Versuch der Entwicklung einer philosophischen Fachsprache

Schneemann
Zitat:
Original von Amateur
Mir geht es um eine möglichst vokabelarme "Grundsprache".

Sowas ist grundsätzlich keine gute Idee. Ich verweise da gerne auf die Informatik, da man dort tatsächlich neben vielen komplexen Sprachen auch extrem primitive Sprachen hat. Und dort sieht man auch wieso die primitiven Grundsprachen für fast alle Belange der Praxis nahezu untauglich sind. Denn sie sind einerseits
- extrem lang (ein einfacher Programmierbefehl in einer Hochsprache entspricht vielen, vielen Seiten primitivem Binärcode)
- und schwer verständlich und kaum zu vermitteln (Sprachen mit wenig Vokabular und sehr länglichen Texten sind nur sehr schwer eingängig und extrem mühsam zu entziffern).
So eine Minimal-Sprache wäre also kein Traum, sondern viel eher ein Alptraum, sie würde die Diskussion komplett ausbremsen.
Amateur
Hallo Schneemann !

Deswegen sprach ich von Grund- und Fachsprache. Was aber bei "glorin" dennoch nicht gut ankam:

Grundsprache = Sammlung aller Grundbegriffe
Fachsprache = Sammlung aller Grundbegriffe und der aus diesen abgeleiteten Fach-Begriffen


Man unterhält sich - um Dein Beispiel aufzugreifen - in "Basic", führt diese Begriffe aber auf Grundlage der "Maschinen-Sprache" ein.
Also:
Grundsprache = "Axiomatischer" Startpunkt (möglichst übersichtlich klein)
Fachsprache = praktikable, abgeleitete "höhere Sprache"

Gruß Andreas
Rickson
Endlich einmal ein vernünftiger Vorschlag, den 'Amateur' da
gemacht hat: Eine gemeinsame Sprache für Philosophen.

Diese verstehen es nämlich, wie kaum eine andere Spezies
-- absichtlich ? -- aneinander vorbeizureden und so von
vornherein sicherzustellen, dass keine allgemeingültige
Antwort auf eine gestellte Frage der die Lösung
eines zu diskutierenden Problems zustande kommt --> auf
dass man ewig weiterdiskutieren kann...

Durch eine gemeinsame Sprache für alle, mit entsprechenden
Definitionen der Begriffe -- wie es in anderen Sparten der
Wissenschaft durchaus üblich ist -- kame man rasch zu ent-
sprechenden Antworten auf die jeweiligen Fragen - was
jedem Philosophen in Angst u. Schrecken zu versetzen scheint?!?
glorin
@Amateur:
Zitat:
Natürlich Beides: - Grundsprache = Sammlung aller Grundbegriffe(Logik=Grammatik) - Fachsprache = Sammlung aller Grundbegriffe und der aus ihnen abgeleiteten Fach-Begriffe.


Also willst du gleich 2Sprachen entwickeln?!

Zitat:
Für mich keine philosophische Aussage, sondern nur "Erlebnisbericht". Ich würde aber folgende philosophische Aussage "heraushören": Ich kann nichts wissen. Nur glauben, dass meine Annahmen "wahr" sind.


Nein. Mein Wissen ist falsch. Somit zweifel ich allgemein das Wissen an, nicht nur das mich belangt. Da ich mein indviduelles Wissen aber auch der richtigkeit bezichtige, zweifel ich nicht an dem einzelnden Wissen. Somit könnte man dieses Wissen ersetzen. Dies ergibt in einem einfacheren Satz: "Die Annahme eines allgemeinen Wissens ist falsch, die des individuellen Wissens kann richtig sein." (Diese Aussage besagt nun aber nichts über den Aussagewert, also ob etwas stimmt, oder nicht stimmt aus.)

Zitat:
WAS wäre keine Fachsprache? Und wieso "WEIL" ?


Eine Vokabelarmesprache ist keine Fachsprach. Du bezeichnest diese als Grundsprache, andere als Klassische Rhetorik, wieder andere als eine Art Umgangssprache... Aber niemand ausser dir nennt dies zugleich Fachsprache.

Zitat:
Rhetorik lenkt also nur ab.


Nein, mit der Rhetorik kann man besser beschreiben. Hätte ich nur die Prämise als Gedanken gestellt: "Es gibt kein allgemeines Wissen, sondern nur individuelles, das wahrscheinlich auch nicht richtig, ausser für den betrachter ist."

Hätte es kein Verständnis gegeben warum ich mir ausgerechnet diesen Satz mit zu der Insel genommen hätte.

Zitat:
WAS wäre für gern-Intelektuellere ein Rückschritt ? Und wieso, und worauf sich beziehend: "GERADE" ?


Gerade bezieht sich auf eine weniger Komplexe Fachsprache. Es ist ganz einfach. Wenn jemand das höchst mögliche Ziel anstrebt, dann aber jemand kommt und sagt: "Das darfst du nicht mehr, du musst dir ein neues Ziel im Mittelmaß suchen", dann bist du enttäuscht.

Zitat:
Da brauchte ich ein konkretes Beispiel, warum man seinen Gottesnachweis nicht in Ungangssprache übersetzen kann. UND: Bin mir nicht sicher, dass eine philosophische Fachsprache nur "(aktuelle) Umgangssprache" sei, aber sie sollte dann Umgangssprache werden(idealerweise).


Ich nannte ein konkretes Beispiel. Dies nachzulesen ist deine Sache. Den orginal Text findet mal in lateinisch vor. Solltest du dieses nicht können, irgend ein Spanier hat es fast Wortwörtlich übersetzt. (Diese Übersetzung nehme ich als Grundliteratur). Diese ist etwas komplexer und sollte von dir ruhig mehrmals bis zum völligen verstehen gelesen werden. Dann nimm die modernste Vereinfachung dieses Gottesbeweises ( diese verwendete z.B. auch Richard Dawkins in Gotteswahn). Nun lies dir diese Vereinfachung durch. Letztere wirst du leicht widerlegen können, im Notfall mit dem dazugehörigen Kapitel in Dawkins Buch. Erstere Übersetzung wirst du aber trotzdem nicht widerlegen können.

Zitat:
Diese Begriffe müssen zu den "Grundbegiffen" gezählt werden. Deswegen würde ich mich umso mehr für jene "komplexe Sprachwahl" interessieren, die nach Deiner Auffassung für Anselm unverzichtbar war.


Die Sätze sind einfach etwas komplexer gestrickt. Dies wurde hier schon von manchen angekreidet. Dies besagt aber nicht das ich seine Sprache für komplexer im allgemeinen halte. In dieser Abschrift ist es aber der Fall. Über Google wirst du nach etwas suchen diesen Gottesbeweis finden.

Zitat:
- ??? Fachsprache in Grundsprache ??? - (a*b)³=c³ , das war´s dann aber auch schon. (1 Operation weniger)


Nein. Du verkomplizierst nur diese Aussage. Du bringst ein neues Zeichen "(" noch in die Gleichung. Desweiteren wird sie dadurch auch um ein Zeichen verlängert.
Als Mathematiker solltest du diese Formel, bzw. "Fermats letzten Satz" kennen. Kann man diesen Satz, der in dieser Formel nicht verständlich ist leichter machten, durch eine noch einfachere Formel? Oder geht dies nicht. Die gleiche Antwort gilt auch für die Philosophie.
(Mir fällt gerade auf ich habe ein Tippfehler in der Formel gehabt. Meinte natürlich a³+b³=c³.)

Zitat:
Und das erlebe ich bei Vielen hier regelmäßig: - Du stellst fest, dass jemand in diesen Sätzen KEINEN Unterschied sieht. - Du bestreitest dass, denn es gäbe minimale Unterschiede. WELCHE ?


Einmal den Sprachlichen und den Inhaltlichen. Ich erkläre es erst einmal an einem einfachen Satz (beide Aussagen werden im Sommer getroffen):
1. Der Apfelbaum trägt jeden Sommer solche wunderschöne Äpfel.
2. Sieh, am Apfelbaum hängen wie in jeden Sommer wunderschönde Äpfel.

Wo liegt nur der Unterschied? Aussage 1 sagt nicht aus, ob momentan ein Apfel am Baum hängt. Es könnten auch schon alle herunter gepflügt sein.
Aussage 2 sagt aber aus, das gerade auch in diesen moment Äpfel am Baum hängen.

Zitat:
"Wissen kann falsch sein" UND "man weiß nie ob etwas wirklich stimmt"


Die erste Aussage schließt nicht die Möglichkeit ein, das jegliches Wissen richtig ist. Denn in diesem Fall wäre die Aussage falsch und somit würde sie wieder stimmen. ->Paradox
Die zweite Aussage trifft keine Aussage darüber, ob etwas falsch ist. Sie sagt nur aus, das man dies nicht wisse. Aber nicht ob es so ist.

Zitat:
Wenn Du da einen echten Unterschied benennen könntest, würde ich jede Philosophie für gänzlich unmöglich halten, weil selbst minimale Übereinstimmung im Verständnis der gemeinsamen Muttersprache nicht existieren würde. Ich müßte quasi bei jeder Silbe sicher annehmen, dass mein Gegenüber etwas anderes verstehen würde.


Nun, scheint es mir das du der Philosophie nicht Wert bist. Denn diese Unterschiede sind nicht nur zentral, sonder mMn der wichtigste Teil der Philosophie.
Amateur
Hallo Rickson !


Mit dieser Auffassung sind wir hier aber ziemlich alleine.

Deine vermutete "Angst vor Verständlichkeit"(Entzauberung des zuvor nur hübsch formuliert Banalen?) vermute ich ("heimlich") auch, aber als Amateur darf man da nicht werten.

