glorin
"Hart aber Fair" ist bei vielen Menschen eine beliebte Sendung. Auch "Anne Will" und andere Talkshows des öffentlichen Fehrnsehens erfreuen sich großer Beliebheit. Doch ihre Inhalte werden durch geschickte Manipulation gerne verändert.
Ein Beispiel Dokumentation fiel mir dazu wieder ein. (Video wird im Nachfolgenden verlinkt.
Ich möchte davor allerdings ein paar Punkte zitieren.
In der Sendung "Hart aber Fair" wird ein Ausschnitt eines "Mord an einer Computerfigur" Gezeigt und danach ein Ausschnitt einer lächelnden Person vor dem PC gezeigt.
Im Nachfolgenden gab es dazu ein paar Äußerung. Von der besagten Person:
"Meine Lächeln bezog sich auf eine lustige Aussage im Teamspeak, nicht auf irgendwelche Leichenballerei. Die gezeigten Szenen werden die mit Sicherheit selber gemacht haben. Von uns stammen sie jedenfalls nicht."
Der Intendant des NDR gibt die Manipulation zu:
"Diese Freude [...] wurde eingeschnitten, wie es [...] durchaus üblich ist."
Der Rundfunkrat gibt folgende Erklärung raus:
"Der Rundfunkrat [...] weist auf das Schreiben des Intendanten {...] hin. Ein Verstoß gegen den NDR Staatsvertrag, die ARD oder NDR Leitlinien, liegen nicht vor."
(Ob auch in diesen Video manipuliert wird, mit dem zurecht schneiden von Zitaten kann ich nicht sagen. Die Informationen stimmen, aber mit denen über ein, die ich auch schon in mehreren anderen Berichten lesen, sehen konnte. Die z.B. erwähnte Rangliste an verkauften Artikeln, das einspielen falscher Videos, etc. sind allerdings auf jeden Fall so aufgedrehten.
PS. Ein recht interesannte Satz bei Hart aber Fair ist mir hängen geblieben. Dieser fiel auch in der Debatte um Computerspiele.
Es wurde darauf hingewießen das durch Mods auch Nazisymbole in Deutschespiele aufdrehten können. Die antwort eines anwesenden Studenten lautete: "Ich kann mods entwickeln, die es den Spieler erlauben mit Kettensägen (in Spielen wie Bob der Baumeister, Benjamin Blümchen) auf die anderen Figuren loszugehen, ich kann durch diese Mods, auch Figuren in diesen Spielen vergewaltigen lassen... Fordern sie nun ein Verbot jedes Computerspieles?" (frei Zitiert)
Link zum Video: myvideo.de/watch/5674883/Killerspiele_Berichtigung_der_falschen_MedienInfor
mationen
Shui
Hat irgendjemand tatsächlich noch was anderes von denen erwartet?
Spätestens nach der hirnrissigen Aussage, jemand hätte mit Maus und Tastatur, sowie einem im Spiel integrierten Fadenkreuz, irgendwie zielen geübt, hätte man Berichterstattungen in dieser Richtung nicht mehr ernst nehmen dürfen.
Auch die ÖR sind auf Quoten aus, senden Werbung und billige Kopien von Formaten, die bereits im Original auf den Privaten selten dämlich waren (frei nach Kalkofe).
Und mit solchen Unsinn haben sie ihr Klientel getroffen und gefesselt. Pöse Nazis, Verstümmelungen, Missbrauch... Kaum zu glauben, dass sie die ollen Pädophilen und Terroristen nicht auch noch in ihre Liste der inhaltlosen Schlagworte aufgenommen haben.
Grobfahrlässige Fehlinformationen, bishin zur Verbreitung von kompletten Lügen und verfälschenden Zusammenschnitten. Das hat zweifellos nichts mit einer wahrheitsgetreuen und sachlichen Berichterstattung zu tun.
