Moral

Seitenlicht
Zitat:
Original von metin
» Es ist falsche, den andere zu schaden, weil man nicht selber schaden erleiden will. «

Dann kann man also sagen, daß jeder seinen Schaden weg hat. Der beginnt
wie immer mit der Geburt. Oder bin ich jetzt einen Schritt zu weit?^^
metin
Zitat:
Original von Thanasius Lakon

Ich habe doch gar keine zwei verschiedene Fälle benannt, sondern lediglich zwei Sichtweisen auf dieselbe Sache (nämlich die Einrichtung eines Staates). Meiner Ansicht nach ist ein Staatsvertrag, in dem alle Mitglieder einen Teil ihrer „Freiheit“ freiwillig abtreten, um dann den Schutz des Souveräns zu genießen, niemals auf moralische Werte gerichtet. Wäre den Mitgliedern des Staates tatsächlich an Moral gelegen, wäre der Staat doch völlig überflüssig?! Aber vielleicht sollte man hier einmal definieren, was man unter Moral versteht bzw. welche Handlungen tatsächlich moralisch genannt werden können.


Hallo thanasius,
dieser Tatsache ist sehr einleuchten. Wenn die Mietglieder mit der Moral ernst nehmen würde, dann würde die Existenz des Staates. Denn der Staat sollten dafür sorgen, das zwischen den Mietglieder keine Ungerechtigkeit. wenn sich alle Mietglieder nach moralische REGEL halten. Wenn sich alle an die Regel halten, dann würde niemand auf die Idee kommen, dann müsste der Staat niemand schützen.
Wenn der Staat Ungerechtigkeit nicht verhindern, dann gefährde der Staat seiner Existenz

Lieber Grüssen
Metin Öztaskin
metin
Zitat:
Ich verstehe unter moral nicht Gut und Böse. Ich hoffe dass wir da nicht aneinander vorbeireden. Wenn ich von maoral rede meine ich den Teil des Überichs (Freud), der sich von der gesellschaft gegebenen, in unsrem Hirn ergeben hatt. Dass ist für mich moral, bloß reden wir hier nicht was von den menschen egeben wurde, sondern darüber wie die moral am besten aussehen würde. Wenn wir darüber reden was für uns selbst gut oder schlecht ist behandeln wir das Es, und da gehört moral nicht hinein. Nun richtet die Moral alles was für unsre mitmenschen auch gut ist. Daher habe ich versucht regeln zu erfinden welche für alle möglichst gut wären, wenn sich jeder daran halten würde. und genau dieses kam dabei heraus, es ist jedoch noch voll mit lücken, die es zuu füllen gilt. was zum beispiel noch fehlt ist die moralische behandlung von tieren, die ich nicht zu beantworten weiß. ich weiß noch nicht ob dass leben ner ameise genauso viel wert is wie dass von nem menschen &Co.


hallo,
hat die Moral wirklich nichts mit Gut bzw. Böse zu tun? Ich meine, es hat doch mit Gut bzw. Böse zu tun. Die Gesellschaft hat dazu bestimmte Verhaltensweise als gut zu bewerten und bestimmte Verhaltensweise als schlecht zu. Die Verhaltensweise sind gut, die für den soziale Frieden konstruktiv sind. Und solche Verhaltensweise sind schlecht, die den soziale Frieden bedrohen. Das ist eigentlich ganz einfaches Prinzip. Das überich ist wohl die Gesellschaft bzw. die Erziehung?
Regel sind für das Zusammenleben notwendig. Ohne Regel kann das Zusammenleben nicht funktionieren. Regel werden befolgt, wenn sie einsichtig sind und wenn sie die Leute dahin führen, wohin sie gerne wollen. Die Menschen nehmen manche Beschränkungen hin, wenn die Gründe für die Einschränkung einsichtig. Die Menschen sind soziales Wesen. Es ist auch noch eine Frage, ob die Regel Erfindung ist, oder ob sie sich aus den Leben ergeben?
Ich würde nicht sagen, dass die Frage, wie man die Tiere behandelt offen bleibt. Die Regel lässt in der Frage, wie man mit den Tiere behandeln, große Ermessraum. Doch es ist moralische Geboten, die Tiere rucksichtvoll zu behandeln. Es ist sind Lebewesen, und deshalb ein Werte an sich sind.
Es ist eine interessante Frage, ob das Leben eine Ameise genau soviel Wert wie die des Menschens. Ich glaube aber nicht. da die Anzahl der Ameise weit groß ist.
Die Natur dafür, dass die individuelle Anzahl der Lebewesen groß, die größere Gefahren ausgesetzt sind. Das ist eine intelligent Mechanismus. Der Ameise ist mehr Gefahren ausgesetzt als de Menschen.
Lieber Grüssen
Metin Öztaskin
metin
Zitat:
Original von Zeitenlicht
Dann kann man also sagen, daß jeder seinen Schaden weg hat. Der beginnt
wie immer mit der Geburt. Oder bin ich jetzt einen Schritt zu weit?