Aber um es gutmütig zu interpretieren:
Angst vor dem Verlust von Aphorismen ?

Da gäbe es keinen Grund.
Diese können das zuvor einfach Gesagte gerne pointiert zusammenfassen. Ich will ja nicht Rhetorik verbieten, aber wo Philosophie ernsthaft zu Ergebnissen kommen will, wäre eine gemeinsame Sprache in meinen Augen "das Mindeste".



Um alle Freunde des Aphorismus nicht zu kurz kommen zu lassen:

"Frauen: Teufel, ohne die das Leben eine Hölle wäre." (Roberto Gervaso)

Soetwas ist einfach schön gesagt !
Aber, der Inhalt nicht ganz so eindrucksvoll:
"Das Leben mit und ohne Frauen(Lebenspartnern) hat Vor- und Nachteile."

Der Dichter spricht wie Gervaso, WER INFORMIEREN will, verwendet die 2. Formulierung (oder ähnliche).


Vielleicht gelingt mir ein Kompromiss, in Form eines Bildes:

Ich liebe Musik, aber ich möchte keinen gesungenen Mathematik-Unterricht.

Gruß Andreas
glorin
@Amateur:
Zitat:
Diese können das zuvor einfach Gesagte gerne pointiert zusammenfassen. Ich will ja nicht Rhetorik verbieten, aber wo Philosophie ernsthaft zu Ergebnissen kommen will, wäre eine gemeinsame Sprache in meinen Augen "das Mindeste".


Es gibt eine Gemeinsame Sprache. In jedem Land. Ansonnsten ist die gemeinsame Sprache wie in fast jedem Wissenschaftlichen Bereich: Englisch.

Es gibt zuhaufe feste Begriffe, die immer bestimmte Spezialisierung beschreiben. Gerade für die Philosophie sind solche Begrifflichkeiten wichtig, denn nur durch diese kann man wirklich gezielt unterscheiden.

Das einige nicht in der Lage sind diese Begrifflichkeiten auseinander zuhalten zeugt nur von deren Unfähigkeit diese Fachsprache zubenutzen. Das sie deswegen nur auf einer gewissen Ebene mitdiskutieren können ist traurig, aber nicht zuändern.

Sollte man nun denen die dieser Fachsprache ermächtigt sind, diese verbieten und durch eine einfachere Sprache ersetzen, auch wenn dadurch verständnisprobleme auf der angesprochenen höheren Ebene entstehen, die aber die welcher der Ursprünglichen Fachsprache nicht ermächtigt waren verschlossen bleiben.
Amateur
Hallo glorin !


Dann bin ich zumindestens froh, dass ich durch Deine Mitteilungen diese Fachsprache wenigstens indirekt erfahre.

Dazu dann gleich eine widerholte Frage:
Wie erklärst Du (gerne unter Verwendung einer entsprechenden Fachsprache) den von Dir behaupteten "minimalen Unterschied" der beiden folgenden Sätze:

"Wissen kann falsch sein" UND "Man weiß nie, ob etwas wirklich stimmt"

Falls Du dabei Fachbegriffe verwendest, von denen Du ausgehst, dass ich diese mißverstehen würde, wäre es natürlich schön, wenn Du diese auf die Grundbegriffe der Fachsprache "zurückführen" könntest (bzw. sie mit Hilfe dieser Grundbegriffe definieren könntest).

Gruß Andreas
glorin
Zitat:
Dann bin ich zumindestens froh, dass ich durch Deine Mitteilungen diese Fachsprache wenigstens indirekt erfahre.


Ich habe nie gesagt das ich diese Fachsprache nur im entferntesten behersche. Wäre wohl auch eine dicke Lüge.

Zitat:
Wie erklärst Du (gerne unter Verwendung einer entsprechenden Fachsprache) den von Dir behaupteten "minimalen Unterschied" der beiden folgenden Sätze:


Ich behersche die angesprochenen Fachsprache zwar nicht. Habe diesen Unterschied schon erklärt:
"Die erste Aussage schließt nicht die Möglichkeit ein, das jegliches Wissen richtig ist. Denn in diesem Fall wäre die Aussage falsch und somit würde sie wieder stimmen. ->Paradox
Die zweite Aussage trifft keine Aussage darüber, ob etwas falsch ist. Sie sagt nur aus, das man dies nicht wisse. Aber nicht ob es so ist."

Zitat:
Falls Du dabei Fachbegriffe verwendest, von denen Du ausgehst, dass ich diese mißverstehen würde, wäre es natürlich schön, wenn Du diese auf die Grundbegriffe der Fachsprache "zurückführen" könntest (bzw. sie mit Hilfe dieser Grundbegriffe definieren könntest).


Ich verwende so gut wie nie irgendwelche Fachbegriffe um den Zusammenhang einfach zuhalten. Es sind auch keine Fachbegriffe nötig um eine Komplexere Sprache, bzw. Aussage zutreffen. Lediglich die Wortwahl ist wichtig. (Die einzelnde Fachkentniss bzgl. einzelndern Wörter ist natürlich trotzdem vorteilhaft, wenn dein Gegenüber in der Lage ist diese zuverstehen).
Manchmal kann sogar eine Aussage mit Fachbegriffen einen Sachverhalt vereinfachen, da die selbere Aussage ansonnsten so eine ungewöhnliche Satzkonstrukion erfahren muss, das nicht jeder sofort den Inhalt versteht.


PS. Täuscht es mich, oder gehst du nicht auf den Inhalt meiner Post ein?
Archibald
@ Rickson:

Nun, bleiben wir mal beim Beispiel "Computer":

Es gibt maschinennahe Sprachen (Extrem A), wie z.B. "Assembler", und, anwendernahe Sprachen (ein Extrem (Extrem B) wäre z.B. "Basic" ). Nun stellt sich die Frage, welchem Ideal diese philosophische Grundsprache am Nächten kommt, dem Extrem "A", oder, dem Extrem "B".............

Ich denke, diese Frage ist nicht so ganz einfach zu beantworten!
Amateur
hallo glorin !
(überlas zunächst ein posting von Dir, daher mein vorletztes, nun antworte ich dann zugleich auf Deine Erwiderung)


Zitat(Amateur):
Natürlich Beides:
- Grundsprache = Sammlung aller Grundbegriffe(Logik=Grammatik)
- Fachsprache = Sammlung aller Grundbegriffe und der aus ihnen abgeleiteten Fach-Begriffe.
Zitat:
Also willst du gleich 2Sprachen entwickeln?!

Jetzt befürchte ich einen ähnlichen Diskussionsverlauf wie beim ersten Thread. Du wirfst mir etwas vor, ich stelle richtig, Du versuchst abzulenken und brichst am Ende die Diskussion ab, ohne dass wir inhaltlich weiterkommen ...

- Erst wirfst Du mir vor, nicht zwischen Grund- und Fachsprache zu unterscheiden.
- Wenn ich Dir mitteile, welchen Unterschied ich sehe, problematisierst Du ihre Anzahl

Im Grunde doch ganz einfach:
Grundsprache = allgemein anerkantes Grundgerüst.
Fach-Sprache = von den Philosophen in Abhängigkeit ihrer jeweiligen Fragestellung durch abgeleitete Begriffe erweiterte Sprache.

Jede Fachsprache muss also bei Kenntnis der Grundsprache verständlich sein. Sie wird aber verwendet, weil das ständig gleiche Herleiten von "höheren Begriffen" durch deren Verwendung vermieden wird.


Zitat:
Ok. Ich verlor mein falscher, aber als richtig geglaubter wissen um diesen hier zu ersetzen durch genauso falsches, aber richtig geglaubtes Wissen zuerlangen.
Zitat(Amateur):
Für mich keine philosophische Aussage, sondern nur "Erlebnisbericht". Ich würde aber folgende philosophische Aussage "heraushören": Ich kann nichts wissen. Nur glauben, dass meine Annahmen "wahr" sind.
Zitat:
Nein. ...
Nun war Dein Satz, den Du auf die einsame Insel mitnahmst grammatikalisch schwer zu lesen und syntaktisch verwirrend. Der Schluss "zu erlangen" paßte dann auch nicht. Aber ich las es ja "gutmütig". Bleibt aber natürlich ein Erlebnisbericht, denn Du erzählst von Vergangenem("ich verlor") und sprichst von der Gegenwart ("hier").
Zitat:
... Mein Wissen ist falsch ...
MEIN Wissen ist falsch, Du sprichst also NICHT vom "allgemeinen Wissen", nun aber:
Zitat:
... Somit zweifel ich allgemein das Wissen an, nicht nur das mich belangt. ...
Weil DEIN Wissen falsch ist, zweifelst Du also am allgemeinen Wissen. Ein kühner Schluss. Ohne Begründung.

Ganz spannend aber nun:

Zitat:
...Da ich mein indviduelles Wissen aber auch der richtigkeit bezichtige, zweifel ich nicht an dem einzelnden Wissen. ...
Du "bezichtigst(?)" DEIN Wissen als "richtig" UND nennst es falsch ???

Nebenbei:
Zitat:
einzelnden Wissen
klingt nicht schön.

aber noch viel erstaunlicher:
Zitat:
.. zweifel ich nicht an dem einzelnden Wissen. Somit könnte man dieses Wissen ersetzen. ...
Weil Du nicht zweifelst, könntest Du es(Dein "richtig bezichtigtes Wissen") ersetzen ?

Und zum Schluss etwas, was wie eine Schlussfolgerung klingen soll:
Zitat:
... Dies ergibt in einem einfacheren Satz: "Die Annahme eines allgemeinen Wissens ist falsch, die des individuellen Wissens kann richtig sein." (Diese Aussage besagt nun aber nichts über den Aussagewert, also ob etwas stimmt, oder nicht stimmt aus.)
Sehe überhaupt keine Argumentation sondern "plötliches" Behauptung.

