Mark, ich bin zu müde heute, ich kann nur sagen, dass hunderte oder gar tausende von Büchern darüber geschrieben (und auch gekauft) wurden und dass Millionen von Menschen aufgrund eigener Erfahrung von ihrer Wirkung überzeugt sind.
Was da momentan für ein Feldzug dagegen geführt wird, seitens der Mediziner und der Pharmaindustrie, auch das verwundert mich ja nicht wirklich, denn richtig Geld verdient ist nunmal nicht mit Globuli sondern mit Chefoperateurgehältern oder als Doktor der Pharmazie.
Die Kassen sehen das komischerweise viel lockerer und pragmatischer. Und dabei betrifft es deren Budgets.

Zitat:
Original von mark
die alchemie ist definitiv nicht die mutter der modernen anorganischen chemie.

Sondern?

Zitat:
Original von mark
ich versteh dein problem mit einem gerade lichtstrahl nicht.

Es kann ihn in einem gekrümmten Raum nicht geben, dazu müßte der Raum wirklich leer sein, und dann wäre es die Frage, ob es dann noch ein Raum wäre.

Zitat:
Original von mark
dann gib doch bitte mal ein beispiel an, das die nachhaltige sinnhaftigkeit einer solchen sprachregelung aufzeigt.

Gibt doch genug Threads hier, wo das ganz klar zum Ausdruck kommt, dass die ganze dort heiß diskutierte Problematik zum Gutteil auf dieser sprachlichen Unschärfe basiert.

Gruß
mark
Zitat:
Original von Neo
Ich bin aber sowas von locker. Ich bin sogar oft viel zu locker, deswegen werde ich ja auch nur selten ernst genommen Zwinker

tja, wenn das mal die richtige analyse ist...
Zitat:

Mark, ich bin zu müde heute, ich kann nur sagen, dass hunderte oder gar tausende von Büchern darüber geschrieben (und auch gekauft) wurden und dass Millionen von Menschen aufgrund eigener Erfahrung von ihrer Wirkung überzeugt sind.

*lach*
ja. und millionen könenn ja gar nicht falsch liegen, gell.
das ist ein bisschen wie in afrika, wo geldscheine mit unglückszahlen als numer nichts wert sind. die haben alle die besten erfahrunge damit gemacht diese scheine tunlichst zu meiden. warum sollten sie es denn sonst tun?
Zitat:

Was da momentan für ein Feldzug dagegen geführt wird, seitens der Mediziner und der Pharmaindustrie, auch das verwundert mich ja nicht wirklich, denn richtig Geld verdient ist nunmal nicht mit Globuli sondern mit Chefoperateurgehältern oder als Doktor der Pharmazie.
Die Kassen sehen das komischerweise viel lockerer und pragmatischer. Und dabei betrifft es deren Budgets.

naja, überraschung, ich halte es auch für skandalös, homöopathische behandlungen zu bezahlen. ich bin aber nun weder ein phramariese noch ne apotheke und auch kein chefarzt.
die kassen sehen das natürlich locker, warum auch nicht? die zahlen ja nichts selbst in dem sinn, sie verdienen ja nur an der verteilung. was da wie warum mit welchem erfolg verteilt wird ist dafür weitestgehend egal.
das ist ein bisschen wie mit den banken, die verdienen egal ob ihre kunden verdienen oder nicht. und wenns ganz schlimm kommt werden sie eben gestützt. dabie ist es aber wichtig, dass man zuerst so richtig mist macht, sonst lohnt sichs nicht.
eine alte regel, kleine schuldner werden geschlagen, grosse mit dem roten teppich empfangen.
jedenfalls...humbug gehört natürlich nicht in ein zwangssolidarsystem. egal welcher humbug. die homöopathie ist da ja nicht das einzige.
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Zitat:
Original von mark
die alchemie ist definitiv nicht die mutter der modernen anorganischen chemie.

