Ist die Welt ein Spiegel?

Neo
Zitat:
Original von Sophie
oder auf Ziegen starrst.

Wie ist der eigentlich?

Zitat:
Original von Anna
Und wer sagt, daß ich mich ohne mein Spiegelbild nicht kennen würde?

Ohne Spiegel kannst Du deine Arme, Beine und Teile des Rumpfes sehen. Mehr aber nicht. Das wichtigste deiner äußerlichen Individualität, Dein Gesicht, siehst Du selbst nicht. Irgendwie paradox, oder?

Zitat:
Original von Anna
Ich meine, um auf einer anderen Ebene zu sprechen, dich schon zu verstehen. Das "Du" hilft mir in vielerlei Hinsicht, mein "Ich" überhaupt als "Ich" begreifen und verstehen zu können...

Ja. das meinte ich mit der metaphysischen Betrachtung, ob nicht in der Subjekt.Objekt-Spaltung erst der eigentliche Zweck des Daseins (so wie wir es kennen) liegt.
Anna
Zitat:
Original von Neo
Anna: Und wer sagt, daß ich mich ohne mein Spiegelbild nicht kennen würde?

1. Ohne Spiegel kannst Du deine Arme, Beine und Teile des Rumpfes sehen. Mehr aber nicht. Das wichtigste deiner äußerlichen Individualität, Dein Gesicht, siehst Du selbst nicht. Irgendwie paradox, oder?

Anna: Ich meine, um auf einer anderen Ebene zu sprechen, dich schon zu verstehen. Das "Du" hilft mir in vielerlei Hinsicht, mein "Ich" überhaupt als "Ich" begreifen und verstehen zu können...

2. Ja. das meinte ich mit der metaphysischen Betrachtung, ob nicht in der Subjekt.Objekt-Spaltung erst der eigentliche Zweck des Daseins (so wie wir es kennen) liegt.


zu 1. Ja, paradox auf jeden Fall. Wittgenstein nennt da auch ein Beispiel. Wir sehen mit den Augen die Welt. Doch die Augen selbst sehen wir nicht. Scheinbar ist uns diese "begrenzte" Wahrnehmung eigen. Meine Frage ist jedoch dadurch noch nicht beantwortet. Kann ich mich nur über mein Spiegelbild erkennen? Bin ich mein Spiegelbild? Was ist das, was ich da im Spiegel erblicke? Eine Kontur, ein Körper, doch bin das tatsächlich ICH? Wohl kaum. Folgerung daraus: wäre die Welt ein Spiegel für mich (was ich schon so sehe) dann sehe ich mich zwar, doch ich sehe mich doch nicht. Wittgenstein spricht etwas aus, zwar nicht in diesem Kontext, doch für mich hier inspirierend; ...wichtiger als das was ich geschrieben habe, ist das, was ich nicht geschrieben habe... Wichtiger als das, was ich erkenne (meine Umgebung, mich, das Du) ist das, was ich nicht erkenne oder sagen wir mal nicht sichtbar ist.

Und da wären wir beim 2. Punkt. Ich sehe das so wie du. Für mich würde eben auch in dieser "Spaltung", die ja zusammengehört (Hegel spricht von Dialektik) sich jedoch wechselseitig ausschließt, den eigentlichen zweck des Daseins sehen. Zumindest nicht die Spaltung (die wäre hier die Voraussetzung), sondern das, was sich daraus ergibt. (Heraklit bringt dieses Beispiel. Nut, Geb und das energetische Prinzip Schu) Du kennst das wahrscheinlich.
Sophie
Zitat:
Original von Neo

Wie ist der eigentlich?


Ich habe ihn noch nicht gesehen. Habe es aber noch vor.
Mir wurde gesagt, der Film wirkt in seinen Zwergfell schüttelnden Ausmaß erst nach zwei Wochen.
Neo
Hallo Anna,

Zitat:
Original von Anna
zu 1. Ja, paradox auf jeden Fall. Wittgenstein nennt da auch ein Beispiel. Wir sehen mit den Augen die Welt. Doch die Augen selbst sehen wir nicht. Scheinbar ist uns diese "begrenzte" Wahrnehmung eigen.

Ja, gerade das Erkennen, welches ja die Spaltung der Einheit voraussetzt, sagt ja gleichzeitig, das im Erkennen der Teile das Verkennen des ganzen liegt. Insofern hat Wittgenstein Recht wenn er sagt, dass worüber wir nichts sagen können, ist das eigentlich Interessante.

Zitat:
Original von Anna
Meine Frage ist jedoch dadurch noch nicht beantwortet. Kann ich mich nur über mein Spiegelbild erkennen? Bin ich mein Spiegelbild? Was ist das, was ich da im Spiegel erblicke?

Ein paar Sätze weiter wird klar, dass es (aus meiner Überzeugung) nicht Du sein kannst, was immer Du erblickst. Jedenfalls nicht Dein wahres, dein ganzes Selbst. Nicht mal, wenn man es nur die momentane Erscheinungsform 'Anna' bezöge.
Andereseits ist es auch wieder schon Du. 'Tat twam asi' eben.
Es ist wahrscheinlich dann doch eher so etwas wie Du es meinst, ein Abbild von etwas, das Du als 'ICH' bezeichnest, das aber auch nicht dein(mein) wahres Selbst ist.

Zitat:
Original von Anna
Und da wären wir beim 2. Punkt. Ich sehe das so wie du. Für mich würde eben auch in dieser "Spaltung", die ja zusammengehört (Hegel spricht von Dialektik) sich jedoch wechselseitig ausschließt, den eigentlichen zweck des Daseins sehen. Zumindest nicht die Spaltung (die wäre hier die Voraussetzung), sondern das, was sich daraus ergibt. (Heraklit bringt dieses Beispiel. Nut, Geb und das energetische Prinzip Schu) Du kennst das wahrscheinlich.


Die ägyptischen Götter im Zusammenhang mit Heraklit waren mir bisher nicht bewußt.
Aber dass der Widerstreit der Gegensätze (der Vater aller Dinge) erst die Einheit und Ordnung (oder sagen wir vlt die Entwicklung zurück zu sich selbst in die göttliche Einheit) ermöglicht, darin würde ich Dir zustimmen und das ist es auch was Hegel sah, wenn ich richtig informiert bin.

Gruß
Neo
Hallo Sophie,

Zitat:
Original von Sophie
Ich habe ihn noch nicht gesehen. Habe es aber noch vor.
Mir wurde gesagt, der Film wirkt in seinen Zwergfell schüttelnden Ausmaß erst nach zwei Wochen.


Na dann beschreib doch danach vlt im Film -Thread Deine Eindrücke. Würde mich interessieren.

Grüße
Sophie
Zitat:
Original von Neo


Na dann beschreib doch danach vlt im Film -Thread Deine Eindrücke. Würde mich interessieren.



Nur ganz kurz. Den Schluss würde ich geringfügig ändern. Ansonsten. Sieh ihn dir an! Er wird dir gefallen.