Haloo zeitenlicht,
so habe ich das nicht gemeint,
ich hatte vielmehr gemeint, das man nicht schade erleiden will, soll man den Mitmenschen keinen Schaden zu fügen
Seitenlicht
Zitat:
Original von metin
» Haloo zeitenlicht,
so habe ich das nicht gemeint,
ich hatte vielmehr gemeint, das man nicht schade erleiden will, soll man den Mitmenschen keinen Schaden zu fügen «

Ich würde es kurz und knapp mit einem Satz sagen: Empfindenden Wesen
sollte kein Schaden zugefügt werden.

Für das Leben an sich gilt selbstverständlich, daß es so wenig Nachteile wie
möglich einfährt. Aber wer sagt, daß nicht schon das Leben selbst ein Nachteil
ist, und der Tod die Behebung dieses Nachteils? Was machen Eltern? Sie
erschaffen aus Unbelebten ein empfindendes Geschwür, ein Schaden.
metin
Zitat:
Original von Zeitenlicht
Ich würde es kurz und knapp mit einem Satz sagen: Empfindenden Wesen
sollte kein Schaden zugefügt werden.


hallo Zeitenlicht,
du meinst sensible Menschen sollten andere Menschen keine Schaden zufügen?

Zitat:
Original von Zeitenlicht
Für das Leben an sich gilt selbstverständlich, daß es so wenig Nachteile wie
möglich einfährt. Aber wer sagt, daß nicht schon das Leben selbst ein Nachteil
ist, und der Tod die Behebung dieses Nachteils?

Wieso hast du so eine pessimistische Einstellung zum Leben? Das Leben ist doch eine Chance etwas zu verwirklichen.

Zitat:
Was machen Eltern? Sie
erschaffen aus Unbelebten ein empfindendes Geschwür, ein Schaden.

die Menschen können nicht aus Unbelebten etwas belebtes schaffen

Lieber Grüssen
Metin Öztaskin
FLorian K.
@ Threaderöffner:

Du stellst Dir die Frage nach der Letztbegründung der Moral. Das ist eine gute Frage. An dieser Frage muss sich jeder Philosoph die Zähne ausbeißen und wer behauptet, die Antwort zu kennen, den mag ich mehr einen Philodox als einen Philosophen nennen.

Letztlich scheitert jeder Versuch der Formulierung von Ethik. Man kann zwar in sich schlüssige ethische Systeme aufstellen, doch kommt man irgendwann an den Punkt, dass deren Prämissen nicht beweisbar sind.

Man könnte sich verschiedene Antworten denken, beispielsweise:

Eine konsequentialistische Ethik
Hier scheitert man aber an mehreren Punkten.
Erstens scheitert man daran, dass man nicht in die Zukunft sehen kann und daher nicht sagen kann, ob eine Handlung auch zu dem gewünschten Erfolg führt.
Man kann also das Beste beabsichtigen und trotzdem etwas, nach eigener Definition, Negatives erreichen.
Bei rein konsequentialistischer Betrachtung wäre eine Handlung, die "das Gute" beabsichtigt und "das Schlechte" erreicht, genauso verwerflich, wie eine Handlung die "das Schlechte" beabsichtigt und das gleiche Ergebnis hervorbringt.
Zweitens scheitert man bei allen konsequentialistischen Ethiken an der logischen Unvergleichbarkeit moralischer Weritgkeiten. Man kann nicht sagen eine Handlung sei um den Faktor 1,5 moralischer als eine andere Handlung.
Ist es doppelt so unmoralisch 2 Menschen umzubringen, wie einen Menschen umzubringen?
Was wäre, wenn wir das Leben von 68,2 Schimpansen gegen das von 67,3 Gorillas aufwiegen?
Stell Dir vor, Du hättest die Wahl:
Zwei Menschen wird der kleine Finger ohne Betäubung amputiert oder einem Menschen die ganze Hand mit Betäubung? Wie würde ein Konsequentialist da wohl entscheiden?

