Andique
Ich möchte aus nachfolgend ersichtlichem Zusammenhang diesen Thread eröffnen.
Die Naturgesetze sind nicht etwas, dass der Natur in Form einer Gesetzlichkeit, ähnlich dem bürgerlichen Gesetzbuches, vorgeschrieben sind, dem die Natur dann folgt, um Unanehmlichkeiten zu vermeiden.Wenn der Natur überhaupt eine Gesetzmässigkeit gesetzt ist, dann doch nur in Form eines Prinzips, dass der Natur zwingend vorgelagert ist, aber aus der Natur selbst entsprungen ist. Kausale Abläufe innerhalb der Naturgesetzmässigkeit sind daher "selbstorganisierte und selbstorganisierende" Prinzipien, deren Umsetzung und Erfüllung ausser Frage stehen.Diese Zwangsläufigkeit der Umsetzung ist nur möglich, wenn die Wirkung(en) in der Ursache schon einen existenziellen Stellenwert hat/haben, der wiederum mit der Ursache in einem koexistentiellen Zusammenhang steht. (Und die Ursache in der/n Wirkung(en) sich äussert).Dies kann einerseits heissen, dass es "ohne Wirkung(en) nie eine Ursache gegeben hätte" und andererseits, dass die Wirkung(en) überhaupt keinen existentiellen Zusammenhang mit der Ursache hat.
Also im ersten Fall hätten wir eine Kausalität, wie sie uns im alltäglichen Leben begegnet. Die Blume ist kaputt, weil ein Stein darauf gefallen ist. Wäre die Blume noch heil, hätte es nie einen fallenden Stein gegeben.
Die Kugel rollt, weil sie einen Impuls abbekommen hat. Würde sie nicht rollen, hätte sie auch keinen Impuls abbekommen. (Wird die Kugel versenkt, ist das eine Äusserung der Ursache in der Wirkung).
Im zweiten Fall haben wir eine Verkettung von Ursache(n)/Wirkung(en) Abläufen, an deren Ende die Wirkung(en) vorliegen, die wir betrachtet haben. Diese Wirkung(en) lassen uns nur begrenzt, netzartig verflochten Rückschlüsse auf die zugrunde liegenden Ursach(en) zu.
Es gibt also nicht nur einfache Mechanismen, die einen kausalen Alauf bilden, eine Art Kette, sondern es muss auch eine fundamentale Struktur oder Impuls vorhanden sein, der die Zwangsläufigkeit des Ablaufs garantiert.
Dies ist ein Teil einer notwendigen Begründung, warum wir von einer absoluten Sicherheit der kongruenten Wiederholung der Naturgesetzlichkeit ausgehen können.
Der andere Teil wäre festzustellen, dass das "selbstorganisierte und selbstorganisierende Prinzip" zeitlos und damit immer gültig ist.
Ob Quantenfluktuationen, ob Wasserfontäne, Billiard oder Tiefseetauchen alles kann nur in der Gegenwart wirklich sein.Unsere Erfahrungen, unsere Träume, Naturgesetze, Ursachen und Wirkungen sind an ein Jetzt gebunden. Im Jetzt ist Sein und nur dort.
Dieses Jetzt ist die Voraussetzung aller Voraussetzungen und selbst weder definiert, noch definierbar.
Es ist die Voraussetzung von Bewusstsein, denn was bewusst ist, ist jetzt bewusst.
Es ist die Voraussetzung von Zeit und Raum, denn was ist, ist jetzt.
Es ist die Voraussetzung von Kausalität und Bewegung, darum immer und gleichzeitig, d.h. in allen Zeiten präsent.
Mehr zum Thema Jetzt ist in folgender Lektüre zu lesen, deren Inhalt ich mich voll und ganz anschliesse:
Bewusstsein und Wirklichkeit
Genauso wie einem Punkt aufgrund seiner "Nulldimensionalität" keine Räumlichkeit zukommt, so kommt dem Jetzt keine Zeitlichkeit zu. Nulldimensionalität und Strukturlosigkeit bedeutet Eigenschaftslosigkeit.
Man mag einen Punkt im Raum Koordinaten zuordnen, ihn verorten, dies nimmt dem gesetzten Punkt aber nicht seine "Nicht-Räumlichkeit" und Eigenschaftslosigkeit" (auch wenn ich einem Punkt gedanklich die Eigenschaft Eigenschaftslosigkeit zuordne, ändert dies nichts an der tatsächlichen "Nicht-Räumlichkeit und Eigenschaftslosigkeit" des Punktes).
Das Jetzt ist also zeitlos und überall.
Das Jetzt ist die hinreichende Bedingung, dass wir tatsächlich von einer absoluten Sicherheit der kongruenten Wiederholung der Naturgesetzlichkeit ausgehen können.
