Neurophilosophie

Ahorn
Zitat:
Original von Aikyarati

Fasten


Das Interessante beim Fasten war, so wie ich es erlebt habe, dass ich nicht mehr auf eine geistige Bewegung zurückgreifen musste um Gedanken aufzuheben oder aufzulösen. Auch brauchte ich mich nicht mehr aktiv in einer Landschaft oder einem Gemälde zu verlieren um den Willen ruhen zu lassen. Ich hatte stundenlang Ruhe im Kopf, die aber teilweise mit einer Besorgnis begleitet wurde, in diesem "Buddhazustand" hängen zu bleiben und vergessen würde die gewohnten Gedanken und Vorstellungen wieder herzustellen.
Ich habe dreimal gefastet. Einmal fünf Tage, sieben Tage und einmal zehn Tage. Ganz ohne Nahrung und nur Wasser trinken. In den ersten Tagen beim fasten wurde mir etwas kalt und ich habe etwas Kopfschmerzen bekommen welches aber auf das entgiften zurückzuführen ist das der Körper bei so einem Zustand durchmacht. Nach dem dritten Tag schüttet der Körper Glückshormone aus die deutlich aber angenehm zu spühren waren, alles wurde intensiver; ob es nun die Sonne spühren- oder Gegenstände antasten war. Auch eine gewisse Struktur pendelte sich ein, ich empfand es als angenehm schon um neu oder zehn Uhr schlafen zu gehen und wieder früh mit den Glückshormonen aufzustehen.
Es sollte aber nicht mehr als vierzehn Tage gefastet werden, weil sonst die Gefahr besteht irgendwelche Mangelerscheinungen zu bekommen. Auch wenn es tatsächlich irgendwelche Gurus scheinbar gibt, die Monate lang nichts essen und sogar nicht trinken.
Aikyarati
Zitat:
Original von Ahorn

Das Interessante beim Fasten war, so wie ich es erlebt habe, dass ich nicht mehr auf eine geistige Bewegung zurückgreifen musste um Gedanken aufzuheben oder aufzulösen. Auch brauchte ich mich nicht mehr aktiv in einer Landschaft oder einem Gemälde zu verlieren um den Willen ruhen zu lassen. Ich hatte stundenlang Ruhe im Kopf, die aber teilweise mit einer Besorgnis begleitet wurde, in diesem "Buddhazustand" hängen zu bleiben und vergessen würde die gewohnten Gedanken und Vorstellungen wieder herzustellen.
Ich habe dreimal gefastet. Einmal fünf Tage, sieben Tage und einmal zehn Tage. Ganz ohne Nahrung und nur Wasser trinken. In den ersten Tagen beim fasten wurde mir etwas kalt und ich habe etwas Kopfschmerzen bekommen welches aber auf das entgiften zurückzuführen ist das der Körper bei so einem Zustand durchmacht. Nach dem dritten Tag schüttet der Körper Glückshormone aus die deutlich aber angenehm zu spühren waren, alles wurde intensiver; ob es nun die Sonne spühren- oder Gegenstände antasten war. Auch eine gewisse Struktur pendelte sich ein, ich empfand es als angenehm schon um neu oder zehn Uhr schlafen zu gehen und wieder früh mit den Glückshormonen aufzustehen.
Es sollte aber nicht mehr als vierzehn Tage gefastet werden, weil sonst die Gefahr besteht irgendwelche Mangelerscheinungen zu bekommen. Auch wenn es tatsächlich irgendwelche Gurus scheinbar gibt, die Monate lang nichts essen und sogar nicht trinken.


Hallo Ahorn,

das ist ein sehr schöner Erfahrungsbericht. Vielen Dank darür. Fasten ist wirklich eine sehr interessante Sache. Die Kopfschmerzen kenne ich, das sind die ganzen Mikroorganismen und toten Zellen etc. die der Körper endlich loswerden kann, sehe ich auch so. Was viele nicht berücksichtigen ist, dass über 70% der Giftstoffe über den Atem ausgeschieden werden, etwa 30% über dem Darm. Über den Urin geht kaum etwas raus, da die meisten Giftstoffe nicht wasserlöslich sind. Viel frische Luft und Bewegung ist meiner Meinung nach genauso kritisch wie viel zu Trinken. Aber es ist wirklich erstaunlich wie der Körper dann auf einmal anfängt Glückshormone auszuschütten!

