Ist der Mensch ein Tier?

glorin
Ich benannte ihn letztens als Tier. Und bekam daraufhin Streß mit einem Biologielehrer. Diese wollte mir doch erzählen, das der Mensch kein Tier sei, außerdem das dies kein Gespräch wäre, das in die Biologie passt. Es wäre eine Philosophische Frage.

Dies erstaunte mich schon stark. Ich dachte immer das Menschen in der Biologie als Tier zubezeichnen wäre. Weiter erzählte man mir das die einzige halbwegs mögliche Kategorsierung des Menschen richtung Tier wäre, ihn in die Gattung der Säugetiere zupacken, in der sie zweifellos gehören. Ein Tier wäre er trotzdem bei weiten nicht...


Was denkt ihr darüber? Ist der Mensch in der Biologie wirklich kein Tier und ist dies wirklich eine Frage die nur in der Philosophie zubeantworten wäre?
Sun Deluge
Der Mensch ist (biologisch) ein Tier, basta!


Überbegriffe & Arten

Mensch = Tier
Elefant = Tier
Maus = Tier
Tulpe = Pflanze
Amethyst = Mineral
etc.

Das was es gibt sind Variationen d. h. verschiedene Tierarten.

Alles andere ist Menschenmachwerk. Oder Schöpfungslehre. Oder Eitelkeit. Oder biologischer Chauvinismus. Oder die Eigenschaften die sie bei anderen Tieren als etwas Schlechtes bemängeln und unterschieben, somit nichts mit ihnen zu tun haben wollen. Dabei sollten Speziesisten sich selbst an die Nase fassen. Das wollen viele nicht wahr haben und meinen sich als etwas besseres zu sehen bzw. sie denken das nur. Das Denken als Mass aller Dinge... oder auch als geistige Verirrungen. Also das sich abnabeln vom restlichen Tierreich durch die mitgegebene Fähigkeit des Denkens - Denkers festgefahrene Höhenflüge.

Wenn man mal sieht: Der Mensch vegetiert auch nur dahin, meint etwas nützliches zu tun, auch wenn es nur Zeitvertreib ist. Die paar mehr Fähigkeiten sind nur eine Ausweitung der Horizonte... und je mehr Horizonte, umso mehr Aufwand, umso mehr Zerstörung. Ganz zu schweigen von den vielen Regeln, Gebote und Verbote die er aufstellt. Das nichtmenschliche Tier hingegen, es lebt und kennt solche kräfteraubenden Dinge nicht und wird sie auch nicht vermissen, schläft, frisst und wird beizeiten selbst gefressen. Das wars dann auch. Der Mensch hat ein Vorteil: Er kann seine Triebe - z. B. Fortpflanzung und somit neu entstehendes Leid - unter Kontrolle bringen, bewusst durch Denken. Nutzt er aber in den wenigsten Fällen.

Wie war das mit der Rechtslage und dem Tier? Das Tier wird als Sache bewertet und nicht als Person. Das heisst dann Sachbeschädigung. Auch alles christliche Auseinanderdefinierung. Der Mensch als Tier ist doch auch eine Sache und lediglich die Denkfähigkeit wird auf oberste Stelle gestellt... und was ist wenn der Mensch gerade am schlafen ist?

Gruss
Ahorn
Vielleicht eine ähnliche Frage wie, wann ist ein Mensch ein Mensch, was ist der Sinn des Lebens, oder was ist Leben.


Er befragt Dr. Crusher nach der Definition von Leben und kommt zu der Überzeugung, daß es sich bei den Exocomps um Lebensformen handelt.

Die Enterprise soll bei Tyrus VII A die Tauglichkeit einer Partikelquelle für den Einsatz beim Bergbau begutachten. Während Geordi sich auf der Station befindet, kommt es zu einem Zwischenfall, der beinahe die Abschaltung der Quelle erfordert, doch Dr. Farallon, technische Leiterin des unkonventionellen Projektes, setzt einen von ihr entwickelten Miniroboter, einen sogenannten Exocomp ein, der das Problem in einer knappen Minute beheben kann.

