Ahorn
Bei Vergleichen mit modernen Computern zeigt sich die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns. Während es etwa 10 hoch 13 bis 10 hoch 16 analoge Rechenoperationen pro Sekunde schafft und dabei etwa 15 bis 20 Watt an chemischer Leistung benötigt, schafft der Supercomputer Blue Gene/L von IBM bis zu 3,6·10 hoch 14 Gleitkommaoperationen pro Sekunde mit doppelter Genauigkeit, wozu jedoch etwa 1,2 Megawatt benötigt werden.
Das menschliche Gehirn besitzt Schätzungen zufolge etwa 100 Milliarden (10 hoch 11) Nervenzellen (Neuronen), die durch etwa 100 Billionen (10 hoch 14) Synapsen eng miteinander verbunden sind. Durchschnittlich ist ein Neuron demzufolge mit 1000 anderen Neuronen verbunden und könnte von jedem beliebigen anderen Neuron aus in höchstens vier Schritten erreicht werden.
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Ich möchte gerne meine Rechenleistung und Leistungsaufnahme (deutlich) steigern. Dazu brauch ich scheinbar mehr Neuronen, Synapsen und chemische Leistung. Die Neuronen und Synapsen könnte ich in einer Petrischale züchten und mir mit einer Injektion zuführen. Für die chemische Leistung brauch ich noch ein Respt um einen kräftigen Sud zu kochen um diesen dann zu mir zunehmen.
Wie lassen sich brach liegende Neuronen stimulieren um sie aus dem Schlummerschlaf zu aktivieren?
Welche Gedankengänge könnten mir noch dazu einfallen um an mir ein Sebstexperiment durch zuführen welches zu einer gesteigerten Gehirnkapazität führt?
Janusköpfig
Hallo Ahorn,
wir nehmen an eine büffelherde von 10 hoch 13 büffeln ist auf der flucht vor 1hoch 11 löwen. Die langsamen alten kranken doofen und sehr unwichtigen Büffel der herde fallen durch ihre schwäche zurück , und dienen somit dem löwen als futter.
Das findet die Büffelherde überhaupt nicht schlimm,denn dadurch das die langsamen doofen kranken und sehr unwichtigen tiere zurück fallen besteht die herde aus immer mehr schnellen schönen guten büffeln, und das erhöht enorm die geschwindigkeit/Leistung der herde.
Nun funktioniert unser gehirn ähnlich wie diese Büffelherde,
immer wenn wir alkehol trinken sterben in unserem gehirn kleine doofe unwichtige gehirnzellen ab, das ist aber gar nicht schlimm, denn umso mehr wir trinken,desto elitärer wird unser gehirn und wird zu immer neueren besseren denkleistungen fähig.
Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen,
Mfg janus
Ahorn
Das kann aber nicht der Sinn des Lebens der schwachen Synapsen sein, sich für die Elite zu opern; auch wenn dieses als sehr Ehren- und Heldenhaft gesehen werden kann. Bis vielleicht auf wenige, wo das sowieso keinen Zweck mehr hat, würde ich gerne noch andere Lösungsvorschläge in betracht ziehen. Ich halte die Strategie des Zusammenhaltens für viel effizienter, die Büffelherde beschützt und verteidigt die Jungen Büffel vor angriffen, umso ihre eigene Herde mit heranwachsenen starken Büffel zu stärken. Eine kleine aber starke Herde wird auf dauer nicht überlebensfähig sein, weil diese von den vielen angriffen geschwächt wird, also auch zu schwachen Büffeln würd.
Das heißt also, wenn sich meine Synapsen, und die ganzen anderen Dinger die da noch rumschwirren, auf eine glorreiche und edle geistige Elite reduziert hat, ich vielleicht einen kurzen geistigen Höhenflug erlebe, aber dann in eine geistige Umnachtung versinken werde.