Das Jetzt ist das "selbstorganisierte und selbstorganisierende Prinzip" und zugleich dessen Voraussetzung.
| Zitat: |
Original von Andique ich muss mich nicht zwangsläufig Kant's Beweisweg über die absolute Sicherheit der Wiederholbarkeit der Naturgesetzlichkeit (gibt es dafür ein Fremdwort?) anschliessen, da mir persönlich zwei weitere, andersgeartete Beweiswege bekannt sind dies zu beweisen. Philipp Wehrli: Mich interessieren Argumente sowieso mehr als wer sie entdeckt hat. Nenn doch mal den besten Beweis, den du kennst. |
Die Naturgesetze sind nicht etwas, dass der Natur in Form einer Gesetzlichkeit, ähnlich dem bürgerlichen Gesetzbuches, vorgeschrieben sind, dem die Natur dann folgt, um Unanehmlichkeiten zu vermeiden.Wenn der Natur überhaupt eine Gesetzmässigkeit gesetzt ist, dann doch nur in Form eines Prinzips, dass der Natur zwingend vorgelagert ist, aber aus der Natur selbst entsprungen ist. Kausale Abläufe innerhalb der Naturgesetzmässigkeit sind daher "selbstorganisierte und selbstorganisierende" Prinzipien, deren Umsetzung und Erfüllung ausser Frage stehen.Diese Zwangsläufigkeit der Umsetzung ist nur möglich, wenn die Wirkung(en) in der Ursache schon einen existenziellen Stellenwert hat/haben, der wiederum mit der Ursache in einem koexistentiellen Zusammenhang steht. (Und die Ursache in der/n Wirkung(en) sich äussert).Dies kann einerseits heissen, dass es "ohne Wirkung(en) nie eine Ursache gegeben hätte" und andererseits, dass die Wirkung(en) überhaupt keinen existentiellen Zusammenhang mit der Ursache hat.
Also im ersten Fall hätten wir eine Kausalität, wie sie uns im alltäglichen Leben begegnet. Die Blume ist kaputt, weil ein Stein darauf gefallen ist. Wäre die Blume noch heil, hätte es nie einen fallenden Stein gegeben.
Die Kugel rollt, weil sie einen Impuls abbekommen hat. Würde sie nicht rollen, hätte sie auch keinen Impuls abbekommen. (Wird die Kugel versenkt, ist das eine Äusserung der Ursache in der Wirkung).
Im zweiten Fall haben wir eine Verkettung von Ursache(n)/Wirkung(en) Abläufen, an deren Ende die Wirkung(en) vorliegen, die wir betrachtet haben. Diese Wirkung(en) lassen uns nur begrenzt, netzartig verflochten Rückschlüsse auf die zugrunde liegenden Ursach(en) zu.
Es gibt also nicht nur einfache Mechanismen, die einen kausalen Alauf bilden, eine Art Kette, sondern es muss auch eine fundamentale Struktur oder Impuls vorhanden sein, der die Zwangsläufigkeit des Ablaufs garantiert.
Dies ist ein Teil einer notwendigen Begründung, warum wir von einer absoluten Sicherheit der kongruenten Wiederholung der Naturgesetzlichkeit ausgehen können.
Der andere Teil wäre festzustellen, dass das "selbstorganisierte und selbstorganisierende Prinzip" zeitlos und damit immer gültig ist.
Ob Quantenfluktuationen, ob Wasserfontäne, Billiard oder Tiefseetauchen alles kann nur in der Gegenwart wirklich sein.Unsere Erfahrungen, unsere Träume, Naturgesetze, Ursachen und Wirkungen sind an ein Jetzt gebunden. Im Jetzt ist Sein und nur dort.
Dieses Jetzt ist die Voraussetzung aller Voraussetzungen und selbst weder definiert, noch definierbar.
Es ist die Voraussetzung von Bewusstsein, denn was bewusst ist, ist jetzt bewusst.
Es ist die Voraussetzung von Zeit und Raum, denn was ist, ist jetzt.
Es ist die Voraussetzung von Kausalität und Bewegung, darum immer und gleichzeitig, d.h. in allen Zeiten präsent.
Mehr zum Thema Jetzt ist in folgender Lektüre zu lesen, deren Inhalt ich mich voll und ganz anschliesse:
Bewusstsein und Wirklichkeit
Genauso wie einem Punkt aufgrund seiner "Nulldimensionalität" keine Räumlichkeit zukommt, so kommt dem Jetzt keine Zeitlichkeit zu. Nulldimensionalität und Strukturlosigkeit bedeutet Eigenschaftslosigkeit.
Man mag einen Punkt im Raum Koordinaten zuordnen, ihn verorten, dies nimmt dem gesetzten Punkt aber nicht seine "Nicht-Räumlichkeit" und Eigenschaftslosigkeit" (auch wenn ich einem Punkt gedanklich die Eigenschaft Eigenschaftslosigkeit zuordne, ändert dies nichts an der tatsächlichen "Nicht-Räumlichkeit und Eigenschaftslosigkeit" des Punktes).
Das Jetzt ist also zeitlos und überall.
Das Jetzt ist die hinreichende Bedingung, dass wir tatsächlich von einer absoluten Sicherheit der kongruenten Wiederholung der Naturgesetzlichkeit ausgehen können.
Das Jetzt ist das "selbstorganisierte und selbstorganisierende Prinzip" und zugleich dessen Voraussetzung.