Es ist nur feige Fassade, man versteckt seine persönlicher Abneigung hinter angeblichen Tatsachen, die man sich selbst aus dem Hut zaubert. Und damit spricht man dann ein Publikum an, das von dem Thema überhaupt keine Ahnung hat, welches man mit vermeintlichen "Experten", Schlagwörtern und komischer Musik um den Finger wickelt.
ewig
Mal eine andere Frage: Was ist denn genau der kulturelle Mehrwert von Animationsspielen, bei denen der Spieler einer solch großen psychologischen Nähe zur echten hand-to-hand / face to face Auseinandersetzungen ausgesetzt wird wie das bei den Serientötungsspielen in der Ich-Perspektive der Fall ist? Sind das Szenarien, von denen wir als Gesellschaft wollen, daß sich Heranwachsende verstärkt gedanklich mit ihnen beschäftigen?
Shui
| Zitat: |
| Sind das Szenarien, von denen wir als Gesellschaft wollen, daß sich Heranwachsende verstärkt gedanklich mit ihnen beschäftigen? |
In nahezu jedem Spiel wird irgendwie irgendwas getötet...
Möchten wir als Gesellschaft, dass Kinder Spiele spielen, in denen ihnen weiß gemacht wird, ein rutschendes Auto wäre total lustig und ungefährlich?
Wollen wir unsere Kinder so sehr einer psychologischen Nähe zu face-to-face Auseinandersetzungen zwischen GUT und BÖSE aussetzen?
Wollen wir unseren Kindern eigentlich tatsächlich Geschichten von ausgesetzten Kindern und verbrannten alten Frauen erzählen? Geschichten, in denen die Antihelden nicht etwa mit netten Worten, sondern bloßer Gewalt ausgeschaltet werden?
Milan Q.
| Zitat: |
| Sind das Szenarien, von denen wir als Gesellschaft wollen, daß sich Heranwachsende verstärkt gedanklich mit ihnen beschäftigen? |
Man muss nicht alles wollen, um es zu erlauben.
ewig
| Zitat: |
Original von Shui
In nahezu jedem Spiel wird irgendwie irgendwas getötet... |
Im Schach wird bloß geschlagen.
| Zitat: |
| Möchten wir als Gesellschaft, dass Kinder Spiele spielen, in denen ihnen weiß gemacht wird, ein rutschendes Auto wäre total lustig und ungefährlich? |
Wird ihnen das wirklich weißgemacht oder verunglücken sie dabei nicht doch?
| Zitat: |
| Wollen wir unsere Kinder so sehr einer psychologischen Nähe zu face-to-face Auseinandersetzungen zwischen GUT und BÖSE aussetzen? |
Diese Anspielung verstehe ich nicht.
| Zitat: |
| Wollen wir unseren Kindern eigentlich tatsächlich Geschichten von ausgesetzten Kindern und verbrannten alten Frauen erzählen? Geschichten, in denen die Antihelden nicht etwa mit netten Worten, sondern bloßer Gewalt ausgeschaltet werden? |
Hier geht's um pure Selbstverteidigung. Aber ein interessanter Punkt: In modernen Kinderbücher sind die Protagonisten üblicherweise nicht mehr die ausführenden Akteure der epischen Gerechtigkeit, wenn sie Antagonisten das Leben kostet.
| Zitat: |
Original von Milan Q.
Man muss nicht alles wollen, um es zu erlauben. |
Das stimmt natürlich. Formulieren wir das etwas anders: Würdet Ihr die Hand dafür ins Feuer legen, daß diese Art Spiele keine nachteilhafteren Auswirkungen haben als beispielsweise Tetris oder Aufbaustrategiespiele?
