Exebeche
Viele magische und esoterische Lehren können als intuitiver Versuch gewertet werden epiphänomenale Zusammenhänge zu erkennen.
Meine Mutter hat im Herbst bereits gewussts, dass uns ein harter Winter bevorsteht.
Woher sie das wissen konnte?
Nun, wenn die Zwiebeln besonders dicke Häute haben, dann ist das ein klarer Hinweis darauf.
Eine typische Bauernweisheit für den einen.
Ein typischer Aberglaube für den anderen.
Wie kann denn die Zwiebel etwas leisten, was nicht einmal sämtliche Supercomputer der Welt zusammengenommen leisten können, nämlich das Wetter der nächsten Monate vorhersagen?
Die Wissenschaft tut sich mit solchen Zusammenhängen schwer.
Vielleicht macht sie es sich auch gerne leicht - wo kein kausaler Zusammenhang nachgewiesen werden kann, da ist der Beweis bereits erbracht, dass es sich um Aberglaube handelt.
Dabei gibt es eine lange Tradition derzufolge ein kausaler Zusammenhang die Form "Wenn A dann B" haben muss.
Tatsächlich ist unsere Welt viel zu komplex als dass man sie vollständig mit dieser Formel beschreiben könnte.
Soll das jetzt heißen, dass meine Mutter mit ihrer Zwiebel-Mehtode den Winter vorhersagen kann?
Ehrlich gesagt, ich glaube es nicht.
Aber es geht mir hier um etwas anderes.
Es gibt epiphänomenale Zusammenhänge, die unerkannt bleiben und den Anschein eines kausalen Zusammenhnangs erzeugen.
Beispiel:
Eine Zeit lang war es einmal in Mode gekommen (ich glaube Anfang 1900) zu Molkekuren in's Gebirge zu fahren.
Der Molke wurde neuerdings eine exorbitant gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben.
Während die Einheimischen in den Bergen sich amüsierten, dass die reichen Städter eine Menge Geld für das ausgaben, was normalerweise direkt in den Rinnstein geleitet wurde, gesundeten die Städter tatsächlich auf ihren Kuren.
Natürlich lag das daran, dass sie im Gebirge Entspannung, Bewegung und frische Luft bekamen, aber wen störte das schon.
Diesen Zusammenhang aufzudecken fällt natürlich leicht.
Ich denke aber, dass die Welt voll von Zusammenhängen ist, die nicht kausaler sondern epiphänomenaler Art sind.
Denken wir zum Beispiel an den alten Aberglauben, dass eine Frau an Bord eines Schiffes Unglück bringt.
Natürlich ist das in der heutigen Zeit blanker Unsinn, aber denken wir an die Zeit, als Schiffe als Transportmittel oder Kriegsschiffe nur männliche Besatzungen hatten.
Wer einmal Gelegenheit hatte zu beobachten, wie ein von Männern besetztes Büro zu einem von Affen besetzten Büro wird, wenn für ein paar Wochen eine Praktikantin einzieht, dem wird schnell klar, wo der Hase im Pfeffer liegt.
Wenn man nun an ungebildete Matrosen denkt, die ohnehin nicht selten Desperados waren, die sich von irgendeinem Ort absetzen wollten, kann man sich vorstellen was für ein Gebuhle da nach ein paar Tagen und Wochen ohne Triebabfuhr aufkam. Und unter buhlenden Männchen ist Streit ein fester Bestandteil des Balzrituals. Klar, dass es da unvermeidliche Eskalationen gab.
Daher liegt es auf der Hand einfache Regeln abzuleiten und zu sagen: Eine Frau an Bord eines Schiffes bringt Unglück.
Oder: Schweine sind unreine Tiere.
Oder: Abgeschnittene Haare und Fingernägel muss man vergraben, weil sonst Maden und Fliegen daraus werden.
Und dergleichen mehr.
Aus diesem Grund steckt in mancher alten Bauernregel ein Funke Wahrheit.
Möglicherweise gibt es auch Indizien für einen sehr kalten bevorstehenden Winter, die wir lediglich nicht kennen, eine Zwiebel aber schon.
Da der Mensch immer die einfachste Kausalkette herzustellen versucht, also "Wenn A Dann B", kommt es immer wieder zur Identifikation vermeintlicher Kausalitäten.
So wäre erklärbar, dass viele dieser esoterischen oder magischen Regeln, denen man im Lauf der menschlichen Geschichte begegnet zum Teil sehr hohe Erfolgsquoten haben, und dann wieder völlig versagen.
Die Fähigkeit zum Erkennen epiphänomenaler Zusammenhänge könnte im Lauf der Geschichte ein wichtiger Faktor für das Überleben von Menschen gewesen sein.
Dabei entzieht sich das Epiphänomen dem analytischen Geist, wenn er nicht die Möglichkeit hat großangelegte empirische Studien durchzuführen.
Aus diesem Grund kommt der Intuition eine entscheidende Rolle zu.
Das Denken, das nicht analytisch, also "in Teile zerlegend" vorgeht, sondern im Gegenteil Dinge in Verbindung bringt, und somit Zusammenhänge zwischen äußerlich getrennten Belangen herstellt, entdeckt solche Zusammenhänge.
Wenn dies ein evolutionärer Vorteil war, würde das sogar die Neigung des Menschen erklären solche Zusammenhänge in allen Dingen zu suchen und zu finden.
