Nylen
Popper beginnt sein drittes Kapitel mit der uns nun schon etwas vetrauten Teilung in drei Welten.
Grundlage des Kapitels ist eine Vorlesung welche 1967 gehalten wurde.
Popper sagt "Ich hätte diejenigen, die von meiner negativen Einstellung gegenüber Platon und Hegel gehört haben, dadurch heruafordern können, daß ich die Vorlesung "eine Theorie der Platonischen Welt" oder "Eine Theorie des objektiven Geistes" genannt hätte."
Popper spricht im folgenden nun also von Welt 3. Ohne das man diesen Weltbegriff zu ernst nimmt, kann man drei Welten unterscheiden. Dies habe ich ja schon geschrieben. Erwähnenswert ist, das Welt 3 nicht nur die Welt der logischen Gehalte von Theorien ist, sondern auch die Welt der Kunst, der Architektur und ähnliches. Man könnte diese auch Welt 4 und 5 nennen, aber sie haben etwas einigendes. Auch Welt 2 liess sich weiter differenzieren, so die Welt des denkens und vorstellens von der Welt der Emotionen.
Popper ist also Pluralist.
Popper schreibt "Was ich also "die Welt 3" nenne, hat zugegebenermaßen viel mit Platons Theorie der Formen oder Ideen gemeinsam und daher auch mit Hegels objektiven Geist, jedoch unterscheidet sich meine Theorie in einigen entscheidenden Punkten grundlegend von der Platons und Hegels. Mehr hat sie noch mit Bolzanos Theorie des Reichs der Sätze an sich und Wahrheiten an sich zu tun, obwohl sie sich auch von dieser unterscheidet. Meine Welt 3 ähnelt am meisten der Welt von Freges objektiven Gedankeninhalten"
Letztere nannte Frege drittes Reich, was heute eine unglückliche Nebenbedeutung hat. Diese Welt drei, welche ich bewusst Geist nenne, um auf die gemeinsamkeiten zwischen all diesen Ansätzen hinzuweisen, wohingegen Popper ja den Unterschied betonen will, verteidigt Popper nun gegenüber den Philosophien die er Glaubensphilosophien nennt. Philosophien die sich dafür interessieren wie wir zum Glauben an etwas gelangen.
Popper "Gegen diese Philosophen des Glaubens behaupte ich, unser Problem sei, bessere und kühnere Theorien zu finden, und das kritische Präferenz zähle , aber nicht Glaube"
Nun folgt erneut ein Bekenntnis zum Realismus, mit der Komponente das er anerkennen will, das unser Bewusstsein und unser Geist auf die uns umgebende physikalische Welt wirkt, und von ihr bewirkt wird.
Er hat ein gewichtiges Argument für die autonome Existenz von Welt 3, welche er uns so darlegt.
[*] Experiment 1. Alle unsere Maschinen und Werkzeuge werden zerstört, ebenso unsere ganzes subjektives Wissen, einschliesslich unserer subjektiven Kenntnis der Maschinen und Werkzeuge und ihres Gebrauchs. Doch die Bibliotheken überleben und unsere Fähigkeit, aus ihnen zu lernen.
Es ist klar, daß unsere Welt nach vielen Widrigkeiten wieder in Gang kommen kann
[*] Experiment 2. Wie im ersten Experiment, werde Maschinen und Werkzeuge zerstört, sowie unser subjektives Wissen einschlieslich unserer subjektiven Kenntnis der Maschinen und Werkzeuge und ihres gebrauchs. Diesmal werden alle Bibliotheken und sonstigen Wissensreservoirs ebenfalls zerstört.
Obwohl ein sehr kontruiertes Gedankenexperiment ist klar, das unsere Zivilisation tausende Jahre bräuchte sich zu erholen.
Die gewöhnliche Erkenntnistheorie beschäftigt sich mit dem Denken, oder der subjektiven Erkenntnis, im Sinne von ""Ich erkenne" oder "Ich denke, es ist so...". Erkenntnistheorie sowiem sie sich primär mit solchen Welt 2 Zuständen beschäftigt, in meiner Sprache Bewusstseinsakten, verstrickt sich in ein für die Menschheitserkenntnis irrelevantes Gewirr.
Wissenschaftliche Erkenntnis und Erkenntnis in dem Sinne, das wir vom Wissen der Menschheit reden, ist gar nicht diese subjektive Form der Erkenntnis, sondern die objektivierte Erkenntnis in Form von formulierten Theorien und Geschichten.