Milan Q.
| Zitat: |
| Würdet Ihr die Hand dafür ins Feuer legen, daß diese Art Spiele keine nachteilhafteren Auswirkungen haben als beispielsweise Tetris oder Aufbaustrategiespiele? |
Nein, das würde ich nicht. Das Potenzial ist allemal da, es liegt am Spieler, was er daraus macht. Genauso kann man nach einem harten Rugbyspiel seinem Gegner vor Aggressionen an den Kragen gehen. Aber das ist der Typ Mensch, der den Begriff des "Spiels" nicht verstanden hat, bzw nicht zwischen Spiel und Leben unterscheiden kann. Was das angeht sollte man aber beim Spieler anfangen (wir haben in der Schule nie gelernt, wie man mit brutalen Spielen umgeht sei es am PC oder auf dem Rugbyplatz), und nicht Spiele mit nachteilhafteren Auswirkungen allgemein verurteilen.
Nylen
Nun: Ich denke ob ich einen Drachen abschlachte, um die Prinzessin zu retten. Oder ob ich als GI in Vietnam Charlie abschlachte. oder mich mit Shotguns durch Horden von Zombies metzle; Das ist doch alles sehr unterschiedlich zu bewerten.
Die Debatte die jetzt geführt wird ist diesselbe die zu Rollenspielen (Pen and Paper), Horrorfilmen, Gewaltfilmen, davor Romane und Autoren geführt wurde.
Schadet Realitätsflucht in Spielen, Filmen und Romanen (und Ideologien, Religionen) und führt zu Realitätsverlust?? Oder neigen gestörte Menschen dazu Realitätsflucht zu betreiben im krankhaften Maß.
Was ist hier ursächlicher. Meiner Erfahrung nach neigen gestörte Persönlichkeiten zu Realitätsflucht. Und finden sie in Spielen, Filmen Romanen etc. Umgekehrt führen aber Spiele, Filme und Bücher nicht zu gestörten Persönlichkeiten.
Die andere Frage ist nun diese. Wollen wir das Kinder oder auch Erwachsene Spiele, Filme oder Bücher konsumieren, in den sie sich in die Rolle des Täters von Gewalt versetzen.
Also es gibt Spiele da liegt bei mir schon nahe das ich denk. Das sollte ein 12 Jähriger nicht spielen. Und es gibt Spiele wo ich mich frage was diejenigen bewegt die das spielen.
Im MMORPG, also Spielen wie Warcraft, oder Everquest, gab es immer zwei Arten von Spielern. Gute und böse. Das hatte nix zu tun mit deiner Rolle oder so, sondern mit deinem Verhalten. Es gab sogenannte RPK das sind Random Player Killer, die ihren Fun daraus zogen andere willkürlich umgehauen zu haben. Dabei waren sie meist noch beleidigend. Oft war es zudem ein ungleicher Kampf den sie suchten. Sie gingen gezielt auf Schwächere.
Also nicht das Spiel hat dort assoziales Verhalten vorgeschrieben, sondern in meinen Augen sehr verstörte Menschen haben das Spiel gespielt.
Ich bin gegen Spieleverbot aber für Altersbegrenzung. Klare Sache. Der Abstraktionslever sinkt sehr rapide bei heutigen Spielen. Left for Dead, lies mich da echt aufatmen. So ein Spiel muss ein 14 Jähriger nicht spielen.
Shui
@ewig
| Zitat: |
| Wird ihnen das wirklich weißgemacht oder verunglücken sie dabei nicht doch? |
Sie rutschen ein bisschen rum, doch selbst der fatale Absturz in die Tiefe ist nur ein Tastendruck vom Weiterfahren entfernt.
| Zitat: |
| Diese Anspielung verstehe ich nicht. |
Wenn man dem Kind die ganze Zeit ein Gut-Böse-Bild einprägt und die unmissverständliche Erklärung, man müsse das Böse auf jeden Fall bekämpfen, teils sogar auslöschen, was wird das Kind wohl denken?
