Die Angst

Migu
Ich bin derweil mit einem Projekt beschäftigt - eine kurze Geschichte - die sich mit der Angst nach Kierkegaard auseinander setzt.
Nun ist es mir an manchen Stellen unschlüssig. Die Unterscheidung von Angst und Furcht sind mir ganz klar.
Die Angst, als etwas von Innen heraus, etwas Unbestimmtes, beständiges....die Seele beeinflussendes.
Die Furcht - weniger profund und durch Äußerlichkeiten verursacht.
Doch stellt sich mir nun die Frage:

Baut die Furcht sich nicht durch die Angst auf?
Hat es nicht mit dem Überlebenstrieb zu tun?

Die Angst als etwas Ureignes verursacht, doch auch Zustände der Furcht, oder nicht?
Ist es richtig, die Angst, als eine Art psychischen Knacks anzusehen, herausgebildet durch unser Bewusstsein?
Und überschneidet die Angst sich nicht mit der Furcht?
Was ist überhaupt ein Beispiel für die Angst?

Stellen wir uns vor, wir gehen durch einen Wald und unsere Ureignen Ängste vor der Dunkelheit werden geweckt. Ist es in diesem Moment nun Furcht - verursacht durch die dunkle Einwirkung von außen - oder ist diese Furcht so tief im Inneren verankert, dass es sich schon um Angst handelt?

Mir mag kein schlüssiges Angstbeispiel einfallen.
Ich bitte die User dieses Forums inständig um Licht in meinem DUnkel, um Aufklärung meiner - sicher durch Verwirrung dümmlich wirkenden - Fragen.

Vielen Dank~
Migu~
carsten aus bochum
Hi Migu.

Im Grunde hast Du das schon ganz richtig erkannt, Furcht bezieht sich auf ein bestimmtes Objekt.
Angst wird hingegen häufig als „frei flottierende Angst“ gesehen, die nahezu das ganze Leben dominiert (häufig bei Borderline-Störungen).
Man kann Angst auch existentielle Angst verstehen, eine Angst vor dem anderen an sich und vor dem „ins Leben geworfen sein“ an sich.

Gruß,

Carsten
ete
Hi Migu,

die Angst vor Dunkelheit wird wird allg. als natürlich bzw. evolutionär begründet, wobei bei Angst grundsätzlich zu beachten ist, dass Angst niemals gleich Angst ist und somit eine sorgfältige Anamnese A und O ist.
Sophie
Zitat:
Original von Migu


Stellen wir uns vor, wir gehen durch einen Wald und unsere Ureignen Ängste vor der Dunkelheit werden geweckt. Ist es in diesem Moment nun Furcht - verursacht durch die dunkle Einwirkung von außen - oder ist diese Furcht so tief im Inneren verankert, dass es sich schon um Angst handelt?


Hast du schon bei Wiki nachgelesen, das wird das etwas näher umrissen:

Welche Aspekte besitzt die Angst? "Angst ist bei Kierkegaard kein isoliertes Thema, sondern es erschließt was es bedeutet Mensch zu sein" (Grön 10).

Zuallererst ist festzuhalten, dass sich Angst nicht nur auf einen psychischen Zustand bezieht, Kierkegaards Analyse ist komplexer. Betrachten wir zuerst drei zentrale Aussagen über die Angst: 1. Angst macht unfrei 2.Angst als Möglichkeit der Freiheit 3. man muss lernen sich zu ängstigen, dann hat man das Höchste gelernt. Angst kann uns unfrei machen, weil sie Macht über uns erlangt und uns unfähig macht zu handeln. Weil wir uns ängstigen Handeln wir nicht selbst. Angst ist eine Möglichkeit der Freiheit, weil sie das Endliche als Endliches entlarven kann. Sie führt zu einem radikalen Sündenbewusstsein, weil sie die Reue als unzureichend entlarvt.


Da wird Angst in einem religiösen Zusammenhang gedeutet. Angst als menschliches Gefühl, was im Glauben üerwunden werden kann.
Die Angst, die da angesprochen wird, ist eine existentielle Angst. Sie wird nicht konkret durch etwas furchteinflößendes wie Dunkelheit oder Geräusche im Wald ausgelöst und ebbt ab, sobald die Situation sich ändert, sondern sie ist bei Kierkegaard auch eine Angst, ausgelöst durch den Blick in das Nichts.