Später bittet sie Picard, den Aufenthalt noch um 48 Stunden zu verlängern, da sie mit Hilfe der Exocomps die volle Leistungsfähigkeit der Partikelquelle unter Beweis stellen will. Doch kurz nachdem sie einen ihrer drei Exocomps in eine Leitung geschickt hat, die er reparieren soll, kommt er wieder heraus und nimmt keine weiteren Befehle an. Kurz darauf explodiert die Leitung, doch glücklicherweise kommt niemand zu Schaden. Als Geordi und Data später den Exocomp unter die Lupe nehmen, entwickelt Data die Theorie, daß der Exocomp den Haarriß, der die Explosion verursachte, bemerkt und sich in Sicherheit gebracht hatte, da er bei der Explosion zerstört worden wäre.

Er befragt Dr. Crusher nach der Definition von Leben und kommt zu der Überzeugung, daß es sich bei den Exocomps um Lebensformen handelt. Er schlägt vor, sie nicht mehr einzusetzen. Dr. Farallon, die nicht vorhatte, mit den Exocomps eine Lebensform zu erschaffen, sondern nur ein Werkzeug, hält das für Quatsch, stimmt aber einem Test zu. Also simulieren Geordi und Data auf der Enterprise eine überlastete Leitung und schicken den Exocomp zur fingierten Reparatur eines Relais hinein. Wider erwarten bleibt er bis zur simulierten Explosion. Datas Hypothese scheint also widerlegt, aber er führt noch eine Reihe weiterer Tests durch. Als Dr. Crusher abends vorbeischaut, passiert etwas unerwartetes: der Exocomp repariert nicht nur, wie befohlen, das Relais, sondern schaltet auch noch das Überlastungssignal ab. Crusher und Data folgern, daß dem Roboter die ganze Zeit klar war, das keine reale Gefahr bestand, er also doch eine intelligente Lebensform zu sein scheint.

Doch dann kommt es bei der Quelle zu einem weiteren Zwischenfall, gerade als der Captain dort ist. Die Station muß evakuiert werden, doch Picard und Geordi bleiben zurück, weil sie einen Verletzten retten wollen. Wegen starker Ionisierung kann man sie nicht herausbeamen, und die Strahlung erreicht in knapp 20 Minuten tödliches Niveau. Jetzt könnte man ihnen bloß noch helfen, wenn man die Quelle abschaltet, was aber nicht so leicht ist. Zunächst wird vorgeschlagen, einen Torpedo so zu modifizieren, daß er den Partikelstrahl unterbricht, doch das würde zu lange dauern. Dr. Farallon schlägt vor, die Exocomps zu benutzen, obgleich sie dabei zerstört würden. Data ist dagegen, doch Riker befiehlt, es so zu machen. Farallon überbrückt die Kommandobahnen der Exocomps, damit sie sich nicht weigern können, den Auftrag auszuführen, doch Data sperrt die Transporter, da er der Meinung ist, man dürfe nicht die Exocomps opfern, um Geordi und den Captain zu retten. Als Riker ihm befiehlt, die Transporter freizugeben, weigert sich Data. Er schlägt vor, selbst auf die Station zu beamen und die Quelle zu deaktivieren; ihm ist klar, daß er dabei vermutlich getötet wird, doch er hat - im Gegensatz zu den Exocomps - die Wahl. Das bringt Riker auf eine Idee: wenn man den Exocomps den Befehl gibt, die Quelle abzuschalten und sich dabei zu opfern, ohne ihre Kommandobahen zu überbrücken, hätten sie die Wahl, es zu tun oder sich abzuschalten. Data stimmt zu, es zu versuchen. Zu aller Überraschung finden die Exocomps eine Alternative, bei der sich scheinbar niemand opfern muß: sie lassen sich auf die Station beamen und absorbieren gemeinsam den Partikelstrom, der das Beamen verhindert, so daß Geordi und der Capatin gerettet werden. Auch zwei der drei Exocomps werden zurückgebeamt. Der Dritte mußte den Stom weiterhin absorbieren, um den beiden anderen den Transport zu ermöglichen. Damit ist endgültig klar, daß es sich um intelligente Lebensformen handelt. *
Schneemann
Zitat:
Original von glorin
Was denkt ihr darüber? Ist der Mensch in der Biologie wirklich kein Tier und ist dies wirklich eine Frage die nur in der Philosophie zubeantworten wäre?