Aikyarati
Gemäß Stuart Hameroff haben wir schon viel mehr Rechenkapazität als die 10 oder 100 Milliarden Gehirnzellen mit ihren jeweils 1000 bis 10000 Neuronen-Verbindungen untereinander hergeben würden(~10 hoch 15 Operationen pro Sekunde). Wenn schon ein einzelliges Pantoffeltierchen (Paramesium), welches keine Neuronen besitzt Zeichen von Intelligenz besitzt und Rechenoperationen durchführen kann, warum soll man annehmen, dass jede Gehirn-Zelle für sich nicht auch schon diese Kapazität hat? Anbieten würde sich seiner Meinung nach für die Rechenoperationen die Mikrotubuli (Protein-Matrix, 10 Millionen in jeder Zelle), welche man als eigenes Nervenzentrum innerhalb eines Neurons ansehen könnte, mit einer Schaltzeit im Nanosekundenbereich. Entsprechend würde in der Gesamtbetrachtung sich die Rechenleistung des Gehirns von 10 hoch 15 auf 10 hoch 27 erhöhen. Anbei ein
Video, in dem er ein Überblick gibt.
Ahorn
Die andere Frage ist, kommt man mit ein paar Milliarden mehr Nervenzellen besser klar im Leben. Eine Maus, mit ihren acht Millionen, würde sagen, ich bin bestens gerüstet und komme sogar sehr gut klar damit und brauche keine einzige zusätzlich mehr. Auf was ich hinaus wollte, und was sicherlich auch viele andere sehr interessiert, wenn sie gewisse Leistungen erbringen müssen, und daran verzweifeln, weil sie diese nicht erfüllen, wie z.b. im Studium, denen geholfen werden kann, den Anspruch gerecht zu werden. Welche Möglichkeiten gibt es, um sein Gehirn zu kalibrieren oder abzustimmen, um Anforderungen die man nicht gewachsen ist, zu bewältigen?
Schneemann
| Zitat: |
Original von Janusköpfig
... auf der flucht vor 1hoch 11 löwen. ... |
Wenn ich mal kurz klug*Kraftausdruck*en darf. 1¹¹ kann man noch etwas einfacher ausdrücken.
1¹¹ = 1*1*1*1*1*1*1*1*1*1*1 = 1 = ein Löwe
Naja, und ich glaube diese gigantische Büffelherde würde diesen Löwen einfach tottrampeln oder ihn hinter den Mond jagen.
ewig
Im Themenbereich Hirn und Verarbeitungseffizienz wird immer so leicht und schnell mit unverdaulichen Zahlen herumgeworfen und Hirnmasse und Synapsenzahlen dann als absolute Maßstäbe für kognitive Kapazitäten betrachtet. Mich amüsiert das immer sehr, denn so einfach ist das nicht. Entscheidend ist vielmehr die Struktur. Wenn bespielsweise jemand sein Hirn hinreichend weit partitionieren könnte, daß plötzlich mehrere konzentrations-erfordernde Abläufe parallel durchgeführt werden könnten, könnte der selbst mit einem Hirn in Mäusegröße deutlich mehr Intelligenz an den Tag legen.[/Behauptung]
| Zitat: |
Original von Schneemann
Naja, und ich glaube diese gigantische Büffelherde würde diesen Löwen einfach tottrampeln oder ihn hinter den Mond jagen. |
Achja, genau, das fand ich auch so lustig. Vor allem dürfte eine so gigantische Herde weit mehr Abgänge durch panisches zu-Tode-Hetzen haben als wenn sie einfach ein paar ihrer Artgenossen vom bösen Löwen reißen läßt.
Janusköpfig
Guten Tag schneemann.
Ich habe extra 1 hoch 11 verwendet da dieser prozess , bis die büffelherde durch den einen löwen so dezimiert wurde das sie sehr sehr sehr elitär ist ein wenig lange dauert.
Genau so ist es mit dem alkehol, es dauert sehr sehr lange bis man nur nch die elitären gehirnzellen übrig hat - deswegen auch nur 1 hoch 11 löwe....wär ja lustig wenn man sich mal eben so in 1-2 tagen sein hirn elitär saufen könnte !
Ahorn
| Zitat: |
Original von Janusköpfig
..wär ja lustig wenn man sich mal eben so in 1-2 tagen sein hirn elitär saufen könnte ! |
Ja genau, der ist gut!