Außerdem:
Zitat:
individuellen Wissens kann richtig sein. ... [muss aber nicht stimmen]
Genau solche Sötze meinen "rickson" und ich und vermutlich auch "eugen" und "kai".


Da Du immer sehr "streng" auftrittst, ist folgendes verblüffend:
Zitat:
Eine Vokabelarmesprache ist keine Fachsprach. Du bezeichnest diese als Grundsprache, andere als Klassische Rhetorik, wieder andere als eine Art Umgangssprache... Aber niemand ausser dir nennt dies zugleich Fachsprache.
Ich definierte Dir den Unterschied:

Grundsprache = Sammlung aller Grundbegriffe
Fachsprache = Sammlung aller Grundbegriffe und der aus diesen abgeleiteten Fach-Begriffen

Und Du behauptest, für mich wäre es das Selbe. Das ist doch einfach Käse.



Zitat(Amateur):
Rhetorik lenkt also nur ab.
Zitat:
Nein, mit der Rhetorik kann man besser beschreiben. Hätte ich nur die Prämise als Gedanken gestellt: "Es gibt kein allgemeines Wissen, sondern nur individuelles, das wahrscheinlich auch nicht richtig, ausser für den betrachter ist."
Hätte es kein Verständnis gegeben warum ich mir ausgerechnet diesen Satz mit zu der Insel genommen hätte.
Hä ?
Nur die Prämisse ?
Welche Schlussfolgerung wurde den ?? NUR DURCH RHETORIK ?? ermöglicht ?


Zitat:
Ich nannte ein konkretes Beispiel.
Eben nicht. Du müßtest eine konkrete Stelle in Anselms Gedankengang benennen, die etwas "bedeutet"(wie Du formulierst"), aber nicht "übersetzbar" ist.
Zitat:
Dies nachzulesen ist deine Sache.
Und wie üblich: "Lies was ich schon las, auf dass Du keinen Schritt weiter kommst als ich, denn bis Du alles last was ich heute schon weiß, werde ich Neues gelesen haben. Es aber immer nur als Gelesen mitteilen, nie inhaltlich zusammenfassen."
Zitat:
Den orginal Text findet mal in lateinisch vor.
Na klasse.
Zitat:
Solltest du dieses nicht können, irgend ein Spanier hat es fast Wortwörtlich übersetzt.
Wird immer besser. Kann nur leidlich italienisch, für Übersetzungen philosophischer Texte aus dem "Spanischen" sicher nicht genug, aber super Tipp. Wenn Philosophische Wissenschaft so funktioniert, wunder ich mich nicht, dass sie von vielen Naturwissenschaftlern nur belächelt wird.
Zitat:
(Diese Übersetzung nehme ich als Grundliteratur).
Ich bin stolz auf Dich !
Zitat:
Diese ist etwas komplexer und sollte von dir ruhig mehrmals bis zum völligen verstehen gelesen werden.
Du meinst das ernst !
Zitat:
Dann nimm die modernste Vereinfachung dieses Gottesbeweises ( diese verwendete z.B. auch Richard Dawkins in Gotteswahn). Nun lies dir diese Vereinfachung durch. Letztere wirst du leicht widerlegen können, im Notfall mit dem dazugehörigen Kapitel in Dawkins Buch. Erstere Übersetzung wirst du aber trotzdem nicht widerlegen können.
Was für ein Spinner, dieser Dawkins. Hat der Dich vorher nicht gefragt ?



Zitat(Amateur):
Diese Begriffe müssen zu den "Grundbegiffen" gezählt werden. Deswegen würde ich mich umso mehr für jene "komplexe Sprachwahl" interessieren, die nach Deiner Auffassung für Anselm unverzichtbar war.
Zitat:
Die Sätze sind einfach etwas komplexer gestrickt. Dies wurde hier schon von manchen angekreidet. Dies besagt aber nicht das ich seine Sprache für komplexer im allgemeinen halte. In dieser Abschrift ist es aber der Fall. Über Google wirst du nach etwas suchen diesen Gottesbeweis finden.
Bloß keine Beispiele nennen !



Zitat(Amateur):
- ??? Fachsprache in Grundsprache ??? - (a*b)³=c³ , das war´s dann aber auch schon. (1 Operation weniger)
Zitat:
Nein. Du verkomplizierst nur diese Aussage. Du bringst ein neues Zeichen "(" noch in die Gleichung. Desweiteren wird sie dadurch auch um ein Zeichen verlängert.
Da mußte ich dann schon fast grinsen. Wenn Du von "Vereinfachung" einer mathematischen Formel sprichst, ging ich selbstverständlich von einer "mathematischen Vereinfachung" aus. Wenn Du jetzt eine Verringerung des Zeichensatzes meinst, lautet die Antwort natürlich:
a*a*a*b*b*b = c*c*c
Ganz streng sogar:
a*b := b + b + b + ... + b(a-viele Summanden), kurz: ab
Also:
ababab=ccc

Was wolltest Du aber damit festgestellt haben ?



Zitat:
Als Mathematiker solltest du diese Formel, bzw. "Fermats letzten Satz" kennen. Kann man diesen Satz, der in dieser Formel nicht verständlich ist leichter machten, durch eine noch einfachere Formel? Oder geht dies nicht. Die gleiche Antwort gilt auch für die Philosophie.
(Mir fällt gerade auf ich habe ein Tippfehler in der Formel gehabt. Meinte natürlich a³+b³=c³.)
Dann eben aaa+bbb=ccc. Nach dem Beweis vor ein paar Jahren, dass es keine ganzzahligen Lösungen gibt, nicht nur Mathematikern bekannt.
Und wieder:
Konkretes zu "Anselms Formulierungen" wären mir lieber !



Zitat:
"Wissen kann falsch sein" UND "man weiß nie ob etwas wirklich stimmt"

Die erste Aussage schließt nicht die Möglichkeit ein, das jegliches Wissen richtig ist. Denn in diesem Fall wäre die Aussage falsch und somit würde sie wieder stimmen. ->Paradox
?? Wenn etwas falsch sein KANN, ist ausgeschlossen, dass es richtig ist ?? Oh Mann.
Zitat:
Die zweite Aussage trifft keine Aussage darüber, ob etwas falsch ist. Sie sagt nur aus, das man dies nicht wisse. Aber nicht ob es so ist.
Das ist aber doch indentisch mit der ersten Aussage !
Wenn Wissen falsch sein KANN, dann kann auch keine Aussage getroffen werden, ob es falsch ist.

KANN sein, MUSS aber nicht.

Hörmal, willst Du Dich rausreden ?



Zitat(Amateur):
Wenn Du da einen echten Unterschied benennen könntest, würde ich jede Philosophie für gänzlich unmöglich halten, weil selbst minimale Übereinstimmung im Verständnis der gemeinsamen Muttersprache nicht existieren würde. Ich müßte quasi bei jeder Silbe sicher annehmen, dass mein Gegenüber etwas anderes verstehen würde.
Zitat:
Nun, scheint es mir das du der Philosophie nicht Wert bist. Denn diese Unterschiede sind nicht nur zentral, sonder mMn der wichtigste Teil der Philosophie.
Das ist eigentlich angesichts des hier von Dir Gebotenen, schon ganz schön frech, aber ich bin mal schwerhörig.

Andreas
Amateur
Hallo Archibald !


Zitat:
Ich denke, diese Frage ist nicht so ganz einfach zu beantworten!

Stelltest zwar die Frage an "rickson", meintest aber wohl mich:

Die Grundsprache sollte natürlich "Maschinensprache" sein.
Nur die praktikable Fachsprache wäre eine abgeleitete "höhere" Sprache. In meinen Augen wäre also Deine Frage gerade besonders leicht zu beantworten, da die Grundsprache nur den Auftrag hat "minimalstmöglich" zu sein. (Im Sinne von: wenige Grundbegriffe = wenige "axiomatische" Festlegungen = weniger Fehlermöglichkeiten.)

"So minimal wie möglich" soll dabei heißen:
Alles nicht mit Hilfe der Grundsprache Formulierbare, wäre ein Hinweis, dass die Grundsprache ergänzt werden muss.

Gruß Andreas
glorin
Zitat:
Jetzt befürchte ich einen ähnlichen Diskussionsverlauf wie beim ersten Thread. Du wirfst mir etwas vor, ich stelle richtig, Du versuchst abzulenken und brichst am Ende die Diskussion ab, ohne dass wir inhaltlich weiterkommen ...


Ich habe jede Post von dir beantwortet. Du hast aber immer wieder erwähnt, das die Diskussion so nichts bringt, daher habe ich irgendwann den Thread verlassen und keine Post mehr gelesen. Hättest du noch eine Antwort haben wollen, hätte ein Hinweis per PN vollkommen ausgereicht.

Zitat:
Du versuchst abzulenken und brichst am Ende die Diskussion ab, ohne dass wir inhaltlich weiterkommen ...


Dies war eine ernst gemeinte Frage. Keine Ablenkung.

Zitat:
Jede Fachsprache muss also bei Kenntnis der Grundsprache verständlich sein. Sie wird aber verwendet, weil das ständig gleiche Herleiten von "höheren Begriffen" durch deren Verwendung vermieden wird.


Und ich bin immer noch nicht schlauer. Was willst du nun für eine Sprache entwickeln? Beides, oder nur eines und dann welches von beiden.

Zitat:
Nun war Dein Satz, den Du auf die einsame Insel mitnahmst grammatikalisch schwer zu lesen und syntaktisch verwirrend. Der Schluss "zu erlangen" paßte dann auch nicht. Aber ich las es ja "gutmütig". Bleibt aber natürlich ein Erlebnisbericht, denn Du erzählst von Vergangenem("ich verlor") und sprichst von der Gegenwart ("hier").