Alle Erkenntnsitheorie die sich mit ersterem dem subjektiven Erkenentnisstand beschäftigt hat, ist in diesem Sinne defizitär.
Sie ist durchdrungen von Psychologie und führt oft zu Irrationalen Ansichten über Menschlcihe erkenntnis im zweiten Sinne.
Poppers Kritik betrifft namhafte Philosophen und Erkenntnistheorien bis ins 21 Jahrhundert.
Erkenntnis im objektiven Sinne, ist Erkenntnis ohne Erkennenden. Erkenntnis ohne erkennendes Subjekt.
Popper brachte nie ein derartiges Beispiel, aber heute würden wohl viele eingestehen, das Computer Erkenntnisse gewinnen, die uns Menschen gar nicht möglich wären und tragen zu unserem Wissen der Menschheit, also der objektiven Erkenntnis bei.
Popper erläutert die Unterscheidung mit diesem Beispiel: "Die zwei Bedeutungen des Denkens (im subjektiven und im objektiven Sinne) und ihre interessanten Beziehungen zueinander lassen sich an dem folgenden höchst eindrucksvollen Zitat von Heyting illustrieren; er sagt über Brouwer Akt der Erfindung seiner theorie des Kontinuums: "Wären die rekursiven Funktionen vorher erfunden worden, so hätte Brouwer vielleicht nicht den begriff der Wahlfolge gebildet, was nach meiner Ansicht ein Unglück gewesen wäre " Dieses Zitat spricht einerseits von Brouwers subjetiven Denkvorgängen und sagt, sie hätten vielleicht nicht stattgefunden (was ein Unglück gewesen wäre), wenn die objektive Problemsituation anders gewesen wäre."
Wichtig ist an diesem Punkt, das eine objektive Problemstellung der Mathematk zu Brouwers biochemischer Gehirnoperation geführt hat.
Die Umgangssprache hat leider keine Unterscheidung zwischen Denken oder Wissen im subjektiven Sinne und im objektiven Sinne. Deshalb fällt es so schwer diesen Punkt deutlich zu verstehen. Ich hoffe natürlich meine Erläuterungen tragen dazu bei.
Jeder kennt natürlich den Unterschied zwischen "Ich weiss es, ich habe es gesehen" und "Ich weiss es, du kannt es gern in der Wikipedia nachlesen". Mein Problem in vielen Diskussionen ist, das ich an erster Art Wissen oft weniger interessiert bin als an zweiter. Ich denke das ist es was mich in die Philosophie getrieben hat. Subjektive Erkenntnis machen zu wollen, würde mich in die Welt hinaus treiben. Mein hang zu objektivem Wissen treibt mich daheim zun bleiben und Bücher zu lesen, oder eben hier ein Forum zu betreiben, in dem Menschen ihre Gedanken "ablegen" können.
Das Menschheitswissen ist unabhängig und relativ unbeeinflusst von einzelnen individuellen Erkenntnisständen.
Popper stellt nun drei Thesen auf.
1. Die Erkenntnistheorie welche sich nahezu ausschliesslich mit der Welt 2, der subjektiven Erkenntnis von Menschen beschäftigt hat ist defizitär, was ihren Nutzen für die Wissenschaft oder das objektive Vermutungswissen der Mnschheit angeht. Sie bleibt in der Psychologie im positiven Sinne dieses Fachs stecken.
2. Relevant für eine erkenntnistheorie ist die Untersuchung der Welt 3, der welt der Theorien, der Hypothesen, der rationalen Diskussion, der Menscheitserkenntnis im objektiven Sinne. Popper betont erneut den teilweise autonomen Status dieser dritten Welt.
3.Eine Untersuchung der Welt 3 wirft ein Licht auf Welt 2. Umgekehrt ist das weit weniger der Fall. Daraus was die Menschheit denkt, kann man auf das denken von Individuen schliessen, umgekehrt scheitert dies fast immer.
Hinzu fügt Popper noch drei weitere unterstützende Thesen.
1. Welt 3 ist ein von Menschen erzeugtes Konstrukt, ähnlich einer Spinnenwebe in der Natur.
2. Sie ist autonom, obwohl sie unser Erzeugnis ist, weil sie auf uns rückwirkt, und wir auf sie.
3. Das Wachsen der Welt drei ist analog zum Wachstum in der Natur.
Wir erkennen hier den deutlichen Unterschied zu Platons Ideenwelt, welche weder Menschengemacht war, noch teilweise autonom sondern absolut.