Deontologische Ethiken scheitern einfach an der Verabsolutierung ihrer Prämissen:
Wenn Folter an und für sich böse ist, dürfte man auch nicht einen Einzelnen foltern, selbst wenn man dadurch Millionen von Menschen retten könnte.

Tugendethiken scheitern letztlich an ihrer Beliebigkeit. Denn vorher muss man die, der Ethik zugrundeliegende, Tugend definieren.
Womit man bei einer deontologischen Ethik landen würde.
Oder sie ist eben... beliebig.

Ich persönlich betrachte Ethik als eine soziale Funktion, die sich in der menschlichen Entwicklung als vorteilhaft erwiesen hat.
Dies ist meiner Ansicht nach auch das beste Argument für Ethik überhaupt:
Wir haben Ethik, denn wir könnten nicht ohne sie.
Wobei dies natürlich auch eine gewisse Beliebigkeit miteinschließt.
iam_eb
Zitat:
Original von FLorian K.
@ Threaderöffner:

Du stellst Dir die Frage nach der Letztbegründung der Moral. Das ist eine gute Frage. An dieser Frage muss sich jeder Philosoph die Zähne ausbeißen und wer behauptet, die Antwort zu kennen, den mag ich mehr einen Philodox als einen Philosophen nennen.

Ich meine, auch wenn ich es nicht weiß, dass es keine Letztbegründung gibt. Und zwar meine ich der Versuch eine Antwort auf diese Frage zu finden, bedeutet einer subjektiven Sache den Rang der Objektivität zu zusprechen.
metin
Zitat:
Original von FLorian K.
@ Threaderöffner:

Du stellst Dir die Frage nach der Letztbegründung der Moral. Das ist eine gute Frage. An dieser Frage muss sich jeder Philosoph die Zähne ausbeißen und wer behauptet, die Antwort zu kennen, den mag ich mehr einen Philodox als einen Philosophen nennen.


Hallo Forian,
du meinst, die Moral kann man nicht letztbegründet. Wer behauptet, die Antwort zu kennen, der deinen Meinung philodox. Aber was ist Phildox?

Zitat:
Letztlich scheitert jeder Versuch der Formulierung von Ethik. Man kann zwar in sich schlüssige ethische Systeme aufstellen, doch kommt man irgendwann an den Punkt, dass deren Prämissen nicht beweisbar sind.


DU meinst jedes ethisch System ist scheitert verurteilt, wenn man vom Ausgangsätze ausgeht, die nicht beweisbar sind.
Ich meine, ein ethisches system ist dann zum scheitern verurteil, wenn es mehr fordern, als die Menschen vom ihre Beschaffenheit in Lage sind


Zitat:
Eine konsequentialistische Ethik
Hier scheitert man aber an mehreren Punkten.
Erstens scheitert man daran, dass man nicht in die Zukunft sehen kann und daher nicht sagen kann, ob eine Handlung auch zu dem gewünschten Erfolg führt.


Dieser Feststellung ist nicht richtig. man kann doch sagen, dass ein bestimmte Handlung den gewünschte Erfolg bringt. Wenn man auf Andere und deren Interesse Rücksicht nimmt, so ist gute Voraussetzung für den sozial Frieden geschaffen.

Zitat:
Man kann also das Beste beabsichtigen und trotzdem etwas, nach eigener Definition, Negatives erreichen.
Bei rein konsequentialistischer Betrachtung wäre eine Handlung, die "das Gute" beabsichtigt und "das Schlechte" erreicht, genauso verwerflich, wie eine Handlung die "das Schlechte" beabsichtigt und das gleiche Ergebnis hervorbringt.