Nachdem schon diverse Spiele für Amokläufe verantwortlich gemacht wurden, nehme ich das selbe irrsinnige Prinzip für Geschichten und Filme: Dort sind die Hauptfiguren natürlich immer die Guten und ihnen wird das Recht eingeräumt die Bösen zu töten, sogar aus der Überzahl heraus (was umgekehrt immer gleich total unfair ist O.o)
| Zitat: |
| Würdet Ihr die Hand dafür ins Feuer legen, daß diese Art Spiele keine nachteilhafteren Auswirkungen haben als beispielsweise Tetris oder Aufbaustrategiespiele? |
http://www.youtube.com/watch?v=Cf9wbWhSLZQ
Und ja, würde ich. Jeder der von solchen Spielen angeblich „geschädigt“ wurde, hatte bereits vorher einen Knacks. Die Anzahl der aktiven Spieler von Killerspielen ist enorm groß (nahezu jeder Jugendliche spielt welche) und dass die jetzt besonders auffällig wären ist nicht der Fall.
Es gibt zwar in den Medien hochgepushte Verbrechen, die haben aber beim besten Willen keine Ähnlichkeit zu den Spielen.
Eugen
| Zitat: |
Original von ewig
... Würdet Ihr die Hand dafür ins Feuer legen, daß diese Art Spiele keine nachteilhafteren Auswirkungen haben als beispielsweise Tetris oder Aufbaustrategiespiele? |
Ich habe mal irgendwo gelesen, dass der von Marlon Brando verkörperte "Pate" derart Eindruck auf einzelne, echte Mafiabosse gemacht haben soll, dass diese angefangen haben sollen, diese Figur regelrecht zu kopieren, in der Redeweise, im ganzen Auftreten bis zur Kleidung.
Insofern haben vlt. auch Computerspiele mit gewalttätigen Inhalten eine Art
stilbildende Wirkung? - Aber eben erst dann, wenn's um das "wie" geht und über das "ob" längst entschieden ist.
Das scheint mir für die spektakulären Einzelfälle, die sog. "Amokläufe" ebenso zu gelten wie allgemein für die Entstehung gewaltbereiter Milieus. Wenn wir den Blick auf die Elendsviertel der Entwicklungsländer oder auf die Problembezirke unserer Großstädte richten, wird doch schnell klar, woher die gewaltbereiten jungen Männer wirklich kommen: nicht von den WLAN-Partys, sondern aus Sphären, in denen etablierte Bandenstrukturen, desolate Familienverhältnisse und soziale Perspektivlosigkeit prägend sind.
Könnte mir auch vorstellen, dass die "Ballerspiele" zwar keine gewaltfördernde Wirkung aber ein höheres allgemeines
Suchtpotenzial haben als reine Denk- und Strategiespiele. Möglicherw. werden da besonders suchtanfällige Regelkreise im Gehirn intensiver stimuliert ... bin da aber kein Experte.
ewig
| Zitat: |
Original von Eugen
| Zitat: |
Original von ewig
... Würdet Ihr die Hand dafür ins Feuer legen, daß diese Art Spiele keine nachteilhafteren Auswirkungen haben als beispielsweise Tetris oder Aufbaustrategiespiele? |
Insofern haben vlt. auch Computerspiele mit gewalttätigen Inhalten eine Art stilbildende Wirkung? - Aber eben erst dann, wenn's um das "wie" geht und über das "ob" längst entschieden ist. |
Das bedeutet aber z.B. eben, daß jemand, dessen Selbstwert z.B. durch Mobbing im Keller gelandet ist und der sich mit Egoshootern "eskapiert,"* dann nach einer Schusswaffe Ausschau halten wird, wenn der Druck so groß geworden ist, daß er sich innerlich nur noch mit Rachephantasien über Wasser halten kann, und falls er einer habhaft wird, wird dann mordsmäßig rumgeballert anstatt "einfach bloß"** eine Prügelei vom Zaun zu brechen.