Sondern?

was sondern?
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Zitat:
Original von mark
ich versteh dein problem mit einem gerade lichtstrahl nicht.

Es kann ihn in einem gekrümmten Raum nicht geben, dazu müßte der Raum wirklich leer sein, und dann wäre es die Frage, ob es dann noch ein Raum wäre.

warum bitte kann es in einem gekrümmten raum keine geraden linien geben...?
Zitat:

Zitat:
Original von mark
dann gib doch bitte mal ein beispiel an, das die nachhaltige sinnhaftigkeit einer solchen sprachregelung aufzeigt.

Gibt doch genug Threads hier, wo das ganz klar zum Ausdruck kommt, dass die ganze dort heiß diskutierte Problematik zum Gutteil auf dieser sprachlichen Unschärfe basiert.

zweifellos, aber ich wollte speziell diesen merkwürdigen vorschlag mal ganz praktisch in aktion sehen.
ich kann mir gut vorstellen, dass das sehr schwer fällt. meine rede.

gruss
Neo
Zitat:
Original von mark
Zitat:
Original von mark
Zitat:
die alchemie ist definitiv nicht die mutter der modernen anorganischen chemie.

Sondern?

was sondern?

Was ist sonst die Mutter?

Zitat:
Original von mark
warum bitte kann es in einem gekrümmten raum keine geraden linien geben...?

Wie kann ein Lichtstrahl nicht gekrümmt werden, wenn sogar der Raum durch die Massen gekrümmt wird?

Gruß
mark
Zitat:
Original von Neo
Was ist sonst die Mutter?

warum sollte die anorganische chemie überhaupt eine mutter haben?
Zitat:

Zitat:
Original von mark
warum bitte kann es in einem gekrümmten raum keine geraden linien geben...?

Wie kann ein Lichtstrahl nicht gekrümmt werden, wenn sogar der Raum durch die Massen gekrümmt wird?

tut mir leid, da weiss ich jetzt auch nicht mehr wo anfangen.
trotzdem: wieso denn sogar??
ein gekrümmter raum bedeutet doch nicht, dass es darin keine geraden geben kann...

gruss
Neo
Zitat:
Original von mark
Zitat:
Original von Neo
Was ist sonst die Mutter?

warum sollte die anorganische chemie überhaupt eine mutter haben?

Du siehst da wirklich keinen Zusammenhang, keine historische Ähnlichkeit zwischen beiden?

Zitat:
Original von mark
trotzdem: wieso denn sogar??
ein gekrümmter raum bedeutet doch nicht, dass es darin keine geraden geben kann...

Ich sage nicht, das es darin keine Geraden gäbe, sondern keine krümmungsfreien Geraden (streng genommen sind das dann natürlich keine Geraden mehr, sondern 'Krummen', und hier kommt die Referenz zu Dethlefsen). Weil es sonst bedeuten würde, es gäbe von diesem Raum unabhängige Geraden, was sehr merkwürdig klingt. Geraden sind die Verbindung zwischen zwei Punkten - IM RAUM. Der Raum im Universum aber ist krumm.

Ich sagte ja schon: im mathematischen Raum gibt es diese krümmungsfreien Geraden, weil der mathematische Raum nicht gekrümmt ist.
Im Universum kann es m.E. keine krümmungsfreien Geraden geben.
Heisst es nicht, ein Raumschiff, welches immer exakt geradeaus flöge (entfernt sich auf dem kürzesten Weg vom Ausgangspunkt), käme irgendwann wieder am Ausgangspunkt zurück (so wie eine Linie, auf der Oberfläche einer Kugel) ?

Wie nennst Du diese Gerade, wenn nicht 'gekrümmt' ?

Gruß
mark
Zitat:
Original von Neo
Du siehst da wirklich keinen Zusammenhang, keine historische Ähnlichkeit zwischen beiden?

was ist denn eine historische ähnlichkeit?
ich sehe keine ähnlichkeiten, nein.
Zitat:


Zitat:
Original von mark
trotzdem: wieso denn sogar??
ein gekrümmter raum bedeutet doch nicht, dass es darin keine geraden geben kann...

