Der Weg des Kriegers

schlinge
Zitat:
manche glauben sie müssten den Botschaften die das Selbst empfängt mehr trauen als was ihr Ich sonst denkt oder sich sprachlich uns vermittelt.


Der Meinung bin ich auch. Das sprachliche ist zu relativ für mich um ernst zu nehmen. Für dich kann es anders sein.
Es gab ein Thread vom Quirm "6%". Da ging es um die 6%, die anderes tun als die andere 94%. Ich glaube es lag an Folgetrieb, der bei 6% völlig fehlt. Die folgen niemandem und nichts, fangen viel an und führen nichts zu Ende.
Wenn dein (zum Beispiel) Folgetrieb existent ist, folgst du den gesellschaftlichen Regeln und Sprachliche ist für dich vom Wert. Dann kann dein Modus im Sprache liegen mit allen Feinheiten und sensibelsten Fasseten.
Nun aber ich bleibe der Meinung, dass das ICH dabei umgangen wird.

Ich gehöre eindeutig zu 6%, nicht bindungsfähig , habe so gut wie keine Vorbilder, lehne auch mein ICH ab.

Der Thread ist verschwunden.
Nylen
Zitat:
Ich gehöre eindeutig zu 6%, nicht bindungsfähig , habe so gut wie keine Vorbilder, lehne auch mein ICH ab.


Das klingt sehr negativ unglücklich Keine Vorbilder zu haben kann aber wichtig sein. Sich selbst als Person abzulehnen ist dagegen für mich einfach schwer verständlich. Ich habe einst unter enormen Ich-Verlust gelitten und bin heute froh ein strahlendes sich recht zufrieden und frei fühlendes Ich zu haben.
Das Universum ist ein Wunder. Jeder einzelne von uns ist ein Wunder.
schlinge
Das sehe ich gar nicht negativ, immer auf neu überrascht, dass die andere es negativ sehen. Das einzig negative für mich ist, dass es die anderen negativ sehen. Aber da die Meinungen von ICH's kommen wird es erklärbar.
Eine Frage: Warum werden ICH für die Nacht(gewöhnlich) eingeschläfert? Und wer veranlasst das?
Ich vertraue mehr dem, der das tut. smile
Loa
Zitat:
Original von schlinge
Ich gehöre eindeutig zu 6%, nicht bindungsfähig , habe so gut wie keine Vorbilder, lehne auch mein ICH ab.


Das Ich abzulehnen ist eine Regung des Ich. großes Grinsen
makyo
Zitat:
Original von Loa
Zitat:
Original von schlinge
Ich gehöre eindeutig zu 6%, nicht bindungsfähig , habe so gut wie keine Vorbilder, lehne auch mein ICH ab.


Das Ich abzulehnen ist eine Regung des Ich. großes Grinsen


Nur mit harmloseren Folgen, im Vergleich mit einer Überbewertungs des Ich. Zwinker
Tarvoc
Zitat:
Original von makyo
Nur mit harmloseren Folgen

Da würde ich nicht drauf wetten. Kommt drauf an, wo sonst die symbolischen Step Points liegen.
Es gibt zum Beispiel auch eine Ego-Negierung im Kontext des Totalitarismus.
makyo
Zitat:
Original von Tarvoc
Zitat:
Original von makyo
Nur mit harmloseren Folgen

Da würde ich nicht drauf wetten. Kommt drauf an, wo sonst die symbolischen Step Points liegen.
Es gibt zum Beispiel auch eine Ego-Negierung im Kontext des Totalitarismus.


In diesem Punkt stimme ich Dir natürlich uneingeschränkt zu, nur sehe ich den Kontext des Totalitarismus eher als eine Ausnahme an, nicht als die Regel.
Tarvoc
Zitat:
Original von makyo
In diesem Punkt stimme ich Dir natürlich uneingeschränkt zu, nur sehe ich den Kontext des Totalitarismus eher als eine Ausnahme an, nicht als die Regel.