Angst ist im Gegensatz zur Furcht unbestimmter. Sie ist in Kierkegaards Analyse auch zweideutig. Zum einen kann sie dazu führen, dass wir sie als Last und Bedrohung empfinden (Veränderung), zum anderen ist sie Herausforderung und Möglichkeit, dass wir wir selbst werden. Angst erweckt daher sympathetische Antipathie und antipathetische Sympathie: d.h. sie ist gleichzeitig anziehend und abstoßend. Vergleichbar mit der Flasche Alkohol für einen Alkoholiker.

Angst bei Kierkegaard also ein Entwicklungsmotor, der im Gegensatz zu einer konkreten Furchtsituation bis in den seelischen Bereich wirkt.

Wenn wir aber lernen uns richtig zu Ängstigen, d.h. die Angst entlarvt das Endliche als Endlich sperrt und daher den Weg zum Möglichen auf, dann muss der Glaube (im Sinne Hegels) als „innere Gewissheit, welche die Unendlichkeit vorwegnimmt“ (BA 163) hinzukommen, damit wir für die Erlösung bereit sind. Kierkegaard deutet hier nochmal die Gebrechlichkeit des Lebens an, indem er darauf verweist, dass eine falsche Erziehung durch die Angst zum Selbstmord führt.


Unterschiedliche Lesarten von "Der Begriff Angst"

A) biografisch als verborgenes Gespräch mit Regine und darin auch mit sich selbst

Bis zu „Stadien auf des Lebens Weg“ lassen sich die Schriften nach 41 als verborgenes Gespräch mit Regine lesen: mit seiner Schwermut und seiner Schuld. Im Begriff Angst kann man den Schwindel der Freiheit so interpretieren.

B) psychologisch-dogmatisch als Neuformulierung der christlichen Sündenlehre

Neuansatz bewusst pseudonym als Kritik der Sündenlehre des hegelianisch geprägten Martensen. K. geht es um die Wahrnehmung der Sünde und ihrer Auswirkungen.

C) existentiell-dichterisch als Analyse der menschlichen Existenz vor Gott


Vielleicht hilft dir das ja ein bisschen weiter.

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Begriff_Angst
http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%B8ren_Kierkegaard
schlinge
"Stellen wir uns vor, wir gehen durch einen Wald und unsere Ureignen Ängste vor der Dunkelheit werden geweckt."

Gehirn bekommt in der Dunkelheit zu wenig Information von der Umgebung.
Angst(Vorsicht!) reguliert Geschwindigkeit, überlagert Prioritäten auf Hören, Augen werden geschützt(halb geschlossen), man versucht weniger Geräusche zu machen um mehr von der Umgebung zu erfahren. Und das alles automatisch/unbewusst...und das Bewusste/ICH sucht die Ursachen beim Gott.
Angst bedeutet:"spitz die Ohren, etwas ist unsicher".
Das manches ICH auf die "unbewusste" Stimme pfeift ist bekannt.
Kai
Die allgemeine unbestimmbare Lebensangst kann auf Grund heutiger naturwissenschaftlich-medizinischer Erkenntnisse als eine von abnormen physiologischen Tatbeständen im Gehirn hervorgerufene Krankheit bezeichnet werden. Sie ist medizinisch-psychiatrisch behandelbar. Aus einer Krankheit sollte keine Philosophie gemacht werden.
Sophie
Mir war es so, als wenn es hier um Kierkegaard und sein Angstverständnis geht und nicht um eure Einschätzung von Angst.
Reinhard
Hallo, diesem Thema ist nicht mit einfachen Beispielen und Begriffsdefinitionen beizukommen. Angst ist bei Kierkegaard ein so wesentlicher Begriff, dass man schon sagen könnte, die Angst bildet das entscheidende Wesensmerkmal des Daseins und der höheren Form eines geistigen Daseins im menschlichen Verständnis. Die Angst ist das metaphysische Kernstück bei Kierkegaard.