Die Frage ist zusammenhangslos gestellt weitgehend sinnlos weil sie nur davon abhängt wie man "Tier" definiert. Zu klären wäre also der Kontext dieser Behauptung, was man damit nun genau aussagen möchte. Im Sinne der evolutionsbiologischen Abstammung ist der Mensch auf jeden Fall ein Tier. Wenn man Tiere als diejenigen Lebewesen betrachtet die keine Photosynthese betreiben dann ist er natürlich auch ein Tier. Wenn man dagegen darauf hinauswill dass der Mensch weniger feste Verhaltensregeln hat als die meisten anderen Lebewesen, also weniger instinktiv handelt, dann ist der Mensch in diesem Sinne vielleicht kein Tier. Solange also nicht klar ist worauf du mit dieser Frage konkret hinauswillst halte ich mich da an Wiki:

Biologisch gesehen ist auch der Mensch als Tier zu betrachten. [..] Die in den meisten Sprachen übliche Unterscheidung zwischen Mensch und Tier ist naturwissenschaftlich gesehen somit nicht haltbar, sie ist streng genommen nicht einmal logisch möglich, da die Begriffe „Tier“ und „Mensch“ verschiedenen Begriffsebenen (vgl. „Tier“ und „Hund“) angehören.
Tarvoc
Zitat:
Original von Ahorn
Damit ist endgültig klar, daß es sich um intelligente Lebensformen handelt.

Die Fähigkeit zur Selbstopferung als Kriterium für Intelligenz taucht in recht vielen Science-Fiction Szenarien auf. In "Babylon 5" erwähnt Minbari-Priester Draal diese Fähigkeit als drittes Kriterium für intelligentes Leben (wobei die ersten beiden unerwähnt bleiben). Und am Ende von "Ghost in the Shell: Stand Alone Complex 2nd GiG" wird den Tachikoma aufgrund ihres Selbstopfers ebenfalls die Entwicklung eines eigenen "Ghost" zugeschrieben. Weiss jemand, ob das auch in der Philosophie von irgend jemandem vertreten wird?
Janusköpfig
Der Mensch ist ein Tier - und meisten niederer art als die andere Tierarten...
Jörn
@ glorin

Hast du die Frage zeitgleich in ein Biologie-Forum gepostet? Und wenn nein, wovon ich ausgehe, warum nicht?
Tarvoc
Zitat:
Original von Janusköpfig
Der Mensch ist ein Tier - und meisten niederer art als die andere Tierarten...

Wenn der Mensch ein Tier sein soll und nichts weiter, dann gibt es auch keinen Maßstab für höher oder niedriger.
Sun Deluge
Nein, gibts nicht. großes Grinsen
Shui
Zitat:
Ist der Mensch in der Biologie wirklich kein Tier und ist dies wirklich eine Frage die nur in der Philosophie zubeantworten wäre?

Ich sage mal ganz eindeutig: Jain! ohne Zweifel.