Ich selbst faste nie überaus lange, nur gelegentlich und achte eher auf die Diät. Längeres Fasten (über 3 Tage) ist für mich eher etwas wenn ich mal eine Woche Zeit habe zu meditieren, eine Art privaten Retreat mache. Da bringt Fasten sicherlich sehr, sehr viel für geistige Klarheit und Konzentration. Fasten wird in Zukunft bestimmt als eines der wichtigsten Tools für Meditation angesehen werden. Und als ausserordentlich gut für die Gesundheit! Da habe ich keine Zweifel. Ist zur Zeit leider noch nicht so, da man damit kein Geld verdienen kann.

Die Yogis die nichts essen und trinken und auch kaum Schlaf brauchen sind sicher eine ganz andere Angelegenheit. Das hat mit "normalen" Vorgängen nicht mehr viel zu tun. Ist leider wenig erforscht, da diese Vorgänge einfach nicht in unser gegenwärtiges Weltbild passen. Aber man kann ja auch nicht immer alles verstehen, da die selbst "die Wissenschaft" hier und da mal einen "toten Winkel" hat.

Viele Grüße,
Aikyarati
carsten aus bochum
Die Kopfschmerzen haben in den allermeisten Fällen einen recht banalen Grund: Kaffeeentzug.
Macht ungefähr einen Tag lang Kopfschmerzen, dann ist der Spuk vorbei, spätere Kopfschmerzen liegen meistens an zu wenigem Trinken.
Exebeche
Zitat:
Original von Ahorn
Welche Gedankengänge könnten mir noch dazu einfallen um an mir ein Sebstexperiment durch zuführen welches zu einer gesteigerten Gehirnkapazität führt?


Da es zufällig passt wie die Faust auf's Auge, erlaube ich mir auf eine kleine Geschichte zu verweisen:

Gespräche mit der KI (S.65)
Aikyarati
Zitat:
Original von carsten aus bochum
Die Kopfschmerzen haben in den allermeisten Fällen einen recht banalen Grund: Kaffeeentzug.
Macht ungefähr einen Tag lang Kopfschmerzen, dann ist der Spuk vorbei, spätere Kopfschmerzen liegen meistens an zu wenigem Trinken.

Wie wäre es mit Kaffee-Fasten smile

Scherz beiseite. Vielen Dank für den Hinweis. Dem kann ich nur zustimmen.
Ahorn
Die Geschichte mit dem KI, weist auch Parallelen mit dem Rasenmähermann auf. Dort gibt es ein Wissenschaftler der für die Regierung an Experimenten zur Leistungssteigerung arbeitet, und den einfältigen Gärtner Jobe zu Höchstleitungen verhilft.

Kaffeeentzug kann es bei mir nicht gewesen sein, denn ich trinke selten bis gar keinen Kaffee. Aber schwarzer Tee Entzug, läuft wohl auf das gleiche hinaus. Sowie ich informiert bin, beruhen die leichten Kopfschmerzen, die beim Fasten auftreten, und wie schon von Carsten geschrieben meist nur einen Tag anhalten, allgemein auf Gift- Drogen oder Suchtmittelentzug. Denn wie bekannt ist, sind in fast jedem Lebensmittel irgendwelche Stoffe enthalten die dort nicht hingehören, welche die Nieren und die Leber fordern, vorallem beim Fasten.
Ahorn
Zitat:
Original von Aikyarati
für geistige Klarheit und Konzentration

Weil es nicht nur zu einer körplichen Katharsis kommt, sondern auch zu einer Geistigen.
Es kommt nicht zum Ausleben innerer Konflikte oder Aggressionen die eine Reduktion der Aggressionsbereitschaft oder Wut erzielen soll, welches z.b. bei Bhagwan oder A. Janov seine Anwendung findet, und nach meiner Ansicht gerade die Bahnen und Verbindungen im Gehirn fördert und das aggressive Verhalten gegen sich selbst, Artgenossen oder Dinge steigert.
Es kommt zu einer aktiven Distanzierung mit der Welt, weil der Körper, in dem er nicht mehr das "Weltliche verschlingt", sie praktisch auf Abstand hält. Die geistige Klarheit wird also primär nicht über das Denken oder der Vernunft erreicht, sondern der Weg geht erst über den Körper, der dann die Klarheit erzeugt und so den Zugang zur Vernunft erleichtert.
Aikyarati
Zitat:
Original von Ahorn
Zitat:
Original von Aikyarati
für geistige Klarheit und Konzentration

