Jörn
Das ist nett, danke - vielleicht hilft ja schon diese Textstelle ... schaun wer mal :-)
Marumi
Ich frage mich immer noch, ob Luhmann nicht Begrifflichkeiten umstrukturiert...
Ich meine es ist im ersten Abschnitt..aber er meint auf jeden Fall: Systeme sind real, Operationen sind real und die Welt gibt es auch, man kann diese nur nicht erkennen. Wo steckt da der Sinn? Wie kann er beurteilen was real ist, wenn er behauptet Realität könne nicht erkannt werden bzw. eigentlich, dass diese uns nicht kognitiv zugänglich ist?
Muss ich das einfach so hinnehmen, weil es die konstruktivistische Sicht ist und er sich hier auf biologische Grundlagen des Nervensystems stützt? Oder hab ich da was übersehen?
In einem weiteren Abschnitt wird er auch noch auf Begriffe wie Realität, Welt und Sinn eingehen, aber auch da finde ich die Erklärung nicht zufiredenstellend.
Hat Luhmann diese Begrifflichkeiten einfach in sein theoretisches Konstrukt eingebaut und versucht sie damit zu erklären? Ich habe irgendwie das Gefühl, dass er einige Begriffe, welche einfach zu sein scheinen, uneigentlich verwendet.
Nik
| Zitat: |
| Marumi: Systeme sind real, Operationen sind real und die Welt gibt es auch, man kann diese nur nicht erkennen. Wo steckt da der Sinn? Wie kann er beurteilen was real ist, wenn er behauptet Realität könne nicht erkannt werden bzw. eigentlich, dass diese uns nicht kognitiv zugänglich ist? |
Luhmann sagt nicht "Realität kann nicht erkannt werden", sondern "zur
Realität an sich haben wir keinen Zugang."
Bewusstseins ist zwangsweise gerichtet und selektiv. Die beobachtbare Komplexität ist bereits Resultat einer Assymetrisierung von System und Umwelt, also einer Reduktion von Komplexität (Komplexitätsgefälle).
Luhmann fasst daher Realität an sich als einen Horizont auf: Den haben wir auch vor Augen, ohne ihn je erreichen zu können.
Marumi
| Zitat: |
Luhmann sagt nicht "Realität kann nicht erkannt werden", sondern "zur Realität an sich haben wir keinen Zugang."
Bewusstseins ist zwangsweise gerichtet und selektiv. Die beobachtbare Komplexität ist bereits Resultat einer Assymetrisierung von System und Umwelt, also einer Reduktion von Komplexität (Komplexitätsgefälle).
Luhmann fasst daher Realität an sich als einen Horizont auf: Den haben wir auch vor Augen, ohne ihn je erreichen zu können. |
Stimmt, im Nachhinein geb ich dir Recht. Auch die Begriffe Welt, Sinn und Realität kann ich mir nun einigermaßen erklären. Das Problem sehe ich jetzt aber in der Verwendung des Begriffs "Erkenntnis". Vielleicht fehlt mir in dieser Hinsicht eine ausreichende philosophische Grundlage, aber eigentlich verwendet Luhmann diesen Begriff ja für Unterscheiden und Bezeichnen. Ist das also wieder nur die Bezeichnung für eben diesen Vorgang und letztendlich der Begriff, der die Einheit der Differenz der beiden (unterschiedenen) Seiten bezeichnet? Wobei diese beiden Seiten zusammen ja widerum Form genannt werden, oder Code...oder?
Nik
Hallo Marumi,
bislang gut gefahren bin ich zur Erhellung Luhmannscher Begriffe mit
Luhmann-Lexikon, Eine Einfürung in das Gesamtwerk, von Detlef Krause, Verlag Enke
Gruß, Nik
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