Ich denke, hier sieht man eigentlich sehr klar, daß das ganze Feld eskalierender privater Gewalttätigkeiten
natürlich nicht allein auf dem Einfluß von Ego-Shootern beruht. Deren Anteil ist höchstwahrscheinlich sogar der irrelevanteste verglichen mit der Verfügbarkeit von Schusswaffen und dem Psychostress heutiger Frühbildungsmilieus, wie Du ja ebenfalls schreibst:
| Zitat: |
| Das scheint mir für die spektakulären Einzelfälle, die sog. "Amokläufe" ebenso zu gelten wie allgemein für die Entstehung gewaltbereiter Milieus. Wenn wir den Blick auf die Elendsviertel der Entwicklungsländer oder auf die Problembezirke unserer Großstädte richten, wird doch schnell klar, woher die gewaltbereiten jungen Männer wirklich kommen: nicht von den WLAN-Partys, sondern aus Sphären, in denen etablierte Bandenstrukturen, desolate Familienverhältnisse und soziale Perspektivlosigkeit prägend sind. |
Und die Frage, woher die soziale Perspektivlosigkeit kommt, auf deren Basis sich dann eine "Eh alles egal, im Zweifelsfall gibt's ne blutige Nase für jeden, der mir blöd kommt." - Kultur formiert, scheint ja auch weit eher in Richtung derer zu verweisen, die gerne die Spiele ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken.
| Zitat: |
| Könnte mir auch vorstellen, dass die "Ballerspiele" zwar keine gewaltfördernde Wirkung aber ein höheres allgemeines Suchtpotenzial haben als reine Denk- und Strategiespiele. Möglicherw. werden da besonders suchtanfällige Regelkreise im Gehirn intensiver stimuliert ... bin da aber kein Experte. |
Ich denke, das ist letztlich bei der Gefährlichkeit sogar der wichtigste Aspekt und da ist diese Art von Spiel ziemlich sicher deutlich hinter kontinuierlichen open end self-enhance games wie WoW anzusiedeln.
Bleibt dennoch festzuhalten: Einigen verhelfen diese Spiele dazu, in einer kritischen Phase ihr Gewaltpotential strategisch zu maximieren anstatt "einfach bloß" mal auszuflippen oder "einfach bloß" sich selbst zu töten. Nur ist es wohl ziemlich zynisch, zu verlangen, jemand möge doch bitte lautlos abtreten und ganz ohne andere dabei zu gefährden oder auch nur zu belästigen.
*Vielen, die so gerne von Eskapismus sprechen, scheint nicht klar zu sein, daß es sich bei der Vorstellung von "Weltflucht" um einen höchst beleidigenden Euphemismus handelt, der unterstellt, eine unters Rad gekommene Person hätte noch Entscheidungsmöglichkeiten, und mit dem sie selbst noch rhetorisch auf bereits am Boden liegende Personen nachtreten.
**Ich denke, die Gänsefüßchen weisen hier sehr gut darauf hin, wo die
wirklichen Probleme liegen.
Shui
@Eugen
| Zitat: |
| Das [die stilbildende Wirkung] scheint mir für die spektakulären Einzelfälle, die sog. "Amokläufe" ebenso zu gelten wie allgemein für die Entstehung gewaltbereiter Milieus. |
Amokläufer berichten in ihrem Nachlass häufig davon, dass sie sich an vorherigen Amokläufen orientiert hätten.
Der erste große Amoklauf war der von der Columbine High School und der hatte gerade in der Planung eine lächerliche Ähnlichkeit mit irgendeinem bekannten Computerspiel.
@ewig
| Zitat: |
| und falls er einer habhaft wird, wird dann mordsmäßig rumgeballert anstatt "einfach bloß"** eine Prügelei vom Zaun zu brechen. |
Der letzte Amokläufer hat Molotowcocktail und Axt benutzt (oder gabs schon wieder neue?)
War der es deiner Meinung nach im Gegensatz zu seinen Vorgängern (an denen er sich irgendwie auch angeblich orientiert hat) leid auf eine Waffe zu warten? Und würdest du behaupten, in Deutschland gibt es einen Haufen potentieller Amokläufer, die nur darauf warten eine Schusswaffe in die Hand zu bekommen?