Weil es nicht nur zu einer körplichen Katharsis kommt, sondern auch zu einer Geistigen.
Es kommt nicht zum Ausleben innerer Konflikte oder Aggressionen die eine Reduktion der Aggressionsbereitschaft oder Wut erzielen soll, welches z.b. bei Bhagwan oder A. Janov seine Anwendung findet, und nach meiner Ansicht gerade die Bahnen und Verbindungen im Gehirn fördert und das aggressive Verhalten gegen sich selbst, Artgenossen oder Dinge steigert.
Es kommt zu einer aktiven Distanzierung mit der Welt, weil der Körper, in dem er nicht mehr das "Weltliche verschlingt", sie praktisch auf Abstand hält. Die geistige Klarheit wird also primär nicht über das Denken oder der Vernunft erreicht, sondern der Weg geht erst über den Körper, der dann die Klarheit erzeugt und so den Zugang zur Vernunft erleichtert.

Es gibt sicherlich mehrere Erklärungen für die Klarheit/Konzentration beim Fasten. Aber dass dies geschieht steht schon mal ausser Frage. Was ist es Deiner Meinung nach, was sich "distanziert"?
Ahorn
Zitat:
Original von Aikyarati
Was ist es Deiner Meinung nach, was sich "distanziert"?

Die Dinge um mich herum distanzieren sich, indem ich mich von den Dingen distanziere. Sie werden präziser, deutlicher, erhabener und teilweise schon fast ekelhaft intensiv. Welches ja auch künstlich erreicht werden kann in dem du denkst-, also sich und die Welt.
Ahorn
Drei Mäntel im Wind, der böse Vogel und der arme Fisch!


An einem Meer wohnten drei alte Zen-Mönche,
die in ihrer spirituellen Entwicklung so weit fortgeschritten waren,
daß in ihrer Umgebung wundersame Dinge geschahen.

Wenn sie morgens ihre Meditation beendet hatten und zum Baden ins Meer gingen,
hängten sie ihre Meditationsmäntel einfach in den Wind.
Und die Mäntel blieben im Wind schweben, bis die Mönche zurückkamen,
um sie wieder anzuziehen.

Eines Tages, als die drei gerade badeten, beobachteten sie,
wie plötzlich ein großer Seeadler auf das Wasser herunterstieß,
und als er sich wieder in die Lüfte schwang,
einen zappelnden Fisch im Schnabel hielt.


Der eine Mönch sagte: "Böser Vogel!"
Da fiel sein Mantel auf den Sand.
Der zweite Mönch sagte: "Armer Fisch!"
Da fiel auch sein Mantel zu Boden.

Der dritte Mönch sah dem Vogel nach, der mit dem zappelnden Fisch im Schnabel
am Horizont langsam immer kleiner und kleiner wurde
und schließlich ganz verschwand.


Er schwieg - und sein Mantel blieb im Wind hängen.

__________

Naja, dass die spirituelle Entwicklung weit fortgeschritten war bei den Zehn-Mönchen in dieser Geschichte, halte ich auch für ein Märchen. Außerdem der Zusammenhang, wenn die Antwort oder das Verhalten richtig ist, bleibt der Mantel im Wind hängen, ist eher ein Scherz als das es was mit Spiritualität zu tun hat.
Aber egal.
____________


O.k., versuchen wir es nochmal.


Es war einmal ein Zen-Mönch.
Der wollte auf dem Markt einen Fisch kaufen. Er machte sich also auf dem Weg dort hin und wie er an den ganzen anderen Ständen vorbei schlenderte kam er schließlich an den Fischstand an. Er schaute sich die Fische an, und sagte dann zu dem Fischverkäufer, "ich möchte den besten Fisch haben". Darauf hin sagte der Verkäufer, "alle Fische sind gut". In diesem Moment machte es Pling beim Mönch und er war erleuchtet.

_____________

Naja, mich hätte das jetzt nicht wirklich umgehauen, und sicherlich auch nicht erleuchtet.
Aber egal.