Wie soll das funktionieren? Aus gute Absicht soll SCHLECHT folge haben und schlechte Absicht. Wenn man jemand bestiehl will, so ist das schlechte Absicht und die Folge ist auch schlecht

Zitat:
Deontologische Ethiken scheitern einfach an der Verabsolutierung ihrer Prämissen:
Wenn Folter an und für sich böse ist, dürfte man auch nicht einen Einzelnen foltern, selbst wenn man dadurch Millionen von Menschen retten könnte.


Welche Ethik heiß Folter für gut? Wie kann man durch Folter Millionen vom Menschen retten?

Zitat:
Tugendethiken scheitern letztlich an ihrer Beliebigkeit. Denn vorher muss man die, der Ethik zugrundeliegende, Tugend definieren.
Womit man bei einer deontologischen Ethik landen würde.
Oder sie ist eben... beliebig.


Was ist eigentlich mit der zugrundliegende Tugend gemeint? Die Ethik soll den Menschen Orientierung geben und ihnen Helfen ein friedliches Zusammenleben zu finden. Und tugendliches Verhalten ist, wenn man auf anderen Menschen Rücksicht nimmt Hat jeder Ethik eine Tugend, die ihre zugrunde liegt?

Zitat:
Ich persönlich betrachte Ethik als eine soziale Funktion, die sich in der menschlichen Entwicklung als vorteilhaft erwiesen hat.
Dies ist meiner Ansicht nach auch das beste Argument für Ethik überhaupt:
Wir haben Ethik, denn wir könnten nicht ohne sie.

Wen du meinst die Ethik hat sich aus Erfahrung entwickelt, dann muss ich dir Recht geben. Man wahrscheinlich die Erfahrung gemacht, dass bestimmtes Verhalten für die friedliche Koexistenz sehr nützlich ist.
Es ist eine Tatsache, das die Menschen ohne Ethik nicht friedlich sein können, denn wir brauchen Orientierung. Ohne Orientierung können wir nicht einsichtig handeln. Mit einsichtig handeln meine ich, dass es manche Situationen vorteilhaft ist, wenn man die persönliches Interesse nicht in der Vordergrund stellt.


Lieber Grüssen
Metin Öztaskin
metin
Zitat:
Original von FLorian K.
Zweitens scheitert man bei allen konsequentialistischen Ethiken an der logischen Unvergleichbarkeit moralischer Weritgkeiten. Man kann nicht sagen eine Handlung sei um den Faktor 1,5 moralischer als eine andere Handlung.
Ist es doppelt so unmoralisch 2 Menschen umzubringen, wie einen Menschen umzubringen?
Was wäre, wenn wir das Leben von 68,2 Schimpansen gegen das von 67,3 Gorillas aufwiegen?
Stell Dir vor, Du hättest die Wahl:
Zwei Menschen wird der kleine Finger ohne Betäubung amputiert oder einem Menschen die ganze Hand mit Betäubung? Wie würde ein Konsequentialist da wohl entscheiden?


Hallo Florian.
Ich möchte mich noch mal zur Worte melden. Ich denke, man kann nicht allgemeine sagen, welche Handlung unmoralische ist. Das ich nach meiner Auffassung von der Situation abhängig. Man kann nicht sagen, das es doppelt unmoralische ist, wenn 2 Menschen umbringt, aber es eine Tatsache, das man mehr leide verursache, wenn man zwei Menschen umbringt.
Was meinst du mit den Vergleich vom Schimpansen und Gorillas? Kann man das Leben eine Art gegen andere Art aufwiegen? Moral ist keine Mathematik
Würde sich der konsequentsalisch für das Finger entscheident, weil das Finger amputieren, wenigern leiden verursacht.
Worauf willst du mit diesen Fragen hinaus? Das ist mir nicht klar geworden.

Lieber Grüssen
Metin Öztaskin
FLorian K.
Zitat:
Original von metin

Hallo Forian,
du meinst, die Moral kann man nicht letztbegründet. Wer behauptet, die Antwort zu kennen, der deinen Meinung philodox. Aber was ist Phildox?



Ein Philodox ist im Gegensatz zum Philosophen jemand, der nicht das Wissen, sondern nur seine Meinung liebt.