Das ist Unsinn. Kein Mensch ohne Übung kann wirklich mit einer gimbligen Schusswaffe umgehen. Rückstoß, Nachladen, Entsichern, das will geübt sein. Da hilft auch kein Egoshooter, dafür muss man an der richtigen Waffe üben. Aber Schützenvereine werden deswegen nicht verboten, ebenso wenig der private Waffenbesitz…
Und übrigens, eine Prügelei kann auch bereits nach dem ersten Schlag lebensgefährliche Verletzungen hervorrufen. Indes sind die perspektivenlosen Jugendlichen in letzter Zeit auch mit ihren ach so harmlosen Prügeleien in die Schlagzeilen gekommen (ein Mann ot, ein älterer Herr beinahe…)
| Zitat: |
| Ich denke, das ist letztlich bei der Gefährlichkeit sogar der wichtigste Aspekt und da ist diese Art von Spiel ziemlich sicher deutlich hinter kontinuierlichen open end self-enhance games wie WoW anzusiedeln. |
Ein Egoshooter soll süchtiger machen als WoW?
Wie genau legt ihr den Suchtbegriff im Bezug auf Spiele überhaupt aus?
| Zitat: |
| Bleibt dennoch festzuhalten: Einigen verhelfen diese Spiele dazu, in einer kritischen Phase ihr Gewaltpotential strategisch zu maximieren anstatt "einfach bloß" mal auszuflippen oder "einfach bloß" sich selbst zu töten. |
*lol* wer stellt da was fest?
Ich sehe keine Bestätigung durch Studien oder andere Untersuchungen, nur eure Behauptungen. Sie decken sich sicherlich mit jenen zu Rollenspielen und Filmen und Musik... Dafür geschehen solche schlimmen Verbrechen aber ziemlich selten.
ewig
| Zitat: |
| Zitat: |
| Ich denke, das ist letztlich bei der Gefährlichkeit sogar der wichtigste Aspekt und da ist diese Art von Spiel ziemlich sicher deutlich hinter kontinuierlichen open end self-enhance games wie WoW anzusiedeln. |
Ein Egoshooter soll süchtiger machen als WoW? |
Nein, anders herum.
Shui
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Original von ewig
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| Zitat: |
| Ich denke, das ist letztlich bei der Gefährlichkeit sogar der wichtigste Aspekt und da ist diese Art von Spiel ziemlich sicher deutlich hinter kontinuierlichen open end self-enhance games wie WoW anzusiedeln. |
Ein Egoshooter soll süchtiger machen als WoW? |
Nein, anders herum. |
Ah, komplizierte Satzsturktur >.<
Schneemann
Die öffentlich-rechtlichen Sender sind grundsätzlich in ihrer Propaganda verhaftet. Auch wenn es keine so krassen Fälschungen wie in deinem Beispiel sind, es wird praktisch nie objektiv berichtet. Das liegt schon an der unsäglichen Situation dass diese Sender fest in der Hand unserer beiden Volksparteien, der CDU/CSU und SPD sind. Daher findet man in keiner der sogenannten "Polit"-Sendungen auch mal nur ansatzweise irgendwelche alternativen Konzepte (wie z.B. das Grundeinkommen oder Drogenfreigabe) seriös diskutiert. Es wird immer mit Blick aufs Parteibuch berichtet und ausgewählt. Insbesondere von Polit-Sendungen im öffentlich-rechtlichen TV halte ich mich daher fern. Da es in den Privaten erst gar nichts vergleichbares gibt, bleibt dann eben auch nur noch die Presse und das I-Net als Informationsquelle.
ewig
| Zitat: |
Original von Schneemann
Das liegt schon an der unsäglichen Situation dass diese Sender fest in der Hand unserer beiden Volksparteien, der CDU/CSU und SPD sind. |
Da können wir jetzt gleich einen tollen neuen Disput drauf aufbauen und uns gegenseitig als "Verschwörungstheoretiker" respektive "Naivling" beschimpfen. Ich halte Deine Ansicht für groben Unfug. Die deutschen ÖRs sind eine der besten Institutionen, die unser Land überhaupt hat, und sie sind
nicht Volksparteien-hörig. Mich würde im Übrigen trotzdem interessieren, woraus sich dieses Weltbild speist, weil ich für mich selbst zu kartieren suche, welche propagandistischen Netzwerke mit welchen Stoßrichtungen die moderne Landschaft der Meinungsmacher konstituieren.