Ahorn
| Zitat: |
Original von ewig
Im Themenbereich Hirn und Verarbeitungseffizienz wird immer so leicht und schnell mit unverdaulichen Zahlen herumgeworfen und Hirnmasse und Synapsenzahlen dann als absolute Maßstäbe für kognitive Kapazitäten betrachtet. Mich amüsiert das immer sehr, denn so einfach ist das nicht. Entscheidend ist vielmehr die Struktur. Wenn bespielsweise jemand sein Hirn hinreichend weit partitionieren könnte, daß plötzlich mehrere konzentrations-erfordernde Abläufe parallel durchgeführt werden könnten, könnte der selbst mit einem Hirn in Mäusegröße deutlich mehr Intelligenz an den Tag legen.[/Behauptung]
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Ja, dass ist so ein bischen das Problem.
Sauber laufend, unabhängige und konzentriete Abläufe im Gehirn durchlaufen lassen. Sich auf eine Sache konkret, stabil und lange zu Konzentrieren, gepaart mit schnellem Zugriff auf gespeicherte Daten, ohne abzuschweifen; das wäre schon mal ein Anfang.
Aikyarati
| Zitat: |
Original von Ahorn
Die andere Frage ist, kommt man mit ein paar Milliarden mehr Nervenzellen besser klar im Leben. Eine Maus, mit ihren acht Millionen, würde sagen, ich bin bestens gerüstet und komme sogar sehr gut klar damit und brauche keine einzige zusätzlich mehr. Auf was ich hinaus wollte, und was sicherlich auch viele andere sehr interessiert, wenn sie gewisse Leistungen erbringen müssen, und daran verzweifeln, weil sie diese nicht erfüllen, wie z.b. im Studium, denen geholfen werden kann, den Anspruch gerecht zu werden. Welche Möglichkeiten gibt es, um sein Gehirn zu kalibrieren oder abzustimmen, um Anforderungen die man nicht gewachsen ist, zu bewältigen? |
Was viele machen, um temporär ihre Gehirnleistung zu erhöhen ist Nootropics zu nehmen. Acetylcholin als Neurotransmitter, so habe ich öfter von Studenten in lernintensiven Zeiten gehört, erhöht deutlich die Lernleistung bzw. Denkleistung. Es gibt Präparate, normalerweise vom Arzt zu verschreiben, aber auch als Quasi-Nahrungsmittelergänzug zu erwerben (z.B. in der Schweiz). Ich persönlich halte solche Präparate für zu effektiv. Normalerweise regelt der Körper die Produktion der Neurotransmitter von alleine. Nimmt man Präparate, wird mächtig in den Regelkreislauf eingegriffen. Es ist Ermessenssache des Einzelnen, dies zu riskieren. Es gibt jedoch Alternativen. ich nenne mal ein paar:
- Binaurale Beats (wirkt sofort, man ist jedoch auf einen Kopfhörer angewiesen - im Grunde nur Zuhause möglich)
- zeitweises Fasten (strenge Diät, wirkt nach einigen Tagen schon)
- Meditation (erhöht Kohärenz des Gehirns, eine langfristige Angelegenheit)
- Nahrungsergänzung mit Cholin
Cholin dienst als Grundmaterial für Acetylcholin, man erhöht somit leicht die Acetylcholinproduktion ohne direkt in den Kreislauf einzugreifen. Ist als Nahrungsergänzung in Lecitin enthalten, also auch für geistig "Fitte" geeignet. Da habe ich gute Erfahrungen mit gemacht. Allerdings ist Meditation, gekoppelt mit richtiger Diät, und bei Bedarf die Binauralen Beats deutlich besser.
Ich bin mir gar nicht so sicher, ob die Fähigkeit über das Denken zu Lösungen zu kommen so überaus stark mit der Rechenkapazität im quantitativen Sinne zusammenhängt. Ich halte das für etwas zu reduktionsistisch, obwohl man natürlich auf dem ersten Blick einen eindeutigen Unterschied zwischen Gehirngröße zwischen den Spezies beobachten kann. Darüber hinaus gibt es schließlich auch noch die qualitativen Unterschiede. Viel wesentlicher könnte z.B. sein, wie gut die Zusammenarbeit zwischen den Gehirnzellen funktioniert (Kohärenz). Ausserdem: die Neurokardiologie und die Gastroenterologie kennt noch die Bauch- und Herz-Gehirne, welche ebenfalls mit ihrer Intelligenz das Kopf-Hirn ergänzen (kurz umrissen u.a.
hier).