Ernsthaft, aus biologischer Sicht ist der Mensch in erster Linie ein Tier.
Seine Fähigkeiten und allem voran seine Instinktarmut (aus welcher die breitgefächerten Fähigkeiten hervor gehen) bedeuten jedoch eine Sonderrolle, welche ich zumindest gerne betone.
Wir sind zwar Tiere, aber wir sind nicht "nur" Tiere, wie dies gerne bereits wertend benutzt wird, um irgendwelche dubiosen Ansätze zu verteidigen.

Insofern ist die Frage wohl wirklich philosophischer Natur, denn es kommt darauf an, welche Wertung im "Tier" steckt.
Warum genau die Biologie den Menschen nicht als Tier auffasst hätte man dennoch wenigstens kurz begründen können. Zwar unterscheidet uns die Instinktarmut von allen anderen Tieren, aber biologisch gesehen macht es aus uns trotzdem keine neue Lebensform.
Sun Deluge
Zitat:
Zwar unterscheidet uns die Instinktarmut von allen anderen Tieren,

Meine Theorie ist, dass das Gefühl auch ein Instinkt ist... und davon besitzt der Mensch ganz viele.
Shui
Zitat:
Meine Theorie ist, dass das Gefühl auch ein Instinkt ist... und davon besitzt der Mensch ganz viele.

Aha...
Und weiter?
Der Mensch ist arm an Instinkten, mit deiner Theorie haben wir eben eine handvoll mehr. Das ist trotzdem nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Aber wenn du schon mit Zahlen kommst, wie viele verschiedene Hormone erzeugen denn ungefähr unseren Gefühlshaushalt?
Sun Deluge
Was ist überhaupt für Dich Instinkt - Ohne ein schöneres Wort zu verwenden?
Shui
Ein angeborenes Verhalten.
Tarvoc
Zitat:
Original von Shui
Wir sind zwar Tiere, aber wir sind nicht "nur" Tiere, wie dies gerne bereits wertend benutzt wird, um irgendwelche dubiosen Ansätze zu verteidigen.

Auch die Tiere sind nicht "nur" Tiere.
Sun Deluge
Und dieses Verhalten, wodurch wird es angetrieben? Durch vorteilhafte oder nachteilhafte Ansicht der Gegebenheiten und somit entstehen unbewusste Handlungen.

Wir würden so etwas gut oder schlecht nennen.
Shui
@Tarvoc
Zitat:
Auch die Tiere sind nicht "nur" Tiere.

Sie sind zwar keine einheitliche Masse, aber im Gegensatz zum Menschen instinktgetrieben.

@Sun
Zitat:
Und dieses Verhalten, wodurch wird es angetrieben?

Instinkte werden nicht angetrieben, sie sind angeboren.

Zitat:
Durch vorteilhafte oder nachteilhafte Ansicht der Gegebenheiten[...]

Ansicht von wem?
Ein Hund "schaut" sich doch nicht eine gegebenheit an und wählt dann einen Instinkt aus, also was soll dieser Satz bedeuten?
Sun Deluge
Zitat:
Instinkte werden nicht angetrieben, sie sind angeboren.

Ah, dann gilt für sie also nicht der Erkenntnisgewinn? lol^^

Zitat:
Ansicht von wem?
Ein Hund "schaut" sich doch nicht eine gegebenheit an und wählt dann einen Instinkt aus, also was soll dieser Satz bedeuten?

Hunde besitzen ganz andere Kriterien zum handeln?
Shui
Zitat:
Ah, dann gilt für sie also nicht der Erkenntnisgewinn? lol^^

Was ist überhaupt für Dich Erkenntnisgewinn - Ohne ein schöneres Wort zu verwenden?

Zitat:
Hunde besitzen ganz andere Kriterien zum handeln?

Ja.
Sun Deluge
Zitat:
Was ist überhaupt für Dich Erkenntnisgewinn - Ohne ein schöneres Wort zu verwenden?

Es ging um Instinkt das für nichtmenschliche Tiere reserviert wird und um das verschönte Wort Gefühl.

Zitat:
Ja.

Ja? Das glaube ich weniger.