Zitat:

DU meinst jedes ethisch System ist scheitert verurteilt, wenn man vom Ausgangsätze ausgeht, die nicht beweisbar sind.
Ich meine, ein ethisches system ist dann zum scheitern verurteil, wenn es mehr fordern, als die Menschen vom ihre Beschaffenheit in Lage sind


Ich meine, dass ein ethisches System nicht zwangsläufig den Gesetzen logischer Schlüsse folgen muss.
Ich halte die Ableitung einer Ethik aus (sprach-)logischen Schlüssen für problematisch.

Zitat:

Dieser Feststellung ist nicht richtig. man kann doch sagen, dass ein bestimmte Handlung den gewünschte Erfolg bringt. Wenn man auf Andere und deren Interesse Rücksicht nimmt, so ist gute Voraussetzung für den sozial Frieden geschaffen.


Konkrete Handlungen können nicht sicher, sondern nur höchst wahrscheinlich zu einem bestimmten Ergebnis führen.

Wie ich bereits sagte:
Man kann also das Beste beabsichtigen und trotzdem etwas, nach eigener Definition, Negatives erreichen.
Bei rein konsequentialistischer Betrachtung wäre eine Handlung, die "das Gute" beabsichtigt und "das Schlechte" erreicht, genauso verwerflich, wie eine Handlung die "das Schlechte" beabsichtigt und das gleiche Ergebnis hervorbringt.

Zitat:

Wie soll das funktionieren? Aus gute Absicht soll SCHLECHT folge haben und schlechte Absicht. Wenn man jemand bestiehl will, so ist das schlechte Absicht und die Folge ist auch schlecht


Stell Dir vor jemand plant einen Amoklauf und Du stiehlst ihm seine Pistole, aber nicht in der Absicht den Amoklauf zu verhindern, sondern nur um Dich an ihm zu bereichern.
Trotzdem verhindert Deine eigentlich schlechte Handlung (stehlen) den Amoklauf.

Zitat:

Welche Ethik heiß Folter für gut? Wie kann man durch Folter Millionen vom Menschen retten?


Nehmen wir an ein Terrorist hat eine Bombe versteckt und weigert sich zu sagen wo. Wenn man die Bombe rechtzeitig findet, könnte man sie entschärfen.
Dürfte man ihn dann foltern?

Zitat:

Was ist eigentlich mit der zugrundliegende Tugend gemeint?


Die Meinung darüber, was tugendhaft ist und was nicht kann sehr weit auseinandergehen.
Was wäre objektiv tugendhaft?

Zitat:

Die Ethik soll den Menschen Orientierung geben und ihnen Helfen ein friedliches Zusammenleben zu finden. Und tugendliches Verhalten ist, wenn man auf anderen Menschen Rücksicht nimmt Hat jeder Ethik eine Tugend, die ihre zugrunde liegt?
Wen du meinst die Ethik hat sich aus Erfahrung entwickelt, dann muss ich dir Recht geben. Man wahrscheinlich die Erfahrung gemacht, dass bestimmtes Verhalten für die friedliche Koexistenz sehr nützlich ist.
Es ist eine Tatsache, das die Menschen ohne Ethik nicht friedlich sein können, denn wir brauchen Orientierung. Ohne Orientierung können wir nicht einsichtig handeln. Mit einsichtig handeln meine ich, dass es manche Situationen vorteilhaft ist, wenn man die persönliches Interesse nicht in der Vordergrund stellt.


Du siehst offensichtlich die friedliche Koexistenz an Leitprinzip Deiner Ethik an.
Dies wirft aber weitere Fragen auf:
Wie ist es beispielsweise, wenn eine Person sich gegen die Prinzipien einer friedlichen Koexistenz verhält?
Dürfte man dann gegen diese Person zu aggressiven Mitteln greifen?

Ich möchte mich noch mal zur Worte melden. Ich denke, man kann nicht allgemeine sagen, welche Handlung unmoralische ist. Das ich nach meiner Auffassung von der Situation abhängig. Man kann nicht sagen, das es doppelt unmoralische ist, wenn 2 Menschen umbringt, aber es eine Tatsache, das man mehr leide verursache, wenn man zwei Menschen umbringt.