Verglichen meinetwegen mit der schopenhauerschen Willensmetaphysik, die durchaus verglichen werden kann, zielt sie wie der Wille auch auf das Leiden des existierenden Einzelnen. Da sie aber metaphysischer Natur ist und die Furcht bloß ihre Erscheinung, kann kein Beispiel aus dem Zeitlichen, dem Bereich der materiellen Freiheit, sie darstellen, denn das wäre ja schon immer eine äußere Darstellung. Sie ist Wesensgrund und nicht Wesenserscheinung, nicht Dasein, sondern Sein.

Sie setzt voraus, dass der Einzelne sich als geistiges Wesen versteht und damit ist das Verhältnis von Leib und Seele gesetzt. Ohne ein geistiges Verständnis des Sündenfalls und der darauf basierenden Erbsünde, also ohne den Sündenbegriff, wird man dem Begriff nicht näher treten können, denn die Erkenntnis, dass der Angstzustand selbst eine neue Sünde ist, kann nur der Glaube an die Erlösung überwinden, ohne das dadurch die Angst endgültig beseitigt wäre.

Um trotzdem einen approximativen Standpunkt zu gewinnen, könnte man sich die Plötzlichkeit eines Augenblicks unmittelbarer Todesangst versuchen zu vergegenwärtigen. Da bricht die Angst so elementar in unser Bewußtsein, dass einem vielleicht bewußt wird, immer in wirklich ernsthaften Augenblicken allein und selbstverantwortlich vor einer höheren Macht zu stehen und im christlichen Glauben ist das Gott in seiner leiblichen Erscheinung Christi. Nur der gelebte Glaube verbürgt nach Kierkegaard, dem religiösen Schriftsteller, die Freiheit in der gegenwärtigen Ewigkeit.

Nun, wieder verglichen mit Schopenhauer, löst Kierkegaard die Spannung der Verhältnisse im ureigensten christlichen Glauben auf. Schopenhauer verbleibt metaphysisch und versucht die Freiheit des Intellekts durch die Verneinung des Willens durch sich selbst, auf dem Wege einer höheren Erkenntnis im Genie, zu retten. Metaphysisch muss das misslingen, da der Begriff der Freiheit bei ihm sich aus dem der Materiellen speisen muss. Er landet beim allgemeinen Glauben, der selbst aber nicht so erklärt werden kann. Das Analogon bei Kierkegaard ist aber der eminente Glauben, der von dort aus dem Begriff Glauben erst seinen Sinn gibt.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
schlinge
"Einschätzung von Angst."

Wenn es wahr ist, diese Dauer-Depressiv-Angst-Zustand in der Gesellschaft, dann könnte man sich vorstellen, dass die gegenwärtige Entwicklung in der Menschengeschichte sich schon mehr als ein mal als Fehler erwies. Von dem Entspannung-Konsum-Alkohol-Drang mit Hilfe der Dauerdepression gewarnt wird(von wem wohl?) aber anstatt mehr Leistung(Depressionskiller) übernehmen, entspannt man sich weiter... nach dem Motto:" tun dir die Knochen Weh, bewege dich weniger!"(so kann sich das Knochengewebe weiter abbauen...).
...und Massen-Philosophie als Folge ist ein weiteres Symptom der Fehlentwicklung.
Kai
Kierkegaard ist das Paradebeispiel dafür, wie aus einem Zusammenspiel von Psychopathologie und religiösen Dogmen (Sündefall) eine krankhafte Philosophie entsteht. Es gibt eine ganze Reihe bedeutender Philosophen, bei denen die Angst keine Rolle gespielt hat, obwohl sie auf Grund ihrer Lebensumstände viel mehr Grund dazu gehabt hätten. Z. B. weil sie unmittelbar von Krieg betroffen waren oder von totalitären System bzw. politischen oder religiösen Bewegungen verfolgt wurden.

Heutzutage bekommen Menschen mit starken Angstzuständen Tabletten und damit ist das Thema erledigt.
Tarvoc
Du willst also Denker mit dir unliebsamen Ansichten mit Psychopharmaka vollpumpen, um "das Thema zu erledigen"?
Nylen
Die Angst, als existentielle Grenzerfahrung, und die Angst, eines Opfers von Gewalt, ist nicht dasselbe. Auch nicht die behandelbare Angst, wie ich sie bei Psychatriepatienten kenne. Angst durch die Stadt zu laufen, Angst vor Draussen.