Das Beispiel war allgemein Gültig, auch wenn es die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft betrifft. Das der Satz nicht ganz richtig konstruiert war ist mir bewußt. Ich korregiere aber eigentlich nie einen Text von mir, den ich hier poste. Ihr bekommt immer sofort meinen ersten Gedanken zulesen. Und keine Verfälschung, durch Stundenlanges überarbeiten.

Zitat:
Du "bezichtigst(?)" DEIN Wissen als "richtig" UND nennst es falsch ???


Man sollte die Kommentare im Zusammenhang lesen. Ich halte mein Wissen für richtig. Ich denke das tut fast jeder. d.h. meine Individuelle Einstellung zu diesem Wissen ist das dieses richtig ist. Betrachtet man dieses Wissen, aber nun nicht aus meiner Perspektive könnte es auch falsch sein. Somit bezeichne ich dies nur für mich als richtig, aber ansonnsten als falsch.

Zitat:
Sehe überhaupt keine Argumentation sondern "plötliches" Behauptung.


Wenn man jeden Satz in 10Teile zerteilt kann ich auch kein Zusammenhang finden. Bitte poste die zitierten Stellen in einem Satz. Und nicht manche Textstellen doppelt hintereinander. Denn so kann ich kaum antworten, da ich nicht immer weiß auf was du dich gerade beziehst.

Zitat:
Und Du behauptest, für mich wäre es das Selbe. Das ist doch einfach Käse.


Eine Fachsprache besteht auch aus Fremdwörtern. Nimmt man die hälfte dieser Fremdwörter weg ist dies keine Fachsprache mehr. Tut mir leid. Aber etwas wird nicht zuetwas, nur weil man es so will. Ausserdem welche Fachbegriff leitet man von "einfachen" Wörtern ab?

Zitat:
Eben nicht. Du müßtest eine konkrete Stelle in Anselms Gedankengang benennen, die etwas "bedeutet"(wie Du formulierst"), aber nicht "übersetzbar" ist.


Der Gedankengang von Anselm überstreckt sich ungefähr auf 1 1/2Seite. Ich denke diesen Arbeitsaufwand, diesen Gedankengang zulesen, solltest du wohl noch schaffen.

Zitat:
Und wie üblich: "Lies was ich schon las, auf dass Du keinen Schritt weiter kommst als ich, denn bis Du alles last was ich heute schon weiß, werde ich Neues gelesen haben. Es aber immer nur als Gelesen mitteilen, nie inhaltlich zusammenfassen."


Wie lange brauchst du für 2 1/2Seiten? Orginalversion und die welche Dawkins benutzt. Also, das du dies nicht schaffst, bevor ich selbstständig irgendwas neues zum lesen gefunden habe bezweifel ich.

Zitat:
Wird immer besser. Kann nur leidlich italienisch, für Übersetzungen philosophischer Texte aus dem "Spanischen" sicher nicht genug, aber super Tipp. Wenn Philosophische Wissenschaft so funktioniert, wunder ich mich nicht, dass sie von vielen Naturwissenschaftlern nur belächelt wird.


Ähm, der Spanier hat den Text ins Deutsche übersetzt. Spanisch kann ich auch nicht. Dawkins ist übrigens auch Engländer. Aber seine Werke sind auch alle ins Deutsche übersetzt worden.

Zitat:
Was für ein Spinner, dieser Dawkins. Hat der Dich vorher nicht gefragt ?


Ich glaube nicht. Aber ehrlich gesagt halte ich nicht viel auf ihn. Finde das er nicht richtig Argumentieren kann... Aber viel sehen es anders.

Zitat:
Bloß keine Beispiele nennen !


Ich habe dir eine Lesetipp gegeben. Ungefähr 2 1/2 Seiten. Diese sind komplett frei im Internet zulesen. Ich denke dies ist ein Beispiel. Du erwartest wohl kaum das ich jetzt für dich auch noch google.

Zitat:
Was wolltest Du aber damit festgestellt haben ?


Ich will das du mir die Formel erklärst. Als Mathematiker solltest du das können. Und ich will diese einfacherer erklärt haben wie diese momentan ist. (Diese Formel ist so berühmt das du diese kennen müsstest. Da ich mich nie näher mit ihr beschäftigt habe kenn ich nicht die Erklärung für die Formel. Und die erwarte ich nun von dir.)
Vereinfache sie, mach aus der hohen Mathematik einfachere und ich werde aus jeden Text der einen höheren Sprachgebrauch verlangt einen einfacheren zuverstehenden machen.

Zitat:
?? Wenn etwas falsch sein KANN, ist ausgeschlossen, dass es richtig ist ?? Oh Mann.


Du verstehst den Paradox nicht? Er unterliegt dem gleichen Prinzip wie "ich weiß das ich nichts weiß".

Zitat:
Hörmal, willst Du Dich rausreden ?


Nein. Tu mir ein gefallen. Ich habe extra das Beispiel mit dem Apfelbaum genannt. Versteh dies und dann versteh den Unterschied bei den Aussagen über richtig, bzw. falsch. Mal sehen vielleicht fällt mir morgen eine noch einfachere Erklärung ein, um dies zuverdeutlichen.

Zitat:
Das ist eigentlich angesichts des hier von Dir Gebotenen, schon ganz schön frech, aber ich bin mal schwerhörig.


Von mir ist dies frech? Mal überlegen. Wie sahen deine Argumente in diesem Beitrag aus? Zitiere dich mal. Alles aus deinem letzten Beitrag. Teilw. eine ganze Passage auf meine jeweilige Antwort:
"Jetzt befürchte ich einen ähnlichen Diskussionsverlauf wie beim ersten Thread. Du wirfst mir etwas vor, ich stelle richtig, Du versuchst abzulenken und brichst am Ende die Diskussion ab, ohne dass wir inhaltlich weiterkommen ..."
"Du auf die einsame Insel mitnahmst grammatikalisch schwer zu lesen und syntaktisch verwirrend."
"Aber ich las es ja "gutmütig"."
"Ein kühner Schluss. Ohne Begründung.

Ganz spannend aber nun:"
"klingt nicht schön."
"aber noch viel erstaunlicher:"
"Und zum Schluss etwas, was wie eine Schlussfolgerung klingen soll:"
"Sehe überhaupt keine Argumentation sondern "plötliches" Behauptung."
"Da Du immer sehr "streng" auftrittst, ist folgendes verblüffend:"
"Das ist doch einfach Käse."
"Hä ?
Nur die Prämisse ?"
"Na klasse."
"Wird immer besser."
"aber super Tipp."
"Wenn Philosophische Wissenschaft so funktioniert, wunder ich mich nicht, dass sie von vielen Naturwissenschaftlern nur belächelt wird."
"Ich bin stolz auf Dich !"
"Du meinst das ernst !"
"Was für ein Spinner, dieser Dawkins. Hat der Dich vorher nicht gefragt ?"
"Da mußte ich dann schon fast grinsen."
"Oh Mann."
"Hörmal, willst Du Dich rausreden ?"
"Das ist eigentlich angesichts des hier von Dir Gebotenen, schon ganz schön frech, aber ich bin mal schwerhörig."
Amateur
Hallo glorin !


Zitat:
Ich habe jede Post von dir beantwortet. Du hast aber immer wieder erwähnt, das die Diskussion so nichts bringt, daher habe ich irgendwann den Thread verlassen und keine Post mehr gelesen. Hättest du noch eine Antwort haben wollen, hätte ein Hinweis per PN vollkommen ausgereicht.
Dann weiß ich zukünftig Bescheid.


Zitat:
Und ich bin immer noch nicht schlauer. Was willst du nun für eine Sprache entwickeln? Beides, oder nur eines und dann welches von beiden.
Glaubte ich tatsächlich schon klar angesprochen zu haben:
(Idealtypischer Verlauf):
Dieses Forum entwickelt in den nächsten 10 Jahren eine minimale Grundsprache.
Alle Philosophen weltweit begeistert. geschockt
Diese nun benutzen die Grundsprache, um Fachausdrücke zu definieren, mit denen sie über ihre Theorien sprechen.
Alle verstehen sie (sprachlich), Alle können mit selber Sprache "erwidern".



Zitat(Amateur):
Nun war Dein Satz, den Du auf die einsame Insel mitnahmst grammatikalisch schwer zu lesen und syntaktisch verwirrend. Der Schluss "zu erlangen" paßte dann auch nicht. Aber ich las es ja "gutmütig". Bleibt aber natürlich ein Erlebnisbericht, denn Du erzählst von Vergangenem("ich verlor") und sprichst von der Gegenwart ("hier").
Zitat:
Das Beispiel war allgemein Gültig, auch wenn es die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft betrifft.
Besser: Der Satz war allgemeingültig gemeint, wurde aber als Erlebnisbericht verfaßt. Dadurch interpretierbar. Also weniger effektiv. DAS MEINTE ICH.
Zitat:
Das der Satz nicht ganz richtig konstruiert war ist mir bewußt. Ich korregiere aber eigentlich nie einen Text von mir, den ich hier poste. Ihr bekommt immer sofort meinen ersten Gedanken zulesen. Und keine Verfälschung, durch Stundenlanges überarbeiten.
Das finde ich schade, denn genau dies ist für mich der enorme Vorteil der "Schriftsprache".