Das Bauchhirn könnte man auch mit spontan-pragmatischer Intelligenz beschreiben, das Herzhirn mit emotionaler-sozialer Intelligenz und das Kopfhirn als rational-intuitive Intelligenz. Ein interessantes neues Feld.
Ahorn
| Zitat: |
| Die Frage also lautet, ob man zwischen Kopf, Herz und Bauch eine Einheit schaffen kann. Mit anderen Worten: ist es möglich, dass diese drei Instanzen nicht ständig gegenseitig kämpfen müssen, sondern im dem Leben des Yogi ausgerichtet arbeiten? |
Das möchte ich. Ich möchte das die Instanzen nicht mehr im Antagonismus stehen, sondern sich in einer harmonischen Synthese ergänzen.
Ahorn
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Original von Ahorn
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| Die Frage also lautet, ob man zwischen Kopf, Herz und Bauch eine Einheit schaffen kann. Mit anderen Worten: ist es möglich, dass diese drei Instanzen nicht ständig gegenseitig kämpfen müssen, sondern im dem Leben des Yogi ausgerichtet arbeiten? |
Das möchte ich. Ich möchte das die Instanzen nicht mehr im Antagonismus stehen, sondern sich in einer harmonischen Synthese ergänzen. |
Aber nicht nur das. Ich kann ja meine äußeren Umstände so anpassen, so das ich nicht mehr diesen Anforderungen ausgesetzt bin. Und wenn das nur bedingt möglich ist, zu seinen Defiziten stehen und diese sowieso annhemen, auch wenn diese nur als Defizit von der äußeren Welt so gesehen werden und vielleicht auch welche sind zum teil. So mach ich mich lebendiger und motiere nicht zu einen verzweckten Bioroboter.
Aikyarati
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Original von Ahorn
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Original von Ahorn
| Zitat: |
| Die Frage also lautet, ob man zwischen Kopf, Herz und Bauch eine Einheit schaffen kann. Mit anderen Worten: ist es möglich, dass diese drei Instanzen nicht ständig gegenseitig kämpfen müssen, sondern im dem Leben des Yogi ausgerichtet arbeiten? |
Das möchte ich. Ich möchte das die Instanzen nicht mehr im Antagonismus stehen, sondern sich in einer harmonischen Synthese ergänzen. |
Aber nicht nur das. Ich kann ja meine äußeren Umstände so anpassen, so das ich nicht mehr diesen Anforderungen ausgesetzt bin. Und wenn das nur bedingt möglich ist, zu seinen Defiziten stehen und diese sowieso annhemen, auch wenn diese nur als Defizit von der äußeren Welt so gesehen werden und vielleicht auch welche sind zum teil. So mach ich mich lebendiger und motiere nicht zu einen verzweckten Bioroboter. |
Die ganz harmonische Einheit von Kopf, Herz und Bauch ist wohl eine Idealisierung, doch bin ich mir sicher dass man soetwas wie Kohärenz zwischen allen schaffen kann. Ganz wichtig dabei scheint zu sein, die dre "Domänen" für sich in ihren Gegensätzen abzugleichen, z.B. die Rationalität und Intuition des Kopfes zu integrieren (siehe
Artikel und
Artikel ). Dies solle für jeden machbar sein. Dann die drei Domänen untereinander zu harmonisieren, dazu in unserem Gesellschaftssystem ist schon schwieriger und führt konsequenterweise zu
Konflikten zwischen den Domänen. Yoga ist die einzige ideologiefreie und glaubensfreie Methode die ich kenne, welche einem zumindest einen praktischen/empirischen Ansatz bietet (siehe
Artikel). Dies scheint jedoch eine recht langfristige Angelegenheit zu sein. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass auch hier "Land in Sicht ist".
