nikoweird
hallo
tut mir leid, wenn ich jetzt nicht so viel Anfangs-Text schreibe wie sonst, aber ich will eigentlich nur wissen:
-Wie kann es eine altruistische(re) Gesellschaft gegen?
-gibt es dazu einen besseren Weg als den alten Kommunismus und Sozialismus?
(wobei man ,,Sozial'' nicht nur-wie damals hauptsächlich-als politsche Geldumverteilung sieht)
-Wie kann man einen Menschen dazu erziehen?
-Ist der ethische Egoismus mit ihm vertretbar?
-ist der Mench von Grund auf ein Egoist (gesellschaft=Egoismen, die zufriedengestellt werden müssen)?
-sollte jeder Mensch das Recht auf Altruismus haben, um dadurch zufrieden zu sein??
danke für die Mühe!
niefre44
hallo.gibt es das wort schon noch,ich dachte es wurde in "soziale angst" gewandelt.
Jörn
| Zitat: |
Original von nikoweird
-ist der Mench von Grund auf ein Egoist |
Sicher, das ist vermutlich auch der Grund, warum Mitfühlen tief in uns (von mir aus kann man das auch naturalistisch sagen: mittels Spiegelneuronen etc.) verwurzelt ist.
Kai
Der Mensch hat egoistische und altruistische Gefühle. Das hängt wahrscheinlich mit unserer Naturgeschichte zusammen. Wir sind aus Herdentieren hervorgegangen, nicht aus Einzelgängern, waren innerhalb der Gruppe aber Einzelwesen (im Gegensatz zu zB Ameisen). Deshalb ist der Mensch schon von seiner Natur her ein ambivalentes Wesen. Die Gesellschaften, die den Menschen in seiner Ambivalenz sehen und akzeptieren, sind am erfolgreichsten. Es hat immer wieder Versuche gegeben, gesellschaftliche Verhältnisse zu schaffen, die nur auf eine dieser beiden Seiten des Menschen aufbauten und die andere ignorierte oder abzuschaffen versuchte. Diese Versuche sind besonders im 20. Jahrhundert gescheitert.
Zur altruistischen Seite des Menschen haben die beiden englischen Philosophen Anthony Ashley Cooper und Francis Hutcheson interessantes geschrieben.
Archibald
| Zitat: |
Original von nikoweird
......................................
-gibt es dazu einen besseren Weg als den alten Kommunismus und Sozialismus?.................... |
Die Frage muss umgekehrt lauten:
"Gibt es einen besseren Weg zum Kommunismus (bzw. Sozialismus) als den Altruismus" ?
nikoweird
| Zitat: |
Original von niefre44
hallo.gibt es das wort schon noch,ich dachte es wurde in "soziale angst" gewandelt. |
Was? Altruismus ist in soziale Angst umgewandelt worden?
nikoweird
Ist der Mensch von Grund auf eine Egoist? (Zitat)
(Zitat)Sicher, das ist vermutlich auch der Grund, warum Mitfühlen tief in uns (von mir aus kann man das auch naturalistisch sagen: mittels Spiegelneuronen etc.) verwurzelt ist.
Irgendwie widersprechen sich dein erster und dein Satz? Oder
grüße
nikoweird
Zitat von Kai:
Wir sind aus Herdentieren hervorgegangen, nicht aus Einzelgängern, waren innerhalb der Gruppe aber Einzelwesen (im Gegensatz zu zB Ameisen). (Zitatende)
warum sind wir innerhalb der Gruppe Einzelwesen?
Und warum Ameisen nicht?
Grüße
Kai
Hallo nikoweird!
Der Ameisenstaat gleicht einem einzigem Organismus. Die einzelnen Ameisen sind wie Zellen dieses Organismus. Sie sind durch ihre Natur auf ihre Rolle festgelegt. Sie können gar nichts anderes sein, als sie sind. Die Arbeiter-Ameisen und die Soldaten-Ameisen können sich selbst nicht fortpflanzen und haben keinen individuellen Überlebenstrieb. Ähnlich wie in unserem Körper die weißen Blutkörperchen. Die Königin ist auf Grund ihrer Natur Königin, nur sie kann Eier legen, sie ist sozusagen der Eierstock des Organismus. Die Männchen haben keine andere Funktion, als die Königin zu begatten, sie sind sozusagen die Hoden des Organismus. Die Ameisen haben Sinn und Zweck nur bezogen auf ihren Stamm.
Das ist bei Herden-Säugetieren anders. Die Tiere leben zwar in Gruppen, geben sich gegenseitig Schutz, kämpfen gemeinsam für ein Territorium etc. Aber innerhalb der Gruppe ist jedes Tier ein Individuum. Jedes kann sich fortpflanzen und hat einen eigenen Überlebenswillen. Die Herde hat ein oder mehrere Leittiere und eine Rangordnung. Diese ist aber nicht von vornherein festgelegt. Die Nachwachsenden kämpfen um ihren Platz, jedes Tier versucht oben in der Rangordnung zu stehen. Denn die Hochrangigen haben die besten Futterplätze und oft dürfen nur sie sich fortpflanzen, also ihre Gene an die nächste Generation weitergeben.