Ich sage nicht, das es darin keine Geraden gäbe, sondern keine krümmungsfreien Geraden (streng genommen sind das dann natürlich keine Geraden mehr, sondern 'Krummen', und hier kommt die Referenz zu Dethlefsen). Weil es sonst bedeuten würde, es gäbe von diesem Raum unabhängige Geraden, was sehr merkwürdig klingt. Geraden sind die Verbindung zwischen zwei Punkten - IM RAUM. Der Raum im Universum aber ist krumm.

Ich sagte ja schon: im mathematischen Raum gibt es diese krümmungsfreien Geraden, weil der mathematische Raum nicht gekrümmt ist.
Im Universum kann es m.E. keine krümmungsfreien Geraden geben.
Heisst es nicht, ein Raumschiff, welches immer exakt geradeaus flöge (entfernt sich auf dem kürzesten Weg vom Ausgangspunkt), käme irgendwann wieder am Ausgangspunkt zurück (so wie eine Linie, auf der Oberfläche einer Kugel) ?

Wie nennst Du diese Gerade, wenn nicht 'gekrümmt' ?

also, das heisst es nicht. ob das universum in dieser weise in sich geschlossen ist weiss niemand. wenn man ins all "rausguckt", dann sieht es doch ziemlich flach aus, da kann sogesehen noch alles draus werden.

ich nenne das eben gerade. als kürzeste verbindung. im gegensatz zu gekrümmt. einer eben nicht kürzesten verbindung zweier punkte. beides zusammen geht dann schlecht.

der vergleich mit der kugeloberfläche ist irreführend, denn du besitzt da natürlich eine andere perspektive weil die kugeloberfläche in einen dredimensionalen raum eingebettet ist. diese krümmung im dreidimensionalen raum ist keine in der fläche. das ist ja der witz an der geschichte. deine gekrümmte flache gerade bedeutet deshalb eigentlich nur gerade in einem gekrümmten raum, was die gerade aber nicht krummer macht als eine gerade in einem flachen raum, einer geraden, die du dann als gerade gerade bezeichnen würdest.
das ist aber unkonventionell und auch so betrachtet sagt und weder eine mathematische geometrie noch empirisch geometrische gegebenheiten, dass es keine geraden linien geben kann.

gruss
Schneemann
Zitat:
Original von Neo
Ich sage nicht, das es darin keine Geraden gäbe, sondern keine krümmungsfreien Geraden (streng genommen sind das dann natürlich keine Geraden mehr, sondern 'Krummen', und hier kommt die Referenz zu Dethlefsen). Weil es sonst bedeuten würde, es gäbe von diesem Raum unabhängige Geraden, was sehr merkwürdig klingt. Geraden sind die Verbindung zwischen zwei Punkten - IM RAUM. Der Raum im Universum aber ist krumm.

Vielleicht hilft hier ja auch die Unterscheidung der inneren und äusseren Krümmung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Raumkr%C3%B...e_Kr.C3.BCmmung

Geraden haben demzufolge kein innere Krümmung, auch wenn sie in einem gekrümmten Raum liegen. Was man diesen Gerade allerdings zusprechen könnte ist eine äussere Krümmung.
pnovell
ist leider bischen verkehrt die darstellung, die dreiecke weisen die angebliche innere krümmung auch nur durch die relation zum dreidimensionalen raum auf.
Schneemann
Zitat:
Original von pnovell
ist leider bischen verkehrt die darstellung, die dreiecke weisen die angebliche innere krümmung auch nur durch die relation zum dreidimensionalen raum auf.