Ich möchte diese Pling-Effekte etwas durchleuchten. Durch welche Ursache wird dieses Wirkung hervorgerufen; betreffen sie immer auf eine Abfolge äußerer aufeinander bezogener Ereignisse, sind also Kausalbedingt, oder schlummern sie in uns und treten dann irgendwann zufällig zum vorschein. Wobei sich diese Frage wohl von selbt beantwortet, weil es keinen Zufall gibt.
Ich meine hiermit nicht irgendwelche geniale Einfälle, wie es bei Wickie oder Sherlock Holmes der Fall ist, auch meine ich nicht zum Hulk oder Mr Hyde werden. Sondern das in uns ein außerordliches Talent verborgen liegt, wovon wir noch nicht wissen. Dieses können gerne Kantaten, Motetten oder Passionen von Bach sein die ich aufeinmal wenn ich morgens auferstehe spielen kann.
Gewisse Stadien oder Phasen durchläuft der Mensch, welche bekannt sind und von Comte, Kierkegaard, Freud und andere genannt werden. Aber gibt es auch wirklich so einen Pling-Effekt, und lassen die sich durch einen Ruck oder Sprung enthüllen. Wie lassen sich Anlagen, die in einem schlummern erwecken. Geht das alles nur fließend oder nur durch lernen?
carsten aus bochum
Hi Ahorn.

Zitat:
„Aber gibt es auch wirklich so einen Pling-Effekt, und lassen die sich durch einen Ruck oder Sprung enthüllen.“


Ich glaube, es gibt diese Effekte und ich glaube, sie treten spontan auf.
Die Anhäufung von immer mehr Wissen bringt ab einem gewissen Punkt m.E. nichts mehr, wenn man nicht irgendwann eine Entscheidung trifft, oder sich einem etwas offenbart, wo die Reise denn nun weiter hingehen soll.
Vielleicht ist es gar nicht eine Wissenshürde die übersprungen werden muss, als vielmehr eine psychologische Barriere.

Gruß,

Carsten
Aikyarati
Zitat:
Original von Ahorn
Drei Mäntel im Wind, der böse Vogel und der arme Fisch!
...
Ich möchte diese Pling-Effekte etwas durchleuchten. Durch welche Ursache wird dieses Wirkung hervorgerufen; betreffen sie immer auf eine Abfolge äußerer aufeinander bezogener Ereignisse, sind also Kausalbedingt, oder schlummern sie in uns und treten dann irgendwann zufällig zum vorschein.
...
Aber gibt es auch wirklich so einen Pling-Effekt, und lassen die sich durch einen Ruck oder Sprung enthüllen. Wie lassen sich Anlagen, die in einem schlummern erwecken. Geht das alles nur fließend oder nur durch lernen?

Erstmal möchte ich Dir ein großes Kompliment aussprechen für diese schöne und interessante Einleitung in ein sehr faszinierendes Thema.

Vielleicht gelingt es uns doch, diese Effekte griffig zu definieren. Bezüglich solcherart Erleuchtungs-effekte kenne ich unterschiedliche Arten:
a) Aha-Effekte (Durchbruch im Verständnis, geistiges Puzzle, dem Auflösen scheinbarer Konflikte im Denken)
b) Satori (Erlebnis spontaner Einheit mit der Welt und dem Geschehen; nicht tue ich, sondern "es geschieht")
c) "ich bin" (dem unmittelbaren Gewahrwerden des Unwandelbaren)

Die Liste lässt sich sicherlich noch fortsetzen. kann mir vorstellen dass diese "Pling-Effekte" geschehen wenn unsere Entwicklung ihre Limitationen durchbricht, so als würde man plötzlich mit dem Kopf durch die Decke stoßen und ein neues Stockwerk sehen.

Eine andere Frage ist, ob diese Effekte noch umkehrbar sind oder nicht, ob es in der Entwicklung überhaupt Regression gibt.

Was das Verständnis (a) angeht, kann ich mir eine Regression kaum vorstellen. Was man einmal verstanden hat... (da müsste schon geistige Verwirrtheit o.a. auftreten).

Bezüglich "ich bin" (c) Wenn man die Höherentwicklung mit einer Auf- und Abbewegung beschreibt kommt irgendwann mal der Punkt in dem man die Stufe durchbricht. Man fällt vielleicht wieder unterhalb zurück, jedoch
wird es immer leichter wieder zurückzukommen. Ich meine hiermit die spontanen "ich bin" Erfahrungen, die nicht von Kundalini-Erweckungen begleitet sind, sondern bei der die Welt nicht wesentlich anders wahrgenommen wird.