Nun ist der Mensch kein Herdentier. Wir haben ein viel größeres Gehirn und damit eine viel komplexere Psyche, wir haben eine viel komplexere Gesellschaft als es jede Tierherde sein kann. Und wir haben uns zu Kulturwesen entwickelt. Deshalb braucht man bei der Untersuchung und Erklärung des modernen Menschen die Psychologie, die Soziologie und viele weitere Wissenschaften. Aber da wir von Tieren abstammen und eine über Jahrmillionen gehende Naturgeschichte haben, brauchen wir zur Beurteilung des Menschen auch die Biologie. Und von unserer Naturgeschichte her sind wir Altruisten und Egoisten.
nikoweird
Zitat von Kai:
Der Ameisenstaat gleicht einem einzigem Organismus. Die einzelnen Ameisen sind wie Zellen dieses Organismus. Sie sind durch ihre Natur auf ihre Rolle festgelegt.
Die Menschheit kann man doch genauso mit einem Organismus vergleichen..?
Deine These, dass der,, Mensch innerhalb der Gruppe aber ein Einzelwesen'' ist, ist eher eine neuzeitlich-moderne Individualismus-Theorie. Ber wie sagte rock Hudson:
Individualismus bedeutet heute, dass man alles tut, was alle anderen tun – bloß einzeln.
grüße
niefre44
nikoweird.Nein,das wort Altruismus wurde in soziale angst gewandelt.also es ist diese psychische zusammensetzung
nikoweird
| Zitat: |
Original von niefre44
nikoweird.Nein,das wort Altruismus wurde in soziale angst gewandelt.also es ist diese psychische zusammensetzung |
das macht doch überhaupt keinen Sinn

Altruismus (lat. alter ‚der Andere‘) ist definiert als eine Verhaltensweise, die einem Individuum mehr Kosten als Nutzen einbringt zugunsten eines anderen Individuumsist ist Soziale Angst ist SChüchternheit und Menschenphobie, was hat das mit Altruismus zu tun?
niefre44
nikoweird.Man glaubt kein nutzen daraus zu ziehen aber man unterwirft sich auf eine art der gesellschaft weil man daraus vorteile zieht.man muss eigen bedürfnisse zurückschrauben um sich der Masse zu unterwerfen.Genauso wird dadurch z.b soziale hilfe,der sadismus befriedigt.
nikoweird
| Zitat: |
Original von niefre44
Genauso wird dadurch z.b soziale hilfe,der sadismus befriedigt. |
und was hat jetzt Soziale Hilfe mit Sadismus zu tun
zitat:
Man glaubt kein nutzen daraus zu ziehen aber man unterwirft sich auf eine art der gesellschaft weil man daraus vorteile zieht.
Du sagst, man sieht keinen Nutzen/Vorteil aber man unterwirft sich....weil man darin Nutzen/Vorteile sieht.
niefre44
da habe ich mich schlecht ausgedrückt.Man glaubt keinen nutzen zu ziehen,aber man macht es.
soziale hilfe ist eine befriedigung seines sadismus,wenn auch anders abgeführt
nikoweird
achso ist das...
ete
| Zitat: |
Original von niefre44
da habe ich mich schlecht ausgedrückt.Man glaubt keinen nutzen zu ziehen,aber man macht es.
soziale hilfe ist eine befriedigung seines sadismus,wenn auch anders abgeführt |
Cool- Ärzte ohne Grenzen: Sadismusbefriedigung; THW: Sadismusbefriedigung.
Na ja, ganz so einfach ists nun auch nicht mit einem gesunden sozialen Engagement. Was Du meinst ist das 'Helfersyndrom' , da treffen Deine Beschreibungen zu.
Bei Altruismus kommt es drauf an, ob Agape oder Helfersyndrom Wortführer sind.
Kai
| Zitat: |
| Die Menschheit kann man doch genauso mit einem Organismus vergleichen..? |
Man kann die Menschheit durchaus als einen Organismus sehen. Nur sollte dabei nicht übersehen werden, dass dieser Organismus nicht aus Zellen oder Ameisen besteht, sondern aus Menschen, die ein Ich-Bewusstsein haben, Leid und Freude erleben, eigene Lebensziele haben etc. Weltanschauliche Bewegungen, die das nicht sahen, haben übelste Sachen angerichtet, zB Krebsgeschwüre beseitigt. Für die Nazis waren solche Krebsgeschwüre die Behinderten und die Juden, für die Kommunisten waren das die Volksfeinde, sprich die Menschen, die sich ihrem Fanatismus und ihren Phantastereien nicht unterwarfen.
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| Deine These, dass der,, Mensch innerhalb der Gruppe aber ein Einzelwesen'' ist, ist eher eine neuzeitlich-moderne Individualismus-Theorie. |
Ich sehe oft Tierfilme. Solche wo die Tiere und ihr Verhalten wissenschaftlich untersucht werden. Ich weiß deshalb, dass die Einzelwesen in der Gruppe ein seit Jahrmillionen existierender Fakt ist und keine neuzeitlich Individualismus-Theorie.
nikoweird
| Zitat: |
Original von Kai
Ich sehe oft Tierfilme. Solche wo die Tiere und ihr Verhalten wissenschaftlich untersucht werden. Ich weiß deshalb, dass die Einzelwesen in der Gruppe ein seit Jahrmillionen existierender Fakt ist und keine neuzeitlich Individualismus-Theorie. |
Und wie sieht das bei den Ameisen aus? Ich kenne mich da nicht so gut aus...also wie sieht es aus, wenn die Ameisen keine ,,Einzelwesen in der Gruppe'', sondern sozusagen ,,Kollektivwesen'' sind?
Grüße
niefre44
ete.Soziales empfinden ist auch ein egoistisches bedürfniss.Ob es sich jetzt als helfersyndron outet oder nicht
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