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| Definiere "optimal" bzw. "optimiert"... vielleicht herrscht auch einfach nur Begriffsunklarheit. |
Was verstehe ich subjektiv auf mein Leben bezogen unter
optimiert?
Im Rahmen der Gegebenheiten das beste herausholen, um zufrieden sein zu können, bzw. sagen zu können, in der entsprechenden Situationen, wenn ich nochmal vor einer Entscheidung stünde, würde ich die gleiche Entscheidung treffen. Und wenn das Ende kommt, zu sagen, ich habe was aus meinem Leben gemacht, das ich
vor mir und meiner Umwelt verantworten kann.
Wie definiere ich optimiertes Leben der gesamten Menschheit?
Ich weiß, es gibt literarische Vorbilder, aber bevor ich nun einen bereits forumlierten Satz suche, der meinen Gedanken (natürlich liegt der Kategorische Imperativ ganz nah dran) am besten beschreibt, probiere ich es selbst
Optimiertes Leben kann insofern nicht allgemein definiert werden, da für die Menschen verschiedene Werte wichtig sind: Reichtum, Macht, Entspannung, Gesundheit, langes Leben, Freiheit etc. Entscheidend muss sein, dass jeder einzelne Wert nur so exakt definiert werden darf,
dass er für die anderen Menschen nicht negativ ist. Einschränkungen dürfen nicht der Normalfall sein, sie müssen Ausnahmecharakter haben.
Beispiele: Das Rauchverbot schränkt die individuelle Freiheit ein. Die Berechtigung dazu kann sich nur ergeben, wenn der Gewinn der Allgemeinheit an Gesundheit für größer erachtet wird als der Verlust an Freiheit. (Solche Diskrepanzen kann man nach meiner Ansicht nicht durch Abstimmungen, also Summierung subjektiver Kriterien, lösen, sondern nur durch eine objektive Wertegegenüberstellung. Dass diese schwer zu realisieren ist, ist mir klar. Aber da es sicher viele klügere Denker als mich gibt, sollte es nicht prinzipiell unmöglich sein und man sollte nicht durch Bezug auf mehr oder weniger objektive Untersuchungen (die man mehr oder weniger versteht oder nicht) so tun, als sei die persönliche Meinung zur Lösung der Diskrepanz
objektiv richtig oder falsch
Macht, Demokratie, Politik: Politiker haben jederzeit ihre Entscheidungen zu verantworten. Die Kriterien für die Richtigkeit der Entscheidung haben Gesellschaftswissenschaftler aufzustellen. Das Wort
Gewaltenteilung sollte durch
Verantwortungsteilung ersetzt werden. Dadurch würde man den Konflikt
Rechtsprechung (die sich ebenfalls einer Verantwortung bewusst sein müsste, aber nicht ihr selbst gegenüber, sondern der Gesellschaftswissenschaft) und
"Staatsführung" wahrscheinlich entschärfen.
Würde nun die wahre Macht dann vielleicht bei den Gesellschaftswissenschaftlern liegen? Kaum, denn diese hätte weder etwas zu entscheiden, sondern nur die Aufgabe, Werte zu definieren und theoretische Grundlagen für ihre praktische Realisierung zu schaffen.