Zitat:

Was meinst du mit den Vergleich vom Schimpansen und Gorillas? Kann man das Leben eine Art gegen andere Art aufwiegen? Moral ist keine Mathematik
Würde sich der konsequentsalisch für das Finger entscheident, weil das Finger amputieren, wenigern leiden verursacht.
Worauf willst du mit diesen Fragen hinaus? Das ist mir nicht klar geworden.


Wenn Du sagst, eine Handlung verursache mehr Leid als eine andere, legst Du schon ein mathematisches Kriterium an.
Du sagst doch letztlich:

Leid(Handlung)A > Leid(Handlung)B

Die genannten Fragen bezogen sich auf hypothetische Beispiele.

Zitat:

Würde sich der konsequentsalisch für das Finger entscheident, weil das Finger amputieren, wenigern leiden verursacht.


Genau das ist hier die Frage, die der Konsequentialist eben nicht abschließend beantworten kann.
Man kann der Meinung sein, das Leid welches durch die Amputation einer Hand bei einem Menschen verursacht wird, sei größer als das Leid, welches durch die Amputation einzelner Finger von fünf Leuten verursacht wird.
Letztlich bleibt dies aber eine Meinung, die nicht mit den Mitteln der Logik begründbar ist.

Du hast es richtig erkannt:

Moral ist keine Mathematik
pnovell
Zitat:
Genau das ist hier die Frage, die der Konsequentialist eben nicht abschließend beantworten kann. Man kann der Meinung sein, das Leid welches durch die Amputation einer Hand bei einem Menschen verursacht wird, sei größer als das Leid, welches durch die Amputation einzelner Finger von fünf Leuten verursacht wird. Letztlich bleibt dies aber eine Meinung, die nicht mit den Mitteln der Logik begründbar ist.

nun, das ist nicht richtig und das ganze beispiel ist auch etwas gekünstelt gewählt.
hier kann man sehr wohl mit den mitteln der logik z.b. anhand der funktionalität von fingern und hand unter berücksichtigung der lebensumstände der jeweiligen potentiellen amputationsopfer entscheiden, was letztendlich zu mehr leid führen würde.
eigentlich taugen aber derartig konstruierte beispiele grundsätzlich nicht zur aufstellung moralischer bewertungen, denn sie sind entweder unrealistisch oder eben entsprechend anders motiviert, was wiederum eine logische bewertung ermöglicht.
dem beispiel mit den zwei kleinen fingern und der hand, könnte man also einfach mit der frage nach der eigentlichen ursache für den entscheidungszwang begegnen und dementsprechend daraus die richtige moral ableiten.
metin
Zitat:
Original von FLorian K.

Ein Philodox ist im Gegensatz zum Philosophen jemand, der nicht das Wissen, sondern nur seine Meinung liebt.


Hallo Florian,
der Philodox legt mehr auf Subjektivität? Was er meinte ist richtig?

Zitat:
Ich meine, dass ein ethisches System nicht zwangsläufig den Gesetzen logischer Schlüsse folgen muss.
Ich halte die Ableitung einer Ethik aus (sprach-)logischen Schlüssen für problematisch.


Das ist einsichtig Ich meine, die Logik kann man nur Dinge anwenden, die immer gleich bleiben. Und nicht vom der jeweligen Situation sind.

Zitat:
Konkrete Handlungen können nicht sicher, sondern nur höchst wahrscheinlich zu einem bestimmten Ergebnis führen.

man kann nicht sagen, dass eine konkrete Handlung zum Ergebnis führt, sondern die Wahrscheinlich ist groß, die Handlung zum gewünschten Ergebnis führte.


Zitat:

Bei rein konsequentialistischer Betrachtung wäre eine Handlung, die "das Gute" beabsichtigt und "das Schlechte" erreicht, genauso verwerflich, wie eine Handlung die "das Schlechte" beabsichtigt und das gleiche Ergebnis hervorbringt.

Es währe im Endeffekt das gleich, wenn gute Absicht zzum Schlechte Ergebnis und schlechte Absicht zu gleiche Ergebnis führt.