Satori ist so eine sehr interessante Erscheinung und ich könnte mir hier vorstellen, dass Satori eine Kohärenz unseres individuellen Feldes mit dem kollektiven Feld ist. "Feld" könnte in diesem Zusammenhang Unterschiedliches bedeuten, wie z.B. dem morphogenetischen Feld (Rupert Sheldrake) oder einfach die Gesamtheit der Information/Fehlinformation in unseren Gehirnen. David Bohm hat ebenfalls von Korärenz gesprochen und den Geist des Einzelnen als Abbild des kollektiven Geistes beschrieben (quasi holographisch). Dies ist jedoch mehr als nur konformistisch zu sein, da man schliesslich auch zum Gesamten beiträgt. Für Bohm hat die aktive Information einen fundamentalen Einfluss auf die Eigenschaften von Substanz gehabt, entgegen dem mechanistischen oder newtonischen Weltbild. Mich erinnert diese Holographie-Metapher auch an die buddhistischen Mandalas, in dem die Buddhas sich immer weiter ins Kleine und ins Große hinein fortsetzen (wiederholen).

Also Insgesamt schätze ich, dass diese Pling-Effekte das Ergebnis einer längeren Entwicklung sind und geschehen wenn zufällig oder induziert die Gegebenheiten für ihre Erfüllung entstehen, dass sie also "Gipfel"-Effekte sind.
Ahorn
Zitat:
Original von carsten aus bochum


Ich glaube, es gibt diese Effekte und ich glaube, sie treten spontan auf.
Die Anhäufung von immer mehr Wissen bringt ab einem gewissen Punkt m.E. nichts mehr, wenn man nicht irgendwann eine Entscheidung trifft, oder sich einem etwas offenbart, wo die Reise denn nun weiter hingehen soll.
Vielleicht ist es gar nicht eine Wissenshürde die übersprungen werden muss, als vielmehr eine psychologische Barriere.

Es ist auch nach meinem empfinden wohl eher eine psychologische Barriere, wie ich sie auch bei mir verspühre.
Um diese zu entschlüpfen, müsste dieses etwas erreichen und darstellen müssen überwunden werden. Ich müsste die Gefühle des Ungenügens hinter mir lassen und nicht mehr an meinen Schwächen hadern. unglücklich
ete
Hi Ahorn,

Zitat:
Ich möchte gerne meine Rechenleistung und Leistungsaufnahme (deutlich) steigern. Dazu brauch ich scheinbar mehr Neuronen, Synapsen und chemische Leistung.

da die Gehirnkapazität allgemein nur zu ~ 50-70% genutzt wird, hast Du noch freie Kapazitäten. Zwinker

Zitat:
Die Neuronen und Synapsen könnte ich in einer Petrischale züchten und mir mit einer Injektion zuführen.

Dann treff aber auch das richtige Areal...

Zitat:
Für die chemische Leistung brauch ich noch ein Respt um einen kräftigen Sud zu kochen um diesen dann zu mir zunehmen.

Ahoi-Brause tuts auch- ohne kochen...*lol

Zitat:
Wie lassen sich brach liegende Neuronen stimulieren um sie aus dem Schlummerschlaf zu aktivieren?

Vlt. mal simpel mit dem Auswendiglernen eines kleinen Gedichtchens anfangen. Und einfach neugierig bleiben. smile
carsten aus bochum
Hi Ahorn.

Zitat:
„Es ist auch nach meinem empfinden wohl eher eine psychologische Barriere, wie ich sie auch bei mir verspühre.
Um diese zu entschlüpfen, müsste dieses etwas erreichen und darstellen müssen überwunden werden. Ich müsste die Gefühle des Ungenügens hinter mir lassen und nicht mehr an meinen Schwächen hadern.“