Zitat(Amateur):
Sehe überhaupt keine Argumentation sondern "plötliches" Behauptung.
Zitat:
Wenn man jeden Satz in 10Teile zerteilt kann ich auch kein Zusammenhang finden. Bitte poste die zitierten Stellen in einem Satz. Und nicht manche Textstellen doppelt hintereinander. Denn so kann ich kaum antworten, da ich nicht immer weiß auf was du dich gerade beziehst.
Das habe ich getan, denn "..." sollte nicht für "Auslassungen" stehen, sondern für "(unmittelbare !) Fortsetzung folgt", aber gerne noch mal in Gänze:
Zitat:
Nein. Mein Wissen ist falsch. Somit zweifel ich allgemein das Wissen an, nicht nur das mich belangt. Da ich mein indviduelles Wissen aber auch der richtigkeit bezichtige, zweifel ich nicht an dem einzelnden Wissen. Somit könnte man dieses Wissen ersetzen. Dies ergibt in einem einfacheren Satz: "Die Annahme eines allgemeinen Wissens ist falsch, die des individuellen Wissens kann richtig sein." (Diese Aussage besagt nun aber nichts über den Aussagewert, also ob etwas stimmt, oder nicht stimmt aus.)
Da hatte ich in jedem Halbsatz etwas auszusetzen, worauf Du aber nicht eingingst, sondern nur den Schluß als "aus dem Zusammenhang gerissen" bezeichnetest.



Zitat(Amateur):
Und Du behauptest, für mich wäre es[Grund- und Fach-Sprache] das Selbe. Das ist doch einfach Käse.
Zitat:
Eine Fachsprache besteht auch aus Fremdwörtern. Nimmt man die hälfte dieser Fremdwörter weg ist dies keine Fachsprache mehr. Tut mir leid. Aber etwas wird nicht zuetwas, nur weil man es so will. Ausserdem welche Fachbegriff leitet man von "einfachen" Wörtern ab?

1. Nicht der geringste Bezug zu meinem Zitat bzw. zu dem von mir Kritisierten.
2. Seit wann müssen "Fremdwörter" Bestandteil einer Fachsprache sein. Man könnte alles aus "urgermanischen Begriffen" beschreiben, aber wozu? Wenn ein "eingedeutschtes" allgemein bekanntes "Fremdwort" als Grundbegriff gute Dienste leisten würde ? Bitte sehr !
3. Wenn man aus einer Fachsprache alle Fachausdrücke verbannt, so ist sie keine mehr. Wem willst Du das als Neuigkeit verkaufen ?
4. WAS(?) "will ich nur", "wird aber nicht zu Etwas ?"
5. Wahnsinn. Das Gegenteil richtig: Jeder Fachbegriff !


(Dein) Beispiel:

3.Potenz einer ganzen(s.u.) Zahl a = Multiplikation von a mit a und Multiplikation des Ergebnisses mit a

Multiplikation einer ganzen Zahl x mit a = x-fache Addition von a

Addition von einer ganzen Zahl y mit a = Weiterzählen von y mit a-vielen "Schritten"

Schrit = "1" dazu zählen

Jeder "höherer" Begriff MUSS ableitbar sein, oder wäre (schlechter, weil "hoher") Grundbegriff.



Zitat(Amateur):
Eben nicht. Du müßtest eine konkrete Stelle in Anselms Gedankengang benennen, die etwas "bedeutet"(wie Du formulierst"), aber nicht "übersetzbar" ist.
Zitat:
Der Gedankengang von Anselm überstreckt sich ungefähr auf 1 1/2Seite. Ich denke diesen Arbeitsaufwand, diesen Gedankengang zulesen, solltest du wohl noch schaffen.
Da gebe ich dann mal auf. Könnte aber auch anders argumentieren:

Wer 2 Seiten lang schreibt, warum er nicht den wesentlichen Bestandteil eines 1,5 Seiten langen Textes benennen möchte, hätte diesen sogar 1,333333333... mal abschreiben können.
ODER:
Den wesentlichen Bestandteil zitieren, und seinen diesbezüglichen Standpunkt ausführlich begründen können.



Zitat:
Ähm, der Spanier hat den Text ins Deutsche übersetzt. Spanisch kann ich auch nicht. Dawkins ist übrigens auch Engländer. Aber seine Werke sind auch alle ins Deutsche übersetzt worden.
Aha. Wenn Du mir mitteilst, dass ein Spanier einen lateinischen Text übersetzte, dann ist klar, dass er das ins "deutsche" tat. Oder wolltest Du mir eigentlich von einem Deutschen erzählen, der diesen Spanier übersetzte.
Hat was von "Stille Post" ="telefono senza filo"(auf italienisch) ="Telefon ohne Kabel" (offensichtlich ein Spruch aus "Vor-Handy-Zeiten")



Zitat(Amateur):
Was für ein Spinner, dieser Dawkins. Hat der Dich vorher nicht gefragt ?
Zitat:
Ich glaube nicht. Aber ehrlich gesagt halte ich nicht viel auf ihn. Finde das er nicht richtig Argumentieren kann... Aber viel sehen es anders.

ABER AUCH:

Ich habe dir eine Lesetipp[Anselm UND Dawkins] gegeben.

Du hältst nicht viel von ihm, nennst ihnen aber einen "Lesetipp".

Dabei besonders interessant:
Du willst gerade Dawkins als Hinweis nehmen, dass die Übersetzung nicht gelingt, hältst aber nichts von ihm und wirfst ihm vor "nicht argumentieren zu können".



Zitat:
Ungefähr 2 1/2 Seiten. Diese sind komplett frei im Internet zulesen. Ich denke dies ist ein Beispiel. Du erwartest wohl kaum das ich jetzt für dich auch noch google.
Nein ! Aber jene Formulierungen Anselms solltest Du benennen, die Du für "bedeutend" aber "unübersetzbar" hältst. Machst Du aber nicht, obwohl Du gerade darauf Deine Argumentation aufbaust.

Wie erklärst Du das ?



Zitat(Amateur):
Was wolltest Du aber damit [aaa+bbb=ccc] festgestellt haben ?

Zitat:
Ich will das du mir die Formel erklärst. Als Mathematiker solltest du das können. Und ich will diese einfacherer erklärt haben wie diese momentan ist. (Diese Formel ist so berühmt das du diese kennen müsstest. Da ich mich nie näher mit ihr beschäftigt habe kenn ich nicht die Erklärung für die Formel. Und die erwarte ich nun von dir.)
Vereinfache sie, mach aus der hohen Mathematik einfachere und ich werde aus jeden Text der einen höheren Sprachgebrauch verlangt einen einfacheren zuverstehenden machen.


1. Gerne, wegen "2." :

Zahlen ohne "Nachkommawert" heißen "Ganze Zahlen".
Also z.B. 1;2;3... , aber auch 0;-1;-2;-3 ...
(Aber eben nicht 1,5 ; "pi" ; 3.Wurzel aus 2 ; ...)

aaa+bbb=ccc ist keine Formel, sondern eine Gleichung.

Frage ist nun, ob es ganze Zahlen a,b,c gibt, so dass die Gleichung wahr ist.
Beispiel:
a = 1 / b=2 / c =3
1 + 8 = 27 (falsch)

Du könntest nun lange suchen, vor ein paar Jahren konnte aber (endlich) bewiesen werden, dass es keine GANZZAHLIGEN Lösungen gibt.(Irgendwelche "krummen" gehen natürlich immer, Beispiel: a=b=1, c= 3.Wurzel aus 2)

2. Ich freu mich auf rotes !



Vielleicht noch interessant:

1. Der Mathematiker stellte erst einen in einem Schritt falschen Beweis vor, wurde aber durch die paar Experten , die das überhaupt merken konnten, darauf hingewiesen. Er konnte dieses Loch dann "stopfen".

2. Fermat hat angesichts des komplizierten Beweises vermutlich geflunkert, als er kurz vor seinem Tod behauptete, er hätte eine Lösung der Frage, aber keine Zeit sie aufzuschreiben. (Ich meine, Tod durch Duel l!)



Zitat(Amateur):
?? Wenn etwas falsch sein KANN, ist ausgeschlossen, dass es richtig ist ?? Oh Mann.
Zitat:
Du verstehst den Paradox nicht? Er unterliegt dem gleichen Prinzip wie "ich weiß das ich nichts weiß".

Was für ein Paradox ??
"Wissen kann falsch sein." ist kein Paradox !!
Es ist gerade eine Aussage, die das hier von Dir angesprochene Paradox vermeidet, aber das mitteilt, was das Paradox eigentlich sagen will.

UND
Du erklärst also weiter nicht, wo Du jene minimalen Unterschiede siehst, deren nicht erkennen meinerseits, Dich zu dem Schluss kommen läßt, dass ich "der Philosophie nicht Wert sei"



Zitat(Amateur):
Das ist eigentlich angesichts des hier von Dir Gebotenen, schon ganz schön frech, aber ich bin mal schwerhörig.
Zitat:
Von mir ist dies frech? Mal überlegen. Wie sahen deine Argumente in diesem Beitrag aus?

Also im Einzelnen:
Zitat:
"Jetzt befürchte ich einen ähnlichen Diskussionsverlauf wie beim ersten Thread. Du wirfst mir etwas vor, ich stelle richtig, Du versuchst abzulenken und brichst am Ende die Diskussion ab, ohne dass wir inhaltlich weiterkommen ..."
Mittlerwile geklärt. Kein Argument.
Zitat:
"Du auf die einsame Insel mitnahmst grammatikalisch schwer zu lesen und syntaktisch verwirrend."
Von Dir gerade noch selbst eingestanden. Kein Argument.
Zitat:
"Aber ich las es ja "gutmütig"."
Hinweis auf verbesserungsfähige Sprache. Unser Thema. Kein Argument.
Zitat:
"Ein kühner Schluss. Ohne Begründung.
Betroffene Feststellung. Gilt weiterhin. Kein Argument.