Ahorn
Eine gute Bekannte ist Yogalehrerin. Sie fliegt auch öfter mal nach Tibet und macht dort Führungen, aber nicht solche wie im Tierpark, sondern die gleichen Gewaltmärsche wozu nicht jeder in der lage ist. Die weiß natürlich über Yoga und dem ganzen drum herum sehr viel bescheid, aber sie scheint das nur gut zu können aber nicht zu leben, weil, sie scheint einen unruhigen oder suchenden Geist zu haben der sie nicht in Ruhe lässt. Ich finde das schade, weil die so einen mühsamen Weg geht und gegangen ist, und das alles nichts nützt. Die Basis von Yoga soll ja auch sein, die innere Ruhe zu erlangen. Und natürlich ist das auch kein Einzelfall, weil ich schon viele Zentren besucht habe wo ähnliches praktiziert wird. Teilweise sind dort die Ergebnisse genau das Gegenteil was erwartet wird, wenn nicht sogar noch Haltungsschäden dazu kommen. Ich glaube mit das Problem ist, dass darf man alles nicht zu verbissen sehen und nur nach Erfolge oder hörere Ebenen lechzen, sondern einfach auch den Spaß nicht vergessen und somit den Weg als Ziel nehmen.
Ansonsten finde ich die fernöstlichen Lehren und Weltanschauungen sehr Interessant und sicherlich bei richtiger Anwendung und Gedult auch sehr lichtend und Wegweisend, sowie unbedingt diskussionswürdig.
Aikyarati
| Zitat: |
Original von Ahorn
Eine gute Bekannte ist Yogalehrerin. Sie fliegt auch öfter mal nach Tibet und macht dort Führungen, aber nicht solche wie im Tierpark, sondern die gleichen Gewaltmärsche wozu nicht jeder in der lage ist. Die weiß natürlich über Yoga und dem ganzen drum herum sehr viel bescheid, aber sie scheint das nur gut zu können aber nicht zu leben, weil, sie scheint einen unruhigen oder suchenden Geist zu haben der sie nicht in Ruhe lässt. Ich finde das schade, weil die so einen mühsamen Weg geht und gegangen ist, und das alles nichts nützt. Die Basis von Yoga soll ja auch sein, die innere Ruhe zu erlangen. Und natürlich ist das auch kein Einzelfall, weil ich schon viele Zentren besucht habe wo ähnliches praktiziert wird. Teilweise sind dort die Ergebnisse genau das Gegenteil was erwartet wird, wenn nicht sogar noch Haltungsschäden dazu kommen. Ich glaube mit das Problem ist, dass darf man alles nicht zu verbissen sehen und nur nach Erfolge oder hörere Ebenen lechzen, sondern einfach auch den Spaß nicht vergessen und somit den Weg als Ziel nehmen.
Ansonsten finde ich die fernöstlichen Lehren und Weltanschauungen sehr Interessant und sicherlich bei richtiger Anwendung und Gedult auch sehr lichtend und Wegweisend, sowie unbedingt diskussionswürdig. |
Hallo Ahorn,
Ich kann Dir da nur zustimmen. Yoga ist heute fast immer aus dem eigentlichen Sinne/Kontext gerissen und zweckentfremdet worden. Merkwürdigerweise hat man dennoch viele gute Effekte, z.B. beim Hathayoga. Allerdings wundert man sich schon mit vieviel Sturheit da gearbeitet wird und wieviele Schäden dabei entstehen. Und überhaupt wird das oft alles sehr mechanisch ausgeübt, selbst die Meditation verkommt zur seelenlosen Technik. Ich finde das sehr schade, denn Meditation bietet so viele Möglichkeiten. Leider tendieren die Menschen dazu von einem Dogma ins andere zu stolpern und sind nicht mehr richtig suchend bzw. mit ganzer Seele dabei. Aber das ganze Yoga-Umfeld ist ohnehin mit sehr viel esoterischen oder abergläubischen Firlefanz belastet, und übrigens auch durch Pseudowissenschaftlichkeit limitiert. Im Grunde müsste man Ockhams Rasiermesser mal wieder ansetzen und alles Überflüssige wegschneiden. Das hat allerdings den Effekt, dass den Menschen das schnell zu einfach wird. Sie wollen ihre Rituale und Techniken und Dogmas, in denen sie sich häuslich einrichten und unter sich eine nette Gemeinschaft bilden können. Aber immerhin ist dies noch besser als gar nichts zu tun. Ich wünschte mir nur mehr von den Menschen, die dem Kern des Yoga mehr auf den Grund gehen, ohne sich zu verlieren. Zum Glück bleiben uns die authentisch östlichen Traditionen als Referenz erhalten, so dass wir vieleicht doch noch die Kurve kriegen. Aber wie Du schon sagtest: immer locker bleiben.