Ja, das kann man so, aber auch anders sehen, je nachdem, ob Du Schritt für Schritt vorgehen willst, oder alles wegfegen. In letzterem Fall würde man Dir vermutlich raten, Dich genau in diese Gefühle von Schwäche und Ungenügen hinein zu entspannen.
Wenn man sagt, „ich bin noch nicht so weit (um Erleuchtung zu erfahren)“ dann ist das in gewisser Weise ein Selbstwiderspruch. Zum einen behauptet man, von Erleuchtung keinerlei Ahnung zu haben, erklärt aber auf der anderen Seite, was noch alles fehlt oder noch alles im Weg ist und die Erleuchtung verhindert... so als hätte man Ahnung.
Man könnte also sagen: „Wenn du keine Ahnung hast, prima, entspann‘ dich in das Nichtwissen und alles ist in Ordnung.“
Erleuchtung wird oft damit verwechselt Superman zu sein, angstfrei, allwissend, aber doch irgendwie gütig und sanftmütig.
Was Erleuchtung im Weg steht ist vielleicht einfach nur unser geglaubtes Wissen darüber, was Erleuchtung ist.
Fällt das weg und hat man wirklich nichts mehr zu verlieren ist man vielleicht von all dem befreit was einem den Blick verstellt. Die Schwierigkeit liegt dann einfach darin, dass es so saueinfach ist, dass es sich niemand, schon gar nicht unser leistungsbezogenes Ich vorstellen kann.

Das Problem ist, es gibt im Grunde überhaupt keinen einzigen Trick, der sicher funktioniert um im Leben anzukommen. Klar, es gibt diese Geschichten, 10 Jahre Kloster ohne Erfolg, dann einmal im Puff, Pling...
Aber wer das als Rezept anwendet, verfehlt worum es geht. Wer fragt, was er tun muss um Erleuchtung zu finden, verfehlt das was längst da ist, er müsste die Fragerei lassen, aber nicht als Trick, nicht als Schweigegelübde, sondern aus der Einsicht heraus, dass es nichts zu Fragen gibt. Wonach will man denn fragen? Wo bitte ist hier das Leben? Wo geht’s zur Realität? Alles Quatsch weil man schon wieder vorbeizielt, das Ich schon wiedr auf einem Trip ist, sucht, was nicht zu finden ist.
Im tao te king heißt es irgendwo sinngemäß: Diese Worten sind leicht zu verstehen, doch kann dein Verstand sie nie begreifen, dann das hieße schon wieder den Regenbogen fassen zu wollen...

Gruß,

Carsten
Ahorn
Hi Carsten,

sich in Gefühle hinein zufühlen, und sich in diese dann zu entspannen, ist eine sehr excluslive Metode, welches auch den positiven Nebeneffekt hat, dass diese dann angenommen werden. Das reflektieren auf Gefühle und Gedanken macht jene konkret und sie treten aus dem schummrigen heraus; es kann helfen sich wieder zusammen zu puzzeln. Aber leider ist es auch eine unendliche Aufgabe, die nie ein Ende nimmt und es kann dazu kommen das sich die "guten" Gefühle und Gedanken anfangen zu zanken, vor allem beim schlafen gehen. Ich schlafe immer schön mit einem Traum ein, indem ich auf meine Vorstellungen achte ohne diese zu analysieren. Seit einigen Jahren mach ich noch nicht mal mehr das; ich mache meist gar nichts mehr, und irgendwie scheint das meint Körper dann alles alleine zu machen. Er scheint das selber zu wissen "ohne mein zu tun" und weiß was für mich richtig ist oder welcher Zustand gerade seine Richtigkeit hat.
Aus diesem Grund greif ich mir mal den Bonbon aus Aikyarati´s Beitrag heraus der mir sehr gut schmeckt: Satori (Erlebnis spontaner Einheit mit der Welt und dem Geschehen; nicht tue ich, sondern "es geschieht"). Wenn ich die Muße und Zeit habe, werde ich daran noch ein bischen lutschen und versuchen ein paar Zeilen und Gedankengänge dafür zu finden. Und wenn es nicht zu strubbelig wird, würde ich auch noch die Gewaltfreie Kommunikation mit einfließen lassen, welches nach meiner Ansicht die Werkzeugkiste bereichert.

winken
Archibald
@ Ahorn:

Du kannst es nicht tun, weil deine Möglichkeiten bezüglich der Voraussetzungen bezüglich des Gelingens des Experimentes nicht realisierbar sind, z.B. (Zitat von dir):

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Die Neuronen und Synapsen könnte ich in einer Petrischale züchten und mir mit einer Injektion zuführen. Für die chemische Leistung brauch ich noch ein Respt um einen kräftigen Sud zu kochen um diesen dann zu mir zunehmen.

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