Zitat:
Ganz spannend aber nun:"
"klingt nicht schön."
"aber noch viel erstaunlicher:"
"Da Du immer sehr "streng" auftrittst, ist folgendes verblüffend:"
"Das ist doch einfach Käse."
"Hä ?
"Na klasse."
"Wird immer besser."
"aber super Tipp."
"Wenn Philosophische Wissenschaft so funktioniert, wunder ich mich nicht, dass sie von vielen Naturwissenschaftlern nur belächelt wird."
"Ich bin stolz auf Dich !"
"Du meinst das ernst !"
"Was für ein Spinner, dieser Dawkins. Hat der Dich vorher nicht gefragt ?"
"Da mußte ich dann schon fast grinsen."
"Oh Mann."
"Hörmal, willst Du Dich rausreden ?"
"Das ist eigentlich angesichts des hier von Dir Gebotenen, schon ganz schön frech, aber ich bin mal schwerhörig."
Emotionale Mitteilungen. Keine Argumente.

Zitat:
"Und zum Schluss etwas, was wie eine Schlussfolgerung klingen soll:"
"Sehe überhaupt keine Argumentation sondern "plötliches" Behauptung."
Fehlende Logik feststellend.
Wichtiges(!) Gegenargument. Aber ohne Erwiderung.

Zitat:
"Nur die Prämisse ?"

Du nennst die "unrhetorische" Überstzung eines Erlebnisberichtes mit Allgemein-Gültigkeits-Anspruch eine Prämisse. (Schon verblüffend genug)
Aber bezüglich welcher Schlussfolgerung ? (Die in der "rhetorischen" Variante noch gezogen wurde)

Das war also eine weiterhin unbeantwortete Frage, kein Argument !?

Gruß Andreas
Fritz
Der Wunsch von Amateur, dass philosophische Texte leichter zu verstehen sein und Gespräche missverständnis-frei geführt werden sollten, ist verständlich. Seine Vorschläge, wie dies bewerkstelligt werden könnte, halte ich nicht für realisierbar.

Dass eine "vokabelarme" (schöner Ausdruck!) Sprache nicht zu leichterer Verständlichkeit führt, beweist m.E. Wittgensteins Tractatus. was der Autor selbst einräumt, indem er sagt, seine in der Schrift enthaltenen Gedanken könne nur verstehen, wer diese selbst schon hatte.

Auch mit einer "Grund- und Fachsprache", in der alle einschlägigen Begriffe definiert sind, kommt man nicht weiter, mal ganz abgesehen davon, dass zur Sprache mehr gehört, als nur Worte/Begriffe.

Unter "Begriff" ist das zu verstehen, was an Vorstellungen und Inhalten mit einem Wort verbunden wird. Diese sind beim Prozess des Nachdenkens einer fortwährenden Veränderung unterworfen. Beispw. haben bzw. hatten Descartes, Husserl und heutzutage Metzinger völlig unterschiedliche Vorstellungen von dem, was unter "Bewusstsein" zu verstehen sei. Und die Inhaltsänderungen werden weitergehen. Den Begriff auf eine einzigen Inhalt "festzurren" zu wollen, mutet daher (Entschuldigung!) absurd an.

Philosophische Texte sind umso verständlicher, je präziser und anschaulicher die verwendeten Begriffe inhaltsmäßig bestimmt werden. Philosophische Diskussionen, bei denen ungeklärt von unterschiedlichen Inhalten ein und desselben Begriffes ausgegangen wird, enden im Chaos. Zum "argen" Weg der Erkenntnis gehört, dass in jedem neuen Zusammenhang die verwendeten Begriffe erläutert werden.

Mit den iidealsprachlichen Bemühungen der analytischen Philosophie hat das, worüber hier gesprochen wird, allenfalls peripher zu tun. Dort geht es, um es mit Wittgenstein zu sagen, darum, dass die Gedanken nicht durch Sprache verhext werden.
Schneemann
Zitat:
Original von Fritz
Mit den iidealsprachlichen Bemühungen der analytischen Philosophie hat das, worüber hier gesprochen wird, allenfalls peripher zu tun. Dort geht es, um es mit Wittgenstein zu sagen, darum, dass die Gedanken nicht durch Sprache verhext werden.

Das kann ich nicht so sehen. Amateur möchte hier eine Sprache entwickeln die irgendwie der Mathematik entspricht. Also nur aus Grundaxiomen oder Definition besteht, aus denen sich dann alles andere ableiten lässt und die so maximale Klarheit ermöglicht. Mir scheint man kann durchaus behaupten dass Leibnitz, Wittgenstien, Russel, Carnap u.a. so etwas zumindest mal angedacht haben und allesamt an diesem Vorhaben gescheitert sind.

Ich bin nun kein grosser Kenner der erwähnten Personen und ihrer Theorien, aber ich denke ein Grundproblem dieses Vorhabens lässt sich leicht erkennen. Je exakter man versucht die Sprache zu erfassen und in Schematas festzugiessen, desto spezieller und unflexibler wird diese Sprache und umso weniger Freiraum lässt sie uns im Denken. Unsere Alltagssprache lebt davon dass die Vokabeln selbst keine festen Bedeutungen haben, sondern eine gewisse Vagheit besitzen und teilweise erst durch die Kommunikation ihre konkrete Bedeutung erhalten. Wenn man konsequent die Sprache formalisiert, dann bleibt am Ende eine Sprache übrig die gar keine Philosophie mehr zulässt, sondern nur noch festgefahrerne Denkmuster erlaubt, nämlich genau diejenigen Denkmuster die die Sprachenschöpfer zugrunde gelegt haben. Dann haben wir eine Art formales System mit Grundaxiomen geschaffen, das uns aber nicht wirklich hilft die bestehenden Fragen zu beantworten. Diese Sprache entfernt sich von der uns angeborenen Sprachfähigkeit und unseren Denkmustern die weitaus flexibler sind...und deshalb wird diese Idealsprache auch nicht die Bedürfnisse zum Philosophieren befriedigen. Unsere Alltagssprache scheint mir evolutionär genau auf unser Hirnfähigkeiten und Strukturen geeicht zu sein. Dies nun kurzerhand künstlich auf den Kopf stellen zu wollen hat keine grosse Aussicht auf Erfolg.
Amateur
Hallo Fritz !


Zitat:
Dass eine "vokabelarme" (schöner Ausdruck!) Sprache nicht zu leichterer Verständlichkeit führt, beweist m.E. Wittgensteins Tractatus. was der Autor selbst einräumt, indem er sagt, seine in der Schrift enthaltenen Gedanken könne nur verstehen, wer diese selbst schon hatte.

1. Das wäre ja eigentlich nur ein Beispiel für einen gescheiterten Versuch. Aber kein "Beweis", dass dies prinzipiell nicht ginge. Arbeite mich gerade auf Rat von "eugen" in den tractatus ein und muss gestehen, dass ich anders vorgegangen wäre. (Er später ja auch.)

2. "Vokabelarm" soll nur die Grundsprache sein. Fachsprachen arbeiten dann viel praktikabler mit Begriffen, die durch die Grundbegriffe(also den Begriffen der Grundsprache) definiert wurden. Die Fachsprache kann also "beliebig" viele Begriffe haben. (Wobei es natürlich auch hier wiederum "praktische" Grenzen gibt.)


Zitat:
Auch mit einer "Grund- und Fachsprache", in der alle einschlägigen Begriffe definiert sind, kommt man nicht weiter, mal ganz abgesehen davon, dass zur Sprache mehr gehört, als nur Worte/Begriffe.

1. s.o.
2. Würde im Moment behaupten:
Sprache = Begriffe + Grammatik = Grundbegriffe + definierte Begriffe + Logik


Zitat:
Unter "Begriff" ist das zu verstehen, was an Vorstellungen und Inhalten mit einem Wort verbunden wird. Diese sind beim Prozess des Nachdenkens einer fortwährenden Veränderung unterworfen. Beispw. haben bzw. hatten Descartes, Husserl und heutzutage Metzinger völlig unterschiedliche Vorstellungen von dem, was unter "Bewusstsein" zu verstehen sei. Und die Inhaltsänderungen werden weitergehen.

1. Bin zunächst optimistisch, dass sich "echte" Grundbegriffe "selten" in ihrer Bedeutung ändern, aber:

2. Es ist klar, dass eine Grundsprache sich an die gesprochene Sprache anlehnen muss. Ich würde dann aber gerne zwischen Bedeutung und Zeichenkette unterscheiden.
Ein spontanes Beispiel:
Wenn ich in meiner Grundsprache den Grundbegriff "Bube" hätte, man aber in 1000 Jahren kaum noch Menschen fände, die die Bedeutung dieser Zeichenkette verstünden, so wäre es sinnvoll, nun jene Zeichenkette zu verwenden, die dann allgemein verständlich für "männliches Kind" stünde.
Da sich aber Sprache aus der Sicht eines menschlichen Lebens nicht in "unüberschaubarer" Geschwindigkeit ändert, könnte man stets "zeitnah" reagieren.


Zitat:
Philosophische Texte sind umso verständlicher, je präziser und anschaulicher die verwendeten Begriffe inhaltsmäßig bestimmt werden.

Eben, aber die Formulierung "inhaltmäßig bestimmen" ist für mich nur ein Synonym für "definieren".
Definieren womit ?
Mit Grundbegriffen.


Zitat:
Philosophische Diskussionen, bei denen ungeklärt von unterschiedlichen Inhalten ein und desselben Begriffes ausgegangen wird, enden im Chaos. Zum "argen" Weg der Erkenntnis gehört, dass in jedem neuen Zusammenhang die verwendeten Begriffe erläutert werden.

Mein Reden.
UND
Begriffe erläutern = definieren ?