Meine Mutter hat im Herbst bereits gewussts, dass uns ein harter Winter bevorsteht.
Woher sie das wissen konnte?
Nun, wenn die Zwiebeln besonders dicke Häute haben, dann ist das ein klarer Hinweis darauf.
Eine typische Bauernweisheit für den einen.
Ein typischer Aberglaube für den anderen.
Wie kann denn die Zwiebel etwas leisten, was nicht einmal sämtliche Supercomputer der Welt zusammengenommen leisten können, nämlich das Wetter der nächsten Monate vorhersagen?
Die Wissenschaft tut sich mit solchen Zusammenhängen schwer.
Vielleicht macht sie es sich auch gerne leicht - wo kein kausaler Zusammenhang nachgewiesen werden kann, da ist der Beweis bereits erbracht, dass es sich um Aberglaube handelt.
Dabei gibt es eine lange Tradition derzufolge ein kausaler Zusammenhang die Form "Wenn A dann B" haben muss.
Tatsächlich ist unsere Welt viel zu komplex als dass man sie vollständig mit dieser Formel beschreiben könnte.
Soll das jetzt heißen, dass meine Mutter mit ihrer Zwiebel-Mehtode den Winter vorhersagen kann?
Ehrlich gesagt, ich glaube es nicht.
Aber es geht mir hier um etwas anderes.
Es gibt epiphänomenale Zusammenhänge, die unerkannt bleiben und den Anschein eines kausalen Zusammenhnangs erzeugen.
Beispiel:
Eine Zeit lang war es einmal in Mode gekommen (ich glaube Anfang 1900) zu Molkekuren in's Gebirge zu fahren.
Der Molke wurde neuerdings eine exorbitant gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben.
Während die Einheimischen in den Bergen sich amüsierten, dass die reichen Städter eine Menge Geld für das ausgaben, was normalerweise direkt in den Rinnstein geleitet wurde, gesundeten die Städter tatsächlich auf ihren Kuren.
Natürlich lag das daran, dass sie im Gebirge Entspannung, Bewegung und frische Luft bekamen, aber wen störte das schon.
Diesen Zusammenhang aufzudecken fällt natürlich leicht.
Ich denke aber, dass die Welt voll von Zusammenhängen ist, die nicht kausaler sondern epiphänomenaler Art sind.
Denken wir zum Beispiel an den alten Aberglauben, dass eine Frau an Bord eines Schiffes Unglück bringt.
Natürlich ist das in der heutigen Zeit blanker Unsinn, aber denken wir an die Zeit, als Schiffe als Transportmittel oder Kriegsschiffe nur männliche Besatzungen hatten.
Wer einmal Gelegenheit hatte zu beobachten, wie ein von Männern besetztes Büro zu einem von Affen besetzten Büro wird, wenn für ein paar Wochen eine Praktikantin einzieht, dem wird schnell klar, wo der Hase im Pfeffer liegt.
Wenn man nun an ungebildete Matrosen denkt, die ohnehin nicht selten Desperados waren, die sich von irgendeinem Ort absetzen wollten, kann man sich vorstellen was für ein Gebuhle da nach ein paar Tagen und Wochen ohne Triebabfuhr aufkam. Und unter buhlenden Männchen ist Streit ein fester Bestandteil des Balzrituals. Klar, dass es da unvermeidliche Eskalationen gab.
Daher liegt es auf der Hand einfache Regeln abzuleiten und zu sagen: Eine Frau an Bord eines Schiffes bringt Unglück.
Oder: Schweine sind unreine Tiere.
Oder: Abgeschnittene Haare und Fingernägel muss man vergraben, weil sonst Maden und Fliegen daraus werden.
Und dergleichen mehr.
Aus diesem Grund steckt in mancher alten Bauernregel ein Funke Wahrheit.
Möglicherweise gibt es auch Indizien für einen sehr kalten bevorstehenden Winter, die wir lediglich nicht kennen, eine Zwiebel aber schon.
Da der Mensch immer die einfachste Kausalkette herzustellen versucht, also "Wenn A Dann B", kommt es immer wieder zur Identifikation vermeintlicher Kausalitäten.
So wäre erklärbar, dass viele dieser esoterischen oder magischen Regeln, denen man im Lauf der menschlichen Geschichte begegnet zum Teil sehr hohe Erfolgsquoten haben, und dann wieder völlig versagen.
Die Fähigkeit zum Erkennen epiphänomenaler Zusammenhänge könnte im Lauf der Geschichte ein wichtiger Faktor für das Überleben von Menschen gewesen sein.
Dabei entzieht sich das Epiphänomen dem analytischen Geist, wenn er nicht die Möglichkeit hat großangelegte empirische Studien durchzuführen.
Aus diesem Grund kommt der Intuition eine entscheidende Rolle zu.
Das Denken, das nicht analytisch, also "in Teile zerlegend" vorgeht, sondern im Gegenteil Dinge in Verbindung bringt, und somit Zusammenhänge zwischen äußerlich getrennten Belangen herstellt, entdeckt solche Zusammenhänge.
Wenn dies ein evolutionärer Vorteil war, würde das sogar die Neigung des Menschen erklären solche Zusammenhänge in allen Dingen zu suchen und zu finden.