Erstere ist durch Tabletten nicht therapierbar. Zweitere nur im Nachhinein und bedingt, letztere ebenfalls nur bedingt.
Sophie
Zitat:
Original von Kai
Kierkegaard ist das Paradebeispiel dafür, wie aus einem Zusammenspiel von Psychopathologie und religiösen Dogmen (Sündefall) eine krankhafte Philosophie entsteht. Es gibt eine ganze Reihe bedeutender Philosophen, bei denen die Angst keine Rolle gespielt hat, obwohl sie auf Grund ihrer Lebensumstände viel mehr Grund dazu gehabt hätten. Z. B. weil sie unmittelbar von Krieg betroffen waren oder von totalitären System bzw. politischen oder religiösen Bewegungen verfolgt wurden.

Heutzutage bekommen Menschen mit starken Angstzuständen Tabletten und damit ist das Thema erledigt.


??!
Reinhard
Zitat:
Kierkegaard ist das Paradebeispiel dafür, wie aus einem Zusammenspiel von Psychopathologie und religiösen Dogmen (Sündefall) eine krankhafte Philosophie entsteht.


Hallo, da könnte ich wie Sophie auch mit einem ??! antworten. Nur, da weigert sich mein Protestwille so einen Schmarrn, der das Seelenheil in bewußtseinsverändernden Tabletten sieht, kommentarlos hinzunehmen. Wer Kierkegaard wie versteht, ist doch dem Verständnis des Einzelnen überlassen. Ich für meinen Teil entdecke bei ihm immer wieder Aspekte, die ich vorher nicht erkannt habe. Nicht seine Gedanken sind krankhaft, sondern sich nicht mit ihnen auseinandersetzen zu wollen, als uneigentliche Verzweiflung, scheint mir eher in diese Richtung zu gehen.

Im Umgang mit depressiven Menschen kann man eine Ahnung davon erhalten, was Angst bedeuten kann, wenn sich keine Möglichkeit eines Ausgleichs mehr bietet. Ich traue mir nicht zu, eine Grenze zwischen krankhafter Depression und natürlichem Angstverhalten festzulegen, aber auf diese Unterscheidung kommt es doch wesentlich an. Schaffte man die Angst generell ab, schaffte man auch das Menschsein ab, nur dann bleibt nur noch die Hoffnung auf die Morgenröte des Übermenschen. Es ist grausam, Menschen zu erleben, die ihrer Angst nicht Herr werden können, grausam, weil ihnen jede Hoffnung auf eine Erlösung abhanden gekommen ist, aber diese Hoffnung gibt ihnen auch kein Medikament wieder, sie werden letztlich nur ruhig gestellt.

Merkwürdige Auffassung vom Menschsein.

Gr.
R.
Tarvoc
Zitat:
Original von Reinhard
Hallo, da könnte ich wie Sophie auch mit einem ??! antworten.

Hat mich auch gewundert, dass ein so aufrechter und überzeugter Gegner des Totalitarismus wie Kai solche Sachen schreibt... roll
Shamatic
gibt halt unbewusste erkenntnisschranken undso
Neo
Zitat:
Original von Tarvoc
Du willst also Denker mit dir unliebsamen Ansichten mit Psychopharmaka vollpumpen, um "das Thema zu erledigen"?


Das ist überhaupt DIE Idee!

Das könnte man auch für Foren einführen großes Grinsen
Kai
Jeder halbwegs gebildete Mensch weiß (wenn er es wissen will), dass es Psychosen gibt, die durch abnorme Zustände im Gehirn hervorgerufen werden. Bei einer ganze Reihe dieser abnormen Zustände gibt es heute die Möglichkeit, sie medikamentös zu behandeln. Da hat jemand starke Angstgefühle, ohne dass es einen konkreten Grund dafür gibt. Dann nimmt der täglich seine Tabletten, die ihm der Nervenarzt verschrieben hat, und er ist von seinem psychischen Leid befreit. Sonne
Tolle Sache, dass soetwas heute möglich ist !