Die biologische Grundlage von Welt 3 wird von Popper nun hervorgehoben. Wenn wir natürliche von der Natur gemachte Strukturen betrachten wie Spinnenweben, Ameisenbaue und ähnliches, können wir einerseits die Erezuger untersuchen, die Art und Weise wie sie solhce Strukturen in die Welt bringen, oder aber die strukturen selbst. Bei der Untersuchung der Strukturen selbst können wir auch die wechselwirkung betrachten zwischen Erezeuger und Konstrukt.
Welt 3 ist für Popper ein solches Wechselwirkendes Konstrukt.
Man Kann also Poppers erste These auch so formulieren. Wichtig ist die Unterscheidnung zwischen Herstellungsproblemen, und Problemen, welche sich aus den hergestellten Produkten ergeben. These zwei kann man so deuten, das die Erzeugnisse zu untersuchen wichtiger ist als diie Erzeuger zu untersuchen. Die dritte These lässt sich als eine Anti-Behaviouristische und Anti-Psychologistische bezeichnen. Das heisst es ist für unsere Frage nicht rlevant, wie sich die Erzeuger verhalten noch was sie fühlen, empfinden etc.
Auf Erkenntnis nun angewandt zeigen die Thesen. Der Unterschied zwischen subjektiven Erkennenden und objektiv Erkanntem. Das die Untersuchung und Kritik von Erkanntem wichtiger ist als die Untersuchung und Kritik des Erkennenden. Und das das Verhalten und die subjektiven Erfahrungen von Erkennenden zwar untersucht werden kann auf behaviouristische oder psychologische Weise, die aber für unsere hier hervorgehobene Erkenntnis nicht viel beiträgt.
Untersuchen wir ein mathemtisches Problem, so nützt es wenig anzuführen, das es einem nicht so gut gehe, das man grade nicht klar denken könne etc. Es trägt zur eigentlichen Frage nichts bei.
Poppers Erkenntnistheorie hat also einen klaren Welt 3 Ansatz, während andere oft einen Welt 2 Ansatz haben.
Grundlage des Kapitels ist eine Vorlesung welche 1967 gehalten wurde.
Popper sagt "Ich hätte diejenigen, die von meiner negativen Einstellung gegenüber Platon und Hegel gehört haben, dadurch heruafordern können, daß ich die Vorlesung "eine Theorie der Platonischen Welt" oder "Eine Theorie des objektiven Geistes" genannt hätte."
Popper spricht im folgenden nun also von Welt 3. Ohne das man diesen Weltbegriff zu ernst nimmt, kann man drei Welten unterscheiden. Dies habe ich ja schon geschrieben. Erwähnenswert ist, das Welt 3 nicht nur die Welt der logischen Gehalte von Theorien ist, sondern auch die Welt der Kunst, der Architektur und ähnliches. Man könnte diese auch Welt 4 und 5 nennen, aber sie haben etwas einigendes. Auch Welt 2 liess sich weiter differenzieren, so die Welt des denkens und vorstellens von der Welt der Emotionen.
Popper ist also Pluralist.
Popper schreibt "Was ich also "die Welt 3" nenne, hat zugegebenermaßen viel mit Platons Theorie der Formen oder Ideen gemeinsam und daher auch mit Hegels objektiven Geist, jedoch unterscheidet sich meine Theorie in einigen entscheidenden Punkten grundlegend von der Platons und Hegels. Mehr hat sie noch mit Bolzanos Theorie des Reichs der Sätze an sich und Wahrheiten an sich zu tun, obwohl sie sich auch von dieser unterscheidet. Meine Welt 3 ähnelt am meisten der Welt von Freges objektiven Gedankeninhalten"
Letztere nannte Frege drittes Reich, was heute eine unglückliche Nebenbedeutung hat. Diese Welt drei, welche ich bewusst Geist nenne, um auf die gemeinsamkeiten zwischen all diesen Ansätzen hinzuweisen, wohingegen Popper ja den Unterschied betonen will, verteidigt Popper nun gegenüber den Philosophien die er Glaubensphilosophien nennt. Philosophien die sich dafür interessieren wie wir zum Glauben an etwas gelangen.
