barbara
Hi neo
Alle mit Ausnahme der private-equity-Heuschrecken. Also etwa 99.9% aller Menschen wollen langfristig solide Firmen.
Und sogar unter den private equitys gibt es solche, die an langfristigem und nachhaltigem Erfolg interessiert sind.
Ach komm. Noch in 20 Jahren wird man Brötchen und Kleider und Bücher und Telekommunikationsinstrumente und Häuser und sanitäre Installationen und Heizungen und Spiele und Beratung und Unterricht und Pflege und Sport und jede Menge andere Dinge benötigen. Es gibt Dinge, die haben sich seit der STeinzeit nicht geändert, und die werden sich auch nicht so schnell ändern.
Firmen müssen natürlich dafür sorgen, dass sie die Entwicklungen ihrer Branche mitverfolgen und mitmachen oder gar Vorreiter sind. Natürlich kann ein Computerladen in 20 Jahren den iPod nur noch als Kuriosum und Antiquität verkaufen und nicht mehr als das Must-Have. Doch wenn ein Geschäftsmodell nicht über 20 Jahre funktionieren könnte, sollte man lieber gar nicht damit anfangen - ausser, es ist von Anfang an als einmaliges Projekt vorgesehen. In der Pharma gibt's das manchmal, dass eine Firma extra gegründet wird, um ein ganz bestimmtes Medikament zu entwickeln, und nachher wird dann wieder verkauft.
Ja, das ist so. Und das ist etwas, das sich wieder ändern wird. Es wird in nicht allzu langer Zeit dazu kommen, dass von den Firmen ebenso viel Flexibilität erwartet wird.
Die Absicht, noch in dreissig Jahren auf dem Markt zu sein, ist nicht gleichbedeutend mit der Formulierung von Strategiepapieren - wer weiss schon, was in fünf oder zehn Jahren sein wird`? Niemand. Aber man kann sich hier und heute so verhalten, dass die Substanz nicht ausgehöhlt wird, sondern dass auch morgen noch eine gesunde Basis da ist. In Familienunternehmen, auch in den ganz grossen, ist es nach wie vor nicht ungewöhnlich, dass die Kinder von klein auf darauf vorbereitet werden, eines Tages die Firma zu übernehmen.
grüsse, barbara
| Zitat: |
| Original von Neo Und wer konkret will das? |
Alle mit Ausnahme der private-equity-Heuschrecken. Also etwa 99.9% aller Menschen wollen langfristig solide Firmen.
Und sogar unter den private equitys gibt es solche, die an langfristigem und nachhaltigem Erfolg interessiert sind.
| Zitat: |
| das ist schon allein deshalb utopisch, weil die technische und kulturelle Entwicklung immer schneller voranschreitet und ich gar nicht davon ausgehen kann, dass in 20 Jahren überhaupt noch jemand meine Produkte oder Dienstleistungen will / braucht. |
Ach komm. Noch in 20 Jahren wird man Brötchen und Kleider und Bücher und Telekommunikationsinstrumente und Häuser und sanitäre Installationen und Heizungen und Spiele und Beratung und Unterricht und Pflege und Sport und jede Menge andere Dinge benötigen. Es gibt Dinge, die haben sich seit der STeinzeit nicht geändert, und die werden sich auch nicht so schnell ändern.
Firmen müssen natürlich dafür sorgen, dass sie die Entwicklungen ihrer Branche mitverfolgen und mitmachen oder gar Vorreiter sind. Natürlich kann ein Computerladen in 20 Jahren den iPod nur noch als Kuriosum und Antiquität verkaufen und nicht mehr als das Must-Have. Doch wenn ein Geschäftsmodell nicht über 20 Jahre funktionieren könnte, sollte man lieber gar nicht damit anfangen - ausser, es ist von Anfang an als einmaliges Projekt vorgesehen. In der Pharma gibt's das manchmal, dass eine Firma extra gegründet wird, um ein ganz bestimmtes Medikament zu entwickeln, und nachher wird dann wieder verkauft.
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| Der gewichtigere Grund warum ich das für eine Utopie halte ist aber, dass - genau aus demselben Grund, den Du woanders schon beschrieben hast - heute i.e.L. Flexibiltät erwartet wird von den Angestellten. Niemand kann heute mehr davon ausgehen, eine Stellung für Jahrzehnte zu haben. Manager - die ja ebenfalls Angestellte sind - ebensowenig. |
Ja, das ist so. Und das ist etwas, das sich wieder ändern wird. Es wird in nicht allzu langer Zeit dazu kommen, dass von den Firmen ebenso viel Flexibilität erwartet wird.
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| Ergo haben sie die Einstellung, in kurzer Zeit möglichst viel für sich herauszuholen. Langfristige unternehmerische Ziele, stehen diesen kurzfristigen Zielen eher entgegen. Darum werden strategische Unternehmensplanungen auch für maximal 5 Jahre gemacht. 10 oder 20 jährige strategische Unternehmenspläne sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. |
Die Absicht, noch in dreissig Jahren auf dem Markt zu sein, ist nicht gleichbedeutend mit der Formulierung von Strategiepapieren - wer weiss schon, was in fünf oder zehn Jahren sein wird`? Niemand. Aber man kann sich hier und heute so verhalten, dass die Substanz nicht ausgehöhlt wird, sondern dass auch morgen noch eine gesunde Basis da ist. In Familienunternehmen, auch in den ganz grossen, ist es nach wie vor nicht ungewöhnlich, dass die Kinder von klein auf darauf vorbereitet werden, eines Tages die Firma zu übernehmen.
grüsse, barbara
) ohne sich rechtzeitig Gedanken zu machen, welche regulativen Maßnahmen man statt der alten finden muß.