Daher: Quelle bitte.
ewig
Na fein. Die versuchte Einflußausweitung der Politik ist aber a) eine jüngere Entwicklung, b) sind unabhängige Medien sehr gut aufgestellt, um sich dagegen mit entsprechender Berichterstattung zur Wehr zu setzen und ob sich das c) vom zdf auch auf die anderen ö.r. Rundfunk-Anstalten einfach so übertragen läßt, bleibt gänzlich dahingestellt. Ich denke vielmehr, daß man in den öffentlich Rechtlichen aus dem Selbstverständnis heraus, für die breite Masse der Bevölkerung nützlich sein zu müssen, eher zufällig einen ähnlichen Mitte-Konsens-Ausgangsstandpunkt für Betrachtungen einnimmt, den auch die Parteien im gemäßigten Zentrum des politischen Spektrums von sich gerne erscheinen lassen.
Warum hätten z.B. die beiden Bürgerrechtsparteien nicht schon längst eine gemeinschaftliche Klage vor dem Bundesverfassungsgericht in dieser Sache angestrengt, wenn die Unabhängigkeit der ÖRs längst nicht mehr gewährleistet ist, und ihre eigenen Programme daher doch eigentlich drastisch unterrepräsentiert sein müßten?
glorin
@Schneemann:
Bitte etwas vorsichtiger posten. Chefredakteur des ZDFs wurde rausgewählt. Die Aufsichtsratvorsitzenden der SPD sprachen sich aber z.B. stark dagegen aus. Mit ihn ist uns einer der unabhängigsten und kritischten Personen der momentanigen Mediengeschichte verloren gegangen. Dies lag aber vorallem an der CDU.
Eine Verallgemeinerung sollte am besten nicht stattfinden!
mfg.
glorin
Schneemann
| Zitat: |
Original von glorin
@Schneemann:
Bitte etwas vorsichtiger posten. Chefredakteur des ZDFs wurde rausgewählt. Die Aufsichtsratvorsitzenden der SPD sprachen sich aber z.B. stark dagegen aus. Mit ihn ist uns einer der unabhängigsten und kritischten Personen der momentanigen Mediengeschichte verloren gegangen. Dies lag aber vorallem an der CDU.
Eine Verallgemeinerung sollte am besten nicht stattfinden!
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Die SPD verhält sie in Punkto Beeinflussung von öffentlich-rechtlichen Medien keinen Deut besser. Auch ihre Vertreter beeinflussen die Programmgestaltung und üben Kontrolle über die Chefredaktionen aus. Auch sie besetzen wichtige Posten mit eigenen Leuten. Sie sind nur üblicherweise nicht ganz so bescheuert wie Koch das so dreist offensichtlich und medienwirksam zu machen. Es sind diese beiden Volksparteien die das Programmgeschehen entscheidend beeinflussen. Du wirst kein TV-Duell erleben wo CDU und SPD sich noch mit Vertretern anderer Parteien duellieren. Du wirst nie spezielle Programmpunkte die nur von den Linken oder den Grünen diskutiert werden ausführlich und seriös präsentiert bekommen. Das alles ist nicht durchsetzungsfähig in unserem Staatsfernsehen, weil es denen nicht nutzt die das Sagen haben.
Davon abgesehen ist es erschrecken zu sehen wo die SPD in der Medienlandschaft sonst noch überall Beteiligungen besitzt. Erschreckende Auflistungen finden sich z.B. hier
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Dr...agsgesellschaft
Das sind zwar noch keine B**sconi-Verhältnisse, aber Deutschland braucht sich seiner Unabhängigkeit der Medien durchaus nicht zu rühmen.
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