Popper "Gegen diese Philosophen des Glaubens behaupte ich, unser Problem sei, bessere und kühnere Theorien zu finden, und das kritische Präferenz zähle , aber nicht Glaube"
Nun folgt erneut ein Bekenntnis zum Realismus, mit der Komponente das er anerkennen will, das unser Bewusstsein und unser Geist auf die uns umgebende physikalische Welt wirkt, und von ihr bewirkt wird.
Er hat ein gewichtiges Argument für die autonome Existenz von Welt 3, welche er uns so darlegt.
[*] Experiment 1. Alle unsere Maschinen und Werkzeuge werden zerstört, ebenso unsere ganzes subjektives Wissen, einschliesslich unserer subjektiven Kenntnis der Maschinen und Werkzeuge und ihres Gebrauchs. Doch die Bibliotheken überleben und unsere Fähigkeit, aus ihnen zu lernen.
Es ist klar, daß unsere Welt nach vielen Widrigkeiten wieder in Gang kommen kann
[*] Experiment 2. Wie im ersten Experiment, werde Maschinen und Werkzeuge zerstört, sowie unser subjektives Wissen einschlieslich unserer subjektiven Kenntnis der Maschinen und Werkzeuge und ihres gebrauchs. Diesmal werden alle Bibliotheken und sonstigen Wissensreservoirs ebenfalls zerstört.
Obwohl ein sehr kontruiertes Gedankenexperiment ist klar, das unsere Zivilisation tausende Jahre bräuchte sich zu erholen.
Die gewöhnliche Erkenntnistheorie beschäftigt sich mit dem Denken, oder der subjektiven Erkenntnis, im Sinne von ""Ich erkenne" oder "Ich denke, es ist so...". Erkenntnistheorie sowiem sie sich primär mit solchen Welt 2 Zuständen beschäftigt, in meiner Sprache Bewusstseinsakten, verstrickt sich in ein für die Menschheitserkenntnis irrelevantes Gewirr.
Wissenschaftliche Erkenntnis und Erkenntnis in dem Sinne, das wir vom Wissen der Menschheit reden, ist gar nicht diese subjektive Form der Erkenntnis, sondern die objektivierte Erkenntnis in Form von formulierten Theorien und Geschichten.
Alle Erkenntnsitheorie die sich mit ersterem dem subjektiven Erkenentnisstand beschäftigt hat, ist in diesem Sinne defizitär.
Sie ist durchdrungen von Psychologie und führt oft zu Irrationalen Ansichten über Menschlcihe erkenntnis im zweiten Sinne.
Poppers Kritik betrifft namhafte Philosophen und Erkenntnistheorien bis ins 21 Jahrhundert.
Erkenntnis im objektiven Sinne, ist Erkenntnis ohne Erkennenden. Erkenntnis ohne erkennendes Subjekt.
Popper brachte nie ein derartiges Beispiel, aber heute würden wohl viele eingestehen, das Computer Erkenntnisse gewinnen, die uns Menschen gar nicht möglich wären und tragen zu unserem Wissen der Menschheit, also der objektiven Erkenntnis bei.
Popper erläutert die Unterscheidung mit diesem Beispiel: "Die zwei Bedeutungen des Denkens (im subjektiven und im objektiven Sinne) und ihre interessanten Beziehungen zueinander lassen sich an dem folgenden höchst eindrucksvollen Zitat von Heyting illustrieren; er sagt über Brouwer Akt der Erfindung seiner theorie des Kontinuums: "Wären die rekursiven Funktionen vorher erfunden worden, so hätte Brouwer vielleicht nicht den begriff der Wahlfolge gebildet, was nach meiner Ansicht ein Unglück gewesen wäre " Dieses Zitat spricht einerseits von Brouwers subjetiven Denkvorgängen und sagt, sie hätten vielleicht nicht stattgefunden (was ein Unglück gewesen wäre), wenn die objektive Problemsituation anders gewesen wäre."
Wichtig ist an diesem Punkt, das eine objektive Problemstellung der Mathematk zu Brouwers biochemischer Gehirnoperation geführt hat.
Die Umgangssprache hat leider keine Unterscheidung zwischen Denken oder Wissen im subjektiven Sinne und im objektiven Sinne. Deshalb fällt es so schwer diesen Punkt deutlich zu verstehen. Ich hoffe natürlich meine Erläuterungen tragen dazu bei.