Zitat:
Mit den iidealsprachlichen Bemühungen der analytischen Philosophie hat das, worüber hier gesprochen wird, allenfalls peripher zu tun. Dort geht es, um es mit Wittgenstein zu sagen, darum, dass die Gedanken nicht durch Sprache verhext werden.

Bei meinen noch recht dünnen Kenntnissen (erarbeite sie mir gerade, weil hier im Forum Amateure nicht von Allen gerne gesehen werden Zwinker ) hatte ich einen anderen Eindruck von der "analytischen Philosophie".
Wenn Du aber Recht hast, dass diese sich eher "bescheidene" Ziele setzt, also schon zufrieden ist, wenn die Sprache die Gedanken nicht "verhext", dann würde mir das ehrlich gesagt nicht reichen.

Meine Motivation: Diskussion ist der "Krieg der Zivilisierten"
Diskussion = argumentativ Sprache verwenden
Wo aber Sprache nicht von einem "Grundwortschatz" ausgehen kann, der als unmißverständlich angenommen(!) werden darf(nach aktuellem Stand), wäre Sprache für mich nur Geräusch.


Das noch mal an Deinem Beispiel:
Man erklärt so unmißverständlich wie möglich, die Unterschiede zwischen dem Verständnis der Zeichenkette "Bewußtsein" bei Descarte, Husserl, Metzinger.
Alle verwendeten Begriffe, wären (aktuelle) Grundbegriffe, bis vokabelärmere, genauso unmißverständliche Erklärungen gefunden werden.

Mit Hilfe dieser Grundbegriffe kann man dann also jenes definieren, was diese Drei jeweils meinten. Man nennt das dann - um Mißverständnisse zu vermeiden - jeweils "D-Bewußtsein", "H-Bewußtsein" oder "M-Bewußtsein".

Bei allen weiteren Begriffen versucht man nun, diese zunächst mit den bereits vorhandenen Grundbegriffen zu definieren.
Wenn´s gelingt: Wunderbar !
Wenn nicht, dann gelingen nur Definitionen unter zu Hilfenahme "neuer" Grundbegriffe.

Die Grundsprache ist also so klein wie möglich, aber so groß wie nötig.

Gruß Andreas
Amateur
Hallo Schneemann !


Zitat:
Unsere Alltagssprache lebt davon dass die Vokabeln selbst keine festen Bedeutungen haben, sondern eine gewisse Vagheit besitzen und teilweise erst durch die Kommunikation ihre konkrete Bedeutung erhalten. Wenn man konsequent die Sprache formalisiert, dann bleibt am Ende eine Sprache übrig die gar keine Philosophie mehr zulässt, sondern nur noch festgefahrerne Denkmuster erlaubt, nämlich genau diejenigen Denkmuster die die Sprachenschöpfer zugrunde gelegt haben

Sehe ich (zur Zeit) völlig anders:

1. Die Umgangssprache hindert an klarem Denken, WEIL sie vage ist.

2. Grundbegriffe lenken nicht das Denken.

Beispiel:
Grundbegriffe: "Gott","Islam"
Fachbegriff: Allah := Gott des Islams
Mein Nachbar: "unbezweifelbar"
Ich: "glaub nicht dran"

Gruß Andreas
ete
Zitat:
Original von T1982
Zitat:
Original von ete
Eine inoffiziell anerkannte Fachsprache gibt es doch mit dem Philo-Vokabular, wie z.B. Intersubjektivität, Platon´s Ideen, Circulus vitiosus, a priori, Kategorischer Imperativ u.v.a.

Naja, Begriffe mögen ja vorhanden, aber wie schaut es mit der einheitlichen Verwendung aus? Freges Sinn ist Husserls Bedeutung, während Husserls Gegenstand Freges Bedeutung ist…

Gerade bei den allesbeinhaltendenkönnenden Begriffen wie Sinn und Bedetung erklären die meisten doch, was sie darunter verstehen und beziehen sich dabei auf Inhalte.
Das ist natürlich etwas anderes als ein definierter Circulus vitiosus oder ein schlichtes a priori.

Zitat:
PS
Den vielleicht offensichtlichen Lösungsversuch über Intension und Extension halte ich für nicht ausreichend, da hier mit Begriffscharakterisierungen gearbeitet würde, die letztendlich eine einheitliche Bedeutungstheorie der Begriffe erfordern würde.

Zumindest kann dieser Lösungsversuch schon mal eine große Schnittmenge aufweisen, da intensional identische Prädikate auch extensional identisch sind (gleiche Merkmale, gleiche Klasse), aber nicht alle extensional identischen Prädikate auch intensional identisch sind.
Wie dem auch sei, eine einheitliche Bedeutungstheorie aller Begriffe ist nicht möglich, da stimme ich Dir zu.

greets
glorin
Zitat:
Glaubte ich tatsächlich schon klar angesprochen zu haben: (Idealtypischer Verlauf): Dieses Forum entwickelt in den nächsten 10 Jahren eine minimale Grundsprache. Alle Philosophen weltweit begeistert. geschockt Diese nun benutzen die Grundsprache, um Fachausdrücke zu definieren, mit denen sie über ihre Theorien sprechen. Alle verstehen sie (sprachlich), Alle können mit selber Sprache "erwidern".


Ähm, bitte was? Du willst nun also eine Grundsprache entwickeln. Diese soll allgemein Gültig sein. Hm, ja ich glaube auch das diese sich durch setzen kann. Es sprechen ja auch soviele Philosophen Deutsch.

Zitat:
Das finde ich schade, denn genau dies ist für mich der enorme Vorteil der "Schriftsprache".


Wir führen hier aber eine Diskussion. In einer realen Diskussion ist es dir auch nicht möglich, jeden Gedanken 1000x zuumdenken um blos kein Fehler zumachen. Und genau diese Anforderung stelle ich mir auch, wenn ich in diesen Forum schreibe.

Zitat:
Das habe ich getan, denn "..." sollte nicht für "Auslassungen" stehen, sondern für "(unmittelbare !) Fortsetzung folgt", aber gerne noch mal in Gänze:


Ich kann nicht auf den Inhalt deiner Antworten eingehen, wenn du Textstellen gleich doppelt zitierst und ich somit nie den genauen Zusammenhang mehr kenne.

Zitat:
1. Nicht der geringste Bezug zu meinem Zitat bzw. zu dem von mir Kritisierten.


Natürlich. Dies bildet die Erklärung, warum das von dir kritisierte an diese Stelle gehört.

Zitat:
2. Seit wann müssen "Fremdwörter" Bestandteil einer Fachsprache sein. Man könnte alles aus "urgermanischen Begriffen" beschreiben, aber wozu? Wenn ein "eingedeutschtes" allgemein bekanntes "Fremdwort" als Grundbegriff gute Dienste leisten würde ? Bitte sehr !


In der Philosophie bilden vorallem Fremdwörter (z.B. lateinische) Fachwörter. Genau wie in den meisten ähnlichen Wissenschaften. Diese nun wegzulassen, würde dazu führen das man keine Fachsprache mehr hätte.

Zitat:
3. Wenn man aus einer Fachsprache alle Fachausdrücke verbannt, so ist sie keine mehr. Wem willst Du das als Neuigkeit verkaufen ?


Ich habe nur darauf verwiesen. Denn dies scheint mir momentan ein von dir vernachlässigter Aspekt zuseien. Wenn man nun aber schon angemacht wird und die Aussagen als falsch dagestellt werden, wenn man nach dir Tautologien nennt, weiß ich nicht was ich noch in diesem Thread verloren habe.

Zitat:
(Dein) Beispiel:

3.Potenz einer ganzen(s.u.) Zahl a = Multiplikation von a mit a und Multiplikation des Ergebnisses mit a

Multiplikation einer ganzen Zahl x mit a = x-fache Addition von a

Addition von einer ganzen Zahl y mit a = Weiterzählen von y mit a-vielen "Schritten"

Schrit = "1" dazu zählen

Jeder "höherer" Begriff MUSS ableitbar sein, oder wäre (schlechter, weil "hoher") Grundbegriff.


Ah, jetzt bin ich auch schlauer.

Zitat:
Wer 2 Seiten lang schreibt, warum er nicht den wesentlichen Bestandteil eines 1,5 Seiten langen Textes benennen möchte, hätte diesen sogar 1,333333333... mal abschreiben können. ODER: Den wesentlichen Bestandteil zitieren, und seinen diesbezüglichen Standpunkt ausführlich begründen können.


Der gesammte Text ist wichtig. Und diesen kannst du auch heraus suchen, statt mich dazu aufzufordern. Alle nötigen Hinweiße hast du dazu ja jetzt.

Zitat:
Aha. Wenn Du mir mitteilst, dass ein Spanier einen lateinischen Text übersetzte, dann ist klar, dass er das ins "deutsche" tat. Oder wolltest Du mir eigentlich von einem Deutschen erzählen, der diesen Spanier übersetzte. Hat was von "Stille Post" ="telefono senza filo"(auf italienisch) ="Telefon ohne Kabel" (offensichtlich ein Spruch aus "Vor-Handy-Zeiten")


Ich habe vergessen zuerwähnen, das der Spanier dies ins Deutsche übersetzte. Du hast mich darauf hingewiesen. Ich habe dies klar gestellt. Nun greifst du mich dafür an, das ich etwas klar gestellt habe?

Zitat:
Du hältst nicht viel von ihm, nennst ihnen aber einen "Lesetipp". Dabei besonders interessant: Du willst gerade Dawkins als Hinweis nehmen, dass die Übersetzung nicht gelingt, hältst aber nichts von ihm und wirfst ihm vor "nicht argumentieren zu können".


