Willi
Oh ja wirklich? Hast du eventuell Autoren oder Literatur Empfehlungen?
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| Original von Pippen Nun wissen wir ja eigentlich seit Kant, dass Raum & Zeit apriorische Kategorien sind, d.h. wir haben und brauchen diese Kategorien ohnehin und es ist offen, ob diese "an sich" existieren. Wir mögen unsere Welt als dreidimensionale Welt sehen, aber diese 3D-Welt (oder die vierdimensionale Raumzeit) kann auch nur in unserem Kopf existieren. Nach ockhams razor müßte die Physik doch genau das annehmen; tut sie aber nicht; sie erhebt das Raumkontinuum zur physik. Realität. Versteht ihr das, warum sie das tut? DAs ist doch eigentlich unwissenschaftliche Spekulation.... |
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| Original von Nylen Was ich dir empfehlen kann sind aber drei Antike Autoren. Heraklit - Leider kaum was überliefert. Aber suche einfach mal nach seinem Denken im Internet. Parmenides - Genausowenig überliefert, aber ebenfalls im Internet zu finden. Lao-tse - Tao-te-King http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=15...itel=1#gb_found http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=31...itel=1#gb_found |
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| Original von Schneemann Nein, es ist ein Irrtum zu meinen die Physik mache Aussagen über den ontologischen Status der Realität. Sie beschränkt sich vielmehr auf die Beschreibung dessen was vorgefunden wird. It is wrong to think that the task of physics is to find out how nature IS. Physics concerns what we can say about nature. (Bohr) |
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Wenn du nur schon diese Fragen beantworten willst, ist es viel einfacher, eine real existierende Aussenwelt anzunehmen. |
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| Original von Willi Zitat Wie kann dies alles in mir drin passieren, wenn doch alle anderen Menschen genau das gleiche sehen? Quantenmechanisch gibt es keine Gleichzeitigkeit. Der Beobachter kann nur den Ort definieren oder die Zeit. |
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Original von Pippen
Das tue ich, die Frage ist nur, ob man Raum und Zeit auch als Teil der real existierenden Aussenwelt annehmen muss. Das halte ich für sehr problematisch. |
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| Original von Philipp Wehrli Die Frage ist, wie man Realität definiert. Realitätskriterium Wenn wir ein mathematisches Element zur Berechnung eines Experimentes zwingend brauchen, so existiert in der Natur ein Äquivalent zu diesem Element. Ein solches Element nenne ich real. Wenn man Realität anders definiert, kommt man zu seltsamen Schlussfolgerungen, wie das Einstein-Podolsky-Rosen Paradoxon zeigt. |
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Original von Pippen
Deine Definition halte ich eben für nicht gut. Wir brauchen zB die Kategorien des Raumes und der Zeit, um physikalische Aussagen sinnvoll treffen zu können. Es ist aber völlig offen (und wohl weder beweisbar noch widerlegbar), ob diese Kategorien objektiv wirken oder nur in unseren Körpfen. Deine Definition setzt ohne Grund etwas zusätzlich voraus, und verstößt daher gg. die Idee von ockhams razor. Es macht aber einen Riesenunterschied, ob es Räume (mit verschiedener Struktur) in der Realität gibt oder nicht. Wenn das der Fall ist, dann kann es sein, dass wir zB keinen Zugang in bestimmte Räume haben. Wenn das nicht der Fall ist, dann gilt das nicht. Wenn Physik da nicht ordentlich differenziert und ihre Grundlagen klar macht, verfehlt sie ihren Zweck und wird zu einer Art Geisteswissenschaft. |
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| Original von Philipp Wehrli Ok, nehmen wir doch einmal an, Raum und Zeit existieren nur in meiner Wahrnehmung. Wie erklärst du dir, dass 22 Fussballspieler in einem Spiel sich alle einig sind, wo der Ball gerade ist? |
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Original von Pippen
Der Ball (B) ist reale Materie, der Rest, zB Gras, Spielfeld usw., ist ebenfalls, aber andere, Materie (M). Das wären die eigentlichen angenommenen Realitäten. Unser Gehirn errechnet nun, wo sich B befindet, in dem es B und M in Relation setzt. |
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| Original von Pippen Physik versucht daher sehr wohl Aussagen über die Realität zu machen. Wenn behauptet wird, c sei immer ca. 300.000 km/s, dann meint die Physik ja wohl: das wäre auch so, wenn es uns nicht gäbe. Sie ist eben keine Mathematik, die keinerlei Entsprechung in der "Außenwelt" haben muss. |
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| Original von Schneemann Die Physik macht Aussagen die sich nach bestimmten Methoden prüfen lassen und die im besten Falle zutreffende Vorhersagen von künftigen Ereignissen darstellen. |
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| Original von Pippen Durch die Naturwissenschaften wollen wir nicht irgendwelche sterilen Aussagen gewinnen, sondern erkennen, was die Welt wirklich ist - so gut es eben geht. |
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Die hinter deiner Aussage steckende Wissenschaftstheorie zieht mE den falschen Schluß aus der immerwährenden Möglichkeit von Irrtümern. |
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Wenn ich als Physiker axiomiere, dass jeder wahrnehmbare physikalische Effekt eine reale (d.h. von uns unabhängige) Entsprechung hat, dann kann ich damit sehr gut arbeiten. |
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| Pippen: Durch die Naturwissenschaften wollen wir nicht irgendwelche sterilen Aussagen gewinnen |
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| Original von Kai Du schließt immer zu schnell von dir auf alle, von "ich" zu "wir". |
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Viele wollen was ganz anderes, als du willst. |
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Viele wollen nicht die Wahrheit finden, sondern Hypothesen entwickeln, auf deren Grundlage praktisches Handeln erfolgreich möglich ist. |
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| Original von Pippen Nun wissen wir ja eigentlich seit Kant, dass Raum & Zeit apriorische Kategorien sind, d.h. wir haben und brauchen diese Kategorien ohnehin und es ist offen, ob diese "an sich" existieren. Wir mögen unsere Welt als dreidimensionale Welt sehen, aber diese 3D-Welt (oder die vierdimensionale Raumzeit) kann auch nur in unserem Kopf existieren. |