Zitat:
Stell Dir vor jemand plant einen Amoklauf und Du stiehlst ihm seine Pistole, aber nicht in der Absicht den Amoklauf zu verhindern, sondern nur um Dich an ihm zu bereichern.
Trotzdem verhindert Deine eigentlich schlechte Handlung (stehlen) den Amoklauf.


Das ist sehr verständlich erklärt. Indem ich die Waffen stehle, um es vielleicht zu verkaufe, verhindern ich Amoklauf. Obwohl es nicht seine Absicht war.

Zitat:
Nehmen wir an ein Terrorist hat eine Bombe versteckt und weigert sich zu sagen wo. Wenn man die Bombe rechtzeitig findet, könnte man sie entschärfen.
Dürfte man ihn dann foltern?



Das ist eine interessante Frage. im allgemeine ist Folter nicht gut. Das sollte jeder weiß. In diesen Fall würde ich Folter bejahen. Denn es hilft in diesen Fall größere Leid zu verhindern. Wenn die Bombe nicht entschärfe werden kann, kommen vieler unschuldiger Menschen um leben, Leben ist Wert, die man nicht vernichtet darf

Zitat:
Die Meinung darüber, was tugendhaft ist und was nicht kann sehr weit auseinandergehen.
Was wäre objektiv tugendhaft?


Es herrscht keine einheitliche Meinung, was Tugend bzw. tugendhaft ist. So kann man das nicht sagen. Tugendhaft Verhalten ist das Verhalten, was zum Ziel oder Erfüllung der Funktion führt. Die Gemeinschaft hat die Funktion, dass sich die Mitglieder gegenseitig hilft und sich gegenseitig schutzt. Also ist die Tugend des Zusammenleben, dass man aufeinander Rücksicht nimmt. Der Philosoph liebe die Weisheit. Wie kann man zur Wissen bzw. zu Weisheit kommen? indem man viele Fragen stellte. Also ist Fragen stellen ist eine Tugend der Philosophie, durch Fragen kommt zur Weisheit.


Zitat:
Du siehst offensichtlich die friedliche Koexistenz an Leitprinzip Deiner Ethik an.
Dies wirft aber weitere Fragen auf:
Wie ist es beispielsweise, wenn eine Person sich gegen die Prinzipien einer friedlichen Koexistenz verhält?
Dürfte man dann gegen diese Person zu aggressiven Mitteln greifen?


Ich meine Sanktion sind gegen solchen Menschen, die nicht an die Ordnung halten, angebracht. Wo käme wir hin, wenn jeder Mensch machen würde, was ihm in Sinn liegt und niemand an die Ordnung halten. Wenn man Zusammenleben will, brauchen man Regeln.
Außerdem sind die soziales Wesen, das heiß, wenn die Menschen ein Zustande erreichte haben, indem sie wohl fühle, dann werden sie bestrebt sein, diesen Zustande zu halten. Sie können den friedliche zustand erhalten, wenn sie sich die Regel halten.

[/quote] Genau das ist hier die Frage, die der Konsequentialist eben nicht abschließend beantworten kann.
Man kann der Meinung sein, das Leid welches durch die Amputation einer Hand bei einem Menschen verursacht wird, sei größer als das Leid, welches durch die Amputation einzelner Finger von fünf Leuten verursacht wird.
Letztlich bleibt dies aber eine Meinung, die nicht mit den Mitteln der Logik begründbar ist. [/quote]

Ich denke, ethisches Fragen kann man nicht mit Helfe der Logik nicht beantworten. Weil ethisches Regel nicht immer gleich ist, sondern in gwisse Weise vom der Situation ist. Die logik kann man dort anwenden, wenn einzeln Faktoren immer gleich bleiben und nicht vom der Situation abhängig ist

Lieber Grüssen

Metin Öztaskin
metin
Zitat:
Original von metin
Zitat:
Original von FLorian K.

Ein Philodox ist im Gegensatz zum Philosophen jemand, der nicht das Wissen, sondern nur seine Meinung liebt.


Hallo Florian,
der Philodox legt mehr auf Subjektivität? Was er meinte ist richtig?

dann ist das Philosophen, sondern eine Narr. Der Philosoph sollte für das Neue öffnen sein. Er sollte bewusst sein, das sich irren kann.
Lieber Grüssen
Metin Öztaskin