Was soll da verkehrt sein? Die Krümmung der Dreiecke kannst du durch Winkelmessung nachweisen ohne dazu eine Betrachtung aus der n+1. Dimension zu benötigen. Um die "äussere Krümmung" festzustellen ist letztere dagegen nötig.
pnovell
das kann ich auch mit einem auf papier aufgemalten halben kreisumfang machen, die krümmung der linie bestimmen.
Schneemann
Zitat:
Original von pnovell
das kann ich auch mit einem auf papier aufgemalten halben kreisumfang machen z.b. das bogenmaß und damit die krümmung der linie bestimmen.

Ich bestreite nicht dass man die Krümmung einer Linie bestimmen kann (wobei ich bezweifle dass du das kannst, aber das ist offtopic). Und was soll das nun sagen?
Neo
Hallo Schneemann, danke für den Link.

Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass die Raumzeit nicht in einen höherdimensionalen Raum eingebettet ist. Somit hat die Raumzeit nur eine innere, aber keine äußere Krümmung.

Klingt für mich nicht logisch. Es heißt doch immer, das Universum sei zwar unendlich, aber nicht grenzenlos (oder umgekehrt?).
Ich sehe diese Grenze als Nahtstelle der 4-dimensionalen Raumzeit zur höherdimensionalen Transzendenz.
pnovell
@schneemann
dass du immer eine zusätzliche dimension benötigst, ansonsen kannst du gar keine krümmung messen, in 2d haben die dreiecke keine 3d unabhängige krümmung in diesem zusammenhang, wo soll da also bitte der unterschied zu einer linie sein?
Schneemann
Zitat:
Original von Neo
Klingt für mich nicht logisch. Es heißt doch immer, das Universum sei zwar unendlich, aber nicht grenzenlos (oder umgekehrt?).

?? Wenn das Universum unendlich ist, dann ist natürlich auch grenzenlos. Es gibt aber auch Lösungen nach denen das Universum endlich ist und dennoch unbegrenzt...wahrscheinlich meinst du das. Von einer Lösung mit begrenztem Universum weiss ich dagegen nichts...

Zitat:
Original von pnovell
dass du immer eine zusätzliche dimension benötigst, ansonsen kannst du gar keine krümmung messen, ...

Du brauchst keine Krümmung des n-dimensionalen Raums aus einer n+1-dimensionalen Sicht betrachten um die (innere) Krümmung der Dreiecke nachzuweisen. Denn die Krümmung erkennst du schon daran dass sich die Winkelsumme von 180° unterscheidet.
Bei Geraden funktioniert das nicht. Denn die haben auch im gekrümmten Raum keine (innere) Krümmung ( Die Krümmung einer Linie ist gerade definiert als die Abweichung von der Geraden).
pnovell
Zitat:
Bei Geraden funktioniert das nicht. Denn die haben auch im gekrümmten Raum keine (innere) Krümmung ( Die Krümmung einer Linie ist gerade definiert als die Abweichung von der Geraden).

falsch, auf einer gekrümmten geraden ändert sich genauso die relation der punkte in 2d zueinander wie die der geraden eines dreiecks in 3d.
Schneemann
Zitat:
Original von pnovell
einer gekrümmten geraden

Das ist ein Widerspruch in sich. Sowas gibts nicht. Es gibt aber Geraden die in einem gekrümmten Raum liegen.
pnovell
dann ist es beim dreieck aber nicht anders, dann kannst du gar keine krümmung messen, weil die geraden nach deiner auffassung nicht gekrümmt sein können.
Schneemann
Zitat:
Original von pnovell
dann ist es beim dreieck aber nicht anders, dann kannst du gar keine krümmung messen, weil die geraden nach deiner auffassung nicht gekrümmt sein können.

Ich messe ja auch nicht die Krümmung der geraden Seitenlinien des Dreiecks. Sondern ich messe die Winkelsumme des Dreiecks.
pnovell
das ist doch lächerlich, erzähl mal wie du zu einer veränderten winkelsumme ohne die veränderte relation der geraden zueinander gelangen kannst.