Der Totalitarismus ist nur eine Art von Beispielen; es gibt andere. Wie gesagt: Es kommt darauf an, wie der Rest der symbolischen Step Points gesetzt ist.
schlinge
"ICH" ist kurzfristig, auf die Dauer eines Lebens und lokal(auf unmittelbare Umgebung angepasst). Unbewusst ist Millionen Jahre alt .
"ICH" wird erlernt und stirbt, Unbewusst wird vererbt und so lebt ewig.
Auf Zusammenspiel kommt es an. Aber das "ICH" überbewerten wäre ein Fehler.
Tarvoc
Zitat:
Original von schlinge
Unbewusst ist Millionen Jahre alt.

Das Unbewusste kennt keine Zeit.
schlinge
Meinte ich auch.
Loa
@Tarvoc

Was sind "symbolische Step Points"?
Tarvoc
Zitat:
Original von Loa
Was sind "symbolische Step Points"?

Der Begriff stammt aus Jacques Lacans Psychoanalyse. Vereinfacht ausgedrückt sind Step Points Ausdrücke, die im Sprechverhalten eines Sprechers zu einem bestimmten Zeitpunkt ihre Bedeutung nicht dadurch erlangen, dass sie durch andere Ausdrücke weiter erklärt werden, sondern dadurch, dass der Sprecher den Fluss der Signifikanten bei ihnen abbricht und sie einfach direkt mit dem eigenen (sprachlichen) Handeln und Begehren identifiziert. Step Points sind sozusagen Scharniere, die an einem bestimmten Punkt des eigenen Sprechens nicht weiter begründet, sondern einfach festgestellt werden, sodass das restliche sprachliche Handeln um sie herum angeordnet werden kann. Auf diese Weise wird die Konsistenz des sprechenden Subjekts sichergestellt.
Sophie
Zitat:
Original von Tarvoc

Der Begriff stammt aus Jacques Lacans Psychoanalyse. Vereinfacht ausgedrückt sind Step Points Ausdrücke, die im Sprechverhalten eines Sprechers zu einem bestimmten Zeitpunkt ihre Bedeutung nicht dadurch erlangen, dass sie durch andere Ausdrücke weiter erklärt werden, sondern dadurch, dass der Sprecher den Fluss der Signifikanten bei ihnen abbricht und sie einfach direkt mit dem eigenen (sprachlichen) Handeln und Begehren identifiziert. Step Points sind sozusagen Scharniere, die an einem bestimmten Punkt des eigenen Sprechens nicht weiter begründet, sondern einfach festgestellt werden, sodass das restliche sprachliche Handeln um sie herum angeordnet werden kann. Auf diese Weise wird die Konsistenz des sprechenden Subjekts sichergestellt.


Ah !
Tarvoc
Hm?
Brabra
Tja, man soll bedenken, dass diese Thesen vom Weg des Kriegers an eine bestimmte Denkweise des "Zen" gebunden sind. Was sich v. a. auf das Bogenschiessen und Schwertfechten bezieht, jedoch auch den Krieger des feudalen Japans repräsentiert. Die Basis der Zen Schule ist sehr komplex, aus diesem Grunde möchte ich daraufhinweisen, dass es unmöglich ist, diese von Dir aufgezählten Sätze des Kriegers zu verstehen. Da bedarf es eines intensiven Studiums der Zen Künste generell. Sie unterliegen einem Konzept, das die Logik unseres westlichen Geistes überschreitet. dazu bietet sich jedoch Literatur an, z.B. " Die Kultur des Zen"(die Anfänge liegen wohlgemerkt in der Mitte des 12 Jahrhunderts), von Thomas Hoover, für Diejenigen, die das Thema interessiert in der Tiefe der Aussagen, alles andere ist, meiner Meinung nach unseriös.....
Übrigens, so fremd sich Meditation und die Zen Kriegskünste zu sein scheinen, gleichen sie sich doch darin, dass sie äussere Selbstdisziplin und die Überwindung des bloss diskursiven Bewusstseins verlangen.
Eins noch : Zum drüber-nicht-nachdenken, sondern wirken lassen, das Koan ist ein ganz wichtiges Instrument um Zen in seiner Dimension zu erfahren: "Kein Verlass auf Worte und Buchstaben.
Unmittelbar auf den Herz-Geist weisend. Das Selbst-Wesen schauend Buddha werden".
(748-834,von Zen-Meister P`u-yüan aus der T`ang-Zeit geschrieben.
Also was wollen uns diese "Krieger-Sätze" sagen?