Philipp
Einen wunderschönen Tag wünsch ich Euch,
nach einem Schnelldurchlauf der Suchfunktion bin ich zu keinem Ergebnis gekommen, was meine Frage angeht.
Studiert jemand von euch Mathe bzw. hat Mathe studiert?
Und ich mein die "reine" Mathematik und kein Studiengang ala Wirtschaftsmathe, wobei mich das auch mal interessieren würde, was diejenigen von Euch zu sagen hätten. Bin nämlich ernsthaft am überlegen, das zu machen und würde gerne mal mit jemandem reden, der das hinter sich hat oder bald hinter sich hat.
mfg
Agathon
Hallo,
ich habe nur Mathe als Nebenfach, aber vielleicht kann ich trotzdem ein paar eigene Urteile abgeben.
Wer "richtige" Mathematik studieren will, der sollte sich das wirklich gut überlegen.
Ich war im Abitur ziemlich gut in Mathematik, aber was an der Uni gelehrt wird ist eine völlig andere Welt.
Man muß schon ziemlich vernarrt sein in dieses Fach, richtig gut abstrakt denken können und ein halbes Genie sein, um sich im Beweisen zurechtzufinden.
Es ist ziemlich hart, vor allem am Anfang. Ich musste jedes Wochenende Arbeitsblätter mit vielen schweren Aufgaben lösen (Freizeit gleich null). Aber die sind wichtig, wenn man später im Hauptstudium irgendeine Chance haben will etwas zu verstehen.
Aber vielleicht ist es auch das richtige für dich? Ich weiß nur, das ich meinen Spaß an Mathe im Studium verloren haben, aber ich habe auch Respekt vor jedem, der sagt, daß er Mathe als Hauptfach abgeschlossen hat.
Viele Grüße
Agathon
Nylen
Also.
Schreibe doch mal Amateur an hier im Forum falls er nicht non sich aus hier mal liest und schreibt...er ist Mathematiker so ich verstanden habe....ansonsten....kenne Matheprof.....und könnte dir privat evt. kontakt schaffen, ob er dir raten kann...müsste ihn erst selbt kontakten
DreamingNB
Mathematik ist, soweit man als Student (der auch Matheveranstaltungen hat) hört, das anstrengendste Fach, wenn man wirklich etwas verstehen will.
Da es an fast jeder Uni Mathe gibt, solltest du, wenn du dich dazu entschließt Mathe zu studieren, dir sehr gut überlegen wo du es studierst. Denn die didaktischen Fähigkeiten der einzelnen Profs sollen extrem variieren.
Als Studienanfänger vergisst man oft, dass die Wahl der richtigen Hochschule viel wichtiger ist, als zB. heimatnah zu studieren.
Schneemann
| Zitat: |
Original von DreamingNB
Mathematik ist, soweit man als Student (der auch Matheveranstaltungen hat) hört, das anstrengendste Fach, wenn man wirklich etwas verstehen will. |
Ich höre öfters auch das schiere Gegenteil. Mathematik hat den wunderbaren Vorteil das sehr viel Wissen aufeinander aufbaut. Man muss also in diesem Studium nicht besonders viel
lernen, was üblicherweise eben in vielen Studiengängen der anstrengende Part ist. Man muss keine ganzen Bibliotheken durchforsten und sein Kopf mit unnützen Informationen vollstopfen. Natürlich muss man sehr viel üben, denken, programmieren und letztlich eben auch verstehen können, aber gerade die besonders unangenehmen Tätigkeiten wie das reine Büffeln sind in der Mathematik ziemlich selten. Das macht das Fach für Viele eben eher angenehm.
Philipp
Ich hoffe ich hab den richtigen Balken angeklickt, um richtig zu antworten.
Jedenfalls danke für die schnellen und doch interessanten Antworten.
Zugegeben, meine Überlegung ist wirklich jene gewesen, meine Neigung zum abstrakten Denken auszunutzen, sodass ich im Studium nicht "pauken" muss, sondern einmal Verstandenes anwenden kann, um voranzukommen. Außerdem kommt ein riesiges Interesse an Mathematik dazu, verbunden mit einer eher abwertenden Einstellung gegenüber stupidem Rechnen.
Danke Nylen für den Tipp, wen ich anschreiben kann!!!
Schönen Tag wünsche ich Euch noch.
P.S.: Ich glaube, die Entscheidung ist auch schon mehr oder weniger gefallen. Ich stimme auch dem zu, dass die Wahl des Studienortes mindestens genauso wichtig ist, wie die Wahl des Faches selbst.
Ich bin auch schon einige dieser "tollen Rankings" durchgegangen, und weil ich ein Faible für Geschichte habe und nahe Frankfurt wohne, fiel meine Wahl eignetlich schon von Anfang an auf Heidelberg - oder Darmstadt.
Vielleicht könnte mir ja noch jemand Eindrücke hier aus dem Forum geben, wie es dort ist?
Vorausgesetzt, man hat da studiert
Mein Vater hat zwar sein Diplom in Darmstadt gemacht, aber das ist schon etwas länger her, es wäre vielleicht interessant, eine Meinung von einem (wenn ich mir das gestatten darf

) "Jüngeren" zu hören. Naja lesen...
Nochmals Danke!
Philipp
Agathon
Göttingen wäre meiner Ansicht nach auch ganz attraktiv für ein Mathestudium. Es war einmal das Zentrum der mathematischen Welt, an dem berühmte Mathematiker wie Gauß, Riemann und Hilbert lehrten.
Viele Grüße
Agathon
herzlichhardt
Was ich in der Schule immer gehört habe zu dem Thema war: "Mathe im Studium ist was ganz anderes als Mathe in der Schule!"
Ich habe ein Semester lang Mathe studiert und fands ganz schlimm... Konnte mich dann damit auch nicht mehr identifizieren. Man muss sich den Schritt echt überlegen, vor allem im Hinblick auf seine spätere Zukunft!
Außerdem sind die Anforderungen extrem hart, die Ausfallquote nach dem ersten Semester liegt an vielen Unis zwischen 60-70%! Und nur weil man in der Schule gut in Mathe war, heißt das noch lange nicht, dass das in der Uni auch so bleibt!
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