Liebe Grüße und take it easy,
Aikyarati
Archibald
@ Janus:
Da fällt mir ein Zitat von Udo Lindenberg ein:
"Realität ist eine Illusion, die durch den Mangel an Alkohol entsteht".
Archibald
@ Ahorn:
Einfacher Tipp:
Versuche dich bei jedem Gedanken, den du denkst, darauf zu konzentrieren, an welcher Stelle des Gehirnes er stattfindet.
Reinhard
| Zitat: |
| Sie wollen ihre Rituale und Techniken und Dogmas, in denen sie sich häuslich einrichten und unter sich eine nette Gemeinschaft bilden können. |
Hallo, dem würde ich noch hinzufügen, dass alles immer so ergebnisorientiert verläuft. Ohne Versprechungen lockt man natürlich niemanden und sich einer spirituellen Sphäre zu überlassen, ohne bestimmte Absichten und ein Wagnis in Unsicherheit einzugehen, liegt wohl nicht jedem. Man will ja meistens gerade sichere Ergebnisse. Wo soviel Unverstand vorliegt, da sehen die Geschäftemacher gern ihre Opfer. Wie lässt sich denn besser und einfacher was verdienen als mit der Schwäche der Sicherheitsuchenden? Ansonsten verbleibt es beim verselbständigten Ritus. Verrenkungen, die lieber in die Hände von geschultem Sportpersonal gehören. Wenn's was kostet, dann muss es ja was taugen. Jetzt bin ich nun schon drei Wochen dabei und sehe immer noch aus wie drei Jahrzehnte nicht bewegt. Ein Unding.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
Aikyarati
| Zitat: |
Original von Reinhard
Wo soviel Unverstand vorliegt, da sehen die Geschäftemacher gern ihre Opfer. Wie lässt sich denn besser und einfacher was verdienen als mit der Schwäche der Sicherheitsuchenden? Ansonsten verbleibt es beim verselbständigten Ritus. Verrenkungen, die lieber in die Hände von geschultem Sportpersonal gehören. Wenn's was kostet, dann muss es ja was taugen. Jetzt bin ich nun schon drei Wochen dabei und sehe immer noch aus wie drei Jahrzehnte nicht bewegt. Ein Unding.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard |
Hallo Reinhard,
Danke für den Beitrag. Das sehe ich auch so. Die geldmäßige Kompensation für Yoga-Unterricht finde ich im Prinzip ok wenn es um die Gesundheitsvorsorge / Krankheitsprävention geht. Allerdings schiessen die Geschäftsketten aus dem Boden wie nichts Gutes und die Leute geraten in eine Maschinerie der mechanischen Übungen (und der Abzocke). Dann doch lieber gut geschulte Yogalehrer, die auch individuell auf die Übenden eingehen können. Wenn man mit den eigenen Grenzen arbeitet muss man sehr behutsam vorgehen, was es vom monetären Standpunkt aus gesehen sehr unwirtschaftlich macht. Was aber wohl auch noch ganz wichtig nicht zu vergessen ist, dass Yoga eine spirituelle Praxis ist und keine (zumindest nicht primäre) Körperertüchtigung. Da Yoga ständig zweckentfremdet wird wundert es auch nicht, dass oft nicht viel dabei herauskommt. Geht es nur um die Gesundheit, kann man seine Zeit sicherlich auch besser investieren. Andererseits ist Hatha Yoga schon eine sehr ausgleichende Sache. Man fühlt sich einfach toll danach. Nur gravierende Ergebniss sind eben langsam. Fasten/Diät und viel Bewegung halte ich für viel gesundheitsförndernder als Dehnübungen. Stretching für sich genommen wird sicherlich oft überschätzt und ihre Gefahren unterschätzt. Auch hier würde ich mir "Ockhams-Razor" wünschen um mal das Wesentliche vom Überflüssigen zu sondieren. Aber alles kann gut sein, wenn die Lehrer gut sind. Zum Glück gibt es die auch, wenn auch schwer zu erkennen.
Hoffentlich hast Du einen guten Yoga-Lehrer!
Liebe Grüße,
Aikyarati
© Philo-Welt.de 2005-2008