Jeder kennt natürlich den Unterschied zwischen "Ich weiss es, ich habe es gesehen" und "Ich weiss es, du kannt es gern in der Wikipedia nachlesen". Mein Problem in vielen Diskussionen ist, das ich an erster Art Wissen oft weniger interessiert bin als an zweiter. Ich denke das ist es was mich in die Philosophie getrieben hat. Subjektive Erkenntnis machen zu wollen, würde mich in die Welt hinaus treiben. Mein hang zu objektivem Wissen treibt mich daheim zun bleiben und Bücher zu lesen, oder eben hier ein Forum zu betreiben, in dem Menschen ihre Gedanken "ablegen" können.
Das Menschheitswissen ist unabhängig und relativ unbeeinflusst von einzelnen individuellen Erkenntnisständen.
Popper stellt nun drei Thesen auf.
1. Die Erkenntnistheorie welche sich nahezu ausschliesslich mit der Welt 2, der subjektiven Erkenntnis von Menschen beschäftigt hat ist defizitär, was ihren Nutzen für die Wissenschaft oder das objektive Vermutungswissen der Mnschheit angeht. Sie bleibt in der Psychologie im positiven Sinne dieses Fachs stecken.
2. Relevant für eine erkenntnistheorie ist die Untersuchung der Welt 3, der welt der Theorien, der Hypothesen, der rationalen Diskussion, der Menscheitserkenntnis im objektiven Sinne. Popper betont erneut den teilweise autonomen Status dieser dritten Welt.
3.Eine Untersuchung der Welt 3 wirft ein Licht auf Welt 2. Umgekehrt ist das weit weniger der Fall. Daraus was die Menschheit denkt, kann man auf das denken von Individuen schliessen, umgekehrt scheitert dies fast immer.
Hinzu fügt Popper noch drei weitere unterstützende Thesen.
1. Welt 3 ist ein von Menschen erzeugtes Konstrukt, ähnlich einer Spinnenwebe in der Natur.
2. Sie ist autonom, obwohl sie unser Erzeugnis ist, weil sie auf uns rückwirkt, und wir auf sie.
3. Das Wachsen der Welt drei ist analog zum Wachstum in der Natur.
Wir erkennen hier den deutlichen Unterschied zu Platons Ideenwelt, welche weder Menschengemacht war, noch teilweise autonom sondern absolut.
Die biologische Grundlage von Welt 3 wird von Popper nun hervorgehoben. Wenn wir natürliche von der Natur gemachte Strukturen betrachten wie Spinnenweben, Ameisenbaue und ähnliches, können wir einerseits die Erezuger untersuchen, die Art und Weise wie sie solhce Strukturen in die Welt bringen, oder aber die strukturen selbst. Bei der Untersuchung der Strukturen selbst können wir auch die wechselwirkung betrachten zwischen Erezeuger und Konstrukt.
Welt 3 ist für Popper ein solches Wechselwirkendes Konstrukt.
Man Kann also Poppers erste These auch so formulieren. Wichtig ist die Unterscheidnung zwischen Herstellungsproblemen, und Problemen, welche sich aus den hergestellten Produkten ergeben. These zwei kann man so deuten, das die Erzeugnisse zu untersuchen wichtiger ist als diie Erzeuger zu untersuchen. Die dritte These lässt sich als eine Anti-Behaviouristische und Anti-Psychologistische bezeichnen. Das heisst es ist für unsere Frage nicht rlevant, wie sich die Erzeuger verhalten noch was sie fühlen, empfinden etc.
Auf Erkenntnis nun angewandt zeigen die Thesen. Der Unterschied zwischen subjektiven Erkennenden und objektiv Erkanntem. Das die Untersuchung und Kritik von Erkanntem wichtiger ist als die Untersuchung und Kritik des Erkennenden. Und das das Verhalten und die subjektiven Erfahrungen von Erkennenden zwar untersucht werden kann auf behaviouristische oder psychologische Weise, die aber für unsere hier hervorgehobene Erkenntnis nicht viel beiträgt.
Untersuchen wir ein mathemtisches Problem, so nützt es wenig anzuführen, das es einem nicht so gut gehe, das man grade nicht klar denken könne etc. Es trägt zur eigentlichen Frage nichts bei.
Poppers Erkenntnistheorie hat also einen klaren Welt 3 Ansatz, während andere oft einen Welt 2 Ansatz haben.