Eugen
Nochmal kurz dazu:
Wenn an etwas zu kaum einem Zeitpunkt in der menschlichen Kultur echter Mangel bestanden hat, dann an Anregungen und Vorbildern vorhandenes Gewaltpotenzial strategisch zu maximieren. All die Gewaltexzesse in ihren unendlichen Spielarten, die die Menschheitsgeschichte durch die Jahrtausende begleiteten, und nun sind die Ballerspiele an allem schuld? -
Ne, für mich ist das schlicht eine Alibi-Debatte mit Entlastungsfunktion, die stereotyp nach jedem "Amoklauf" wieder neu anrollt und wieder versickert, sobald der unmittelbare Schock abgeklungen und man wieder zur Tagesordnung übergegangen ist. Die tiefe Irritation über den "unerklärlichen" Exzess lässt merklich nach, sobald einschlägige Spiele auf dem Computer des Täters gefunden werden. Aha, daran lag's also, was uns ja dann glücklicherweise weiterer, evtl. heikler Überlegungen zu gesellschaftlichen Verhältnissen und zur menschlichen Natur enthebt ...
| Zitat: |
| Original von ewig ...Bleibt dennoch festzuhalten: Einigen verhelfen diese Spiele dazu, in einer kritischen Phase ihr Gewaltpotential strategisch zu maximieren anstatt "einfach bloß" mal auszuflippen oder "einfach bloß" sich selbst zu töten... |
Wenn an etwas zu kaum einem Zeitpunkt in der menschlichen Kultur echter Mangel bestanden hat, dann an Anregungen und Vorbildern vorhandenes Gewaltpotenzial strategisch zu maximieren. All die Gewaltexzesse in ihren unendlichen Spielarten, die die Menschheitsgeschichte durch die Jahrtausende begleiteten, und nun sind die Ballerspiele an allem schuld? -
Ne, für mich ist das schlicht eine Alibi-Debatte mit Entlastungsfunktion, die stereotyp nach jedem "Amoklauf" wieder neu anrollt und wieder versickert, sobald der unmittelbare Schock abgeklungen und man wieder zur Tagesordnung übergegangen ist. Die tiefe Irritation über den "unerklärlichen" Exzess lässt merklich nach, sobald einschlägige Spiele auf dem Computer des Täters gefunden werden. Aha, daran lag's also, was uns ja dann glücklicherweise weiterer, evtl. heikler Überlegungen zu gesellschaftlichen Verhältnissen und zur menschlichen Natur enthebt ...