Ich habe vor Jahren die Rowohlt Monographie über Kierkegaard gelesen und bin bei der Lektüre zu dem Ergebnis gekommen, dass, hätte es zu seinen Lebzeiten solche Tabletten schon gegeben, sie wohl auch ihm geholfen hätten. Dann wäre seine Philosophie wahrscheinlich eine andere gewesen.

Was Sündenfall und Erbsünde anbetrifft: Soetwas haben mir in meiner Kindheit äußerst ungebildete Menschen erzählt. Glücklicherweise hatte ich die intellektuelle und psychische Kraft, diesen Unsinn abzuschütteln. Dass philosophisch gebildete Menschen so einen geistigem Müll ihr Leben lang mit sich rumschleppen, das ist sehr traurig.

Wenn aus einer Symbiose von Krankhafter Angst und Erbsünde eine Philosophie hervorgeht, dann ist das eine kranke Philosophie.

Kierkegaard war ein Psychopath und ein religiöser Fanatiker aller erster Güte.
Er hatte nicht die geringste skeptische Distanz zu seinen Auffassungen.
Vernunft und Denken wollte er durch religiöse, mystische Erfahrung ersetzen.

Sein ständiges Starren auf seine eigene subjektive Existenz.
Die Nichtbeachtung der anderen Menschen und der übrigen Welt.
Angst als zentrales menschliches Erlebnis.
Das ständige Jammern über den eigenen Tod.
Intellektuell-philosophisch kaschierter Egoismus.
Intellektuell-philosophisch kaschierte Feigheit und Schwächlichkeit.
Weltvernneinung. Lebensverneinung.

"... glaubt Denen nicht, welche euch von überirdischen Hoffnungen reden! Giftmischer sind es, ob sie es wissen oder nicht. Verächter des Lebens sind es, Absterbende und selber Vergiftete, deren die Erde müde ist: so mögen sie dahinfahren!" Wenn ich an Jammerlappen wie Kierkegaard denke, bekomme ich plötzlich das Bedürfnis Nietzscheaner zu werden.
ete
Hi Kai,

zumindest in einem Punkt ist Dir dieser sog. 'Psychopath' weit überlegen: Für ihn gibt es ein 'sowohl- als auch' und nicht nur Dein 'entweder-oder'.
Das 'sowohl-als auch' gibt es leider nicht Tablettenform, das geht nur über harte Arbeit, das Arbeits-Programm heißt 'Schranken-bewusst-machen' , mach´also einfach weiter in Deinem diesbezügl. Thread.
schlinge
Wo entsteht die Angst?
Was ist der Zweck einer Unterhaltung/"unter die Leute gehen"?
Was war der Zweck einer Unterhaltung bevor man die Gesetze erfand?
Man kann sich fragen, was ist der Zweck einer Unterhaltung zwischen den Tieren? Da es ums Überleben geht, wird bei der Unterhaltung die Lage gründlich überprüft. Auf Gefahren vor allem. Dafür zuständige Teil des Hirn dominiert über die anderen und fordert unermüdlich Information.
Mitteleuropäer...wir gehen aus...anstatt für die "Sicherheit zu Sorgen"(was die Natur immer noch fordert, sie akzeptiert keine Gesetze), ein Bierchen, ein Weinchen, belangloses Getöse und benebelt heim. An nächsten Tag fordert das Hirn die Lücke zu schlissen,aber der Mensch wiederholt das vom gestern und benebelt sich wieder... So sammelt sich "Inkompetenz" und das Hirn sendet dringend Gefahr/Angst. Das ICH sucht bewusst nach Ursache, aber bewusst ist hier nichts zu finden. "Ich fühle mich depressiv", und macht Urlaub und benebelt sich weiter... Und dabei überschneiden sich verschiedene andere Ereignisse und man ist völlig orientierungslos.
In so einem Fall sind die Pillen das einzig mögliche. Oder Meditation,ne Wahrsagerin...neue Liebe...Hobby, Angeln(der Renner).
Sich Freunde zu machen wäre das richtige, aber die anderen Depressiven eignen sich nicht dafür, denn sie verbreiten Unsicherheit. Und so weiter...
In Kalahari ist es anderes, bei den Menschen die um zu überleben die Lage immer auf neu analysieren ist Angst kurz und an die Ursache gebunden.