Richard Dawkins ist weltbekannt. Viele halten große Stücke auf ihn. Ich finde seine Argumentationsart nicht wirklich toll. Persöhnliche Meinung.

Richard Dawkins verwendet, wie ich erwähnte, eine vereinfachte Übersetzung in sein Buch "Gotteswahn". Daher nannte ich diesen Titel als Lesetipp um diese Vereinfachung zulesen. Dies natürlich im Bezug zum Orginal Text. Lies dir bitte noch einmal meine Post hier zudurch.

Zitat:
Nein ! Aber jene Formulierungen Anselms solltest Du benennen, die Du für "bedeutend" aber "unübersetzbar" hältst. Machst Du aber nicht, obwohl Du gerade darauf Deine Argumentation aufbaust. Wie erklärst Du das ?


Anselm von Canterbury ist der Vorreiter des Ontologischen Gottesbeweises. Diesen sollte man in seinen Grundzügen kennen. Es ist schon peinlich sich auf eine Diskussion einzulassen, in dem es um diesen Gottesbeweis geht, wenn man sich nicht mit ihm beschäftigt hat. Du scheinst ihn nicht einmal mehr Ansatzweiße zukennen, da du ansonnsten sofort Anselms Beweis mit ihm in Verbindung gesetzt hättest. Das ich nun hier etwas zitieren soll, das zu allgemein Bildung gehört, für jeden der sich nur Ansatzweiße mit diesem Thema auseinander gesetzt hat finde ich lächerlich. Und ja, dies ist meine Erklärung dafür. Und wäre dieser Beweis nicht so berühmt, würde ich evtl. die orginal Übersetzung suchen. Ich werde diesen Beweis hier nicht weiter erklären, ausser du liest in selbstständig durch. Genauso wenig wie ich irgendjemand hier mit Quellenangaben erklären würde das Adolf Hitler kein gebürtiger Deutscher war.

Zitat:
1. Gerne, wegen "2." : Zahlen ohne "Nachkommawert" heißen "Ganze Zahlen". Also z.B. 1;2;3... , aber auch 0;-1;-2;-3 ... (Aber eben nicht 1,5 ; "pi" ; 3.Wurzel aus 2 ; ...) aaa+bbb=ccc ist keine Formel, sondern eine Gleichung. Frage ist nun, ob es ganze Zahlen a,b,c gibt, so dass die Gleichung wahr ist. Beispiel: a = 1 / b=2 / c =3 1 + 8 = 27 (falsch) Du könntest nun lange suchen, vor ein paar Jahren konnte aber (endlich) bewiesen werden, dass es keine GANZZAHLIGEN Lösungen gibt.(Irgendwelche "krummen" gehen natürlich immer, Beispiel: a=b=1, c= 3.Wurzel aus 2)


Ich bin leider immer noch nicht viel schlauer.

Zitat:
Was für ein Paradox ?? "Wissen kann falsch sein." ist kein Paradox !! Es ist gerade eine Aussage, die das hier von Dir angesprochene Paradox vermeidet, aber das mitteilt, was das Paradox eigentlich sagen will.


Lies die Ausführung von mir bitte noch einmal zuende.

Zitat:
Zitat von mir:
Von mir ist dies frech? Mal überlegen. Wie sahen deine Argumente in diesem Beitrag aus?
Zitat:
[...] Kein Argument.


Eben du hast es erkannt. Deine vermeintlichen Argumente waren allesamt keine Argumente. Daher meine Frage, wie deine Aussahen + die Zitate.

Zitat:
Wichtiges(!) Gegenargument. Aber ohne Erwiderung.


Argument? Na ja, zu jedem Argument gehört ein Beleg. War wohl eher eine These.
Moment, das kann auch keine These sein. Denn du "siehst", somit wäre es eher ein Beleg. In diesem Fall ist es aber auch kein Argument mehr.

Zitat:
Du nennst die "unrhetorische" Überstzung eines Erlebnisberichtes mit Allgemein-Gültigkeits-Anspruch eine Prämisse. (Schon verblüffend genug)


Ähm, das sagtest du. Nicht ich. z.B. Erlebnisbericht habe ich mein Satz niemals bezeichnet.



Und somit fasse ich zusammen. Deine Beiträge bestehen aus, Beschuldigung/Anschuldigung, heruntersetzen meiner Beiträge durch z.B. bestimmte Methapern, Emotionalen Sätzen, der Aufforderung dir Wissen aus dem Internet zusuchen und nicht nur Empfehlung auszusprechen, vielen Sätze, die du nicht als Argumente bezeichnest und dem Kritisieren der Rechtschreibung, wie Grammatikalerstruktur meiner Sätze.
Ich nehme deine Aufforderung an, nicht ein Thread zuverlassen, solange eine Antwort aussteht. Auf deine Ausdrückliche bitte, war dies nun meine vorerst letzte Antwort in diesem Thread. (Normalerweiße überlass ich dies jemand anderen, der Höfflichkeitshalber, aber dies scheinst du ja nicht zuwünschen).

Über PN bin ich natürlich weiterhin zuerreichen. Sollte wirklich noch Aufklärungsbedarf, zu einen Problem das ich aufgeworfen habe, oder ein Misverständnis bestehen. Ich wünsche dir noch einen weiteren netten Diskussionsverlauf. Und bitte antworte nicht auf diese Post. Es wäre ja unhöflich (nach dir), wenn ich daraufhin nicht mehr auf diese antworten sollte. Für mich wäre es unhöfflich mir den Austritt aus dieser zu nichts führenden Diskussion (drehen uns im Kreis) zuverwehren, bzw. nur zuerlauben in dem ich unhöflich auftrete.


mfg. glorin
Rebecca
Zitat:
Original von Amateur
Hallo rebecca !


Ich bin Mathematiker und höre häufig die Kritik der "nüchternen" Mathematik. Ob eine "betrunkene" Philosophie dann aber soviel erstrebenswerter ist, weiß ich nicht.

Tatsächlich sprichst Du einen Verdacht aus, den ich seinem Wesen nach nie so deutlich benannt erwartet hätte:
Philosophie soll garnicht ernsthafte Probleme lösen, sondern ist eine Form der Literatur mit rhetorischem Anspruch. Etwa wie die chinesische Schrift, die sich fantastisch zur Kaligraphie eignet.

Vielleicht lebt der Westen ja auch deswegen in einer so kalten, nüchternen Welt, weil er nur 26 Piktogramme hat, wo der Chinese über tausende von Gemälden verfügt.

Übrigens:
Auf Grund der Zeichenfülle, gibt es kaum Chinesen, die eine chinesische Zeitung komplett verstehen, dafür aber brauchen sie etwa dreimal so lange für´s "Schreibenlernen", wie Europäer.

Gruß Andreas


Hallo Andreas, man sollte nicht vergessen, dass sich Philosophie auch im Grunde genommen als Mittler zwischen (weltlichem) Wissen und (religiösem) Glauben versteht. Unter Berücksichtigung der hinter den Greifbaren/Begreifbaren stehenden Dingen im "mystischen" Bereich (Seele, Sinn, Gottheit) kann ein Herangehen mit Logik auf selbst errichtetem Fundament natürlich durchaus richtig sein, darf sich jedoch nicht auf diese oder "Formelwesen" beschränken.

Es gibt nicht viele bekannte Philosophinnen. Wenn wir jedoch diese einmal aufzählen, dann kommen wir nicht an der großen Mystikerin Katharina von Siena, Hildegard von Bingen vorbei. Hypatias Werke sind verschollen. Es gibt die "Neuauflage eines Buches eine Gilles Ménage aus dem 17. Jhdt. der 1960 ein Buch schrieb: Mulierum philosopharum historia mit Namen von Philosophinnen wie bsp. Diotima, Arete, Theodora etc.

Nun kann man aus der Zeit heraus verstehen, weshalb es Philosophinnen so schwer hatten. Die alten Griechen beschäftigten sich lieber mit Lustknaben, denen sie Gehör schenkten. Eine Frau musste sich schon al Kurtisane in die Männerwelt einbringen, um ihre Ideen zu publizieren. Zwinker

Umberto Ecco mutmaßt in einem seiner neueren Bücher: <<Es ist nicht so, dass es keine Philosophinnen gab. Es ist vielmehr so, dass die Philosophen es vorzogen, sie zu vergessen, womöglich nachdem sie sich ihre Ideen angeeignet haben.<< großes Grinsen

Warum ich das überhaupt anführe? Welche Frau käme auf eine solche Idee, mit Zahlen, Formeln, mit Beschränkungen in der Sprache an eine Aufgabe heranzugehen, die eine intensive Beschäftigung und Weiterführung eines Gedankens beinhaltet, zum Zwecke des Eintauchens in die geheimnisvolle Welt der Philosophie! Freude

Philosophie ist die Liebe zur Weisheit. Nicht die Liebe und Suche nach "ohne viele Worte". So wie: Ich Tarzan, du Jane.... So bitte nicht. großes Grinsen

Ach, nur die Meinung einer Frau. Macht weiter, Jungs! Wie es euch gefällt! roll

Man kann sich mit Philosophie "so und so" beschäftigen. Man kann sich mit möglichst vielen Philosophen und ihren Werken auseinandersetzen, diese interpretieren, bzw. deren Denkweise zu verstehen suchen. Man kann sich deren "Ideologie" aneignen. Man kann sie auch als Grundlage zum eigenen! Weiterdenken begreifen.
Oder man kann gänzlich "unbeleckt" von Nietzsche, Kant und Konsorten "seine" Welt, "sein ich und selbst", "seinen Gott" und "seinen Sinn" überlegend, grübelnd, nachdenkend, wie auch immer, suchen und finden.

Ich finde, eure "Fachsprache" nimmt etwas.

Freundliche Grüße
Rebecca winken